Die sächsische Künstlerin Henrike Naumann ist tot. Wie heute bekannt wurde, ist die gebürtige Zwickauerin am vergangenen Samstag im Alter von 41 Jahren verstorben. Außerdem: Auf der A9 kam es in den frühen Morgenstunden zu einem tödlichen Unfall und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) möchte die Binnengrenzkontrollen bis zum September erhalten. Die LZ fasst zusammen, was am Montag, dem 16. Februar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Sächsische Künstlerin Henrike Naumann verstorben
Die aus Zwickau stammende Künstlerin Henrike Naumann ist am vergangenen Samstag, dem 14. Februar, mit 41 Jahren verstorben. Der Tod Naumanns wurde am heutigen Montag bekannt.
Sie studierte Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und Szenografie an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. In ihrer Arbeit thematisierte Naumann politische und gesellschaftliche Umbrüche, insbesondere mit den Erfahrungen der Nachwendezeit in Ostdeutschland.
Dabei legte die Künstlerin den Fokus auf die Thematik der Radikalisierung, rechter Ideologie und beleuchtete die Rolle von Alltagskultur, Architektur und Design als Träger politischer Bedeutungen.
Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) äußerte sich zum Tod Naumanns: „Mit großer Bestürzung nehmen wir Abschied von der Künstlerin Henrike Naumann. Mit ihr verliert der Freistaat Sachsen eine der wichtigsten ostdeutschen Stimmen in der Kunst, deren Arbeiten weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung fanden. Henrike Naumann trug dazu bei, dass die sächsische Gegenwartskunst international wahrgenommen wurde.“
Henrike Naumann war in diesem Jahr als Mitgestalterin des Deutschen Pavillons bei der Kunstbiennale in Venedig ausgewählt worden.
Tödlicher Unfall auf der A9 bei Leipzig
In den frühen Morgenstunden kam es auf der Autobahn A9 auf Höhe Leipzig West zu einem schweren Unfall, in dessen Folge ein 44-jähriger Mann verstarb.
Wie die Polizei mitteilte, war der Fahrer eines Lkws, welcher mit einer Baumaschine beladen war, gegen 4:25 Uhr auf der Autobahn in Richtung München unterwegs. Das Fahrzeug kollidierte mit der linken Leitplanke, überfuhr in der Folge alle drei Fahrspuren und durchbrach die rechte Schutzplanke. Der Lkw landete im Straßengraben.
Der Mann wurde so schwer verletzt, dass er noch am Unfallort verstarb. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch nicht geklärt.
Altersfreigabe für Social Media?
Sachsens Wirtschafts- und Digitalminister Dirk Panter (SPD) sprach sich am heutigen Montag für den Vorstoß seiner Parteikolleg*innen in der Bundesregierung zur Altersbegrenzung auf 14 Jahre für Social Media aus.
„Soziale Medien haben unsere Demokratie und Gesellschaft tiefgreifend verändert. Sie eröffnen neue Räume für Teilhabe, Austausch und gesellschaftliches Engagement. Gleichzeitig erleben wir eine zunehmende Polarisierung, Desinformation und gezielte Manipulation öffentlicher Debatten. Social-Media-Plattformen dürfen kein rechtsfreier Raum sein. Sie sollen der Gesellschaft dienen – nicht umgekehrt“, so Panter.
Jugendliche bis 16 Jahre sollen ausschließlich spezielle Jugendversionen der Plattformen nutzen dürfen – ohne algorithmisch gesteuerte Feeds, ohne personalisierte Inhalte und ohne suchtfördernde Mechanismen wie Endlos-Scrollen, automatisches Abspielen oder Push-Benachrichtigungen. Es gehe dabei rein um die Altersfeststellung, nicht um den Nachweis der Identität.
Masterplan Grün, Anerkennung fürs Ehrenamt und mehr rechtsextreme Vorfälle in Sachsen
Worüber die LZ heute berichtet hat:
Grüne Oasen für Leipzig: Masterplan Grün kommt nach acht Jahren endlich in den Stadtrat
Bürgerumfrage 2024: Warum die wichtigste Anerkennung im Ehrenamt nicht abgefragt wurde
Längere Binnengrenzkontrollen und Prozess gegen mutmaßliche Attentäter von Bondi Beach
Was heute außerdem wichtig war: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will an den Kontrollen an allen deutschen Grenzen mindestens bis September festhalten. Ursprünglich war dies bis zum 15. März geplant gewesen.
In Sydney begann heute der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter von Bondi Beach. Dem 24-Jährigen wird vorgeworfen, im vergangenen Dezember am Tag des jüdischen Festtags Chanukka 15 Menschen ermordet und weitere 40 Personen verletzt zu haben. Die Tat soll der Mann gemeinsam mit seinem Vater monatelang geplant und schlussendlich umgesetzt haben. Die Tat wird als antisemitischer Angriff eingestuft.
Der Kreml hat die Befunde zu einer Vergiftung des russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny „entschieden” zurückgewiesen. Nawalny soll vor zwei Jahren mit Froschgift vergiftet worden sein. Das hatten mehrere europäische Länder am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz bekanntgegeben.
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