Medien machen in Fakenews-Zeiten, Teil 25

Die Verführung der kleinen Macht oder Wer sitzt denn da im Mauseloch?

Für alle Leser"Darf eine Zeitung Haltung zeigen?", fragten wir hier am 16. Januar. Ja, war die Antwort. Das muss sie sogar. Und: Sie muss es begründen. Sie muss Argumente, Fakten, Hintergründe liefern, um klar zu machen, warum sie eine solche Haltung einnimmt. Erst dann kommen die hübschen Leckerbissen des Journalismus, die sich zumeist in Rubriken mit dem frivolen Titel "Kommentar" verstecken. Auch wenn viele Kollegen glauben, Kommentare seien dazu da, um "Meinung zu machen".

Oder gar die eigene Meinung noch einmal wie Mostrich über die Seite zu streichen, wie sich das in vielen Regionalzeitungen eingebürgert hat. Fast auf jeder Seite schaut ein Redakteur bedeutungsvoll den Leser an und hält eine kleine bedeutungsvolle Rede zu dem, was er gleich nebenan sowieso schon geschrieben hat. Zum Artikel, der dem Leser meist sowieso schon aus leicht erkennbarer Perspektive darstellt, was der Redakteur gesehen und erlebt hat, gibt es dann noch eine Glosse, die eigentlich nicht Kommentar heißen dürfte, in der dem Leser dann noch einmal erklärt wird, wie er die Sache zu sehen hat.

Man könnte es vormundschaftlichen Journalismus nennen.

Was sicher dann seinen Reiz hat, wenn der Schreiber tatsächlich Talent hat, einen blitzsauberen Stil und möglichst auch noch Humor. Dann kann so eine Glosse wie Satire funktionieren.

Aber die tägliche Wahrheit ist: Das Talent hat kaum einer. Das lernt man auch nicht auf Journalistenschulen.

Aber was man dort leider oft genug lernt, ist der tief sitzende Allmachtsglaube des Berufsstandes. Denn Journalismus ist – wie auch viele andere Berufe – gefährdet durch die kleine, böse Lust an der Macht. Manchmal ist er nämlich wirklich die „vierte Macht“, die der „ersten Macht“ durch beharrliches Berichten, Themensetting, Schwerpunktsetzung, Herdentrieb und mächtigem Druck zusetzt und versucht, politische Entscheidungen zu beeinflussen.

Davon leben ganze Kampagnen, die eine gewisse Monopolstellung haben und gewohnt sind, dass ihre Beiträge in den politischen Gremien immer wieder als Argument benutzt werden: „In der Zeitung hat gestanden …“

Selbst gestandene Politiker können sich dem Phänomen oft nicht entziehen und argumentieren mit Dingen, die „in der Zeitung standen“, ganz so, als hätte „die Zeitung“ mehr und bessere Informationen als sie selbst, die doch nun in Parlamenten und Ausschüssen sitzen und das Thema schon viel gründlicher diskutiert haben. Und dann steht etwas anders „in der Zeitung …“

Das wirkt auch auf manchen altgeübten Politikmacher, als hätte „die Zeitung“ besseren Zugang zu den Quellen, mehr Informationen oder gar welche, die den politischen Gremien vorenthalten wurden. Auf einmal sitzt „die Zeitung“ mit im Parlament und beeinflusst ganze Diskussionen.

Und wer von unseren 70 Stadträtinnen und Stadträten in Leipzig ehrlich ist mit sich selbst, der weiß, dass das oft und immer wieder so passiert.

Und dass es hinterher oft lange Erklärungen und Auskünfte der Bürgermeister und Dezernate braucht, um die Sache wieder halbwegs auf die richtige Schiene zu bringen – die, über die vorher schon eifrig in den Ausschüssen geredet wurde. Nur dass es dann 10 oder 20 Stadträte trotzdem nicht glauben, weil ja „die Zeitung“ auch gleich noch mit Verve erklärt hat, dass augenscheinlich der Bürgermeister oder die Bürgermeisterin nicht die Wahrheit gesagt haben, ihr eigenes Ding hinter den Kulissen machen und die Stadträte im Stadtrat sowieso immer falsch informieren. So sät man Misstrauen. Ganz gezielt. Die kleine Verführung der Meinungsmacht …

Erst recht, wenn die Bilder, die man so malt, in jeder Ausgabe wiederholt werden.

