Ausstellungseröffnung für Asisis neues Panoramabild

Carolas Garten oder Die Rückkehr ins Paradies direkt vor unseren Augen

Für alle LeserSchon dass er Leipzigs Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke dafür gewinnen konnte, zur Eröffnung seines neuen Panorama-Bildes zu sprechen, war ein Novum für Yadegar Asisi, denn aus dem Leipziger Rathaus erfuhr er seit seinem ersten Panorama-Bild „Everest 8848“ im Jahr 2003 in der Regel gleichgültige Ignoranz. Und dann konnte er auch noch Bazon Brock als Präsentator gewinnen. Und der kürte den Panoramakünstler dann am Freitag gleich mal zum Michelangelo des 21. Jahrhunderts.

Wobei der berühmte Ästhetikprofessor, Vertreter der Fluxus-Bewegung und Kunsttheoretiker weit ausholte. Für einen wie ihn ist ein solches Panoramabild mit dem Untertitel „Rückkehr ins Paradies“ nicht nur Anregung, sich mit 2.700 Jahren menschlicher Paradies-Rezeption zu beschäftigen, sondern auch mit der Schule des Sehens.

Denn das ist das Erste, was man mit Yadegar Asisi lernt, der ab 2003 in Leipzig die alte Kunst des Panoramas zu einer neuen Blüte gebracht hat. Doch während im 19. Jahrhundert Panoramen vor allem als „Überwältigungskunst“ (Skadi Jennicke) verstanden wurden, ist Asisis Arbeitsweise der fortwährende Versuch, unsere Welt neu zu sehen. Oder überhaupt erst zu sehen.

Was Brock dann tief in die „Erfindung der Landschaft“ im 15. Jahrhundert hineinführt und in das zähe Ringen der damaligen Maler, unsere Umwelt überhaupt erst einmal bildlich zu fassen und für den Menschen als Szenerie erlebbar und sichtbar zu machen. „Wer heute verreist, reist in Landschaften“, sagt Brock. Die Reisekataloge sind voll davon. Die Enttäuschung der Reisenden, wenn sie die Landschaft nicht so schön vorfinden wie im Reiseprospekt, ist absehbar. Wer Landschaft nicht zu sehen weiß, ist enttäuscht. Die Welt wird für ihn unlesbar.

Die 25 Meter große Biene dominiert das Panorama. Foto: Ralf Julke

Die 25 Meter große Biene dominiert das Panorama. Foto: Ralf Julke

Aber genau damit bricht Asisi. Wer das neue Panorama betritt, findet sich – klein wie ein Insekt – in Carolas Garten wieder. Carola war eine der ersten Mitarbeiterinnen, die Yadegar Asisi 2003 bei der Entstehung des ersten Panoramas begleiteten, eine Frau, deren ungebrochene Lebensfreude Asisi bis heute bewegt. Auch wenn die Krankheit die scheinbar so energiesprühende Frau aus dem Leben riss.

Zurück blieb ihr Garten in Leipzig, in den Yadegar Asisi mit seiner Mannschaft drei Jahre nacheinander einrückte, um ihn in allen möglichen Perspektiven zu zeichnen, zu malen, zu fotografieren und zu filmen. Eine eindrucksvolle Ausstellung im Vorraum des Panoramas zeigt, was für eine Bilderfülle dabei entstanden ist und wie sich Asisi – auch mit professioneller Unterstützung bei der Makro-Fotografie – hineingearbeitet hat in die bizarre Welt der Insekten, die in seinem Bild riesengroß erscheinen, am allergrößten die 25 Meter große Biene.

Bazon Brock bei seiner Eröffnungsrede im Asisi Panometer. Foto: Ralf Julke

Bazon Brock bei seiner Eröffnungsrede im Asisi Panometer. Foto: Ralf Julke

Die dann wieder Bazon Brock anregte, die Bedeutung von Asisis neuem Panorama in einen Zusammenhang zu stellen, in dem Asisi selbst sie bislang noch nicht gesehen hat. Denn das Bienensterben ist mittlerweile fast zum Synonym eines gewaltigen Artensterbens geworden, für das der Mensch verantwortlich ist. Und hunderte Künstler beschäftigen sich mittlerweile mit dieser bedrohten Welt.

