Teil 1: Der lange und unvollendete Weg zur Demokratie in Leipzig

Für alle LeserSie nennen es das „lange 19. Jahrhundert“. Auch die Autoren, die sich für diesen dritten dicken Band zur Leipziger Stadtgeschichte versammelt haben, den diesmal Susanne Schötz als Herausgeberin betreut, unterstützt von Uwe John. Das 19. Jahrhundert hat ja zwei Besonderheiten für Leipzig: Es ist das Jahrhundert, in dem Leipzig zur modernen Großstadt wurde. Und es stand in den vergangen 20 Jahren im Fokus der Leipziger Forschergemeinschaft.

Deswegen weiß man über zahlreiche Aspekte beim Entstehen der Großstadt schon eine Menge. Vieles ist aus großen, eindrucksvollen Publikationen bekannt – man denke nur an die ganzen Jubiläen zur (Muster-)Messe, an das Wirken des Industriepioniers, sorry: Stadtentwicklers Carl Heine, an die Entstehung der Musikstadt, an die Entstehung der Buchstadt, an die frühe Turn- und Sportgeschichte … Es prasselte ja nur so auf die Freunde der Leipziger Stadtgeschichte herunter. Sie werden in den einschlägigen Kapiteln natürlich auf vieles nun Bekanntes stoßen.

Mit Betonung auf „nun“. Denn das meiste war tatsächlich erst Forschungsgegenstand der letzten Jahre. Vor 1989 lag die Stadt- und Heimatforschung ja fast brach. Das 19. Jahrhundert war thematisch völlig dominiert von „Befreiungskriegen“, Revolution und Entstehung der Sozialdemokratie.

Also gibt es zu diesem Leipziger 19. Jahrhundert nichts Neues zu berichten?

Das Gegenteil ist der Fall. Denn auch die Autorinnen und Autoren, die sich mit ihren Spezialfeldern beschäftigten, merkten immer wieder an, dass insbesondere die intensive Beschäftigung mit einzelnen Themen seit 2009 erst dazu geführt hat, dass man sich der Lücken in der Forschung erst so richtig bewusst wurde.

Denn Stadtforschung ist immer eine Sache von Spezialisten – man denke an die Geschichte der Frauenbewegung, in der Susanne Schötz ja nun die ausgewiesene Expertin ist. Oder die Geschichte des Verkehrswesens, die in diesem Buch auch mit einem Streiflicht von Helge-Heinz-Heinker zum Hauptbahnhof vertreten ist. Oder die Entwicklung Leipzigs zu DER deutschen Buchstadt, wozu der Spezialist Thomas Keiderling zu Wort kommt.

Natürlich lebt das zum 1.000. Jubiläum der Ersterwähnung Leipzigs gestartete Projekt einer vierbändigen Stadtgeschichte davon, dass hier das Wissen vieler Akteure zusammenfließt, viele im universitären Bereich aktiv, viele aber auch alleinschaffende Spezialisten, die einfach nicht aushalten, dass man bestimmte Dinge über die eigene Heimatstadt nicht weiß. Und da merkt man schnell, dass 1.000 Seiten für so ein „langes“ Jahrhundert eigentlich nicht ausreichen.

Wobei man natürlich streiten kann darüber, ob man nun die Völkerschlacht 1813 an den Anfang setzt (die praktisch das Finale zum 18. Jahrhundert im 2. Band ist), oder den Wiener Kongress von 1815, wie hier geschehen. Auch wenn gerade das erste Kapitel zu den Jahren 1815 und 1830 geradezu sichtbar macht, dass man gerade über diese Zeit in Leipzig sehr wenig weiß.

Es ist schon erstaunlich, wenn ein Autor sogar von einer „ereignislosen Zeit“ spricht, obwohl die Zeit zwischen dem Wartburgfest 1817 bzw. den restaurativen Karlsbader Beschlüssen von 1819 und dem Jahr 1830, das in Leipzig mit einem rebellischen Paukenschlag passierte, eine aufregende Zeit war. In mehrfacher Hinsicht.

