Eine Studie für Thüringen zeigt, was das Fehlen junger Frauen für Folgen für die Demokratie hat

Für alle LeserDer Rechtsrutsch bei den Wahlen in Ostdeutschland hat mehrere Ursachen. Eine aber wird fast immer negiert, obwohl sie seit Jahren offen zutage liegt. Seit den Tagen von Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU), der mit seiner Demografie-Karawane durchs Land zog und wenigstens versuchte herauszufinden, was der demografische Erdrutsch im Osten seit 1990 eigentlich für Folgen hat. Und wie man damit umgehen müsste. Seit seinem Rücktritt 2008 verschwand das Thema völlig aus der sächsischen Landespolitik.

Auch wenn es mittlerweile einen Demogafiemonitor gibt, in den das Landesamt für Statistik die ganzen Daten zur Bevölkerungsentwicklung einspeist. Daten, die beängstigend genug sind, wenn man sieht, wie sich die ländlichen Regionen entvölkern, regelrecht überaltern und die jungen Leute abwandern. Weiterhin abwandern, auch wenn seit gut zehn Jahren die Wanderungsverluste an westdeutsche Regionen endlich vorbei sind. Heute wandern die jungen Leute in die prosperierenden Großstädte. Die ländlichen Regionen aber bluten weiter aus.

Und wenigstens der Ansatz bei Milbradt stimmte: Was muss ein Land tun, um die negativen Folgen dieser Abwanderung zu puffern?

Dumm nur, dass sein Nachfolger nicht einmal begriff, welches Erbe er da übernahm. Aber da unterschied sich Stanislaw Tillich (CDU) nicht wirklich von seinen Amtsgenossen in den anderen ostdeutschen Bundesländern.

Dass dessen Nachfolger Michael Kretschmer (CDU) jetzt so verzweifelt kämpfen musste, um einen Wahlsieg der AfD zu verhindern, hat genau damit zu tun. Mit der blinden Stelle deutscher Politik. Und nicht nur in Deutschland sind Politiker blind für die sozialen und psychologischen Folgen dieser wirtschaftlichen und sozialen Umbrüche in „abgehängten“ Regionen. Die die neoliberale Wettbewerbsweise zwangsläufig produziert. Wer ganze Regionen und Gemeinden in den permanenten Überbietungswettkampf schickt, produziert Verlierer. In England genauso wie in Frankreich, Italien oder den USA. Der schafft erst jene Abstiegsregionen, in denen Rechtsradikale dann ihre Stimmen einsammeln und linke Parteien verzweifelt nach einer Lösung suchen, wie sie die Menschen wieder begeistern können.

Aber sie haben veraltete Rezepte. Die sächsische Linkspartei hat es ja heftig zu spüren bekommen.

Wenn ein ganzer Landstrich 30 Jahre lang seine jungen, gut ausgebildeten Einwohner verliert – mittlerweile ja rund 4 Millionen seit 1989 – dann verändert das die Stimmungslage gerade in den entleerten Regionen drastisch.

Männeranteil in den sächsischen Regionen. Grafik: Freistaat Sachsen, Demografiemonitor

Männeranteil in den sächsischen Regionen. Grafik: Freistaat Sachsen, Demografiemonitor

Das beleuchtet jetzt die Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), die einmal die Lage in Thüringen untersucht hat. Das Ergebnis ist einleuchtend: Abwanderung, Alterung und Frauenschwund stellen eine bislang unterschätzte Gefahr für eine offene Gesellschaft dar.

Das zeigt Katja Salomo, Gastforscherin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), in ihrer Untersuchung für Thüringen. Vor allem in ländlichen Gebieten Thüringens, wo eine hohe Abwanderung auf eine alternde Bevölkerung trifft, fühlen sich Menschen oft sozial benachteiligt. Das wiederum führt vermehrt zu demokratieskeptischen und fremdenfeindlichen Einstellungen, fasst das WZB die Ergebnisse der Studie zusammen.

Und natürlich hat das direkte Folgen für die Demokratie.