„Aber keiner so wie Asisi“, sagt Brock. Dutzende Ausstellungen in Europa zeigen diese Beschäftigung mit unserer Umwelt, dem Environment, das Brock auch mit Umschlossenheit übersetzt. Was ihn zum Begriff Nachhaltigkeit führte, den die Grünen in den politischen Diskurs eingeführt haben und der heute so abgelatscht klingt, weil ihn auch lauter Akteure missbrauchen, denen ein Erhalt dieser lebendigen Vielfalt, in der wir leben, völlig egal ist. Die selbst die Ausplünderung dieses Paradieses noch als „nachhaltig“ bezeichnen. Und wahrscheinlich auch nicht verstanden haben, dass diese Welt genau das ist, was uns erhält.

Der Gärtner im anbrechenden Abend. Foto: Ralf Julke

Der Gärtner im anbrechenden Abend. Foto: Ralf Julke

Brock ging zurück bis in die Antike, benannte den Pantheismus, also die Welt aller Götter (18.000 nach seiner Rechnung, die allesamt schon tot sind.) Dieses Pan aber ist die Haltung des Menschen zur ganzen ihn umgebenden Welt. Panbios wäre wohl besser, sagt Brock. Pangäa ist zumindest bei denen, die begriffen haben, dass mit dieser Welt unsere Lebensgrundlagen verschwinden, ein geläufiges Wort.

Brock verwies darauf – der Ort regte ja geradezu dazu an – dass auch Pantheon in diese Wort-Welt gehört. Und Panorama erst recht. Und gerade weil Asisi scheinbar das Allerbanalste zu seinem Thema gemacht hat, einen ganz banalen Leipziger Garten, habe er es geschafft, das Thema der Zeit so komplex darzustellen, wie es kein anderer Künstler derzeit vermag.

Und da fiel ihm historisch nur noch ein anderer ein, der Vergleichbares tat: Michelangelo.

Auch wenn er in Asisis riesigem Bild, in dem sich die Perspektiven überlagern, gleich ein ganzes Dutzend Kunstepochen wiederentdeckte, in denen große Maler versuchten, unseren Blick auf die Welt um uns herum zu schärfen und zu bereichern. Angefangen bei Dürers genialem kleinen Rasenstück, das man – riesengroß – natürlich auch in Carolas Garten entdeckt.

Yadegar Asisi und Skadi Jennicke im Panorama. Foto: Ralf Julke

Yadegar Asisi und Skadi Jennicke im Panorama. Foto: Ralf Julke

Und wo er schon einmal bei Paradies war (zuerst sollte das Panorama ja „Ein Paradies auf Erden“ heißen), konnte er auch gleich den Bogen schlagen zu den beiden großen Philosophen der 1920er Jahre, die sich mit der menschlichen Beziehung zum Paradies beschäftigt haben: Walter Benjamin und Ernst Bloch, wohl wissend, dass Bloch gerade in seiner Zeit an der Leipziger Universität in den 1950er Jahren an der Frage arbeitete: Wie kommen wir ins Paradies?

Während Benjamin (der große Pessimist) davon ausging, dass wir uns seit Verlassen des Paradieses unaufhörlich in alle Richtungen davon wegbewegen, also nie wieder paradiesische Zustände erleben werden, nur noch sture Arbeit, sah Bloch aber in der Fähigkeit des Menschen, auch gegen den Wind zu kreuzen, die große Chance, zurückzukehren, wie auf einer Umlaufbahn. So nebenbei zitierte Brock dann auch gleich mal Kopernikus, der noch wusste, was Revolution eigentlich heißt: „De revolutionibus orbium coelestium“.

Man kehrt auf Umlaufbahnen, wie die Planeten, immer wieder zurück. Aber man schafft die Rückkehr ins Paradies, indem man eben die Revolution wagt. Zumindest gestand Brock der DDR diesen Versuch zu. Gesellschaftlich ist er sichtlich gescheitert, privat haben ihn die DDR-Bürger aber vollzogen: durch die Hinterpforte, die unscheinbare Pforte, die in den Garten führt. Und der Mittelpunkt ihres kleinen und riesengroßen Paradieses ist natürlich ein echtes russisches Erbstück: die Datscha.

