Artikel zum Schlagwort Demokratie

Engagement für Jugendliche

„Dorf der Jugend“ in Grimma gewinnt Sächsischen Förderpreis für Demokratie

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserBesonders in den Kleinstädten und auf dem Dorf, wo rechte Einstellungen teilweise in der Überzahl sind, ist Engagement für Humanismus und gegen Diskriminierung besonders wichtig. Gleichzeitig fehlt es vielen Projekten an Geld. Eines davon – das „Dorf der Jugend“ in Grimma – hat am Dienstag, den 12. November, den Hauptpreis des Sächsischen Förderpreises für Demokratie und damit 5.000 Euro gewonnen. Die „Kontaktstelle Wohnen“ aus Leipzig erhielt einen „Anerkennungspreis“. Weiterlesen

Vom Bundesmodellprojekt zum etablierten sächsischen Regelangebot

»MehrWERT für den Beruf – Peer Training für Berufseinsteiger« wird zu Peer Training Sachsen

Foto: Pawel Sosnowski

Schulklingeln! Es ist 7.30 Uhr, die Schüler stürmen auf ihre Plätze. Ein normaler Schultag beginnt. Nicht ganz! An Stelle der Lehrkraft stehen zwei Jugendliche vor der Klasse. Statt BWL, Sozialkunde und Deutsch steht heute der Umgang miteinander und der Umgang mit Vorurteilen auf dem Lehrplan. Peer Training sagen die Fachleute dazu und hinter diesem Begriff aus dem Englischen verbirgt sich, dass Jugendliche für Jugendliche aktiv sind und dabei Neues vermitteln. Weiterlesen

Utopien machen in Chemnitz Station

Initiative für eine offene Gesellschaft lädt direkt unterm Nischel zur Diskussion über die Zukunft ein

Foto: Initiative Offene Gesellschaft

Für alle LeserNun hat es gleich bei drei Landtagswahlen hintereinander im Osten Ergebnisse über 20 Prozent für eine rechtslastige Partei wie die AfD gegeben. Eine Partei, die ihre Rechtsradikalisierung als „Wende 2.0“ verkaufte und den Wählern einredete, da sei 1989 irgendetwas unvollendet geblieben. Lassen sich die Ostdeutschen tatsächlich so für dumm verkaufen? Oder ist ihnen die Mühe einer Demokratie tatsächlich zu viel? Fragen, denen jetzt in Chemnitz das Forum „Die offene Gesellschaft“ nachgeht. Pünktlich zum 30. Jahrestag der Maueröffnung. Weiterlesen

Ein Lichtfest im Schatten zweier Attentate

30 Jahre Friedliche Revolution oder Wo lauert da noch Gefahr?

Foto: Tom Schulze

Für alle LeserWas wird hängenbleiben von diesem Lichtfest 2019? Der dunkle Schatten, der darüber lag, weil Stunden zuvor in „unserer Schwesterstadt Halle“ (Burkhard Jung) ein radikalisierter Rechtsradikaler bei einem missglückten Anschlag auf die dortige Synagoge zwei Menschen ermordet hat? Das bestimmt. Tatsächlich war es die Schweigeminute nach Burkhard Jungs kurzer Ansprache, die an diesem Abend das meiste mit dem 9. Oktober 1989 gemein hatte. Weiterlesen

30 Jahre Friedliche Revolution heißt auch 30 Jahre Gedankenlosigkeit

Der abgebrochene Aufbruch zur Demokratie

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSie bleibt ein großartiges Ereignis in der europäischen Geschichte: die Friedliche Revolution. Der 9. Oktober 1989 ist ein Tag, der nicht vergessen werden darf: 70.000 Menschen zogen in Leipzig um den Ring, um ein offenes Land mit freien Menschen einzufordern. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte stand die evangelische Kirche auf der richtigen Seite der Barrikaden. Sie erwies sich als das „Basislager der Friedlichen Revolution“ (Werner Schulz). Weiterlesen

Demografische Homogenität verstärkt das Gefühl sozialer Benachteiligung und fördert intolerante Einstellungen

Eine Studie für Thüringen zeigt, was das Fehlen junger Frauen für Folgen für die Demokratie hat

Grafik: Freistaat Sachsen, Demografiemonitor

Für alle LeserDer Rechtsrutsch bei den Wahlen in Ostdeutschland hat mehrere Ursachen. Eine aber wird fast immer negiert, obwohl sie seit Jahren offen zutage liegt. Seit den Tagen von Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU), der mit seiner Demografie-Karawane durchs Land zog und wenigstens versuchte herauszufinden, was der demografische Erdrutsch im Osten seit 1990 eigentlich für Folgen hat. Und wie man damit umgehen müsste. Seit seinem Rücktritt 2008 verschwand das Thema völlig aus der sächsischen Landespolitik. Weiterlesen

Tag der Demokratie am 15. September

Eine SINUS-Studie und die Frage: Wer demoliert eigentlich die Demokratie?