In einem Interview für „bento“ fasst es Katja Salomo sehr knackig zusammen: „Ich glaube, man findet so was noch nicht mal im internationalen, historischen Vergleich. Dieses Zusammenspiel von Frauenmangel, hoher Abwanderung und Überalterung. Es gibt in Japan noch stärker überalterte Gebiete, in einigen asiatischen und afrikanischen Gesellschaften einen stärkeren Überhang an Männern im mittleren Alter, in bestimmten arabischen Ländern und auch Südkorea noch weniger Jugendliche. Aber gebündelt und verbunden mit hoher Abwanderung liegen diese ungünstigen Entwicklungen nur im Osten Deutschlands vor. Das ist noch nicht ganz in der öffentlichen Diskussion angekommen und auch gerade erst in der wissenschaftlichen.“

Und da muss es den Zurückgebliebenen wirtschaftlich gar nicht mal schlecht gehen. Und den meisten, die AfD gewählt haben, geht es auch nicht schlecht. Und trotzdem stecken sie tief in Gefühlen von Benachteiligung und Abgehängtsein. Was einerseits tatsächlich mit real verschwundenen Infrastrukturen zu tun hat – Schulen, Bahnhöfen, Kitas, Arztpraxen, Dorfladen usw., aber eben auch damit, dass sie immer öfter nur unter sich sind, mit ähnlich frustrierten Menschen Umgang haben.

Bislang wurden intolerante Einstellungen in Ostdeutschland tatsächlich oft mit der wirtschaftlichen Situation und der Höhe der Arbeitslosigkeit erklärt, so das WZB. Die Analyse von Katja Salomo zeigt dagegen für Thüringen: Unterschiede im Ausmaß fremdenfeindlicher und demokratieskeptischer Einstellungen lassen sich in den vergangenen Jahren stärker auf Unterschiede in der demografischen Homogenität zurückführen.

Die vorgefundenen Daten in Thüringen. Karte: WZB

Die vorgefundenen Daten in Thüringen. Karte: WZB

Demografische Homogenität meint das Zusammentreffen ungünstiger Bevölkerungsentwicklungen wie hoher Abwanderungsraten, einer stark alternden Bevölkerung und eines Überhangs von Männern im heiratsfähigen Alter. In Thüringen sind davon vor allem die ländlichen Gebiete betroffen. Hier ist die Überalterung stärker, der Anteil (alleinlebender) Männer höher und die Fremdenfeindlichkeit deutlich stärker.

Was augenscheinlich mit dem Fehlen von Frauen und damit auch von Kindern zu tun hat. Frauen wirken ausgleichender, bemühen sich stärker als Männer um soziale Netzwerke, stärken also auch das Gefühl von Geborgenheit und Umsorgtsein. Und wenn dann auch noch Kinder da sind, ist auch die soziale Seite der Männer stärker gefragt. Aber abgewandert sind in den vergangenen Jahrzehnten vor allem die jungen, qualifizierten Frauen. Die Männer blieben zurück. Und die Frage stand all die Jahre immer im Raum: Wo stranden sie, wenn sie keine stabile Familie gründen können?

Da bot Thüringen sichtlich ein gutes Forschungsfeld.

In Landkreisen wie Greiz, Saalfeld-Rudolstadt, dem Saale-Orla-Kreis, Sonneberg und Schmalkalden-Meinigen wurden zwischen 2011 und 2014 überdurchschnittlich stark ausgeprägte fremdenfeindliche und chauvinistische Einstellungen (zusammengefasst: ethnozentrische Einstellungen) gemessen. Im selben Zeitraum war die Arbeitslosigkeit in diesen Landkreisen jedoch nur durchschnittlich hoch oder vergleichsweise gering (Sonneberg). Stark ausgeprägt ist dagegen die Alterung in diesen Landkreisen, mit Ausnahme von Sonneberg, ebenso der Männerüberhang.

Unter den Kreisfreien Städten in Thüringen fällt nur Suhl mit hohen ethnozentrischen Einstellungen auf, während die Arbeitslosenquote mit 7,6 Prozent eher auf durchschnittlichem Niveau liegt. Die Bevölkerung Suhls ist jedoch, untypisch für Städte, stark gealtert – stärker als jene anderer Kreisfreier Städte und Landkreise. Auf eine/n Einwohner/-in unter 15 Jahren kommen rund sechs Einwohner/-innen im Alter von 50 Jahren oder älter. Suhl weist außerdem als einzige Kreisfreie Stadt im Betrachtungszeitraum einen deutlichen Überhang an Männern im heiratsfähigen Alter auf.

