Wer nicht kämpfen will, bekommt auch nichts geschenkt

Eine Muntermacher-LZ Nr. 61 für aufmerksame Zeitgenossen

Für alle LeserWer sich nichts traut, gewinnt auch keine Wahlen. Vielleicht ist es das, was mancheinen so gegrämt hat in den letzten Jahren, diese Unlust, wirklich zu kämpfen. Die Sächsischen Landtagswahlen stehen vor der Tür. Die einen kuscheln schon emsig im Gartenzwergparadies miteinander. Aber in Leipzig trauen sich einige mutige Kandidatinnen und Kandidaten vor, wollen es wissen, ob Sachsen wirklich so ein triefnasiges Zwergenland ist. Oder ob hier noch was geht. Zu lesen ab heute auch in der neuen „Leipziger Zeitung“.

Gemerkt? Es ist schon Wahlkampfzeit in Sachsen. So weit der 26. Mai noch scheinen mag und der 1. September 2019 noch mehr: Die Parteien stellen sich teils ganz neu auf, diskutieren wieder Programme und immer mehr – Linke, Grüne und SPD – fordern nun auch, dass Hartz IV samt den Sanktionen wegmuss. Mancher hat hingegen einige Entwicklungen verschlafen, scheint sich noch in den 60er Jahren zu befinden und nominiert gerade konsequent Männer für Landtags- und Stadtratsmandate.

Wer gemeint ist, kann man in dieser Ausgabe nachlesen, es soll konservativ sein, mit rein männlichen Kandidaten an den Start zu gehen. Andere haben begonnen, starke Frauen zu nominieren.

Es korrespondiert übrigens auch mit einem weiteren Thema: ein neues Hochschulgesetz wird es in Sachsen vorerst nicht geben, noch regiert auch hier der Starrsinn. Apropos: Mittlerweile ist Sachsen nun Letzter auch in Sachen Gewässerqualität und müht man sich auch sonst in der „Bewahrung der Schöpfung“ offenbar redlich, aber erfolglos.

VÖ. am 23.11. 2018. Die LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 61 vom November 2018. KLICK zum Vergrößern.

VÖ. am 23.11. 2018. Die LEIPZIGER ZEITUNG Nr. 61 vom November 2018. KLICK zum Vergrößern.

Gleichzeitig hat eine Auseinandersetzung begonnen, die schon sehr, sehr lange schwelt. Ob es die Verwalter im Leipziger Amt nun akzeptieren wollen oder nicht: der Kampf um den Auwald, die Flussläufe, die richtige Bewaldung dafür und damit die Lunge und den natürlichen Hochwasserschutz Leipzigs hat gerade erst so richtig begonnen.

Vorläufiger Höhepunkt einer Geschichte aus den frühen 90er Jahren ist nun die Klage der Grünen Liga gegen die Stadt Leipzig.

125 Jahre spektakuläre Fußballgeschichte hat es genauso in die neue Ausgabe gebracht wie die Gentrifizierung (sind wir vielleicht selbst schuld daran?) und das große Kapitel in unserer Serie zum Jahr 1918, in dem alles gipfelt: Die Revolution kommt auch in Leipzig an.

100 Jahre später: Eine ostdeutsche Jugend sucht nach einem neuen „Aufbau Ost“. Wir schauen in zwei beklemmende Gerichtsprozesse, und in Sachen Fußball geht es diesmal über den Großen Teich, bevor auch noch – sehr einfühlsam – über Sex geschrieben wird.

Quasi als wichtigster letzter Satz in der Zeitung. Weil vielleicht genau das fehlt: Die Sorgsamkeit bei all den Dingen, die uns eigentlich ausmachen, wenn wir uns mal als Menschen sehen. Und nicht als Farbenträger oder Konsument für dies und das.

Die alles und noch viel mehr in der LZ 61, für murmelige Lesestunden zu Haus beim hereinbrechenden Herbstwinter. Eine Zeitung zum Innehalten kurz vor dem großen Rausch. Ab Freitag, 23. November 2018 überall da, wo es noch lesbare Zeitungen gibt.

Das ist Lesefutter für den nächsten Monat, jetzt natürlich wieder zu finden, wo man noch gute Zeitungen kaufen kann. Die neue „Leipziger Zeitung“ liegt an allen bekannten Verkaufsstellen aus. Besonders in den Szeneläden, die an den Verkäufen direkt beteiligt werden. Oder einfach abonnieren und direkt im Briefkasten vorfinden.

Leipziger Zeitung Nr. 60: Wer etwas erreichen will, braucht Geduld und den Atem eines Marathonläufers

Leipziger Zeitung
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