Die Katze darf im Paradies nicht fehlen. Foto: Ralf Julke

Die Katze darf im Paradies nicht fehlen. Foto: Ralf Julke

Hat er damit überzogen? Wohl eher nicht. Denn in diesem Kleinen und nur scheinbar Banalen finden wir die Welt. Und auch alles, was sie zusammenhält, auch wenn Brock von Goethe nicht gerade den Faust zitierte, sondern den Werther beschwor, der in seinen lichteren Momenten fertigbrachte, sich einfach ins Gras zu legen und die Welt genau so zu betrachten, wie es Asisi jetzt in seinem großen Panorama zeigt.

Und wahrscheinlich wirklich so kompakt zeigt, wie derzeit kein anderer Künstler, eben weil er die Perspektive gewechselt hat und aus dieser Käferperspektive zeigt, was für eine grandiose, komplexe und lebendige Welt so ein Leipziger Garten ist. Ein Garten, in dem Carola einst Kraft tankte und in dem Asisi für sich eine Wendung sah: Künftig will er noch viel mehr solcher Natur-Motive in Panoramen verwandeln, das Kleine so groß machen, dass wir es sehen können.

Dass wir innehalten und hinaufschauen zu Blüten, Grashalmen, Baumkronen, dem ganzen wimmelnden Leben, das uns umgibt – und von dem wir so abhängig sind. Denn wenn all das verschwindet, verschwinden auch wir. Und mit der neuen Göttin (Brock), der Biene, droht dieses Verschwinden schon jetzt. Auch weil wir nicht wirklich sehen, wie sehr wir von dieser Vielfalt abhängen und gerade das Kleine, für uns kaum Sichtbare, die Grundlage für alles Leben ist.

Selbst das Spielzeug wird Teil der wilden Gartenwelt. Foto: Ralf Julke

Selbst das Spielzeug wird Teil der wilden Gartenwelt. Foto: Ralf Julke

Und weil das auch mit einem Begreifen unseres Einsein mit der Welt zu tun hat, hat Brock Asisi gleich mal ein altes Kirchenlied von Paul Gerhardt geschickt, das man nun – eingebettet in die Musik von Eric Baback – auch wieder in jenem Tag-und-Nacht-Zyklus hören kann, den der Garten im Sonnenkreis erlebt.

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärten Zier,
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben.“

Und nicht nur der Tageslauf wird in diesem prachtvollen Garten, in dem auch eine Katze schleicht, ein Junge spielt und ein junger Mann im Gewächshaus die Pflanzen gießt, erlebbar, auch die Jahreszeiten sind im Rundbild zu entdecken. Nicht zu vergessen der Kreis des Lebens mit Werden und Vergehen. Und auch das eine oder andere Unrateckchen – ein richtiger Garten eben, der in gigantischer Präsenz zeigt, was viele von uns in der Hatz der Tage nicht mehr sehen: wie wir in all dem Werden allesamt nur klein und vergänglich sind. Und wie groß und faszinierend das alles ist. Und gerade weil Asisi so viele Perspektiven zum Schauen eingebaut hat, geht er weit über ältere Landschaftsbildmotive hinaus.

Klein unter gewaltigen Blumen. Foto: Ralf Julke

Klein unter gewaltigen Blumen. Foto: Ralf Julke

Und dabei wollte es der in Leipzig geborene Künstler doch nur ganz einfach machen: Sehen, Zeichnen, Malen, Fotografieren, das Kleinste sichtbar machen. Am Ende wurde es ein Bild vom Paradies. Und ein echtes Leipziger Bild, denn auch wenn sich Asisi in seiner späten Leipziger Zeit eher als Suchenden, noch Ziellosen beschreibt, habe ihm die Stadt doch genau dieses Gefühl beigebracht, sagt Asisi, und auch jenes utopische Element, das Brock bei Bloch gefunden hat, und das auch in den 1980er Jahren noch viele Leipziger dazu brachte, über das Erstarrte und Bedrückende hinauszuträumen und die Dinge gemeinsam als gestaltbar und veränderbar zu betrachten.