Die Studie legt dar, wie sich eine hohe Abwanderung destabilisierend auf das soziale Geflecht auswirken kann. Fehlen junge Menschen in Regionen mit stark alternder Bevölkerung, brechen auch Freizeitangebote weg. Männer können sich zurückgelassen fühlen, wenn die Suche nach einer Partnerin durch die demografische Situation vor Ort erschwert ist.

„Mit zunehmender demografischer Homogenität fühlen sich Menschen gegenüber der (städtischen) Mehrheitsgesellschaft benachteiligt und haben Angst, auf die Verliererseite des Lebens zu geraten“, sagt Katja Salomo.

Für Thüringen und andere ostdeutsche Bundesländer sieht die Forscherin daher einen Teufelskreis. Ohne Zuwanderung, besonders in ländliche Gebiete, lasse sich der Bevölkerungsschwund nicht wenden. „Dazu braucht es Offenheit gegenüber Zugewanderten. Diese wird allerdings immer weniger wahrscheinlich, je homogener die Bevölkerung in Hinblick auf die Alters- und Geschlechterverteilung ist“, sagt Salomo.

Im „bento“-Interview benennt sie dann noch das enorme Problem für die Politik: „Ich bin keine Politikerin. Aber ich glaube, Demografie ist unerbittlich. Für ökonomischen Wandel kann man Menschen auch einfach Geld in die Hand geben. Es ist viel schwerer, demografische Prozesse einzufangen. Und es ist ein nachgelagerter Effekt: Selbst wenn man Ostdeutschland jetzt sofort zu einem sehr attraktiven Ort für junge Menschen machen würde, dürfte es dauern, den erlittenen Verlust an jungen Menschen auszugleichen.“

Das heißt eben auch: Der 2008 in Sachsen so abrupt beendete Prozess, für die demografische Entwicklung politische Lösungen zu suchen, fällt eben auch Sachsens Regierung auf die Füße. Gerade in diesen „demografisch homogenen“ Regionen sammelte die AfD ihre Wähler ein, packte sie bei genau dem von Salomo beschriebenen Frust, bot und bietet aber nicht den Ansatz einer Lösung an. Im Gegenteil: Wenn die AfD ihre Arzneien umsetzen würde, würde sich die Lage noch weiter zuspitzen.

Wir haben aus dem sächsischen Demografiemonitor auch einmal die Karten zum Altersdurchschnitt und Männeranteil in den sächsischen Regionen 2018 beigefügt. Sie decken sich erstaunlich genug mit den überdurchschnittlichen Wahlergebnissen für die AfD.

***

Für die Untersuchung wurden Daten des Thüringen-Monitors ausgewertet, einer seit dem Jahr 2000 jährlich stattfindenden repräsentativen Bevölkerungsbefragung zur politischen Kultur in Thüringen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Erforschung rechtsextremer Einstellungen, der Demokratieakzeptanz, der Demokratiezufriedenheit, des Institutionenvertrauens und der politischen Partizipation der Thüringer Bevölkerung.

Katja Salomo ist Gastwissenschaftlerin in der Forschungsgruppe der WZB-Präsidentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Jena.

 

Hinweis der Redaktion in eigener Sache: Eine steigende Zahl von Artikeln auf unserer L-IZ.de ist leider nicht mehr für alle Leser frei verfügbar. Trotz der hohen Relevanz vieler unter dem Label „Freikäufer“ erscheinender Artikel, Interviews und Betrachtungen in unserem „Leserclub“ (also durch eine Paywall geschützt) können wir diese leider nicht allen online zugänglich machen.

Trotz aller Bemühungen seit nun 15 Jahren und seit 2015 verstärkt haben sich im Rahmen der „Freikäufer“-Kampagne der L-IZ.de nicht genügend Abonnenten gefunden, welche lokalen/regionalen Journalismus und somit auch diese aufwendig vor Ort und meist bei Privatpersonen, Angehörigen, Vereinen, Behörden und in Rechtstexten sowie Statistiken recherchierten Geschichten finanziell unterstützen.

