Diskriminierung

Diskriminierungserfahrungen nach Lebensbereichen. Grafik: DeZIM
·Leben·Gesellschaft

DeZIM legt neue Studie vor: Diskriminierungserfahrungen in Sachsen

Jede und jeder Zweite von mehr als 3.700 Befragten in Sachsen hat bereits Erfahrungen mit Formen von Diskriminierung gemacht. Das ist das Ergebnis der am Montag, dem 20. Februar, von der Landesbeauftragten für Antidiskriminierung, Dr. Andrea Blumtritt, gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) vorgestellten Studie „Diskriminierung erlebt?! Diskriminierungserfahrungen in Sachsen.“ Die […]

Cover des besprochenen Buches.
·Bildung·Bücher

Lüge, Hass, Krieg: Die Heilige Dreifaltigkeit des rücksichtslosen Machtdenkens seit 3.000 Jahren

Einen Traktat nennt Paul Sailer-Wlasits seinen Text zu einem hochaktuellen Thema. Das gleichzeitig ein uraltes ist. Es begleitet die Menschheit nämlich, seit es Kriege gibt. Denn Kriege entstehen nicht aus dem Nichts. Alle Kriege beginnen mit Lügen. Das hat eine philosophische Dimension. Aber auch eine politische und eine psychologische. Denn Machteliten haben längst gelernt, wie […]

Pia, Studentin aus Leipzig.
·Leben·Gesellschaft

Wenn Leipziger/-innen träumen: Mein Traum von einer diskriminierungsfreien Gesellschaft

Ich habe einen Traum. Ich habe einen Traum, dass in unserer Gesellschaft jegliche Formen von Diskriminierung, wie Faschismus, Antisemitismus, Sexismus, Antihomosexualität, Rassismus, Antiziganismus, Ableismus, Saneismus, Queerfeindlichkeit, Klassismus, Altersdiskriminierung, Transfeindlichkeit wahrgenommen und nicht geduldet werden. Dass alle Menschen in unserer Gesellschaft gleich sind, unabhängig ihrer Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung, psychischen Krankheiten, ihres Geschlechtes, Alters oder sonstige […]

Prof. Dr. Georg Schomerus. Foto: Stefan Straube / UKL
·Leben·Gesundheit

Wie berichten über Suchterkrankungen? Forschungsgruppe der Uni Leipzig erstellt Leitfaden für diskriminierungsfreie Berichterstattung

Für Suchterkrankungen gibt es in der Gesellschaft wenig Verständnis: Das Thema ist stark tabuisiert, Menschen mit Suchterkrankungen werden stigmatisiert. Deshalb hat eine Forschungsgruppe der Medizinischen Fakultät zusammen mit dem Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover sowie dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit einen Medienleitfaden erarbeitet, um Vorurteile gegenüber […]

Marlen Hobrack: Klassenbeste. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Bücher

Klassenbeste: Marlen Hobracks Analyse einer Gesellschaft, die ihre mies bezahlten Malocher einfach unsichtbar gemacht hat

„Herkunft klebt wie Scheiße am Schuh“, schreibt Marlen Hobrack ganz zum Schluss ihres Buches. „Das ist ein rohes Bild, aber es beschreibt ziemlich genau das Gefühl. Was, wenn man aufsteigen kann, aber einem die Herkunft anhaftet, wenn man Herkunft wie ein Zeichen eingraviert in der Stirn mit sich herumträgt?“ Sie weiß, wovon sie schreibt. Denn […]

Tobias Peter redet zum Grünen-Antrag in der Ratsversammlung. Foto: Livestream der Stadt Leipzig, Screenshot: LZ
·Politik·Leipzig

Der Stadtrat tagte: Der Weg ist frei für ein Siegel für diskriminierungsfreie Vermietung von Wohnungen in Leipzig

Hätte Leipzig tatsächlich einen Wohnungsmarkt, auf dem alle Suchenden auch die Wohnung finden und bekommen, die sie brauchen, hätte es den Antrag der Grünen-Fraktion im Stadtrat „Teilhabe auf dem Wohnungsmarkt für alle – Diskriminierung beenden!“ nicht gebraucht. Und auch nicht die kleine und doch sehr lehrreiche Debatte am 13. April in der Ratsversammlung. Eine Debatte, […]

Diskriminierungserfahrungen. Grafik: IKK classic
·Leben·Gesundheit

IKK-Studie bestätigt: Diskriminierungserfahrungen machen krank

Eigentlich weiß man es ja: Wenn man Menschen ausgrenzt und abwertet, geht das an die Psyche. Die Täter haben nicht viel davon, aber sie richten jede Menge Schaden an. Schaden, der die Betroffenen oft ein Leben lang leiden lässt. Die IKK classic hat jetzt einmal erfassen lassen, welche gesundheitlichen Folgen Diskriminierung nachweislich mit sich bringt. Das geht wirklich an die Psyche. Und oft sind die Diskriminierer selbst Menschen mit Diskriminierungserfahrungen.

