Artikel zum Schlagwort Demokratie

Der unsichtbare Kandidat, Teil 1

OBM-Wahl 2020: Was ein Wahlkampf in Österreich mit dem OBM-Wahlkampf in Leipzig zu tun hat

Foto: L-IZ

Für alle LeserAm 1. März wählt Leipzig seinen Oberbürgermeister für die nächsten sieben Jahre. Und es sieht – oberflächlich betrachtet – wie ein Duell morgen gegen gestern aus, links gegen rechts, zukunftsoffen gegen konservativ. Und so weiter. Aber wer genau hingeschaut hat, hat gemerkt, dass Leipzig einen Wahlkampf erlebt, der zumindest für Leipzig neu ist. Einer, bei dem ein Kandidat Verstecken spielt. Weiterlesen

Neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung

Die Unzufriedenen im Osten und die Frage nach der Demokratie als Wohlfühloase

Karte: Konrad-Adenauer-Stiftung

Für alle LeserEs hat beinah gepasst: Am Freitag, 7. Februar, hat die Konrad-Adenauer-Stiftung die Ergebnisse der Studie „Regionale Vielfalten 30 Jahre nach der Wiedervereinigung“ veröffentlicht. Thüringen fällt darin eigentlich nicht so sehr auf. Zumindest nicht im ostdeutschen Kontext. Aber die Studie verstärkt doch eine Vermutung: Dass all diese Umfragen mehr Vorurteile bestärken als aufklären. Ganz besonders die zur Demokratie. Weiterlesen

Was kann man tun gegen Lügen und Verschwörungstheorien?

Fakten gegen Fake News: Wie Desinformationskampagnen unsere Demokratie zerstören

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist, als hätte jemand den Geist aus der Flasche gelassen, die zerstörerischen Alpträume herausgelassen, und nun zermürben sie die Demokratie: Hass, Beleidigung, Lüge, Verleumdung. Diskussionen entgleisen, Menschen werden zu Trollen und Berserkern und sind für realistische Berichterstattung kaum noch erreichbar. Aber was können Medien dagegen noch tun? Patrick Gensing, der seit 2017 beim Projekt ARD-faktenfinder arbeitet, versucht, es zu erklären. Weiterlesen

Engagement für Jugendliche

„Dorf der Jugend“ in Grimma gewinnt Sächsischen Förderpreis für Demokratie

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserBesonders in den Kleinstädten und auf dem Dorf, wo rechte Einstellungen teilweise in der Überzahl sind, ist Engagement für Humanismus und gegen Diskriminierung besonders wichtig. Gleichzeitig fehlt es vielen Projekten an Geld. Eines davon – das „Dorf der Jugend“ in Grimma – hat am Dienstag, den 12. November, den Hauptpreis des Sächsischen Förderpreises für Demokratie und damit 5.000 Euro gewonnen. Die „Kontaktstelle Wohnen“ aus Leipzig erhielt einen „Anerkennungspreis“. Weiterlesen

Vom Bundesmodellprojekt zum etablierten sächsischen Regelangebot

»MehrWERT für den Beruf – Peer Training für Berufseinsteiger« wird zu Peer Training Sachsen

Foto: Pawel Sosnowski

Schulklingeln! Es ist 7.30 Uhr, die Schüler stürmen auf ihre Plätze. Ein normaler Schultag beginnt. Nicht ganz! An Stelle der Lehrkraft stehen zwei Jugendliche vor der Klasse. Statt BWL, Sozialkunde und Deutsch steht heute der Umgang miteinander und der Umgang mit Vorurteilen auf dem Lehrplan. Peer Training sagen die Fachleute dazu und hinter diesem Begriff aus dem Englischen verbirgt sich, dass Jugendliche für Jugendliche aktiv sind und dabei Neues vermitteln. Weiterlesen

Utopien machen in Chemnitz Station

Initiative für eine offene Gesellschaft lädt direkt unterm Nischel zur Diskussion über die Zukunft ein

Foto: Initiative Offene Gesellschaft

Für alle LeserNun hat es gleich bei drei Landtagswahlen hintereinander im Osten Ergebnisse über 20 Prozent für eine rechtslastige Partei wie die AfD gegeben. Eine Partei, die ihre Rechtsradikalisierung als „Wende 2.0“ verkaufte und den Wählern einredete, da sei 1989 irgendetwas unvollendet geblieben. Lassen sich die Ostdeutschen tatsächlich so für dumm verkaufen? Oder ist ihnen die Mühe einer Demokratie tatsächlich zu viel? Fragen, denen jetzt in Chemnitz das Forum „Die offene Gesellschaft“ nachgeht. Pünktlich zum 30. Jahrestag der Maueröffnung. Weiterlesen