Was auch funktioniert, weil das „verstehende Lesen“ nicht wirklich mehr zu den Talenten der modernen Stadtbürger gehört. Viele können Fakenews nicht von seriösen Texten unterscheiden. Journalismus hat also auch eine gewisse Verantwortung. Er muss so gut wie möglich informieren – aber er darf nicht selbst Tatsachen konstruieren, die so nicht stimmen.

Auch nicht im Kommentar, egal, wie sehr die tatsächlichen Ereignisse der eigenen Vorliebe widersprechen.

Hübsch praktiziert wieder am 31. Januar von „der Zeitung“, die sich bemüßigt sah, noch einmal so eine Art kurzen Überblick über die sechs Mobilitätsszenarien zu geben, über die der Stadtrat im Frühjahr entscheiden soll. So weit, so gut, wäre da nicht noch ein Eckchen Platz frei gewesen, das wohl irgendwie gefüllt werden musste. Und das der Redakteur kurzerhand mit einem Kommentar füllte.

Obwohl es nicht wirklich Anlass für einen neuen Kommentar gab. Die Mobilitätsszenarien wurden im Oktober vorgestellt. Seitdem können sich alle Stadtratsfraktionen darüber Gedanken machen. Keine Instanz im Rathaus macht Druck, sie in irgendeine Richtung zu lenken – sie können sich für ein „Weiter so“-Szenario entscheiden – die Folgen wurden dafür genauso aufgezeichnet wie für die Szenarien mit mehr Radverkehr und / oder mehr ÖPNV. Es geht im Frühjahr also einfach um eine Richtungsentscheidung, die nicht „die Zeitung“ trifft, sondern die Stadtratsmehrheit: Will Leipzig 500 bis 900 Millionen Euro mehr in Straßenbahn, Bus und Radwege investieren? Oder hat man nicht den Mut und lässt es beim jetzigen Gewurstel? (Gewurstel ist schon eine „Meinung“, geb ich gern zu. Aber es ist sogar die Meinung der Verwaltung, sonst hätte sie nämlich die sechs Szenarien nicht erarbeitet, die eigentlich eine Botschaft in sich tragen: Wirklich lösen kann man die Verkehrsprobleme nur, wenn man sich für ein mutiges Szenario entscheidet …)

Und was macht „die Zeitung“?

Sie unterstellt Dinge, die gar nicht passieren. So etwa: „Verwunderlich ist das nicht. Denn die Verkehrsplaner werden im Rathaus aktuell zerrieben: Während Bau-Bürgermeisterin Dorothee Dubrau eine mehr oder weniger autofeindliche Verkehrspolitik durchsetzt, macht sich Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung aus guten Gründen dafür stark, die wachsende Zahl der Autofahrer nicht auszugrenzen. Um nicht auf der falschen Seite zu stehen, ziehen sich Leipzigs Verkehrsplaner ins Mauseloch zurück.“

Nur zur Erinnerung: Die Szenarien liegen seit Oktober erst auf dem Tisch. In den Ausschüssen wird erst darüber geredet. Die Verwaltung wird, bevor der Stadtrat darüber nicht öffentlich debattiert und entschieden hat, nichts dazu sagen. Warum denn auch? Die Szenarien wurden ja formuliert, damit die Stadträte sich überhaupt erst einmal ein Bild machen können.

„Statt ihren Sachverstand in die Waagschale zu werfen, drücken sie sich davor, Farbe zu bekennen“, behauptet der „Kommentar“, wirft den Planern im Rathaus also vor, sie würden nicht einfach aus eigener Kompetenz entscheiden, welche Richtung Leipzigs Verkehrsinvestitionen nehmen.

Und wenn sie es tun?

Gibt es dann noch fettere Schlagzeilen über die „autofeindliche Verkehrspolitik“ der Baubürgermeisterin? Eine Politik, die nur aus Sicht „der Zeitung“ autofeindlich ist. Jeder Fußgänger und Radfahrer in Leipzig hat eher das dumme Gefühl, dass im Leipziger Autoverkehr reineweg Wildwest herrscht und die Stadt viel härter durchgreifen sollte, um die StVO durchzusetzen.

