Was für eine lahme Kröte. "Parker" überrascht nicht etwa mit genialer Action, sondern fällt vor allem durch uncoole Dialoge, einer komplizierten Story und einer schlecht besetzten Jennifer Lopez auf. Da kann selbst Jason Statham nichts mehr retten.

Der Dieb Parker (Statham) lebt nach dem streng moralischen Kodex, nur die Reichen auszurauben und nur die zu verletzen, die es verdient haben. Seinen letzten Job vermittelte ihm Hurley (Nick Nolte), Vater seiner Geliebten (Emma Booth). Nach getaner Arbeit schlagen ihm die Komplizen vor, das gestohlene Geld in eine noch größere Nummer zu investieren. Parker lehnt ab – und findet sich mit zwei Kugeln im Körper im nächstbesten Straßengraben wieder. Dumm gelaufen. Aber Parker überlebt und verfolgt fortan nur noch ein Ziel: Rache. Unter Mitwirkung von Immobilienmaklerin Leslie (Lopez) entwickelt der Gangster einen Plan, seinen Ex-Kumpanen die Beute wieder abzujagen und sie nebenher noch zur Rechenschaft zu ziehen.

Was nach einem unterhaltsamen Action-Thriller klingt, artet nach einem rasant inszenierten Überfall auf ein Volksfest in ein nicht enden wollendes Techtelmechtel zwischen Jason Statham (“The Transporter”) und Jennifer Lopez aus. Dass die Pop-Ikone eine tolle Stimme hat, bedeutet übrigens nicht automatisch, dass sie gut schauspielert. Immerhin bemüht sie sich, das Popstar-Korsett abzulegen, um sich in ihre Rolle hineinzufinden.
Doch mit gutem Aussehen und platten Dialogen allein gewinnen Hollywood-Stars bestenfalls die “Goldene Himbeere”, nicht aber die Gunst der Zuschauer. Immerhin kann Statham, den manche schon für den neuen Bruce Willis halten, seine Action-Karte voll ausspielen. Denn Regisseur Taylor Hackford (“Ray”, “Lebenszeichen”) reichert die umständlich konstruierte Story mit einigen Schlägereien an, bis er seine Protagonisten nach einer gefühlten Ewigkeit schließlich zum großen Finale antreten lässt. Wer sich nicht in Geduld üben kann, hat den Saal mittlerweile verlassen.

USA 2013, R: Taylor Hackford, D: Jason Statham, Jennifer Lopez, Nick Nolte, 118 min, FSK 16.

Filmstart ist der 7. Februar, zu sehen im CineStar, Cineplex, UCI Nova Eventis.

Die Seite zum Film:
www.parker-film.de

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