Insektensterben macht vor Schutzgebietsgrenzen nicht halt

Auch das europäische Schutzgebietssystem „Natura 2000“ kann den Rückgang der Tagfalter nicht stoppen

Für alle LeserEs war schon mehrfach Thema in der letzten Zeit. Nun bestätigt es auch das Umweltforschungszentrum, wo man sich intensiv mit Biodiversität beschäftigt: Wer Umweltschutz allein auf die Schutzgebiete beschränken will, denkt falsch. Sie können den Rückgang der Insekten nicht aufhalten. Bei Tagfaltern ist es jetzt belegt. Da hilft auch der schöne Name „Natura 2000“ nichts.

Wie ein Rettungsnetz für die Artenvielfalt zieht sich das Schutzgebietssystem „Natura 2000“ quer durch die EU. Allerdings haben bisher nur wenige Studien analysiert, ob sich diese Refugien tatsächlich positiv auf den Artenreichtum auswirken. Untersuchungen dazu gibt es vor allem für Vögel, und diese zeigen keinen klaren Trend.

Mit Hilfe von Langzeitdaten aus dem Bürgerforschungsprojekt „Tagfalter-Monitoring Deutschland“ sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle dieser Frage nun am Beispiel der Tagfalter nachgegangen. Demnach gibt es auf den Natura-2000-Flächen zwar mehr Falter-Arten als anderswo. Allerdings gehen die Artenzahlen innerhalb und außerhalb der Schutzgebiete gleichermaßen zurück, berichten die Forscher im Fachjournal „Diversity and Distributions“. Als Ursachen vermuten sie unter anderem großräumige Effekte wie z.B. den Klimawandel oder eine veränderte Landnutzung.

Schutzgebiete sind keine Rettungsinseln

Die Idee klingt eigentlich gut: Ein Mosaik von geschützten Wäldern und Mooren, Seen, Flüssen und anderen Lebensräumen soll den bedrohten Pflanzen und Tieren Europas eine Zuflucht bieten. Schon seit 1992 ist die EU dabei, dieses „Natura 2000“ genannte Rettungsnetz aus Schutzgebieten aufzubauen. Mittlerweile umfasst es schon mehr als 18 Prozent der Landoberfläche der EU und gehört zu den wichtigsten Bausteinen des europäischen Naturschutzes.

Aber wie effektiv ist es eigentlich? Kann es den grassierenden Artenschwund tatsächlich aufhalten? Diese Frage hat ein Forscherteam um Martin Musche vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle am Beispiel der Tagfalter untersucht.

Es ist kein Zufall, dass sich die Forscher bei ihrer Analyse ausgerechnet auf diese Tiergruppe stützen. Denn zum einen gibt es zahlreiche Tagfalter, die ganz eigene Ansprüche an ihren Lebensraum stellen und damit stellvertretend für viele andere Arten stehen. Deshalb gelten sie als gute Indikatoren für den Zustand einer Landschaft. Zudem spielen sie als Bestäuber, Pflanzenfresser und Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere eine wichtige Rolle im Ökosystem.

Vor allem aber sind die Vorkommen von Tagfaltern vergleichsweise gut untersucht. Schließlich handelt es sich um auffällige Insekten, von denen viele auch für Laien gut zu unterscheiden sind. Schon seit 2005 koordiniert das UFZ deshalb ein Bürgerforschungsprojekt namens „Tagfalter-Monitoring Deutschland“, bei dem alle Interessierten mitmachen können.

Zwischen April und September sind die Teilnehmer bundesweit unterwegs, um Informationen über die Vorkommen der Tiere zusammenzutragen. Woche für Woche geht jeder von ihnen eine festgelegte Strecke von bis zu einem Kilometer Länge ab und notiert sämtliche tagaktiven Falter, die ihm unterwegs begegnen.

Schlagzeilen über das Insektensterben haben viele Freiwillige wachgerüttelt

„Inzwischen machen dabei bundesweit schon mehr als 500 Leute mit“, sagt UFZ-Biologin Elisabeth Kühn, die das Monitoring koordiniert. Gerade im letzten Sommer haben sich besonders viele neue Teilnehmer angemeldet. Die Schlagzeilen über das Insektensterben haben wohl viele Naturfans aufgerüttelt, die nun etwas zur Erforschung des Phänomens beitragen wollen.