Womit wir zurückkehren auf der Umlaufbahn, zur Revolution, die meist gar keine Gewehre braucht, aber phantasievolle Menschen, die sich gut vorstellen können, wie sich die Welt verändern lässt.

Und das scheint heute, so Bazon Brock, weltweit wieder spürbar. Zumindest sind Hunderte auf der Suche. Und viele Suchende werden in „Carolas Garten“ ein Stück des Paradieses finden, das wir suchen. Zu den Bildern von Asisi hat Brock dann auch noch einige Ausstellungstexte geschrieben, in denen er seine Assoziationen zu Asisis großem Gartenbild festgehalten hat. Es lohnt sich also, auch die Ausstellung mit ihren Texten intensiv wahrzunehmen.

Und mit Skadi Jennicke hat jetzt auch endlich jemand aus dem Leipziger Rathaus nicht nur entdeckt, was Asisi hier wirklich treibt. Sie hat es auch gesagt und gewürdigt. Denn 17 Prozent der Panometer-Besucher kommen zwar aus Leipzig, die anderen aber reisen alle an, um Asisis große Panorama-Bilder in Leipzig zu sehen und zu erleben.

Ab heute ist das neue Panoramabild „Carolas Garten. Eine Rückkehr ins Paradies“ im Panometer Leipzig zu sehen.

Ab 26. Januar zeigt das Panometer Leipzig Yadegar Asisis „Carolas Garten – Ein Paradies auf Erden“

Asisi
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Vorschlag für den neuen Wettbewerb zum Freiheitsdenkmal steckt seit einem halben Jahr in der Verwaltung fest
Erinnerungssäule an den Herbst 1989 auf dem Nikolaikirchhof. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWarum dauert das so lange? Im Sommer 2018 stellte die Stiftung Friedliche Revolution ihre Umfrage zum Leipziger Freiheitsdenkmal vor. Dabei erfuhr man, dass auch der Konzeptvorschlag zum Beteilungsprozess und zum Wettbewerb schon vorläge. Im Begleitgremium gäbe es noch Dissens. Man würde ihn später vorlegen. Und dann tat sich trotzdem Monate lang nichts. Nicht nur die L-IZ wurde ungeduldig. Auch die CDU-Fraktion stellte jetzt fest, dass das Trödeln eigentlich ein Ende finden sollte.
2019 ist das Gewässerbehandlungsschiff der LMBV im Leipziger Neuseenland unterwegs
Das Wasserbehandlungsschiff auf dem Großräschener See in der Niederlausitz im Einsatz. Foto: LMBV, Radtke

Foto: LMBV, Radtke

Für alle LeserDie Bergbaufolgeseen haben fast alle ein Problem: Sie enthalten viele Auswaschungen aus dem Erdreich, sind übersäuert und haben noch lange keine ausgewogene Wassergüte. Deshalb müssen einige der jüngeren Seen auch noch gekalkt werden, damit die Versauerung wieder reduziert wird. Das passiert in diesem Jahr auf dem Hainer, dem Störmthaler und dem Zwenkauer See, teilt die LMBV mit.
Neue iDiV-Karte macht die Artenvielfalt der Wälder weltweit sichtbar
Die erste weltweite Karte der Baumarten-Vielfalt, erstellt mithilfe des neuen Modells. Foto: Petr Keil und Jonathan Chase

Foto: Petr Keil und Jonathan Chase

Für alle LeserFrüher gab es in Geografie-Büchern schöne faszinierende Karten in Waldgrün, Wüstengelb und Wasserblau. Da waren Wälder als Wälder eingemalt. Ganz so, als wären alle Wälder dasselbe. Aber jeder Wald hat eine andere Artenzusammensetzung. Und manche Wälder sind viel artenreicher als andere. Aber wie macht man so etwas sichtbar? Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) versucht es jetzt mal mit einem neuen Modell der Darstellung.
06. April im Haus Leipzig: Sandsation – The Queen of Sand
Sandsation - In 80 Bildernum die Welt © SandART