Grafik: Sinus Institut

Für alle LeserWas bringen eigentlich die ganzen immer neuen Umfragen zur Demokratie, ihrer Akzeptanz und dem Misstrauen der Bürger in ihre Funktionsweise? Das SINUS-Institut hat in Kooperation mit YouGov jetzt eine neue Studie anlässlich des Tages der Demokratie am 15. September vorgelegt. Und meint – nach Auswertung der Umfrage bei rund 2.000 Personen: „Die Hälfte der Deutschen sieht die Demokratie in Gefahr“. Was ja irgendwie zu all den anderen Untergangsphantasien passt, die derzeit publiziert werden. Weiterlesen

Weimar 1919. Der lange Weg zur Demokratie

Am Donnerstag liest Jörg Sobiella im Zeitgeschichtlichen Forum aus seinem Buch zu Weimar im Jahr 1919

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserRevolutionen greifen ineinander. Sie hören nicht auf, weil Menschen nie aufhören, über eine bessere Gesellschaft nachzudenken. Und deswegen ist es so wichtig, im Jahr 2019 auch an die vorletzte erfolgreiche Revolution in Deutschland zu erinnern. Und das mit einem Buch, das die Mühen der folgenden Ebene nur allzu anschaulich beschreibt. Am Donnerstag, 5. September, ist Jörg Sobiella mit „Weimar 1919“ im Zeitgeschichtlichen Forum zu Gast. Weiterlesen

Die neue FES-Befragung zur Zufriedenheit der Deutschen mit Regierung, Staat und Politik

Sind die Ostdeutschen zu doof für Demokratie oder ist ihr Misstrauen berechtigt?

Grafik: Friedrich-Ebert-Stiftung

Für alle LeserWenn den Parteien die Wähler weglaufen, glauben sie ja gern, dass das an den Wählern liegt. Die würden nur die schönen Segnungen der Demokratie nicht begreifen. Und überhaupt sei es recht schäbig von den Bürgern, wenn sie an der heutigen Praxis der demokratischen Willensbildung (ver-)zweifeln. So klingt es zumindest, wenn die „Zeit“ die jüngste Umfrage der Friedrich-Ebert-Stiftung interpretiert. Weiterlesen

„deine Stimme zur Demokratie“ – Kunstaktion mit Demokratie-Parcours in der Kunsthalle im Lipsiusbau

Bürgerinnen und Bürger können heute Nachmittag von 15:00-17:00 Uhr in der Kunsthalle im Lipsiusbau an der Brühlschen Terrasse ihre Stimme zur Demokratie sichtbar machen und mit Kulturschaffenden und Politikern darüber ins Gespräch kommen. Mit dem Satz: „Ich bin Demokrat/in, weil…“ oder „Für mich ist Demokratie…“ haben bereits Landespolitiker aller Parteien und Kulturschaffende aus Sachsen ihre Stimme zur Demokratie abgegeben. Weiterlesen

Nachdenken über ... den Clown in der Manege

Wie man mit konzertierter Marktpenetration die demokratische Debatte zerstört

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEtwas Wichtiges benennt Theo Sommer am 30. Juli in seiner „Zeit“-Kolumne „Der politische Diskurs ist abgewürgt“. Denn was passiert, wenn es einer radikalen Minderheit gelingt, binnen weniger Jahre den politischen Diskurs in den Medien zu dominieren und alle anderen Parteien dazu zwingt (oder bringt), nur noch über ihre Themen und Meinungen zu reden? Genau das: Ein tatsächliches Verschwinden der politischen Debatte, ohne die der Demokratie die Luft ausgeht. Was sogar gewollt ist. Weiterlesen

SPD-Papier macht ein paar Vorschläge, um ein paar Fehler der Kreisreform von 2008 zu reparieren

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDa ist etwas mächtig schiefgelaufen in Sachsen. Etwas, das vielen Sachsen das Gefühl gibt, dass sie keinen Einfluss mehr auf das haben, was im Freistaat geschieht. Das hat mit Strukturen zu tun, Strukturen von Teilhabe, Selbstverwaltung und der zunehmenden Entfernung von Staat und Politik. Und besonders heftig hat die letzte Kreisreform 2008 zugeschlagen. Jetzt macht sich wenigstens die SPD Gedanken darüber, was man vielleicht wieder reparieren kann. Weiterlesen

Sachsen bei Bürgerbeteiligung gefragt: Neun Bürger aus sechs Kommunen bei „Bürgerrat Demokratie“ dabei

Foto: Ralf Julke

Im September beraten 160 Bürgerinnen und Bürger aus der ganzen Bundesrepublik in Leipzig über die Zukunft der Demokratie in Deutschland. Darunter werden auch neun Bürger aus Sachsen sein. Sie werden als Vertreter des Landes nach einem Zufallsverfahren ausgelost. Für Sachsen werden Bürger aus Cavertitz, Chemnitz, Dresden, Meißen, Mittweida und Zaitzsch-Ottewig dabei sein. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Widerstand