Ein „Kommentar“ ist das nicht wirklich. Auch kein journalistischer. Denn dass ein Kommentar die Meinung von Autor und / oder Zeitung deutlich macht, ist das Eine. Das ist die Ebene, die die meisten Besucher von Journalistik-Schulen noch begriffen haben – und dann glauben, sie könnten hier einfach losschnattern wie daheim am Küchentisch. Dürfen sie nicht.

Denn: Auch hier gilt, dass man Fakten und Tatsachen nicht verdrehen und keine Falschbehauptungen aufstellen darf.

Oder mal Wikipedia zitiert: „Der Kommentar nimmt im Regelfall zu einer aktuellen Nachricht Stellung. Er erläutert die Wichtigkeit des Themas, interpretiert die Bedeutung, macht mit Zusammenhängen vertraut, stellt Kombinationen an, wägt unterschiedliche Auffassungen ab, setzt sich mit anderen Standpunkten auseinander und verhilft dem Leser dazu, sich ein abgerundetes Bild über das Ereignis zu machen.“

Es geht also um Einordnung, nicht um Anklage.

Wikipedia zitiert hier aus dem „ABC des Journalismus“. Vielleicht sollte man das Büchlein den machtbewussten Kollegen bei „der Zeitung“ mal schenken. Damit sie noch mal nachlesen können, bevor sie falsche Dinge in die Welt setzen, Falschbehauptungen aufstellen und den Mitarbeitern im Rathaus gar eine Mauseloch-Mentalität unterstellen. Obwohl in den Szenarien eine Menge Arbeit steckt, zwei Jahre Fleiß. Zwischendurch auch noch ein gewaltiger Bremsvorgang, denn eigentlich hatte der Stadtrat nur zwei Szenarien bestellt – die Verkehrsplaner aber haben sechs geliefert. Und das ist auch für Großstädte in Deutschland etwas außergewöhnliches, erst recht vor dem Hintergrund, dass gerade die strategische Verkehrsplanung in Leipzig heillos unterbesetzt ist.

So etwas gehört in einen Kommentar, in die Erörterung und Abwägung. Damit können sich Leser ein Bild machen.

Aber nicht mit diesem beleidigten Gesüffel, das aus lauter Behauptungen besteht, von denen keine einzige mit Fakten untermauert wird.

Aber diese Art der Kommentar-Kultur hat sich schon seit Jahren verfestigt. Sie zeigt jenen Zipfel des Journalismus, wo das Wissen um die eigene Wirkmächtigkeit in politischen Entscheidungsprozessen dazu führt, dass man sich für etwas mächtiger hält als die Anderen und die eigene Meinung für „das Wissen“ überhaupt.

Etwas, was einem eigentlich in der täglichen Arbeit als Journalist stets als Warnlampe blinkt: Weiß ich wirklich genug über die Geschichte, damit ich sie auch möglichst richtig erzähle? Bevormunde ich jetzt die Leser oder gebe ich ihnen genug Stoff, damit sie sich eine eigene, unabhängige Meinung bilden können? Werde ich gar überheblich und versuche, gewählten Politikern meinen Willen aufzuzwingen? Also meine kleine Vermittlungsmacht dazu zu missbrauchen, selbst Politik zu machen?

Das ist der heikle Punkt im Journalismus. Denn wer Meinungen, Haltungen und Sichtweisen beeinflussen kann, der hat auch ein Stück politischer Macht. Und die Scheu, diese Macht zu missbrauchen, ist nicht wirklich weit verbreitet. Sie passt nicht zu dieser kleinen Eitelkeit, die Journalisten manchmal zu Richtern macht, zu Leuten, die so tun, als wüssten sie alles wirklich am besten. Und alle Welt müsste sich nach ihrer maßgeblichen Sichtweise richten.

Es ist eine trügerische, wenn man den treuherzigen Glauben einiger Leser, die für bare Münze nehmen, was „in der Zeitung“ stand, dazu benutzt, ihnen auch noch einzureden, „die Zeitung“ habe den wahren und einzig richtigen Überblick.

Hat sie nicht. Kann sie dran arbeiten. Da beginnt die eigentliche Arbeit.

Aber wer macht sich noch so eine Mühe, wenn das Kommentieren so schnell und flott von der Hand geht?

Die Serie „Medien machen in Fakenews-Zeiten“

Medien machen in Fakenews-Zeiten
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