Studie belegt: Diskriminierung in öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist keine Seltenheit

Für alle LeserDas Thema ist ja auch für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk nicht neu. Einige heftige Geschichten über mobbende und sexuell übergriffige Führungsmitarbeiter in den deutschen Sendeanstalten haben ja schon mediales Echo gefunden. Aber wie gehen die Sender eigentlich insgesamt mit ihren Mitarbeitern um? Und erst recht mit ihren freien? Das Ergebnis einer Befragung macht seit dem 7. Dezember Furore.
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In Auftrag gegeben hat sie die Bundestagsfraktion Die Linke und die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Insgesamt geht es um die Untersuchung zur sozialen und beruflichen Situation freier Beschäftigter der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Aufgrund der in jüngster Zeit bekannt gewordenen Fälle von Machtmissbrauch und sexualisierter Belästigung in der internationalen Medienwelt, im Kulturbetrieb und auch in einigen deutschen Rundfunkanstalten wurde der Themenbereich „Diskriminierung“ in die Untersuchung aufgenommen. Die Ergebnisse dazu wurden am Donnerstag, 7. Dezember, als erster Teilbereich der Gesamtuntersuchung veröffentlicht.

Laut dem Studienergebnis berichtete jede/r Vierte der knapp 2.000 befragten „festen Freien“, während der Tätigkeit für die Öffentlich-Rechtlichen bereits Diskriminierung aufgrund von Alter, Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexueller Orientierung bzw. Mobbing, sexualisierte oder physische Gewalt erlebt zu haben. Jede/r zweite Befragte gab an, so etwas beobachtet zu haben. Frauen waren weitaus häufiger betroffen als Männer. Von den verhältnismäßig wenigen Beschäftigten mit Migrationshintergrund berichtete fast die Hälfte von Diskriminierungserfahrungen.

„Die Ergebnisse der Studie sind – obgleich sie zu erwarten waren – doch erschreckend. Wenn ein Viertel der freien Mitarbeiter*innen von Diskriminierung am Arbeitsplatz sprechen, läuft etwas schief in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die Rundfunkhäuser müssen hier tätig werden und dafür sorgen, dass alle ihre Beschäftigten, auch die freien, ihrer Arbeit nachgehen können, ohne Angst vor Diskriminierung zu haben“, kommentiert Antje Feiks, medienpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Sächsischen Landtag, die Ergebnisse. „Auch der MDR muss aktiv werden, sind doch 34 Prozent der Befragten für den MDR tätig.“

Die konkreten Befragungsergebnisse bestätigen ein Bild, das auf verstörende Art zum Außenbild der Sendeanstalten passt. Denn was gesendet wird, ist oft Spiegel genau der vorherrschenden Urteile und Vorurteile bei den Entscheidern im Sender, von denen einige ganz unübersehbar nicht nur frauenverachtende Positionen vertreten und noch immer die Schenkelklatschermentalität der wilden 1950er Jahre ausleben.

Man ahnt, warum die Sendemuster so fixiert sind auf alte Machobilder, auf heimattümelnden Klein-Nationalismus, warum weder Haltungsvielfalt noch Vielfalt der Lebensmodelle zum Standardbild gehören, stattdessen krachlederner Männerhumor im Frühstücksradio und weibliches Bunny-Verhalten in lauter einfallslosen Unterhaltungssendungen.

Erlebte Diskriminierung der befragten freien Mitarbeiter/-innen der Sender. Grafik: Linksfraktion / Rosa-Luxemburg-Stiftung

Erlebte Diskriminierung der befragten freien Mitarbeiter/-innen der Sender. Grafik: Linksfraktion / Rosa-Luxemburg-Stiftung

Man bekommt ja dann meist gesagt, das Programmschema sei auf Zuschauer und Zuhörer so abgestimmt und die würden das mit fleißigem Einschalten goutieren. Aber wer glaubt, dass Medien nur als Sender funktionieren, der irrt. Medien prägen Wahrnehmungsmuster, erst recht wenn sie wie TV und Radio über 60 Prozent der Meinungsbildung im Land dominieren.

