Die Stadtverwaltung hat jetzt ihren Personalbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren 9.554 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung tätig. Das sind 202 Menschen (2,1 Prozent) weniger als im Vorjahr. Die Pläne der Stadt, auch über eine Reduzierung des Personals die Ausgaben der Stadt zu senken, haben schon im Jahr der Ankündigung Effekte erzielt. Wegen der angespannten Haushaltslage wurden 2025 keine neuen Arbeitsplätze geschaffen, teilt das Dezernat Allgemeine Verwaltung mit.
Stattdessen verlagerte das Verwaltungsdezernat frei werdende Stellen in Bereiche mit wichtigen Mehrbedarfen (u. a. Schulen, Hausmeister- und feuerwehrtechnische Dienste). Insgesamt betraf dies 259 Vollzeitstellen, weitere 100 wurden vorübergehend gesperrt. Dadurch konnten rund sieben Millionen Euro an Personalkosten eingespart und ein wichtiger Beitrag zur Haushaltskonsolidierung geleistet werden, betont das Dezernat.
Trotz angespannten Haushalts hält die Stadt Leipzig an der Fort- und Weiterbildung ihrer Beschäftigten fest. Im Jahr 2025 standen hierfür durchschnittlich 489 Euro pro Kopf bereit.
Zahlen zur Belegschaft der Stadt Leipzig
Zur Belegschaft gehören aktuell 667 Beamtinnen und Beamte, 8.429 Tarifbeschäftigte, 373 Auszubildende, Studierende, Anwärterinnen und Anwärter sowie 85 weitere Arbeitnehmer. Das Dezernat Jugend, Schule und Demokratie ist mit einem Anteil von 33,6 Prozent der größte Personalbereich.
Das Durchschnittsalter der Beschäftigten lag bei 44,1 Jahren und damit leicht unter dem Durchschnitt im öffentlichen Dienst des Freistaates Sachsen (44,4/30. Juni 2024). Der Anteil weiblicher Führungskräfte blieb mit 49 Prozent unverändert, er liegt weiterhin deutlich über dem bundesweiten und europäischen Durchschnitt (29,1/35 Prozent).
Knapp die Hälfte der Angestellten (47,8 Prozent) arbeitet in Teilzeit. Befristete Arbeitsverträge spielen dagegen eine untergeordnete Rolle: Ihr Anteil lag Ende 2025 bei 2,5 Prozent und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von sieben Prozent (2024). Auch bei der Fachkräftegewinnung blieb die Stadt aktiv. Im vergangenen Jahr wurden 570 Stellen ausgeschrieben, davon 329 intern und 241 extern. Insgesamt gingen mehr als 10.500 Bewerbungen ein. Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss in der Verwaltung erhielten 89,3 Prozent der Berufsstarter ein Übernahmeangebot.
Die Krankenquote sank leicht von 9,6 auf 9,4 Prozent, Hauptursache waren erneut Atemwegserkrankungen. Die Langzeiterkrankungen blieben mit 2,8 Prozent konstant hoch.
Der städtische Personalbericht gibt einen jährlichen Überblick über die Entwicklung der Belegschaft sowie über Themen wie Personalstrategie, Gesundheitsmanagement und Weiterbildung. Im Internet abrufbar ist die neue Ausgabe unter www.leipzig.de/personalamt.
Empfohlen auf LZ
So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:











Keine Kommentare bisher