Foyertreppe im Neuen Rathaus. Foto: Ralf Julke
·Politik·Leipzig

Wie kleinkarierte Parteipolitik den weltoffenen Ruf Leipzigs gerade systematisch zerstört

Als es zum zweiten Mal passierte, war auch die Leipziger Stadtverwaltung richtig sauer. Denn das war in den ganzen 29 Jahren zuvor so nicht passiert: Da hatte man in einem bewährten Auswahlverfahren endlich eine kompetente Besetzung für die verwaiste Amtsleiterstelle in der Stadtplanung gefunden, hatte es auch schon öffentlich vermeldet. Und dann zog die Bewerberin zurück, weil sie beim Gang durch die Fraktionen etwas erlebte, was so auch für Leipzig neu ist.

dok-festival. Foto Susann Jehnichen
·Leben·Gesellschaft

Nach “Lord of the Toys”-Kontroverse: DOK-Festival und Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ planen Zusammenarbeit

Eine Kontroverse um die Dokumentation „Lord of the Toys“ hatte das vergangene DOK-Festival überschattet. Die Filmemacher hätten diskriminierende Sprache unreflektiert gezeigt, lautete die Kritik des Aktionsnetzwerkes „Leipzig nimmt Platz“ an der Festivalleitung. Zukünftig wollen beide Seiten konstruktiv zusammenarbeiten. Unter anderem sei eine gemeinsame Veranstaltung zum kommenden Dokfilm Festival geplant.

MDR-Zentrale in Leipzig. Foto: Ralf Julke
·Bildung·Medien

Studie belegt: Diskriminierung in öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist keine Seltenheit

Das Thema ist ja auch für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk nicht neu. Einige heftige Geschichten über mobbende und sexuell übergriffige Führungsmitarbeiter in den deutschen Sendeanstalten haben ja schon mediales Echo gefunden. Aber wie gehen die Sender eigentlich insgesamt mit ihren Mitarbeitern um? Und erst recht mit ihren freien? Das Ergebnis einer Befragung macht seit dem 7. Dezember Furore.

IDAHIT-Demonstration in Leipzig. Foto: René Loch
·Leben·Gesellschaft

300 Menschen demonstrieren in Leipzig gegen Homo-, Inter- und Transfeindlichkeit

Feindlichkeit gegenüber Menschen, die nicht der heterosexuellen Norm entsprechen, ist auch in Deutschland noch immer ein Problem – wenngleich Personen, die das betrifft, nicht fürchten müssen, vom Staat hingerichtet zu werden, so wie beispielsweise im Iran. In Leipzig haben am Donnerstag, 17. Mai 2018, im Rahmen einer Demonstration etwa 300 Personen auf aktuelle Missstände hingewiesen.

CSD in Leipzig. 3.000 auf dem Augustusplatz. Foto: René Loch
·Leben·Gesellschaft

3.000 Menschen demonstrieren am Christopher Street Day in Leipzig + Bildergalerie

Großer Erfolg für die Organisatoren des diesjährigen Christopher Street Day: Etwa 3.000 Menschen haben sich an einer bunten und stimmungsvollen Demonstration durch die Leipziger Innenstadt beteiligt – das waren etwa 1.000 mehr als im Vorjahr. Sie betonten dabei Erfolge wie die „Ehe für alle“, warnten aber zugleich vor einer weiter bestehenden Diskriminierung von Menschen, deren sexuelle Identität oder Orientierung nicht der gesellschaftlichen Norm von Heterosexualität und Mann-Frau-Ordnung entsprechen.

Circa 2.000 Teilnehmer beim CSD Leipzig. Foto: Alexander Böhm
·Politik·Leipzig

Ehe für alle: So wollen die Leipziger Abgeordneten abstimmen

Im Bundestag bahnt sich eine historische Entscheidung an. Am Freitag wird das Parlament über einen Gesetzentwurf des Bundesrats zur Öffnung der „Ehe für alle“ abstimmen. Bisher hatte sich die Union mit Händen und Füßen gegen die völlige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften gewehrt. L-IZ.de hat sich bei den Leipziger Bundestagsabgeordneten umgehört, wie sie abstimmen werden.