Ein Lichtfest im Schatten zweier Attentate

30 Jahre Friedliche Revolution oder Wo lauert da noch Gefahr?

Foto: Tom Schulze

Für alle LeserWas wird hängenbleiben von diesem Lichtfest 2019? Der dunkle Schatten, der darüber lag, weil Stunden zuvor in „unserer Schwesterstadt Halle“ (Burkhard Jung) ein radikalisierter Rechtsradikaler bei einem missglückten Anschlag auf die dortige Synagoge zwei Menschen ermordet hat? Das bestimmt. Tatsächlich war es die Schweigeminute nach Burkhard Jungs kurzer Ansprache, die an diesem Abend das meiste mit dem 9. Oktober 1989 gemein hatte. Weiterlesen

30 Jahre Friedliche Revolution heißt auch 30 Jahre Gedankenlosigkeit

Der abgebrochene Aufbruch zur Demokratie

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSie bleibt ein großartiges Ereignis in der europäischen Geschichte: die Friedliche Revolution. Der 9. Oktober 1989 ist ein Tag, der nicht vergessen werden darf: 70.000 Menschen zogen in Leipzig um den Ring, um ein offenes Land mit freien Menschen einzufordern. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte stand die evangelische Kirche auf der richtigen Seite der Barrikaden. Sie erwies sich als das „Basislager der Friedlichen Revolution“ (Werner Schulz). Weiterlesen

Demografische Homogenität verstärkt das Gefühl sozialer Benachteiligung und fördert intolerante Einstellungen

Eine Studie für Thüringen zeigt, was das Fehlen junger Frauen für Folgen für die Demokratie hat

Grafik: Freistaat Sachsen, Demografiemonitor

Für alle LeserDer Rechtsrutsch bei den Wahlen in Ostdeutschland hat mehrere Ursachen. Eine aber wird fast immer negiert, obwohl sie seit Jahren offen zutage liegt. Seit den Tagen von Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU), der mit seiner Demografie-Karawane durchs Land zog und wenigstens versuchte herauszufinden, was der demografische Erdrutsch im Osten seit 1990 eigentlich für Folgen hat. Und wie man damit umgehen müsste. Seit seinem Rücktritt 2008 verschwand das Thema völlig aus der sächsischen Landespolitik. Weiterlesen

Tag der Demokratie am 15. September

Eine SINUS-Studie und die Frage: Wer demoliert eigentlich die Demokratie?

Grafik: Sinus Institut

Für alle LeserWas bringen eigentlich die ganzen immer neuen Umfragen zur Demokratie, ihrer Akzeptanz und dem Misstrauen der Bürger in ihre Funktionsweise? Das SINUS-Institut hat in Kooperation mit YouGov jetzt eine neue Studie anlässlich des Tages der Demokratie am 15. September vorgelegt. Und meint – nach Auswertung der Umfrage bei rund 2.000 Personen: „Die Hälfte der Deutschen sieht die Demokratie in Gefahr“. Was ja irgendwie zu all den anderen Untergangsphantasien passt, die derzeit publiziert werden. Weiterlesen

Weimar 1919. Der lange Weg zur Demokratie

Am Donnerstag liest Jörg Sobiella im Zeitgeschichtlichen Forum aus seinem Buch zu Weimar im Jahr 1919

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserRevolutionen greifen ineinander. Sie hören nicht auf, weil Menschen nie aufhören, über eine bessere Gesellschaft nachzudenken. Und deswegen ist es so wichtig, im Jahr 2019 auch an die vorletzte erfolgreiche Revolution in Deutschland zu erinnern. Und das mit einem Buch, das die Mühen der folgenden Ebene nur allzu anschaulich beschreibt. Am Donnerstag, 5. September, ist Jörg Sobiella mit „Weimar 1919“ im Zeitgeschichtlichen Forum zu Gast. Weiterlesen

Die neue FES-Befragung zur Zufriedenheit der Deutschen mit Regierung, Staat und Politik

Sind die Ostdeutschen zu doof für Demokratie oder ist ihr Misstrauen berechtigt?