„In dieser Diskussion wird ja immer gefordert, dass wir mehr Informationen über die Vorkommen von Insekten in Deutschland brauchen“, sagt Elisabeth Kühn. „Über Tagfalter haben wir aber schon tolle Daten.“ Auf ungefähr 300 Zähl-Strecken sind die Beobachter schon seit mindestens acht Jahren aktiv, sodass die Forscher aus den dortigen Erhebungen erste Trends ablesen können.

Für ihren Natura-2000-Check haben sie nun 245 davon ausgewählt, die besonders regelmäßig begangen worden waren. Diese Transekte verteilen sich über ganz Deutschland, etwa 28 Prozent davon liegen innerhalb von Natura-2000-Gebieten, der Rest außerhalb. So konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit statistischen Methoden analysieren, ob der Schutzstatus ihres Lebensraums für die insgesamt 122 erfassten Falter-Arten einen Unterschied macht.

Auf den ersten Blick sieht es ganz danach aus. Auf den Strecken außerhalb der Schutzgebiete haben die Schmetterlingsfahnder im Durchschnitt 18 Arten gezählt, innerhalb waren es dagegen 21.

„Das liegt nicht daran, dass die Lebensräume in den Natura-2000-Gebieten generell besser für Tagfalter geeignet wären“, erklärt Elisabeth Kühn. „Sie sind möglicherweise nur in besserem Zustand.“ Und das macht sich nicht nur im Schutzgebiet selbst bemerkbar, sondern auch in seiner Umgebung.

Je näher ein Transekt an einem solchen Refugium liegt, umso höher ist auch seine Artenzahl. Offenbar wirken diese Lebensräume wie Falter-Quellen, aus denen die Tiere auch ins Umland flattern. Und oft sind die eigentlichen Schutzgebiete auch nur die wertvollsten Bereiche in einer insgesamt vielfältigen Landschaft.

Das alles klingt nach einem durchaus positiven Befund. „Tatsächlich sprechen diese Ergebnisse dafür, dass die Natura-2000-Flächen gut ausgewählt sind“, betont Elisabeth Kühn. Sie stellen offenbar tatsächlich einen guten Querschnitt von besonders wertvollen Flächen unter Schutz.

Trotz Schutzgebieten gehen die Falterpopulationen zurück

Trotzdem fällt das Zeugnis für das ökologische Rettungsnetz nicht rundum erfreulich aus. Denn die Forscher haben auch analysiert, wie sich die Falterbestände zwischen 2005 und 2015 verändert haben. Demnach flatterten zum Beginn dieses Zeitraums im Durchschnitt noch mehr als 19 Arten über den Transekten, am Ende waren es nur noch gut 17.

„Das ist ein deutlicher Rückgang von etwa zehn Prozent“, sagt Elisabeth Kühn. „Und der hat innerhalb der Schutzgebiete genauso stattgefunden wie außerhalb.“ Bei seiner eigentlichen Aufgabe, den Artenschwund zu stoppen, scheint das Natura-2000-Netzwerk also zumindest im Fall der Tagfalter seine Wirkung noch nicht entfaltet zu haben.

Mit Hilfe weiterer Analysen wollen die Forscher nun herausfinden, woran das genau liegt. Ihrer Einschätzung nach könnten zum einen großräumige Effekte wie der Klimawandel oder Veränderungen der Landnutzung (inkl. Einsatz von Pestiziden) dahinterstecken, die sich unabhängig vom Schutzstatus auf die gesamte Landschaft auswirken. Es könnte aber auch sein, dass die Ursache in den Schutzgebieten selbst liegt.

Der überwiegende Teil dieser Flächen sind nämlich Kulturlandschaften, die man nicht komplett sich selbst überlassen kann. Wiesen und Magerrasen zum Beispiel müssen regelmäßig gemäht oder beweidet werden. Sonst machen sich dort mit der Zeit Gehölze breit und die Arten des Offenlandes verlieren ihren Lebensraum. Allerdings kann man ein solches Management unterschiedlich gestalten. Und da liegt möglicherweise das Problem.