© SandART

Eine von unten angeleuchtete Glasplatte, eine große Leinwand und Sand – das ist alles, was die junge Russin benötigt, um mit bewegten Bildern bewegende Geschichten zu erzählen, die unter die Haut gehen. In „SANDSATION – In 80 Bildern um die Welt“ lädt Irina Titova frei nach Jules Verne zu einer nostalgischen Erdumrundung ein: Menschen, Tiere, Wahrzeichen, Weltwunder und Traumwelten erwachen aus Millionen und Abermillionen tanzenden Sandkörnern für wenige Augenblicke zum Leben.
Weiße Elster soll Flusslandschaft des Jahres 2020/2021 werden
Note 5: Weiße Elster bei Lützschena. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Weiße Elster war eigentlich mal ein schöner Fluss. Von der tschechischen Grenze kommend fließt sie durch Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Und an wenigen Stellen hat sie noch ein paar ihrer alten Mäander und Auenwälder bewahrt. Nur noch wenige. Der Rest ist verdeicht und verbaut. Und Naturfreunde in allen drei Bundesländern wollen die Eingezwängte endlich wieder zu einer lebendigen Flusslandlandschaft machen. Am 25. Februar treffen sie sich in Leipzig.
Am 13. Juni live Parkbühne im Clara-Zetkin-Park: Kris Kristofferson & The Strangers
Kris Kristofferson © Ash Newell

© Ash Newell

Der Singer-Songwriter und Hollywood-Schauspieler Kris Kristofferson beehrt Deutschland im Juni mit drei exklusiven Shows. Auf seiner Tour wird er von der Band The Strangers begleitet. Country-Fans kennen Scott Joss (Geige, Gitarre, Gesang), DougColosio (Keyboard) und Jeff Ingraham (Schlagzeug) von Merle Haggards berühmter Begleitband und weil diese als "Wrecking Crew“ der Country-Musik auf vielen Aufnahmen ihre Spuren hinterlassen haben.
Die Haltestelle am Hauptbahnhof wird entrümpelt und noch einmal fit gemacht
Haltestelle Hauptbahnhof von Westen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserRund 28,7 Millionen Euro wollen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) in diesem Jahr in ihre Infrastruktur investieren, zusätzlich zu den geplanten Investitionen in Straßenbahnen und Busse. Aber gerade die Infrastrukturen zeigen mittlerweile, wie hochbelastet das System ist. Und selbst Haltestellen wie die am Hauptbahnhof platzen aus allen Nähten, weil die Zahl der hier Aus-, Ein- und Umsteigenden seit 2007 um 40 Prozent zugelegt hat.
Eisige Tage: Alex Pohl veröffentlicht seinen ersten Krimi unter Klarnamen
Alex Pohl: Eisige Tage. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAlex Pohl ist eine Entdeckung. Eine späte Entdeckung, nicht nur für Leipziger Krimi-Leser. Denn Pohl lebt in Leipzig und ist schon lange einer der Erfolgreichen unter den deutschen Thriller-Autoren. Doch die Thriller hat er bisher immer unter seinem Pseudonym L. C. Frey veröffentlicht. Nun geht er erstmals unter seinem Klarnamen an die Öffentlichkeit und schockt die Leipziger Eltern mit einem Thema, das so unrealistisch nicht ist: „Eisige Tage“.
Am 23. Februar: Klezmer Doppelkonzert mit Rozhinkes und dem Duo Kundish & Farrell im Ring-Café
Ensemble Rozhinkes. Quelle: Rozhinkes GbR

Quelle: Rozhinkes GbR

Klezmer ist jüdische Tanzmusik, die ursprünglich in Osteuropa zuhause war. Verbunden mit den Liedern in jiddischer Sprache erfreut sie sich weltweit größter Beliebtheit und ist heute zum Synonym für die Hoffnung auf eine Renaissance jüdischen Lebens in Europa geworden.
Geändertes Umweltinformationsgesetz in Sachsen: Ein Ups von der SPD-Fraktion
Der Lausitzer Energiekonzern LEAG will den Tagebau Nochten im Örtchen Mühlrose weiterführen – wofür 200 Menschen umgesiedelt werden sollen. Foto: Fritz Brozio