Und wenn wesentliche Konfliktlinien der Gesellschaft dort nie thematisiert werden, uralte Rollenbilder immer wieder neu besetzt werden und Vielfalt sowieso ein Fremdwort ist, dann bekommt man einen Heimatsender, der oberflächlich berichtet und nicht mal den Willen hat, seine Fehlsichten zu korrigieren.

Und das gar nicht Überraschende ist: Die freien Mitarbeiter/-innen, die mit diesen Sendern zu tun haben, bekommen all die fest verankerten Vorurteile zu spüren, bekommen auch gezeigt, dass sie gegenüber dem festangestellten Apparat die Schwächeren sind.

Und aus einigen Antworten kann man auch ablesen, wie das neoliberale Anspruchsdenken auch in den gebührenfinanzierten Sendeanstalten dominiert – denn freie Mitarbeiter haben nicht nur die schwächere Vertragsposition, von ihnen wird auch genau das erwartet, was die moderne Arbeitswelt so selbstzerstörerisch macht: absolute Flexibilität, Verfügbarkeit und – na ja – Verzicht auf ein störendes Familienleben.

Zumindest Antje Feiks ist sicher, dass der MDR das mit einigen Maßnahmen im Haus erst einmal lindern kann.

„Viele Maßnahmen könnten rasch umgesetzt werden, etwa die Einrichtung eines anonymen Hinweisgebersystems und einer externen Anlaufstelle für Betroffene. Der Personalrat könnte künftig auch für die freien Beschäftigten zuständig sein. Aber auch eine alte Forderung der Linken kommt hier wieder zum Tragen – die geschlechtergerechte Besetzung von Leitungspositionen in den Rundfunkanstalten, in Programmkommissionen und Rundfunkräten“, so Antje Feiks, die damit auch deutlich macht, dass die enge Verzahnung mit der Politik sich auch hier negativ auswirkt.

Denn gerade in Sachsen dominieren nicht nur stockkonservative Politiker – sie tragen auch ihr altbackenes Weltbild in die Aufsichtsgremien und letztlich in die Senderpolitik. Was ziemlich direkt dazu führt, dass sich das Sendeschema vor allem den Erwartungen der politisch mächtigen Männer im Dreiland anpasst. Politisch mächtige Frauen kann man ja mit der Lupe suchen.

Was auch wieder heißt, dass eine konservativ ausgerichtete Senderpolitik dazu führt, dass auch die Sichtweisen der Wähler genau so beeinflusst werden. Wer kritische, mutige und innovative Sendungen sucht, sucht sie vergeblich, landet dafür wieder in den ewigen Volksmusik-, Weihnachts- und Heimatschleifen, die ein künstliches Wir-Gefühl erzeugen, das erstaunlich gut zu den Spaziergängern von Dresden passt, aber gleichzeitig auch das wattige Gefühl erzeugt, dass diese Kinderspielzeugwelt das ist, was man bewahren muss. Und was wieder mit der realen Lebens- und Arbeitswelt der freien Mitarbeiter/-innen, die ihre Aufträge für den MDR abarbeiten, ebenfalls nicht die Bohne zu tun hat.

„Wenn Anfang 2019 die gesamte Studie veröffentlicht wird, sollten sich der MDR und dessen Rundfunkrat damit beschäftigen und Handlungen daraus ableiten“, meint Antje Feiks. „Denn auch ohne feste Anstellung sind die Betroffenen Beschäftigte des MDR. Dieser hat dafür zu sorgen, dass sie ihrer Arbeit gut nachgehen können, ohne benachteiligt zu werden.“

Rezepte aus zehn Jahren „Unsere köstliche Heimat“ im Märchenton aufgetischt

 

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