Wir bitten demnach darum, uns weiterhin bei der Erreichung einer nicht-prekären Situation unserer Arbeit zu unterstützen. Und weitere Bekannte und Freunde anzusprechen, es ebenfalls zu tun. Denn eigentlich wollen wir keine „Paywall“, bemühen uns also im Interesse aller, diese zu vermeiden (wieder abzustellen). Auch für diejenigen, die sich einen Beitrag zu unserer Arbeit nicht leisten können und dennoch mehr als Fakenews und Nachrichten-Fastfood über Leipzig und Sachsen im Netz erhalten sollten.

Vielen Dank dafür und in der Hoffnung, dass unser Modell, bei Erreichen von 1.500 Abonnenten oder Abonnentenvereinigungen (ein Zugang/Login ist von mehreren Menschen nutzbar) zu 99 Euro jährlich (8,25 Euro im Monat) allen Lesern frei verfügbare Texte zu präsentieren, aufgehen wird. Von diesem Ziel trennen uns aktuell 500 Abonnenten.

Alle Artikel & Erklärungen zur Aktion Freikäufer“

 

DemografieDemokratie
Print Friendly, PDF & Email
 
2 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Im März und April ging die Stimmung der Leipziger Wirtschaft durch die Corona-Krise erst einmal in den Keller
Wie bewerten die Leipziger Unternehmen die sächsische Exit-Strategie? Grafik: IHK zu Leipzig

Grafik: IHK zu Leipzig

Für alle LeserDas hat reingehauen. Das hat die Weltwirtschaft so noch nicht erlebt, dass praktisch alle wichtigen Industrienationen fast zwei Monate ihre Wirtschaft herunterfahren, um den Ausbruch einer Pandemie in den Griff zu bekommen. Mit durchaus unterschiedlichem Erfolg. Sachsen ist dabei noch relativ glimpflich davongekommen. Aber zumindest im März und April sorgt der Shutdown für eine massive Eintrübung der Stimmung in der Wirtschaft.
Ökolöwe zur Zukunft des Auenwaldes: Die Leipziger Aue braucht exklusiven Schutz
Bärlauchblüte im Auenwald. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn Deutschland sind 63 Prozent der zu schützenden Arten in einem ungünstigen Erhaltungszustand. 69 Prozent der geschützten Biotope sind in einem schlechten Zustand. Zu diesen ernüchternden Ergebnissen kommt der Bericht „Lage der Natur Deutschlands“, den das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) Mitte Mai veröffentlicht hat. Das betrifft auch den Leipziger Auenwald, zu dem der Stadtrat am 20. Mai endlich einen grundlegenden Beschluss gefasst hat.
Heute mal über Wissen und Bildung, Dunning und Kruger und die Gefühle von Wissenschaftler/-innen
Weil gerade kein tolles Nerd-Bild zur Hand war ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt tatsächlich diese seltsamen Begegnungen, nicht nur bei diesen Hygiene-Demos, selbst in der Straßenbahn, wo eine doch schon etwas ältere, gartengebräunte und sehr von sich überzeugte Frau laut zu ihren beiden Schützlingen sagt: „Dass wir jetzt alle gechipt werden, ist jetzt offiziell. Das ist jetzt nämlich rausgekommen. Als Merkel kürzlich in China war ...“ Ja, was macht man da? Schreit man da vor Entsetzen? Oder guckt man lieber nach, ob man sein Handtuch dabei hat, um so schnell wie möglich wegzukommen, weil dieser Planet nicht mehr zu retten ist?
Donnerstag, der 28. Mai 2020: Stadtrat verurteilt, Untersuchung am Bahnhof, Demos zu Pfingsten
Rund um den Hauptbahnhof könnte es am Freitag eine Sperrzone geben. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLeipzig stehen aufregende Tage bevor. Am Freitag wollen Feuerwehr und Kampfmittelbeseitigungsdienst ein Objekt am Bahnhof untersuchen, das eine Fliegerbombe sein könnte, und über Pfingsten sind zahlreiche „Corona-Demos“ geplant. Bereits heute tagte der Stadtrat. Zudem kündigte Leipzigs Ex-OBM Tiefensee seinen Abschied an. Die L-IZ fasst zusammen, was am Donnerstag, den 28. Mai 2020, in Leipzig und darüber hinaus wichtig war.
Pfingsten ohne Gruftis? Das Darkstream Festival zeigt Düster-Pop aus Leipzig + Livestream
David Gray und "Kruppe" bei der gemeinsamen Moderation in der Moritzbastei. Screen Livestream

