Informelles Fastfood, instrumentalisierte Lügen und der falsche Glaube an „Die Wahrheit“

Für alle Leser Zeichen und Wunder geschehen nicht gerade. Aber so langsam kehrt da und dort ein wenig Bedenklichkeit ein nach all dem Gebrüll über Fakenews und Lügenpresse und postfaktisch und wie der Kladderadatsch sonst so noch genannt wird. Die „Zeit“ hat mal so ein kleines Interview mit Thorsten Quandt (Kommunikationswissenschaftler aus Münster) und Wolfgang Wippermann (Historiker aus Berlin) dazwischengeschoben.
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Da sprachen sie erst mal über das Phänomen Donald Trump („Trump ist ein Geschenk“), der das Lügen ganz offensichtlich als Teil seiner politischen Meinungsbildung versteht und damit in aller Öffentlichkeit das tut, was viele andere politische Karrieristen lieber nicht so offenkundig machen. Womit das Interview ein wenig in die lange politische Geschichte der Lüge hineingerät (oder die lange Geschichte der politischen Lüge), aber damit auch sehr groß wird. So etwas sprengt den Rahmen. Weil man dann in ganz große Fragen gerät wie: Kann man mit Lügen eine gute Politik machen? Sind Lügen politisch manchmal notwendig? Gibt es gute Lügen? Gehört Lügen zum politischen Handwerk usw.

Journalisten wissen eigentlich, wie hochkomplex es dabei wird. Denn politische Äußerungen verfolgen immer einen Zweck. Sie zielen immer auf die Meinungsbildung der Wähler – aber nicht nur der. Manchmal geht es um die eigenen Abgeordneten, manchmal um starke Lobbygruppen (die teilweise enormen Einfluss auf Politik haben und selber auch gerne ihre Lügen für ihren Zweck verbreiten – zum Beispiel mit „Greenwashing“). Manchmal sind auch die Medien selbst das Ziel, denn trotz „social media“ und aller anderen möglichen Kanäle für Politik erfüllen klassische Medien noch immer eine hochgradige Orientierungsfunktion. Das Geschwätz über den Verlust dieser Funktion ist wieder eine Lüge – eine Lüge mit wirtschaftlichen Gründen und wirtschaftlichen Folgen.

Denn so lange klassische Medien die Hauptmeinungsmacht haben, erfüllen sie ein wichtiges Korrektiv in der Demokratie, das die sogenannten „social media“ eindeutig nicht ausfüllen, weil ihnen zum Korrektiv der Korrektor fehlt.

Das ist wieder vielen Redakteuren gar nicht bewusst: Dass journalistisches Arbeiten auch immer mit Korrigieren zu tun hat – egal, ob fremde Fehler oder eigene.

Was natürlich Effekte hat. Wenn sich Journalisten dieses Korrekturbedarfes nicht bewusst sind, neigen sie dazu, ihre Produkte als „Wahrheit“ zu verkaufen.

„Eine unsägliche Rolle spielen die Medien mit ihrem arroganten Wahrheitsanspruch“, sagt Wolfgang Wippermann im Interview. „Das Problem ist die Naivität der Journalisten, die nach wie vor der Meinung sind, man könne zwischen Fakten und Meinung, zwischen Artikel und Kommentar sauber unterscheiden. Das ist Quatsch, uralter Historismus, und es ärgert mich maßlos: Die Medien tun immer so, als würden sie die absolute Wahrheit verkünden, aber die gibt es nicht. Der eigene Standpunkt lässt sich nie ausblenden. Es gibt nur die Fiktion des Faktischen.“

Was nicht heißt, dass die Realität eine Fiktion ist. Es bedeutet nur, dass man sich den tatsächlichen Vorgängen immer nur annähern kann – über Fakten übrigens. Die gehören zwingend dazu. Deswegen stimmt der Spruch, mit dem Helmut Markwort einst sein Magazin „Focus“ bewarb, zur Hälfte: Grundlage jeder Annäherung an die Wirklichkeit sind „Fakten, Fakten, Fakten!“

Aber: Das ist nur die halbe Arbeit. Denn der zweite Schritt ist im Grunde so ähnlich wie in der wissenschaftlichen Forschung: Man braucht ein Modell, um die beobachteten Vorgänge interpretieren zu können. Jede journalistische Geschichte ist so ein Modell: ein Versuch, die beobachteten Vorgänge so plausibel wie möglich zu beschreiben. In der Wissenschaft gilt: Als Interpretationsraum kann man das Modell so lange guten Gewissens benutzen, bis es kein besseres gibt, bis zum Beispiel neue Beobachtungen, Experimente und Fakten das (alte) Modell infrage stellen.

Das heißt: Ernsthafter Journalismus arbeitet immer weiter an der Verifizierung von Geschichten. Was veröffentlicht wird, ist immer nur eine Annäherung.