„Bisher orientieren sich diese Maßnahmen oftmals an den Bedürfnissen anderer Gruppen, zum Beispiel von Vögeln“, erklärt Elisabeth Kühn. „Und davon profitieren Tagfalter nicht unbedingt.“ So sind zum Beispiel die Mahdzeitpunkte vieler Wiesen nicht optimal für die Raupenentwicklung der Tagfalter, wobei sich die Ansprüche zwischen einzelnen Arten sehr unterscheiden können.

„Solche Zielkonflikte kann man nur lösen, wenn man sich die einzelnen Arten und Lebensräume genau anschaut“, sagt Elisabeth Kühn. Sie und ihre Kollegen hoffen, dass ihr Datenschatz auch das ermöglichen wird und sie daraus Ideen ableiten können, wie das Rettungsnetz für die Natur noch effektiver aufgespannt werden kann als bisher.

Das große Insektensterben und die lange Vorgeschichte von Ignoranz und Lobby-Politik

 

UFZInsektensterben
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Ferdinand Sauerbruch und die Charité: Wie bleibt man ein anständiger Mensch, wenn Verbrecher regieren?
Christian Hardinghaus: Ferdinand Sauerbruch und die Charité. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein Buch, das passt mal wieder. In der ARD läuft die Serie „Charité“, die das wohl berühmteste Klinikum Deutschlands als regelrecht historisches Ereignis in Szene setzt. Und natürlich gibt es auch beeindruckende Teile mit dem weltberühmten Ferdinand Sauerbruch, gespielt vom eindrucksvollen Ulrich Noethen. Aber eine wirklich belastbare große Biografie über Sauerbruch gab es bis heute nicht. Dafür einige sehr boshafte Kampagnen, die den berühmten Chirurgen regelrecht zum Nazi-Sympathisanten machten.
Video „Sportpunkt“: Athletisch aus der Winterpause
Max Richter (SC DHfK) zu Gast in der Sportpunkt-Sendung. Screenshot: Sportpunkt

Screenshot: Sportpunkt

Für alle LeserVideoDer Sportpunkt ist zurück aus der Pause - und wie eine eingangs der Sendung Nr. 48 zu sehende Umfrage in der Leipziger Innenstadt ergab, ist die Bevölkerung darüber völlig aus dem Häuschen. Im Häuschen hingegen war die Deutsche Leichtathletik-Hallenmeisterschaft in der Arena. Zur Feier des Tages lud das Moderatoren-Duo Landgraf/ Hoch dann auch mit Max Richter einen Leichtathleten als Talk-Gast in die Sendung.
Leipzig startet Online-Umfrage zum „Masterplan Grün“
Im Abtnaundorfer Park. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn einer wachsenden Stadt wie Leipzig werden die Freiflächen immer kleiner. Dass dies beim Thema Wohnungen und Mieten zum Problem wird, ist bekannt. Etwas weniger Aufmerksamkeit erhielt bislang die Frage, inwiefern Grünflächen und Gewässer vom Wachstum betroffen sein werden. Die Stadt hat nun eine Online-Umfrage gestartet, in der die Bürger auf konkrete Probleme hinweisen und Vorschläge für neue Projekte einreichen können.
Vorschlag für den neuen Wettbewerb zum Freiheitsdenkmal steckt seit einem halben Jahr in der Verwaltung fest
Erinnerungssäule an den Herbst 1989 auf dem Nikolaikirchhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWarum dauert das so lange? Im Sommer 2018 stellte die Stiftung Friedliche Revolution ihre Umfrage zum Leipziger Freiheitsdenkmal vor. Dabei erfuhr man, dass auch der Konzeptvorschlag zum Beteilungsprozess und zum Wettbewerb schon vorläge. Im Begleitgremium gäbe es noch Dissens. Man würde ihn später vorlegen. Und dann tat sich trotzdem Monate lang nichts. Nicht nur die L-IZ wurde ungeduldig. Auch die CDU-Fraktion stellte jetzt fest, dass das Trödeln eigentlich ein Ende finden sollte.
2019 ist das Gewässerbehandlungsschiff der LMBV im Leipziger Neuseenland unterwegs
Das Wasserbehandlungsschiff auf dem Großräschener See in der Niederlausitz im Einsatz. Foto: LMBV, Radtke