Screen Livestream

Für alle LeserPfingsten ohne ein schwarzes Leipzig? Geht gar nicht, waren sich Dave, Kruppe und Christian einig, als Corona mehr und mehr drohte, das 2020er „Wave-Gotik-Treffen“ zu kippen. Am Ende musste das WGT in diesem Jahr ausfallen, noch immer ist es nicht möglich, Konzerte durchzuführen. Dafür haben die drei mit weiteren Szenefreundinnen etwas auf die Beine gestellt, was sie selbst am Beginn nicht für möglich gehalten hätten. Das gesamte Pfingsten 2020 gibt es erstmals mit dem „Darkstream-Festival“ einen nahezu durchgehenden Livestream mit Moderation aus der Moritzbastei, Eindrücken aus Leipzig, über 40 Bands und Autorenlesungen.
Der Stadtrat tagt: Verwaltung soll Planung der Eisenbahnbrücke über Geithainer Straße einleiten + Video

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat hat am Donnerstag, den 28. Mai, zwei Anträge zur Geithainer Straße einstimmig beschlossen. Zum einen soll die Verwaltung die Planung und den Bau der Eisenbahnbrücke einleiten und zum anderen sich unter anderem dafür einsetzen, dass auch weitere Bauwerke entlang der Bahnstrecke saniert werden. Eine Mehrheit erhielt auch ein Antrag der Grünen, in dem es um eine mögliche Fahrradstraße geht.
Der Stadtrat tagt: Leipzig verurteilt Nutzung eines ehemaligen KZ-Außenlagers durch Neonazis + Video
Juliane Nagel (Linke) forderte eine offizielle Verurteilung der Stadt Leipzig zu den Nutzern der Kamenzer Straße. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie Stadt Leipzig verurteilt die Nutzung des ehemaligen KZ-Außenlagers in der Kamenzer Straße durch Neonazis. Ein entsprechender Antrag wurde in der Ratsversammlung am 28. Mai mit großer Mehrheit beschlossen. Gegenstimmen kamen lediglich aus der AfD-Fraktion. Zudem soll sich die Stadt um ein intensiveres Gedenken an diesem Ort bemühen.
Provokation oder sinnvoller Weg? Marcus Weiss beantragt Tempo 30 im ganzen Stadtgebiet
Tempo 30 - hier vor der Lessingschule. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Stadtverkehr der Zukunft wird anders aussehen. Das machen mittlerweile nicht nur Städte wie Kopenhagen oder Amsterdam vor, wo Radfahrer/-innen seit Jahren bessere Bedingungen vorfinden. In der Coronakrise haben auch Städte wie Madrid, Paris und Brüssel den Schalter umgelegt. Gerade im Herzen der Stadt haben sie dem umweltfreundlichen Radverkehr endlich mehr Platz eingeräumt. Eine Entwicklung, an der auch Leipzig nicht vorbeikommen wird. Die Frage ist nur: Wie schnell geht's?
Der Stadtrat tagt: Die Fortsetzung der Mai-Sitzung im Livestream und als Aufzeichnung
Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Stadtrat trifft sich am heutigen 28. Mai erneut zu einer Versammlung in der Kongresshalle am Zoo, nachdem die Tagesordnung vor acht Tagen nicht bewältigt werden konnte. Allein aus den Fraktionen gibt es noch rund 40 Anträge. Die L-IZ wird über ausgewählte Themen berichten. Ab circa 14 Uhr ist zudem ein Livestream verfügbar.
Heute startet das Pittstop Autokino in den Pittlerwerken in Wahren
Pittstop Autokino. Foto: Pittlerwerke