Amtsgericht Leipzig. Foto: Alexander Böhm
·Leben·Gesellschaft

Mann, Frau? Mensch. Der lange Weg von Rebecca Jäger (Teil 2)

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 44Das Leipziger Amtsgericht fühlt sich durch die Recherchen der LEIPZIGER ZEITUNG im Fall der transsexuellen Rebecca Jäger spürbar auf den Schlips getreten. Richter Lieckfeldt wollte die kritischen Nachfragen der LZ nicht persönlich beantworten. „Für Fragen wenden Sie sich gerne an die Presseabteilung des Amtsgerichts.“ Pressesprecher Stefan Blaschke möchte eine Anfrage zu der brisanten Thematik nicht beantworten, verweist auf Gerichtspräsident Michael Wolting. Der Behördenleiter tut sich auch nach mehreren offenen Briefen und Landtagsanfragen durch Abgeordnete von Grünen und Linken schwer, die Dimension der Vorwürfe zu erkennen.

Rebecca Jäger. Foto: Martin Schöler
·Leben·Gesellschaft

Mann, Frau? Mensch – Der lange Weg von Rebecca Jäger (Teil 1)

LEIPZIGER ZEITUNG/Auszug aus der Ausgabe 44Auf den ersten Blick erscheint Rebecca Jäger wie eine gewöhnliche Frau mittleren Lebensalters. Die 52-Jährige trägt bei unserer ersten Begegnung eine trendige Jeansjacke, ein dunkelblaues Sommerkleid mit Blümchenmuster, schwarze Leggins und Sandalen. Unter dem Kleid sind Brüste zu erkennen, ihre Zehennägel hat die 52-Jährige schwarz (nachtblau) lackiert. Im Gesicht ist die Journalistin dezent geschminkt, am linken Mittelfinger trägt sie einen breiten Ring, in den Ohren glitzern silberne Ohrstecker, an ihrem Hals baumelt ein kleiner Davidstern. Erst bei näherem Hinsehen lässt ihr Gesicht maskuline Züge erkennen. Mit einem schwarzen Kopftuch verdeckt die Connewitzerin lichte Stellen auf dem Haupt.

Wer vermittelt den kompetenten Umgang mit medialen Inhalten? Foto: L-IZ
·Politik·Sachsen

Sachsens Polizei hat sich eine Riesendatei mit inkriminierten Personengruppen angelegt

Wahrscheinlich gibt es kein anderes Bundesland, in dem polizeilich derart viele Daten über die Einwohner gesammelt werden wie in Sachsen. Das fing 2011 mit der riesigen Funkzellen-Datenabfrage an und wird, wie es aussieht, mit der riesigen Fußballfan-Landstreicher-Linksextremisten-Datei der Gegenwart nicht aufhören. Nach der hat sich der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Valentin Lippmann, mal gesondert erkundigt.

Das besagte Spruchband. Foto: Alexander Böhm
·Sport·Fußball

RB Leipzig: Antirassistische Spruchbänder im Stadion unerwünscht

Auch bei einem sogenannten Retortenverein wie RB Leipzig gibt es mittlerweile zahlreiche Fans, die sich im Stadion und außerhalb gegen Menschenfeindlichkeit engagieren. Zumindest ersteres sieht der Verein jedoch nicht gern. Wenn Rasenballsport Leipzig einen Verein wie den FC St. Pauli empfängt, so wie dies am vergangenen Wochenende geschehen ist, dann handelt es sich um ein Duell der Gegensätze. Nicht nur trifft dabei der Retorten- auf den Kultclub, auch könnte der Stellenwert einer aktiven Fanszene für die Vereinsoberen kaum unterschiedlicher sein - insbesondere wenn es darum geht, sich antirassistisch zu positionieren.

Robert Claus ist Mitarbeiter der Kompetenzgruppe "Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit" an der Universität Hannover. Foto: Privat
·Leben·Gesellschaft

Fanforscher Robert Claus: “Die unpolitische Kurve kann es nicht geben”

Homophobe Fangesänge, antisemitische Sprüche und Sympathiebekundungen für Legida. Diskriminierendes Gedankengut ist in Leipziger Stadien vereinsübergreifend präsent. Robert Claus ist Mitherausgeber des Sammelbands "Zurück am Tatort Stadion", dessen Beiträge sich mit Diskriminierung und Antidiskriminierung in Fußball-Fankulturen auseinandersetzen. Der Fanforscher erklärt im Gespräch mit L-IZ.de, warum Politik auch in Zukunft nicht aus den Kurven zu verbannen sein wird.

Melder zu Diskriminierung

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Hausehaltes.

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