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Was richtet eigentlich der technische Fortschritt mit den Menschen und ihren Arbeitsorten an?

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    Das Leben ist nicht immer nur schön. Meistens ist es Arbeit. Arbeit prägt das Leben der Menschen und wird auch immer wieder Thema der bildenden Künste. Und nicht immer wählen die Künstler dabei die schönen, für Werbung tauglichen Seiten. Denn der für die Arbeit in der Industrie optimierte Mensch ist selten noch er selbst. Eine Schau voller Widersprüche, die das Museum der bildenden Künste jetzt zeigt.

    Die vom Industriekultur Leipzig e. V. initiierte Kunstausstellung „Der optimierte Mensch. Momente der Industriekultur in der bildenden Kunst“ im Museum der bildenden Künste Leipzig ist ein lokaler Beitrag zum „Sächsischen Jahr zur Industriekultur 2020“. Die Ausstellung konzentriert sich auf die zentrale Frage nach den Auswirkungen technischen Fortschritts auf den Menschen seit Beginn der industriellen Revolution.

    Elisabeth Voigt, Der Maschinenmann (Der Unternehmer), 1948. Foto: MdbK, © Nachlass Elisabeth Voigt
    Elisabeth Voigt, Der Maschinenmann (Der Unternehmer), 1948. Foto: MdbK, © Nachlass Elisabeth Voigt

    Anhand von 39 ausgewählten Kunstwerken aus dem Bestand des Museums sowie Leihgaben zeitgenössischer Künstler/-innen, vorzugsweise der Region Sachsen, soll die Aufmerksamkeit auf das jeweilige Verhältnis des Menschen zur Technik sowie zu sich selbst, innerhalb dieser industriell geprägten Umwälzungen, gelenkt werden.

    Die Idee der Ausstellung ist, der bildenden Kunst eine Katalysatorfunktion zuzusprechen, indem sie mehrere Facetten der industriellen Revolutionen offenbart. Dabei changieren die Werke von heroischen Darstellungen bis hin zur komplexen Kapitalismuskritik.

    Durch die Kombination von Werken vergangener Epochen, darunter etliche bislang selten ausgestellte Exponate, mit zeitgenössischen Positionen werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der jeweiligen industriellen Epochen sichtbar. Ebenso wird die Vergleichbarkeit der Form der künstlerisch-ästhetischen Reaktion auf unmittelbar erlebte technische Entwicklungen möglich. Aus diesem Kontext ergeben sich mitunter Parallelen zu Gegenwarts- und Zukunftsfragen.

    Mit dem Titel „Der optimierte Mensch“ greift die Ausstellung bewusst einen kontrovers diskutierten Topos gegenwärtiger Debatten in Gesellschaft und Wissenschaft auf, um dessen Wurzeln in den Anfängen der Industrialisierung sichtbar zu machen und damit eine differenzierte Reflexionsebene zum Mensch-Maschine-Verhältnis und dessen Konsequenzen anzubieten.

    Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen und Vorträgen sowie einen Blog mit weiterführenden Hintergrundinformationen zu den Werken und den Künstler/-innen.

    Rainer Jacob, Above, 2016, Besitz des Künstlers. © VG Bild-Kunst Bonn, 2019
    Rainer Jacob, Above, 2016, Besitz des Künstlers. © VG Bild-Kunst Bonn, 2019

    An der Ausstellung beteiligte Künstler/-innen sind: Ines Bruhn, Christiane Budig, Wolfram Ebersbach,Günter Firit, Philipp Fritzsche, Claudia Hauptmann, Hubert von Herkomer, Günter Horlbeck, Stefan Hurtig, Rainer Jacob, Joachim Jansong, Jannine Koch, Martin Kretschmar, Rudolf Küchler, Adolf Lehnert, Marie-Eve Levasseur, Helmuth Macke, Olaf Martens, Ismael Mengs, Adolf von Menzel, Jana Mertens, Constantin Meunier, Gerhard Kurt Müller,Fritz Nolde, Ulf Puder, Valeria Schneider, Frank Schult, Max Schwimmer, Willi Sitte, Günter Thiele, Alexander Voigt, Elisabeth Voigt, Jana Voigtmann, Hannes Waldschütz, Norbert Wagenbrett.

    Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Barbara Röhner, Dr. Dietulf Sander und Heinrich Moritz Jähnig

    Veranstalter der Ausstellung ist der Industriekultur Leipzig e. V.

    Die Ausstellung „Der optimierte Mensch“ ist im Museum der bildenden Künste Leipzig vom 12. Dezember 2019 bis zum 1. März 2020 zu sehen.

     

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