Foto: LMBV, Radtke

Für alle LeserDie Bergbaufolgeseen haben fast alle ein Problem: Sie enthalten viele Auswaschungen aus dem Erdreich, sind übersäuert und haben noch lange keine ausgewogene Wassergüte. Deshalb müssen einige der jüngeren Seen auch noch gekalkt werden, damit die Versauerung wieder reduziert wird. Das passiert in diesem Jahr auf dem Hainer, dem Störmthaler und dem Zwenkauer See, teilt die LMBV mit.
Neue iDiV-Karte macht die Artenvielfalt der Wälder weltweit sichtbar
Die erste weltweite Karte der Baumarten-Vielfalt, erstellt mithilfe des neuen Modells. Foto: Petr Keil und Jonathan Chase

Foto: Petr Keil und Jonathan Chase

Für alle LeserFrüher gab es in Geografie-Büchern schöne faszinierende Karten in Waldgrün, Wüstengelb und Wasserblau. Da waren Wälder als Wälder eingemalt. Ganz so, als wären alle Wälder dasselbe. Aber jeder Wald hat eine andere Artenzusammensetzung. Und manche Wälder sind viel artenreicher als andere. Aber wie macht man so etwas sichtbar? Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) versucht es jetzt mal mit einem neuen Modell der Darstellung.
06. April im Haus Leipzig: Sandsation – The Queen of Sand
Sandsation - In 80 Bildernum die Welt © SandART

© SandART

Eine von unten angeleuchtete Glasplatte, eine große Leinwand und Sand – das ist alles, was die junge Russin benötigt, um mit bewegten Bildern bewegende Geschichten zu erzählen, die unter die Haut gehen. In „SANDSATION – In 80 Bildern um die Welt“ lädt Irina Titova frei nach Jules Verne zu einer nostalgischen Erdumrundung ein: Menschen, Tiere, Wahrzeichen, Weltwunder und Traumwelten erwachen aus Millionen und Abermillionen tanzenden Sandkörnern für wenige Augenblicke zum Leben.
Weiße Elster soll Flusslandschaft des Jahres 2020/2021 werden
Note 5: Weiße Elster bei Lützschena. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Weiße Elster war eigentlich mal ein schöner Fluss. Von der tschechischen Grenze kommend fließt sie durch Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Und an wenigen Stellen hat sie noch ein paar ihrer alten Mäander und Auenwälder bewahrt. Nur noch wenige. Der Rest ist verdeicht und verbaut. Und Naturfreunde in allen drei Bundesländern wollen die Eingezwängte endlich wieder zu einer lebendigen Flusslandlandschaft machen. Am 25. Februar treffen sie sich in Leipzig.
Am 13. Juni live Parkbühne im Clara-Zetkin-Park: Kris Kristofferson & The Strangers
Kris Kristofferson © Ash Newell