Thomas Keiderling etwa trägt hier den Artikel „Buchstadt im Aufbruch“ bei, denn es war die Zeit, als sich hier die ersten großen Verlage ansiedelten und begannen, Buchproduktion auf modernem Niveau zu gestalten. Als hier aber auch das anknüpfte, was zumindest Literaturkenner als Junges Deutschland kennen, markant durch eine Person wie Heinrich Laube besetzt. Als aber auch die ersten Druckmaschinen aufgestellt wurden und auf einmal so etwas wie das erste Industrieproletariat entstand.

Das Problem so einer Überschau ist natürlich, dass man alle Facetten so einer Stadtentwicklung meist nur nebeneinanderstellen kann, auch wenn sie sich im Alltag immer durchdringen. Das kommt zwar den Spezialisten entgegen – jenen fürs Schulwesen, für die Universität, für Kirche, Messe, Kunst und Musik. Aber spätestens wenn Elke Schlenkrich ihr Spezialgebiet, das Sanitäts- und Armenwesen, aufblättert, merkt man, dass gerade in dieser scheinbar so unspektakulären Phase alle Entwicklungen zur modernen Großstadt ihren Anfang nahmen und die Herren Stadtväter sich auf einmal soziale Lösungen für Dinge ausdenken mussten, die es vorher nicht gab.

Was einem sogar im letzten und mit 450 Seiten dicksten Kapitel zur Zeit im Deutschen Kaiserreich (1871 bis 1914) auffällt, wenn Beate Berger auf einmal über den Umgang mit Fremden in der nun wahrlich nicht mehr von Mauern umgebenen Stadt berichtet und man merkt, dass das Denken über Fremde in Leipzig noch genauso mittelalterlich war wie anderswo.

Und das wirkt sogar erstaunlich heutig, wenn man liest, wie sich Leipzig bemühte, die Niederlassung von „Fremden“ möglichst zu verhindern. Womit nicht alle Fremden gemeint waren. Das ist wie heute: Wer reich ist und sich ins Bürgerrecht einkaufen und vielleicht gleich noch ein Unternehmen gründen kann, der ist gern gesehen. Bürgerrecht ist Besitzrecht und umgekehrt. Damit war ja schließlich auch das Wahlrecht verbunden.

Weshalb übrigens Burkhard Jung beim Lesen einiger Kapitel durchaus gewisse Kopfschmerzen bekommen haben dürfte, denn insbesondere Michael Schäfer beschäftigt sich mit dem Wahlrecht in dieser Zeit, insbesondere der jener Oberbürgermeister, von denen Burkhard Jung sich bei der Eröffnung der OBM-Galerie überzeugt zeigte, dass diese durch eine demokratische Wahl ins Amt gelangt waren.

Aber von wirklich demokratischen Wahlen kann in Leipzig bis 1918 keine Rede sein. Im Gegenteil: Schäfer beleuchtet sehr akribisch, wie das stockkonservative Leipziger Großbürgertum nach 1848 alles tat, um den niederen Klassen einen Einzug ihrer Kandidaten in den Stadtrat unmöglich zu machen.

Und als die alte Methode, die neuen Stadträte über Listen zu wählen, drohte nicht mehr zu funktionieren und die Sozialdemokraten binnen weniger Jahre den kompletten Stadtrat hätten besetzen können, führte man das sogenannte Dreiklassenwahlrecht ein, das zumindest für die nächsten 20 Jahre garantierte, dass die ärmsten 80 Prozent der Stadtbevölkerung maximal ein Drittel aller Sitze mit ihren Kandidaten besetzen konnten.

Mit Demokratie hat das nicht viel zu tun.

Aber über diesen 1.000-Seiter gibt es noch mehr zu sagen. Gleich an dieser Stelle.

Susanne Schötz Geschichte der Stadt Leipzig, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2018, 49 Euro.

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