Aufgrund der Corona-Beschränkungen müssen nicht nur Konzerte, Theaterveranstaltungen und Sportwettkämpfe abgesagt werden. Es erwischt auch Ausstellungen und Rundgänge, so wie die Frühjahrsrundgänge in der Spinnerei oder das Tapetenwerkfest am 30. April. Und auch der Verein Leipziger Jahresausstellung e. V. (LIA) muss jetzt seine für Juni geplante Jahresausstellung absagen. Schon wieder. Auch 2019 hatte es ja die Jahresausstellung aus den Socken gepustet.

Damals war es der Streit um den Leipziger Künstler Axel Krause, den wir hier gar nicht weiter ausführen. Die Artikel sind unterm Text verlinkt.

Die Jahresausstellung 2020 sollte nun den großen Übervater der Leipziger Künstlerwelt würdigen: Max Klinger, dessen Todestag sich in diesem Jahr zum 100. Mal jährt.

Aber da auch bis Juni nicht wirklich zu erwarten ist, dass größere Menschenansammlungen wieder möglich sein werden, hat sich der Verein entschließen müssen, die Leipziger Jahresausstellung, die am 11. Juni 2020 eröffnet werden sollte, auf das kommende Jahr zu verschieben.

„Trotz verschiedener Überlegungen ist es uns nicht gelungen, noch im Jahr 2020 einen adäquaten und praktikablen Ersatz zu finden. Wir bitten alle um Verständnis für diesen unausweichlichen Schritt“, bedauert der Vereinsvorsitzende Rainer Schade diese Entscheidung.

Die nächste Leipziger Jahresausstellung soll nun im Frühsommer 2021 stattfinden. Die Einladung zur Teilnahme bleibt für alle diesjährigen Künstlerinnen und Künstler bestehen. Ein neuer Ausstellungstermin soll rechtzeitig bekannt gegeben werden, kündigt der Verein an.

Die Ausstellung im Jahr 2020 sollte auch eine HOMMAGE, so der Titel der Ausstellung, an den Vereinsmitbegründer Max Klinger und seinen Tod vor 100 Jahren werden.

Anlässlich dieses Jubiläums hat der Verein Leipziger Jahresausstellung Ende März eine Esskastanie zu Ehren Klingers auf dem Klingerberg in Großjena bei Naumburg pflanzen lassen. Hinfahren konnten auch die Vereinsmitglieder nicht. Da war die Gartenbaufirma ganz allein zugange. Aufgrund der Einschränkungen fand die Pflanzung ganz ohne Öffentlichkeit statt. Doch eine feierliche Baumweihe soll später nachgeholt werden, kündigt der Verein an. Besonderer Dank gelte der Stadtverwaltung Naumburg und der Otto Kittel GmbH & Co Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau KG für die Unterstützung.

Für Leipzig ist eine weitere Baumpatenschaft in Planung. Aufgrund umfangreicher Baumaßnahmen im Umfeld der Klinger-Villa an der Karl-Heine-Straße, dem ehemaligen Eltern- und Wohnhaus, muss aber auch dieses Vorhaben auf 2021 verschoben werden.

Absage der Leipziger Jahresausstellung: Ein Desaster weit über Axel Krause hinaus

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