Foto: Pittlerwerke

Für alle Leser Vielleicht werden wir uns in ein paar Jahren kopfschüttelnd an dieses seltsame Jahr 2020 erinnern, in dem einige Dinge plötzlich so ganz anders waren als zuvor. Vielleicht aber zwingt das Coronavirus uns aber auch, einige endgültige Veränderungen in unserem Leben zu akzeptieren. Denn während kleine Bühnen jetzt zumindest schon wieder vorsichtig mit Hygienekonzepten öffnen können, bleiben Kinos noch geschlossen. Zumindest die in geschlossenen Räumen. Denn nach Taucha und der Alten Messe bekommt jetzt Leipzig ein weiteres, besonderes Autokino.
Die Gloriosa der Thomaskirche läutet am Pfingstsonntag erstmalig wieder
Die Abnahme des ersten Glockenstuhl-Bauabschnittes im Turm der Thomaskirche. Foto: Thomaskirche - Bach e.V.

Foto: Thomaskirche - Bach e.V.

Für alle LeserNormalerweise kündigen Kirchen nicht extra an, wenn sie ihre Glocken läuten. Aber für die Thomaskirche ist Pfingsten 2020 etwas besonderes: Ihr ambitioniertes Glockenprojekt ist zumindest im ersten Abschnitt beendet. Die großen Glocken hängen in ihrer neu gebauten Aufhängung und können zu den hohen Feiertagen wieder geläutet werden, ohne dass es Folgen für das Bauwerk hat.
Jetzt wird auch in der Harkortstraße für einen sicheren Radweg demonstriert
Radweglose Harkortstraße am Floßplatz. Foto: ADFC Leipzig

Foto: ADFC Leipzig

Für alle LeserDas kam gar nicht gut an, dass Leipzigs Verwaltung den Corona-Shutdown nicht wirklich nutzte, um die Bedingungen für Radfahrer/-innen in der Stadt endlich spürbar zu verbessern. Berlin brauchte nur wenige Tage, um zusätzliche Pop-up-Radwege zu schaffen, München plant welche in den nächsten Wochen. Aber Leipzig hängt seit acht Jahren hinter seinen Radplänen hinterher. Deswegen demonstrieren am 3. Juni der ADFC & Friends.
Sachsen – Eine Hochburg des Rechtsextremismus? Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme für ein Bundesland, das nicht aus den Schlagzeilen kommt
Uwe Backes, Steffen Kailitz (Hrsg.): Sachsen - Eine Hochburg des Rechtsextremismus? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Frage lag in der Luft, spätestens seit 2015/2016 und den verstörenden Ereignissen in Freital, Heidenau, Bautzen usw. Ein ganzes Land schien völlig vom Weg abzukommen, radikalisiert und gewalttätig gegen Menschen, die doch eigentlich nur hofften, in Sachsen Zuflucht zu finden. Ist Sachsen also eine Hochburg des Rechtsextremismus? Eine Frage, mit der sich jetzt die Wissenschaftler beschäftigt haben, die es wissen können.
Bach-Museum Leipzig startet Pandemie-taugliches Führungsangebot
Innenhof Bach-Museum. Quelle: Bach-Archiv Leipzig

Quelle: Bach-Archiv Leipzig

Ab dem Pfingstwochenende lädt das Bach-Museum Leipzig wieder regelmäßig freitags und sonntags zu Führungen ein. Die jeweils 30-minütigen Vorträge finden aufgrund des Infektionsschutzes im Hof des historischen Bosehauses statt und sind auf 15 Teilnehmer begrenzt. Eine telefonische Anmeldung wird empfohlen.
Highfield bestätigt zahlreiche Künstler für 2021: Fast alle Acts sind am Störmthaler See wieder dabei
Quelle: Semmel Concerts

Quelle: Semmel Concerts

Künstler, Veranstalter und Fans blicken in die Zukunft: Nur wenige Wochen nach der Corona-bedingten Absage des Highfield Festivals haben so gut wie alle Acts, darunter Deichkind und Beatsteaks, bereits für 2021 bestätigt. Außerdem stehen den Gästen ab sofort verschiedene Möglichkeiten der Umschreibung oder Rückerstattung ihrer Tickets offen.