Und das Gefährliche ist (darauf gehen Quandt und Wippermann etwas ausführlicher ein), wenn Journalisten nicht mehr nachfragen, woher sie ihre Modelle eigentlich haben. Denn oft kommen nicht nur die puren Fakten und die üblichen Phrasen aus einer Quelle, sondern auch die gewollte „Geschichte“ gleich mit dazu, das bewusst kalkulierte Narrativ, nach dem die späteren Zuschauer, Hörer oder Leser die Dinge interpretieren sollen. Nicht nur Trumps politischer Apparat denkt sich fortwährend solche Narrative aus. Besonders emsig darin sind seit einigen Jahren die Neuen Rechten, die die Welt mit ihrer Art von Interpretationen dessen, was da geschieht, geradezu überschwemmen. Man kann diesen Narrativen oft kaum noch entkommen, weil sie es bis in TV-Talkshows und wirklich klassische Medien schaffen.

Die „Flüchtlingskrise“ als Themenbündel ist dafür geradezu typisch. Auch das Wort „Flüchtlingskrise“. Schon wer das Wort ohne Gänsefüßchen benutzt, schafft ein Narrativ, sorgt dafür, dass über ein tatsächlich stattfindendes Ereignis nur noch mit einer Sichtweise diskutiert wird – in diesem Fall die der feigen Burgmentalität, die nicht gewillt ist, die Dinge „da draußen“ wirklich genauer anzuschauen und verstehen zu wollen. Wobei diesem Narrativ natürlich die Faulheit vieler klassischer Medien entgegenkam, die das, was ihnen über Ticker und Mailings in die Redaktionsstuben schwappte, für ein aussagekräftiges Abbild der Wirklichkeit hielten. Und entsprechend vorgefiltert berichteten. Daran hat sich übrigens nicht viel geändert.

Denn wenn Medien derart gefesselt sind in der Jagd nach Reichweite, filtern sie zwangsläufig alle Geschichten aus, die nicht leicht verkäuflich sind, die nicht schon hochemotionalisiert sind. Wer Reichweite nachjagt, der verstärkt alte Narrative. Der verhindert auch die Überprüfung und Korrektur falscher Erzählungen.

Man schaukelt sich gegenseitig hoch und ist hinterher kurz mal kollektiv erschrocken, dass man „schon wieder drauf reingefallen“ ist. Und macht dann trotzdem so weiter, „weil die Prozesse nun einmal so eingespielt sind“ oder/und „die Leser/Zuschauer/Hörer das so wollen“.

Wie oft habe ich diesen dämlichen Spruch schon gehört?

So erzieht man sich natürlich gegenseitig – zu informellem Fastfood. Man traut seinen Lesern/Zuschauern nichts mehr zu. Wagt ihnen gar nichts mehr zuzutrauen. Was natürlich auch wieder ein Narrativ ist – das vom ungebildeten, überforderten Mediennutzer. Was selbst die FAZ den öffentlich-rechtlichen Sendern mittlerweile recht deutlich unter die Nase reibt. Denn die stärksten Narrative werden im TV geschaffen – und immer wieder bedient und verstärkt.

Was macht man da, wenn die Leser auf diese Weise schon „gut informiert“ und pappesatt sind?

Vollgestopft auch mit gut platzierten Lügen. Denn nicht nur Donald Trump hat gelernt, wie man die Medien dazu missbrauchen kann, ganz kalkuliert Aufmerksamkeit zu schaffen. Und jede Provokation schafft Aufmerksamkeit. Einige Parteien wären ohne immer neue, medial inszenierte Provokationen in der Berichterstattung überhaupt nicht präsent. Und all die auf Reichweite versessenen Medien helfen ihnen dabei. Nicht aus Naivität, wie Wippermann meint. Eher wohl aus echter Unwissenheit. Man nimmt die Provokationen dankbar an und macht sie damit erst zum ernsthaften Interpretationsstandard. Wenn klassische Medien darüber berichten, muss diese Interpretation ja wohl berechtigt sein, oder?

Und weil diese zuweilen offensichtlichen Lügen, Provokationen und Beleidigungen sofort konsumiert werden, dominieren sie natürlich den Diskurs. Sie zwingen eine ganze Mediengesellschaft geradezu dazu, sich nur noch mit dem toten Hund zu beschäftigen. Alles andere verschwindet aus der Aufmerksamkeit, weil es nicht so hübsch skandalös ist.

Die gute Botschaft ist natürlich: Eigentlich hat sich nichts geändert. Die Lüge war immer da. Und die Aufgabe auch von Journalismus war immer, die falschen Geschichten zu demontieren und so viele Puzzle-Teile wie möglich zu sammeln, um in einem fortlaufenden Prozess so nach und nach die Geschichte immer detailreicher und realitätsnäher zu erzählen. Wohl wissend, dass es „die Wahrheit“ nicht gibt. Schon gar nicht da, wo ganz fett „DIE WAHRHEIT“ drauf steht.

Die Serie „Medien machen in Fakenews-Zeiten“.

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