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserEr ist der zentrale Begriff für diesen Tag: Vor 75 Jahren versuchten Angehörige der Wehrmacht, Adolf Hitler auszuschalten und dadurch das nationalsozialistische Terrorregime zu beenden. Dieser Versuch scheiterte. Hitler und die Nationalsozialisten verschärften nach dem 20. Juli 1944 den Terror nach innen und außen und setzten den Holocaust in einer ins Unermessliche gesteigerten Grausamkeit fort. Weiterlesen

Hinsehen und nicht mehr einschüchtern lassen

Anetta Kahanes „Ich sehe was, was du nicht siehst“ ist 2019 so aktuell wie 2004

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSachsen ist wieder in den Schlagzeilen. Spätestens seit den Vorgängen in Chemnitz 2018, mit Nazi-Treffen wie in Ostritz oder mit über 100 rechtsextremen Vorkommnissen an Sachsens Schulen im Jahr 2018. Die Wahlergebnisse der AfD sprechen eine ähnliche Sprache. Und dann ist da die talkshow-taugliche Frage: Sind das alles besorgte Landeier oder unbelehrbare Nazis? Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff

Wahlnachlese: Reden, ja – aber auch wissen, wie und mit wem

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAlle wollen in Sachsen reden und die Menschen ernst nehmen: Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD), Landesbischof Carsten Rentzing. Man brauche ein Programm, wie man mit den Leuten ins Gespräch kommt, meinte Dulig am Dienstag im ARD Morgenmagazin. Das alles nach dem katastrophalen Ergebnis der Europa- und Kommunalwahlen in Sachsen. Weiterlesen

Kunstobjekt zur Erinnerung an den Druck der Erstausgabe „Das Kapital“ von Karl Marx in Leipzig eingeweiht

Ein gewaltiger Bleisatz, eine Leipziger Druckerei und das labile Gleichgewicht einer vielstimmigen Gesellschaft

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs hat ein Jahr länger gebraucht als geplant, sonst hätte der Einweihungstermin an der Nürnberger Straße/Ecke Brüderstraße schon vor einem Jahr stattfinden können, direkt zum 200. Geburtstag von Karl Marx, der zwar nur ab und zu mal in Leipzig weilte, dessen wichtigstes Werk aber, „Das Kapital“ in Leipzig gedruckt wurde. Und so fand ein herrlich streitbarer Termin zur Skulpturenthüllung am Montag, 13. Mai statt. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff: Mut zur Intoleranz statt bloße Zweckmäßigkeiterwägungen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm vergangenen Montag wurde er von Frank Plasberg in „Hart aber fair“ wieder einmal ausgerollt: der Teppich, auf dem der AfD-Kandidat für die Wahlen zum Europaparlament, Guido Reil, wortreich seine Opferrolle zelebrieren konnte. Da scharten sich schützend um ihn Frank Plasberg, Ralf Schuler von der BILD-Zeitung und teilweise Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen. Als ob diejenigen, die seit Jahren sich nur auf zwei Dinge verstehen – gegen Minderheiten zu hetzen und die demokratischen Institutionen zu zerstören – irgendeine Schützenhilfe oder gar Verständnis bräuchten, geschweige denn verdient hätten. Weiterlesen

[soundcheck philosophie] #5 im Lofft

Am Nerv der Demokratie: Drei Tage Philosophie-Performance-Festival in Lindenau

Grafik: Expedition Philosophie e.V.

Für alle LeserDie Nerven der Demokratie liegen blank: Der lange Zeit scheinbar fraglose gesellschaftliche Konsens in Sachen Demokratie ist erschüttert. Heftige Debatten um unterschiedliche Demokratieverständnisse, um die Formen und den Wert demokratischer Teilhabe sowie auch um die Rolle, die unser Verständnis von Öffentlichkeit betrifft, sind entbrannt. Mit genau dieser gesellschaftlichen Situation beschäftigt sich das Philosophie-Performance-Festival [soundcheck philosophie] #5: „Am Nerv der Demokratie“. Weiterlesen

Michael Bröning und Michael Wolffsohn im moderierten Schlagabtausch

Stadt Land Volk: Der Versuch, sich über Nation, Migration und Demokratie zu streiten

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas passiert, wenn man zwei streitbare Leute zu einem Streitgespräch über Demokratie, Migration, Volk und Nation einlädt? Immerhin alles fette Brocken, an denen man sich richtig Beulen holen kann. In diesem Fall hat es der F.A.Z.-Redakteur Reinhard Bingener versucht und Michael Bröning und Michael Wolffsohn zum Streitgespräch gebeten. Weiterlesen