Anders sein: Eine aufwühlende Graphic Novel über die erste Punkgeneration in der DDR

Für alle Leser„Offenbar wirken die sozialen, ökonomischen und kulturellen Belastungen durch das autokratische Erbe und die doppelte Systemtransformation bis in die Gegenwart fort“, sagte Extremismusforscher Prof. Dr. Uwe Backes am 15. April in Dresden, als Staatsministerin Petra Köpping die neue Studie „Rechte Hassgewalt in Sachsen“ vorstellte. Das Erbe der DDR wirkt fort. Wenn die richtigen Geschichten nicht erzählt werden, wird das wohl immer so weitergehen. Zeit für eine punkige Graphic Novel.
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Gezeichnet hat sie der in Leipzig geborene Grafiker PM Hoffmann, die Texte stammen vom Kulturhistoriker Bernd Lindner, der jahrelang in der Jugendforschung tätig war, bis 2015 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zeitgeschichtlichen Forum arbeitete und dort 2005 federführend für die Ausstellung „Rock! Jugend und Musik in Deutschland“ verantwortlich war.

Eine Ausstellung, die schon sehr facettenreich deutlich machte, wie moderne Musikentwicklungen ab den 1950er Jahren das Lebensgefühl der Jugend in West und Ost prägten und – gerade weil die Regierenden oft verständnislos und abwehrend reagierten – auch den Widerspruch der jungen Menschen zum Lebensbild der Alten zum Ausdruck brachte.

Und sie entwickelte sich zu etwas, was Musik in der Vergangenheit nie in diesem Ausmaß war: zur Abgrenzung der Jungen von den Alten, deren „Werte“, Ansichten und Moral infrage gestellt wurden.

Und keine Überraschung war es, dass in West wie Ost die Alten genauso spießig, verständnislos und voller Verachtung reagierten. Im Osten in der Regel auch gleich mit Verbot, Restriktion, Bestrafung. Was schon die erste musikalische Protestgeneration massiv zu spüren bekam – die Beat-Generation. Ihre Übernahme von Musik- und Modegeschmack nach westlichen Mustern wurde geradezu als Verwilderung und westliche Unterwanderung aufgefasst.

Und das aus einem kleinbürgerlichen Gestus heraus, der die DDR im Ganzen im Nachhinein so völlig ungenießbar macht. Obwohl diese sittliche Empörung von Menschen, die nie neue Welten entdeckten, bis heute lebendig ist. Denn Backes hat recht, auch wenn er es so nicht formuliert: es ist der renitente Spießbürger, der im Osten – leider – überlebt hat und der in die gesellschaftlichen Debatten immer wieder seine engstirnigen und verklemmten Normen zu Recht und Sitte und Anstand anbringt. Und das mit Werten verwechselt.

Sie merken schon: So eine Graphic Novel regt auf, auch wenn nur die allerwenigsten Menschen jemals Punk waren, schon gar nicht in der DDR, wo das Punk-Sein nicht nur als gelebter Protest gegen die spießige Staatsmacht verstanden wurde, sondern von Anfang an noch viel ruppiger und rücksichtsloser verfolgt wurde als alle anderen Musikkulturen, die vom Westen in den Osten schwappten. Was auch daran lag, dass Punk schon bei seiner Entstehung in England eine für alle sichtbare Komplettabsage an die herrschenden Verhältnisse war. Ein schon im Äußeren sofort sichtbares „Ihr könnt mich mal!“

Was um 1980, als die erste Punk-Generation im Osten entstand, auf eine Stimmung gerade bei jungen Leuten traf, die vom Sicheinpassen, Unterordnen und Befohlenwerden die Nase voll hatten. Was im Buch nicht erwähnt wird, was aber dazugehört, ist die Tatsache, dass zeitgleich auch die ostdeutsche Friedensbewegung entstand. Der Herbst ‘89 hatte viele Wurzeln. Aber sie alle entstanden in einer zunehmenden Absage zumeist junger Menschen an das, was sich die kontrollsüchtigen Genossen als Lebensmodell für die Bürger vorstellten.

Hoffmann und Lindner haben keine bestimmte DDR-Punk-Band zum Vorbild für ihre Graphic Novel gewählt, auch wenn man die ganze Zeit das Gefühl hat, dass dahinter real erlebtes Leben stecken muss, etwa die Lebensgeschichte von Thomas, der im Keller eines Abbruchhauses im Leipziger Osten seinen künftigen Freunden begegnet: Vero, Oskar und Paule. Sie üben dort, doch zu einer Band mit dem sprechenden Namen „Die Haftung“ werden sie erst, als Thomas ihr Sänger wird und auch die ersten eigenen Texte für sie schreibt.

Die Karriere der Band ist kurz: Nach einem Auftritt der Band beim Jarocin-Festival in Polen und einem missglückten Berlin-Besuch 1983 greifen die Staatsorgane zu. Stasi-Chef Mielke hatte die Parole ausgegeben, die Punk-Szene in der DDR praktisch zu eliminieren. Was eben – der Blick in die Stasi-Akten macht die Arbeitsweise ja sichtbar – systematische Zersetzung der Bands bedeutete. Musiker wurden verhaftet und verurteilt, andere wurden in den Westen abgeschoben, andere zu Spitzeln gemacht.

