This article is also available in English: Read this article in English.

Die Galerie W182 präsentiert vom 3. September bis zum 2. Oktober die Einzelausstellung „Im Fluss des Lichts“ der renommierten Malerin Steffi Deparade-Becker. Zur Vernissage am Donnerstag, dem 3. September, um 19 Uhr sind Kunstinteressierte herzlich in die Räumlichkeiten an der Wurzner Straße 182 eingeladen. Die Einführung in das Werk übernimmt Dr. phil. Teresa Ende. Der Musiker Roger Tietke begleitet die Eröffnung mit feinen Saxophonklängen. Die Künstlerin ist anwesend.

In ihren Arbeiten widmet sich die in Dresden lebende Künstlerin der Architektur und dem Raum als lebendigem Gefüge. Ihre Kompositionen leben von einer faszinierenden Spannung: Präzise Linien und geordnete Raster treffen auf die fließende Auflösung von Farbflächen. „Die geistige Welt der Künstlerin verwandelt sich in eine stoffliche von Farbe und Form“, beschreibt es die Kunstbetrachtung treffend. Architektur wird bei Deparade-Becker nicht bloß abgebildet, sondern in eine eigenständige visuelle Poesie übersetzt.

Die gezeigten Werke entfalten einen tiefen Resonanzraum, in dem sich Konstruktion und Momentaufnahme, Stille und Bewegung durchdringen. Durch feine Schichtungen und das subtile Ineinandergreifen von Farbe und Licht entstehen Bildwelten, die bekannte Sehgewohnheiten aufbrechen.

„Ihre Malerei lädt dazu ein, bekannte Formen anders zu sehen: nicht als feste Ordnung, sondern als offenes System“, sagt Galerist Martin Zinger über die kommende Schau. So geraten in diesen Arbeiten nicht nur die Strukturen, sondern auch die eigene Wahrnehmung in einen sanften Fluss.

 Steffi Deparade-Becker: Am Wasser. Foto: Herbert Boswank
Steffi Deparade-Becker: Am Wasser. Foto: Herbert Boswank

Steffi Deparade-Becker

1954 in Halle (Saale) geboren, studierte Steffi Deparade-Becker 1974 bis 1980 freie Malerei an der Kunsthochschule „Burg Giebichenstein“ in Halle/Saale, schloss das Studium mit Diplom ab und war anschließend als freischaffende Malerin tätig. Im Jahr 1995 zog sie nach Dresden, wo sie seither lebt und arbeitet.

Neben ihrer intensiven Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland war sie bis 2010 auch in der Hochschullehre für künstlerische Grundlagen (unter anderem in Dresden und Zittau) aktiv. Ihr Werk umfasst Malerei und Grafik, wobei sie für ihre subtilen Kombinationen aus Malerei und Collage, abstrakten Kompositionen sowie architektonischen und atmosphärischen Motiven bekannt ist.

Die Galerie W182

Die 2021 gegründete und von Brigitte und Martin Zinger geleitete Galerie zeigt zeitgenössische Kunst mit Focus auf Künstlerinnen und Künstlern aus dem Raum Leipzig. Gezeigt werden Malerei, Grafik, Fotokunst, Plastiken und Skulpturen auf höchstem Niveau. Die Galerie veranstaltet außerdem Konzerte, Lesungen und Gesprächsrunden.

Steffi Deparade-Becker „Im Fluss des Lichts“, Galerie W182, Wurzner Straße 182, 04318 Leipzig. 3. September bis 2. Oktober 2026

Vernissage ist am Donnerstag, 3. September, 19 Uhr mit der Rednerin Dr. phil. Teresa Ende und musikalischer Begleitung durch Roger Tietke (Saxofon)

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag jeweils von 16:00 Uhr bis 19:00 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Die Galerie W182 ist vom Leipziger Hauptbahnhof oder dem Augustusplatz aus in rund 15 Minuten bequem mit den Straßenbahnlinien 7 (Richtung Sommerfeld) und 8 (Richtung Paunsdorf) zu erreichen. Steigen Sie an der Haltestelle Sellerhausen Emmausstraße aus. Von dort aus ist die Galerie in nur etwa drei Gehminuten zu Fuß erreichbar.

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Redaktion über einen freien Förderbetrag senden.
oder

Keine Kommentare bisher

Schreiben Sie einen Kommentar