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Polizeiruf-Star Peter Schneider beendet mit seiner hervorragenden Band am Sonntag die Marktmusik. LZ erklärt die Geschichte dahinter. Die Stadtbibliothek hat ab heute nach Umbauten wieder regulär geöffnet, das Willkommenszentrum bietet ab heute einen besonderen Service für ausländische Fachkräfte und interessierte Arbeitgeber. Und Leipzigs berühmteste Kneipenmeile wird zur Radsportstätte.
Freie Sicht in Leipzigs Bücher
Türen auf, Nasen in die Bücher! Nach dem Abschluss notwendig gewordener Bauarbeiten im Eingangsbereich der Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz ist die Einrichtung ab heute wieder ohne Einschränkungen zugänglich. Seit dem 13. Juli wurden dort eine neue Beleuchtung installiert sowie Malerarbeiten ausgeführt.
Für die Arbeiten war die Bibliothek an einigen Tagen vollständig geschlossen, zudem kam es zwischen dem 15. Juli und dem 5. August zu Einschränkungen beim Zugang und der Nutzung. In diesem Zeitraum standen die Rückgabeautomaten, der Hublift sowie der Zugang zum Fahrstuhl im Eingangsbereich nicht zur Verfügung.
Zum Glück galten bei der Rückgabe entliehener Medien während der Bauphase besondere Regelungen. Die Leihfristen waren angepasst worden, sodass Medien erst ab dem 12. August 2026 zurückgegeben werden müssen. Die Leipziger Städtischen Bibliotheken baten für die entstandenen Einschränkungen um Verständnis: „Wir bitten, die entstehenden Unannehmlichkeiten zu entschuldigen“, hieß es in einer Mitteilung.
Mit dem Abschluss der Arbeiten ist der Service der Leipziger Stadtbibliothek ab heute wieder in vollem Umfang nutzbar. Sommerferien machen hingegen die Stadtteilbibliotheken in Holzhausen und Wiederitzsch. Die haben bis 16. bzw. 21. August geschlossen.
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr nutzen die Bibliothek übrigens kostenlos! Erwachsene zahlen 25 Euro im Jahr. Darin enthalten ist die Nutzung des Medienangebots PRESSREADER, auf dem man unzählige, auch internationale Tageszeitungen, Illustrierte und Fachzeitschriften als E-Paper lesen kann. Geöffnet hat die Stadtbibliothek am Leuschnerplatz werktags von 10 bis 19 Uhr. Samstags bis 16 Uhr. Sonntags ruhen Personal, Buchstaben und Papier aus.
Mehr Service fürs Miteinander
Im Fachinformationszentrum Zuwanderung (FiZU) startet heute ein neues Beratungsangebot für internationale Fachkräfte und Arbeitgeber. Die kostenfreie Sprechstunde findet künftig alle zwei Wochen jeweils freitags in den geraden Kalenderwochen von 9 bis 13 Uhr im Willkommenszentrum in der Otto-Schill-Straße 2 statt und richtet sich an alle Interessierten, die Unterstützung beim Einstieg in den regionalen Arbeitsmarkt oder bei der Integration internationaler Beschäftigter benötigen.
Inhaltlich umfasst das Angebot sämtliche zentralen Bereiche der betrieblichen Integration. Beraten wird unter anderem zu Fragen rund um Beschäftigung und Aufenthalt, zum gezielten Spracherwerb im Betrieb sowie zum langfristigen Integrationsmanagement. Darüber hinaus erhalten Arbeitgeber und internationale Fachkräfte Hilfe bei weiteren Herausforderungen, die im Arbeitsalltag mit internationalen Teammitgliedern entstehen können. Entwickelt wurde die neue Sprechstunde in Zusammenarbeit mit dem kürzlich eröffneten „Centre for Immigration and Internationals“.
Gemeinsam verfolgen die Partner das Ziel, Neuankömmlingen das Ankommen in Leipzig zu erleichtern und die Stadt als attraktiven Standort für ausländische Fachkräfte weiter zu stärken. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer keine Deutschkenntnisse besitzt, kann sich vor Ort durch das mehrsprachige Team oder mithilfe von Videodolmetschern beraten lassen.
Unabhängig von der neuen Sprechstunde ist das erst kürzlich eingeweihte Willkommenszentrum montags von 13 bis 17 Uhr, dienstags von 13 bis 18 Uhr, donnerstags von 13 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet und außerdem telefonisch sowie per E-Mail erreichbar: 0341-123 2676 / willkommenszentrum@leipzig.de

Karli als Radrennbahn
Sie ist Kneipenmeile, verbindet die Leipziger City mit dem Südraum. Und am Samstag (!!) wird sie sogar zur Rennstrecke! Die Karl-Liebknecht-Straße erlebt zum dritten Mal das innerstädtische Radrennen „Karli Krit“! Was nach einem Party-Spaß klingt, ist sogar als offizielles Straßenrennen beim Sächsischen Radfahrer-Bund registriert.