Im Anhang findet man die eine oder andere Band, der Ähnliches geschehen ist. Es ist also keine frei erfundene Geschichte, sondern eine, die mit starken atmosphärischen Bildern eintaucht in eine Szene, wie sie um 1980 tatsächlich existierte. Und da sie aus der Sicht der Protagonisten erzählt wird, bekommt man eine Ahnung vom Lebensgefühl dieser jungen Leute, die sich nicht mehr arrangieren wollen, die auch öffentlich zeigen wollen, dass sie für die staatlichen Erwartungen nicht mehr zu haben sind. Und vor allem: dass sie diese Gefühle ausleben wollen. Die Wut muss raus.

Und dabei belassen es die beiden Geschichtenerzähler nicht. Denn die biederen Alten begreifen ja nie, welchen Anteil sie selbst an so einer Entwicklung haben. Darin unterscheidet sich die Gegenwart in nichts von dieser 40 Jahre zurückliegenden Vergangenheit. Veros Familie wurde nach der Nichtrückkehr des Vaters aus dem Westen von den Mächtigen regelrecht zerstört.

Die Einweisung ins Heim und die mehrfach verhinderten Fluchten haben auch Vero gezeichnet, genauso wie Paule vom Jugendwerkhof und dem „Gelben Elend“ im Bautzen geprägt ist. Der Staat zog sich sein Protestpotenzial selber heran. Thomas erlebt die Bevormundung in der Berufsschule, Oskar die durch seine staatstreuen Eltern. Eine Elterngeneration, die einem verflixt vertraut vorkommt. Und die auch nie eingesehen hat, was sie eigentlich mit ihren Funktionärsvorstellungen vom Leben angerichtet und zerstört hat. Und die auch nie begriffen hat, wie eng und stickig ihre Moral war. Und ist.

Sie sind ja nicht verschwunden, diese Leute mit Mauer- und Sittenkodex.

Sie sind in dieser Geschichte logischerweise der triste und grimmige Hintergrund, das ganze System von Rechthaberei und Erziehungsdruck, das die Hoffnung auf ein freies und anderes Leben immer wieder zu ducken versuchte. Nur dass sich mit dieser ersten Generation Punk immer weniger Jugendliche ducken lassen wollten. Und auch immer weniger Angst hatten vor den Vopos, Trapos und Stasi-Leuten, auch wenn sie wussten, was ihnen blühen konnte, wenn sie in deren Fänge gerieten. Die Geschichte rollt – beinah tragisch und unausweichlich – auf die Kollision zu. Man taucht regelrecht ein in diese Welt des unerlaubten und umso wütenderen Protestes.

Und dann landet man, nachdem die Staatsgewalt mit trister Systematik alles zerstört hat, mit Thomas im Westen, wohin er freigekauft wurde. Die Geschichte endet also nicht mit 1983, sondern zeichnet die Schicksale der Helden weiter übers Jahr 1990 hinaus, als Mauern tatsächlich gefallen waren und die Ersten begannen, sich auch mit den Stasi-Akten zu beschäftigen, und dabei frustrierende Entdeckungen machten. Freundschaften und Partnerschaften standen vor der Zerreißprobe, so, wie das auch bei realen Punk-Bands war.

Die gründliche Zersetzungsarbeit der Abteilung „Jugend und Untergrund“ im MfS zeigte ihre langanhaltende Wirkung, denn die Systematik zielte nie nur darauf ab, unliebsame Kulturerscheinungen aus der Welt zu schaffen, sondern ihre Träger persönlich zu zerstören. Viele leiden bis heute unter diesen Erfahrungen. Und man sieht es auch den Mitgliedern dieser Punk-Band an, wenn sie am Ende des Buches versuchen, irgendwie mit ihrem Wissen und den Gefühlen dabei zurande zu kommen.

Im dem Buch beigegebenen Essay erzählt Bernd Lindner dann noch etwas ausführlicher die Geschichte der Punk-Bewegung in der DDR und auch die Geschichte der Bands, von denen die meisten 1990 ihr Ende fanden, weil sie auf einen schon längst übersättigten Musikmarkt trafen, auf dem Westbands dominierten. Einige wenige Ostbands erfanden sich völlig neu. Punks gehören seitdem – zumindest in den größeren Städten – ganz normal zum Straßenbild, haben aber zumeist mit denselben alten Vorurteilen zu kämpfen.

Und fast vergessen ist, welches Protestpotenzial sie in den letzten Jahren der DDR bedeuteten als Teil einer sich zunehmend auffächernden Jugend, die die unterschiedlichsten Wege ging, um ihren Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben zu artikulieren. Denn genau das sprengte am Ende das enge Korsett der vormundschaftlichen DDR.

Und wer genauer hinschaut sieht, wie sich dieser Generationenstreit im Osten heute wiederholt. Nur dass jetzt die lernunwilligen Alten auf die Straße gehen und ihre alte, streng bewachte Welt der „guten Sitten und Werte“ verteidigen gegen all diese Zumutungen von Menschen, die ein selbstbestimmtes freies Leben als selbstverständlich begreifen.

Es ist schon erstaunlich, was sich alles erhält, wenn man die Gespenster der Vergangenheit nicht beim Namen nennt.

PM Hoffmann; Bernd Lindner Anders sein oder Der Punk im Schrank, Ch. Links Verlag, Berlin 2019, 15 Euro.

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