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Am 27. September gibt es den ersten Hörspaziergang zur Geschichte und Gegenwart des Lindenauer Hafens

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    In den 1990er Jahren warb das Stadtmarketing mit diesem Slogan„Leipzig kommt!“, doch damals kamen nur Leerstand und Arbeitslosigkeit. Vor wenigen Jahren begann der Wandel – und heute wächst keine deutsche Großstadt so schnell wie Leipzig. Auch der jetzt so hippe Stadtteil Lindenau war noch zur Jahrtausendwende ein marodes Viertel mit hoher Arbeitslosenquote und miesem Image. Und nun entsteht hier mit dem Lindenauer Hafen ein komplett neues Stadtquartier, das Platz für mehr als 1.000 Menschen bietet.

    Eine Entwicklung, die vor kurzer Zeit noch unvorstellbar war. Der Lindenauer Hafen steht, gemeinsam mit dem Elster-Saale-Kanal, stellvertretend für die spannungsgeladenen Aufs und Abs Leipziger Geschichte. Als die Stadt in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Richtung Westen expandierte und aus kleinen Dörfern große Industriegebiete wurden, sollten auch die Flussläufe schiffbar gemacht werden. Seitdem gibt es die Vision von der Anbindung der Stadt ans europäische Wasserstraßennetz. Einer der ersten, der diesen Traum träumte, war der Unternehmer Carl Heine, dessen Geburtstag nun genau 200 Jahre zurückliegt.

    Heine prägte die Entwicklung der Stadt Leipzig. Auf seine Initiative gingen zahlreiche Bauvorhaben zurück, von denen das bekannteste sicherlich der Kanal ist, der heute seinen Namen trägt. Hätte Carl Heine erfahren, dass in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts ausgerechnet in Lindenau an einer der modernsten Hafenanlagen Europas gebaut werden würde, er hätte sich vermutlich gefreut. Was er jedoch zu den neuen Wohnhäusern des Jahres 2019 sagen würde, ist nicht so leicht vorstellbar.

    Für den Verein Kulturkosmos Leipzig e. V. ist Carl Heines zweihundertster Geburtstag ein guter Anlass, den Blick der Stadtöffentlichkeit auf diesen besonderen Ort zu richten. Am 27. September geht’s los mit der Premiere des performativen Hörspaziergangs „Der Hafen“.

    Etwa 35 Zuschauerinnen und Zuschauer spazieren gemeinsam zum Lindenauer Hafen und zu seinen Geschichten. Ausgestattet mit Kopfhörern folgen sie einer Route, die am Wasser entlang zu alten Speichern, rostigen Gleisen und klapprigen Maschinen aus vergangenen Zeiten führt, und die schließlich bei den Neubauten des Jahres 2019 endet.

    An verschiedenen Stationen gibt es inszenierte Theatermomente zu erleben. Auf dem Weg zwischen diesen szenischen Etappen erhält das Publikum über Kopfhörer Informationen zur Geschichte des Ortes und hört die Stimmen von Menschen, die nicht nur über historische Ereignisse, sondern auch über persönliche Erinnerungen an den Lindenauer Hafen sprechen.

    Und auch die Natur wird zur Mitspielerin. Wetter, Himmel und Wasser bilden das vielschichtige Bühnenbild für eine Theatererfahrung, in der Gegenwart, Vergangenheit, Unsichtbares und Sichtbares miteinander verflochten sind.

    Eine Produktion von: Kulturkosmos Leipzig e. V. / Produktionspartner: Schaubühne Lindenfels, Hörspielsommer e. V. Unterstützt von: Kulturamt der Stadt Leipzig, Fonds Soziokultur, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

    Premiere ist am Freitag, 27. September, um 17 Uhr.

    Weitere Aufführungen:
    27., 28. und 29. September jeweils 17 Uhr.
    2., 3. und 6. Oktober um 17:00, am 6. Oktober auch 11 Uhr
    Startpunkt: Unter der Luisenbrücke (Lützner Straße/Ecke Plautstraße)

    Tickets unter Tel. (0341) 484620, service@schaubuehne.com

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