Start und Ziel befinden sich an der Karl-Liebknecht-Straße 31. Die Ausgabe der Startnummern beginnt um 8 Uhr. Bereits um 9 Uhr eröffnet der parallel ausgetragene „Karli Lauf“ das Programm. Auf demselben Rundkurs werden ein Fünf- und ein Zehn-Kilometer-Lauf über sechs beziehungsweise zwölf Runden ausgetragen. Um 10:30 Uhr folgt die Leipziger Stadtmeisterschaft für Schulkinder (Jahrgänge 2012 bis 2017).
Teilnehmen können Kinder mit gewöhnlichen Kinder- und Jugendrädern, Rennräder sind ausdrücklich nicht zugelassen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anschließend beginnen ab 11:20 Uhr die Lizenzrennen. Bis in den späten Nachmittag stehen Wettbewerbe für verschiedene Nachwuchs- und Altersklassen, ein Jedermann-Rennen sowie Rennen der Frauen und Juniorinnen auf dem Programm.
Nachmeldungen am Veranstaltungstag sind nach Veranstalterangaben gegen eine zusätzliche Gebühr und vorbehaltlich freier Startplätze möglich. Der Rundkurs führt über die Karl-Liebknecht-, die Paul-Gruner-, die Bernhard-Göring- und die Shakespearestraße zurück zur Karli. Wegen stattfindender Bauarbeiten kann die ursprünglich weiter südlich geplante Strecke über Südplatz, Alfred-Kästner- und August-Bebel-Straße nicht genutzt werden.
Schade: Auf ein begleitendes Straßenfest müssen Besucher in diesem Jahr allerdings verzichten. Anders als 2024 und 2025 sind lediglich einzelne Versorgungs- und Fahrradstände vorgesehen. Nach Angaben des Organisators stehen die in den Vorjahren eingesetzten Bundesfördermittel für ein Straßenfest 2026 nicht mehr zur Verfügung. Alle Details zu den Startzeiten gibt’s HIER online.
Marktmusik endet mir würdigem Gedenken
Seit 31. Juli war sie vor dem Alten Rathaus zu Gast – die Marktmusik. Hervorgegangen aus einer Idee des einstigen Impresarios Peter Degner, der mit seinen „Classic Open“ 29 Jahre lang Leipzigerinnen und Leipzigern Top-Musik in geselliger Runde im Herzen Leipzigs präsentierte.
Das Konzept war einfach, aber charmant: Die Aufführungen kosteten keinen Eintritt und wurden durch Sponsoren und die Gastronomen finanziert, die während der Veranstaltungen Getränke und frisch zubereitete Speisen an ordentlichen Tischen verkauften.
Schlussendlich führten Unstimmigkeiten zwischen der Stadt, anderen Interessenten und dem engagierten Veranstalter zu einem Zerwürfnis. Dem Erfinder Peter Degner brach es nach eigener Aussage damals das Herz. Er starb viel zu früh am 15. Januar 2020.
Viel zu früh starb auch ein Künstler, dessen Musik am Sonntagabend die diesjährige Marktmusik abschließt: Gerhard Gundermann. Bekannt als Rockpoet und Baggerfahrer im Lausitzer Kohlerevier, war er künstlerisch prägend für die Wendezeit, beschrieb in seinen Songs den Konflikt, sich mit seinem Bagger mehr als nur bildlich auf sein eigenes Haus hin zu bewegen.
Entdeckt haben das Material von Gundermann „Die Saitlinge & Singers“ für sich. Die Band gruppiert sich um den Leipziger Liedermacher Bernd Christen und TV-Star Peter Schneider („Polizeiruf“, „Die Summe meiner einzelnen Teile“). Im Gespräch mit LZ erklärt Schneider den Bezug zu Gundermann damit, dass die „Saitlinge“ einige Male als Vorband von Gerhard Gundermann spielten.
Mit etwas Abstand zum Tod des Vorbilds treten sie nun mit einem Programm auf, das Gundermanns Song „Linda“ zitiert: „Die Alten sind noch mal am Start“. Konzertbeginn ist um 20 Uhr am Sonntag vor dem Alten Rathaus.
Der Eintritt ist, wie schon an allen vorherigen Tagen, frei. Wer einen Tisch im gastronomisch betriebenen Teil des Platzes nutzen möchte, kann ihn hier noch rechtzeitig reservieren.

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