Grafik: Friedrich-Ebert-Stiftung

Für alle LeserWenn den Parteien die Wähler weglaufen, glauben sie ja gern, dass das an den Wählern liegt. Die würden nur die schönen Segnungen der Demokratie nicht begreifen. Und überhaupt sei es recht schäbig von den Bürgern, wenn sie an der heutigen Praxis der demokratischen Willensbildung (ver-)zweifeln. So klingt es zumindest, wenn die „Zeit“ die jüngste Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung interpretiert. Weiterlesen

„deine Stimme zur Demokratie“ – Kunstaktion mit Demokratie-Parcours in der Kunsthalle im Lipsiusbau

Bürgerinnen und Bürger können heute Nachmittag von 15:00-17:00 Uhr in der Kunsthalle im Lipsiusbau an der Brühlschen Terrasse ihre Stimme zur Demokratie sichtbar machen und mit Kulturschaffenden und Politikern darüber ins Gespräch kommen. Mit dem Satz: „Ich bin Demokrat/in, weil…“ oder „Für mich ist Demokratie…“ haben bereits Landespolitiker aller Parteien und Kulturschaffende aus Sachsen ihre Stimme zur Demokratie abgegeben. Weiterlesen

Nachdenken über ... den Clown in der Manege

Wie man mit konzertierter Marktpenetration die demokratische Debatte zerstört

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEtwas Wichtiges benennt Theo Sommer am 30. Juli in seiner „Zeit“-Kolumne „Der politische Diskurs ist abgewürgt“. Denn was passiert, wenn es einer radikalen Minderheit gelingt, binnen weniger Jahre den politischen Diskurs in den Medien zu dominieren und alle anderen Parteien dazu zwingt (oder bringt), nur noch über ihre Themen und Meinungen zu reden? Genau das: Ein tatsächliches Verschwinden der politischen Debatte, ohne die der Demokratie die Luft ausgeht. Was sogar gewollt ist. Weiterlesen

SPD-Papier macht ein paar Vorschläge, um ein paar Fehler der Kreisreform von 2008 zu reparieren

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDa ist etwas mächtig schiefgelaufen in Sachsen. Etwas, das vielen Sachsen das Gefühl gibt, dass sie keinen Einfluss mehr auf das haben, was im Freistaat geschieht. Das hat mit Strukturen zu tun, Strukturen von Teilhabe, Selbstverwaltung und der zunehmenden Entfernung von Staat und Politik. Und besonders heftig hat die letzte Kreisreform 2008 zugeschlagen. Jetzt macht sich wenigstens die SPD Gedanken darüber, was man vielleicht wieder reparieren kann. Weiterlesen

Sachsen bei Bürgerbeteiligung gefragt: Neun Bürger aus sechs Kommunen bei „Bürgerrat Demokratie“ dabei

Foto: Ralf Julke

Im September beraten 160 Bürgerinnen und Bürger aus der ganzen Bundesrepublik in Leipzig über die Zukunft der Demokratie in Deutschland. Darunter werden auch neun Bürger aus Sachsen sein. Sie werden als Vertreter des Landes nach einem Zufallsverfahren ausgelost. Für Sachsen werden Bürger aus Cavertitz, Chemnitz, Dresden, Meißen, Mittweida und Zaitzsch-Ottewig dabei sein. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Widerstand

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserEr ist der zentrale Begriff für diesen Tag: Vor 75 Jahren versuchten Angehörige der Wehrmacht, Adolf Hitler auszuschalten und dadurch das nationalsozialistische Terrorregime zu beenden. Dieser Versuch scheiterte. Hitler und die Nationalsozialisten verschärften nach dem 20. Juli 1944 den Terror nach innen und außen und setzten den Holocaust in einer ins Unermessliche gesteigerten Grausamkeit fort. Weiterlesen

Hinsehen und nicht mehr einschüchtern lassen

Anetta Kahanes „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ist 2019 so aktuell wie 2004

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSachsen ist wieder in den Schlagzeilen. Spätestens seit den Vorgängen in Chemnitz 2018, mit Nazi-Treffen wie in Ostritz oder mit über 100 rechtsextremen Vorkommnissen an Sachsens Schulen im Jahr 2018. Die Wahlergebnisse der AfD sprechen eine ähnliche Sprache. Und dann ist da die talkshow-taugliche Frage: Sind das alles besorgte Landeier oder unbelehrbare Nazis? Weiterlesen