© Ash Newell

Der Singer-Songwriter und Hollywood-Schauspieler Kris Kristofferson beehrt Deutschland im Juni mit drei exklusiven Shows. Auf seiner Tour wird er von der Band The Strangers begleitet. Country-Fans kennen Scott Joss (Geige, Gitarre, Gesang), DougColosio (Keyboard) und Jeff Ingraham (Schlagzeug) von Merle Haggards berühmter Begleitband und weil diese als "Wrecking Crew“ der Country-Musik auf vielen Aufnahmen ihre Spuren hinterlassen haben.
Die Haltestelle am Hauptbahnhof wird entrümpelt und noch einmal fit gemacht
Haltestelle Hauptbahnhof von Westen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserRund 28,7 Millionen Euro wollen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) in diesem Jahr in ihre Infrastruktur investieren, zusätzlich zu den geplanten Investitionen in Straßenbahnen und Busse. Aber gerade die Infrastrukturen zeigen mittlerweile, wie hochbelastet das System ist. Und selbst Haltestellen wie die am Hauptbahnhof platzen aus allen Nähten, weil die Zahl der hier Aus-, Ein- und Umsteigenden seit 2007 um 40 Prozent zugelegt hat.
Eisige Tage: Alex Pohl veröffentlicht seinen ersten Krimi unter Klarnamen
Alex Pohl: Eisige Tage. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAlex Pohl ist eine Entdeckung. Eine späte Entdeckung, nicht nur für Leipziger Krimi-Leser. Denn Pohl lebt in Leipzig und ist schon lange einer der Erfolgreichen unter den deutschen Thriller-Autoren. Doch die Thriller hat er bisher immer unter seinem Pseudonym L. C. Frey veröffentlicht. Nun geht er erstmals unter seinem Klarnamen an die Öffentlichkeit und schockt die Leipziger Eltern mit einem Thema, das so unrealistisch nicht ist: „Eisige Tage“.
Am 23. Februar: Klezmer Doppelkonzert mit Rozhinkes und dem Duo Kundish & Farrell im Ring-Café
Ensemble Rozhinkes. Quelle: Rozhinkes GbR

Quelle: Rozhinkes GbR

Klezmer ist jüdische Tanzmusik, die ursprünglich in Osteuropa zuhause war. Verbunden mit den Liedern in jiddischer Sprache erfreut sie sich weltweit größter Beliebtheit und ist heute zum Synonym für die Hoffnung auf eine Renaissance jüdischen Lebens in Europa geworden.
Geändertes Umweltinformationsgesetz in Sachsen: Ein Ups von der SPD-Fraktion
Der Lausitzer Energiekonzern LEAG will den Tagebau Nochten im Örtchen Mühlrose weiterführen – wofür 200 Menschen umgesiedelt werden sollen. Foto: Fritz Brozio

Foto: Fritz Brozio

Für alle LeserIm Laufe des 20. Februar 2019 nahm die SPD-Fraktion im sächsischen Landtag zum überraschend geänderten Umweltinformationsgesetz (UIG) Stellung. Und man räumt ein, dass die nun weiter verstärkte Intransparenz in der Kohlebranche Sachsens eine Art Kollateralschaden darstellt. Was man sehr bedauere. Um genau diese Erklärung im letzten Satz der Wortmeldung eigenhändig wieder abzuräumen. Und irgendwie doch mitzuteilen: tja, Pech gehabt, Greenpeace. Der Sächsische Rechnungshof soll doch lieber keine Auskunft über Umweltinformationen und Finanzen der Kohlekonzerne erteilen.
„Lieber Haft als Kohlekraft“: Klimaaktivisten besetzen erneut Bagger im Tagebau Schleenhain
Protest gegen den Kohleabbau. Foto: Reisegruppe Digger

Foto: Reisegruppe Digger

Für alle LeserZum zweiten Mal in diesem Monat haben Klimaaktivisten einen Kohlebagger im Tagebau Vereinigtes Schleenhain besetzt. Sie protestierten damit gegen den Kohleabbau, aber auch gegen die Inhaftierung anderer Aktivisten. So befinden sich nach mehr als zwei Wochen immer noch drei Personen, die einen Bagger in der Lausitz besetzt hatten, im Gefängnis. Ein Amtsgericht verurteilte zudem eine ehemalige Bewohnerin des Hambacher Forstes in erster Instanz zu einer Freiheitsstrafe.
Am 3. April im Haus Auensee: The KOOKS – Tour 2019 mit Special Guests Blossoms
The Kooks. Lets go sunshine PR

The Kooks. Lets go sunshine PR

The Kooks melden sich mit ihrem lang ersehnten, fünften Studioalbum „Let’s Go Sunshine“ mit einer ungestümen, mutigen Mischung aus Melancholie und Euphorie zurück. Seit 2015 arbeitete die Band an dem Album, und bereits während ihrer grandiosen, bei uns komplett ausverkauften Best-of-Tour, die sie rund um die Welt führte, haben die Briten immer wieder an den neuen Songs gefeilt und sie ansatzweise schon live vorgestellt.