Foto: Fritz Brozio

Für alle LeserIm Laufe des 20. Februar 2019 nahm die SPD-Fraktion im sächsischen Landtag zum überraschend geänderten Umweltinformationsgesetz (UIG) Stellung. Und man räumt ein, dass die nun weiter verstärkte Intransparenz in der Kohlebranche Sachsens eine Art Kollateralschaden darstellt. Was man sehr bedauere. Um genau diese Erklärung im letzten Satz der Wortmeldung eigenhändig wieder abzuräumen. Und irgendwie doch mitzuteilen: tja, Pech gehabt, Greenpeace. Der Sächsische Rechnungshof soll doch lieber keine Auskunft über Umweltinformationen und Finanzen der Kohlekonzerne erteilen.
„Lieber Haft als Kohlekraft“: Klimaaktivisten besetzen erneut Bagger im Tagebau Schleenhain
Protest gegen den Kohleabbau. Foto: Reisegruppe Digger

Foto: Reisegruppe Digger

Für alle LeserZum zweiten Mal in diesem Monat haben Klimaaktivisten einen Kohlebagger im Tagebau Vereinigtes Schleenhain besetzt. Sie protestierten damit gegen den Kohleabbau, aber auch gegen die Inhaftierung anderer Aktivisten. So befinden sich nach mehr als zwei Wochen immer noch drei Personen, die einen Bagger in der Lausitz besetzt hatten, im Gefängnis. Ein Amtsgericht verurteilte zudem eine ehemalige Bewohnerin des Hambacher Forstes in erster Instanz zu einer Freiheitsstrafe.
Am 3. April im Haus Auensee: The KOOKS – Tour 2019 mit Special Guests Blossoms
The Kooks. Lets go sunshine PR

The Kooks. Lets go sunshine PR

The Kooks melden sich mit ihrem lang ersehnten, fünften Studioalbum „Let’s Go Sunshine“ mit einer ungestümen, mutigen Mischung aus Melancholie und Euphorie zurück. Seit 2015 arbeitete die Band an dem Album, und bereits während ihrer grandiosen, bei uns komplett ausverkauften Best-of-Tour, die sie rund um die Welt führte, haben die Briten immer wieder an den neuen Songs gefeilt und sie ansatzweise schon live vorgestellt.
Das Sächsische Umweltinformationsgesetz wurde Ende 2018 geändert, um Greenpeace von Kohleinformationen abzuschneiden
Der Tagebau in Deutzen. Foto: Matthias Weidemann

Foto: Matthias Weidemann

Für alle LeserEinen ziemlich dicken Hund hat jetzt netzpolitik.org aufgedeckt. Denn bislang gab es in Sachsen noch eine winzige Möglichkeit, Zahlen zu den Sicherungsleistungen für die Braunkohletagebaue zu bekommen – über den Landesrechnungshof. Ein Weg, den Greenpeace nutzen wollte und den jetzt die sächsische Regierungskoalition durch eine flotte Änderung im Umweltinformationsgesetz (UIG) verbaut hat.
Nur 5 Prozent der geförderten Ladeinfrastruktur für E-Autos wurden in Sachsen bislang auch gebaut
Elektroauto vorm Alten Rathaus. Archifoto: Ralf Julke

Archivoto: Ralf Julke

Für alle LeserIrgendetwas macht der Bundesverkehrsminister falsch. Vielleicht, weil er keine Vorstellung davon hat, wie man eine neue Technologie im Verkehrsnetz voranbringt. Andere Länder wie Norwegen und Schweden haben längst beschlossen, wann bei ihnen das Benzin-Zeitalter zu Ende geht, und bauen die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge massiv aus. Nur in Deutschland funktioniert nicht einmal die hochbürokratische Förderung. Der Ausbau der Ladestruktur kleckert vor sich hin.
Grüne und Ökolöwe bangen um die restliche Artenvielfalt am Wilhelm-Leuschner-Platz
Das künftige Baugrundstück an der Windmühlenstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWas ist eigentlich auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz los? Am Dienstag, 19. Februar, um 9:15 Uhr gab es eine kleine Protestdemo zu einer Ausstellung im Neuen Rathaus. Dort werden aktuell in der Unteren Wandelhalle die Preisträgerentwürfe für den Neubau des Instituts für Länderkunde zwischen Windmühlenstraße und Brüderstraße gezeigt, einem kleinen parkähnlichen Stück Grün am Wilhelm-Leuschner-Platz. Aber das scheint nun wichtige Vogelreviere zu verdrängen.