I Der Begriff Re(s)sentiment ist abgeleitet von (lat.) sentire (fühlen, wahrnehmen) und darauf substantiviert: sentiment (das Gefühl). Gemeinsam mit der Vorsilbe: re- bedeutet dieser Begriff: Ressentiment: das sich gegen sich selbst richtende Gefühl, das das eigene Selbst verleugnet, sich selbst belügt, sich vor und für sich schämt. In der Terminologie Friedrich Nietzsches bedeutet Ressentiment: das sich bejahend gegen sich selbst richtende, sich selbst verleugnende und beschämende Gefühl – als negativer Wille zur Macht, der die eigene Scham verdeckt, über sich selbst verdrängt, indem es den anderen beschämt.

Der Mensch des Ressentiments leidet an einem Unterlegenheitsgefühl und der Scham daran, dass er die mit der Unterlegenheit verbundenen eigenen Stimmungen nicht ausleben kann, weil er physisch und psychisch zu schwach ist. Er kann seinen Neid, seine Rache, seinen Hass, seine Kriegsstimmungen nicht offen ausleben.

Dazu fehlt ihm die Kraft, dafür schämt er sich und er drängt diese selbst empfundene Minderwertigkeit und die mit ihr verbundene Selbstscham zurück, indem er das moralisch diffamiert, was zur offenen Stärke der (Selbst-)Macht gehört: sich rächen zu können, hassen zu können aus einer mächtigen Leiblichkeit heraus. Weil ihm aber die Kraft der Offenheit, weil ihm der Mut fehlt, weil er nicht mit offenem Visier kämpfen kann, muss die Schwäche „zum Verdienste“, „das Sich-nicht-rächen-Können“ zum „Sich-nicht-rächen-Wollen“ umlügen.

Das, was zur anthropologischen Grundausstattung des Menschen an negativen Stimmungen gehört, wird konsequenterweise aus Schwäche als moralisch abnormer, krankhafter emotionaler Zustand umgewertet. Man ist verstimmt über die affektive Stärke der anderen; Ressentiment ist eine moraline Verstimmungsstimmung (das nennt man übrigens oft Geschmack-Haben, bestimmtes hat man eben nicht: zum Beispiel schlechte oder gar boshafte Stimmungen).

Die Folge der Vermoralisierung von Menschlich-Allzumenschlichem ist eine moralische Selbstvergiftung des Menschen, deren Ursache in der Ohnmacht eigener Affektivität begründet ist. Das Normale wird zum Unnormalen erklärt und die Priester entwickeln diese Programmatik der Selbstverkleinerung des heroischen Menschen zur Kunst der moralischen Selbstvergrößerung der Schwachen, die sich der Techniken des Nihilismus bedienen, den sie selbst als Dekadenz bekämpfen.

Aber wie jedes Gift kann auch dieses Gift, in Maßen angewandt, heilend wirken; es kann heilen von unkontrollierbaren Großmachtphantasien, vom Streben nach der totalen Lust, die in den Blutrausch führt, von der Verführung durch absolute Herrschaft, die (immer) Gewaltexzesse zur Folge hat. Das Gift des Ressentiments kann so auch humanisierend und zivilisierend wirken. Es ist ein Werkzeug der Kultur, das als solches selbst kulturzerstörerisch und barbarisch daherkommen kann.

Der mit dem Ressentiment verbundene (Selbst-)Hass gegen alles Menschlich-Allzumenschliche, vor der Gewalt der Lust und der Sinnlichkeit, ist ein Wille zum Nichts, „ein Widerwillen gegen das Leben, eine Auflehnung gegen die grundsätzlichsten Voraussetzungen des Lebens, aber es ist und bleibt ein Wille! …“ Nietzsche verkennt allerdings, dass in diesem Neinsagen ein Wille zum Jasagen enthalten ist – freilich in moraliner Gestalt, deren Unehrlichkeit berechtigt anwidert.

Der Mensch des Ressentiments delegiert seine „schwarzen“ Stimmungen an das Tierreich ab und verkennt sich dadurch selbst in seinem immer je schon Tier-Bleiben. Ressentiment ist schamvolles Abdelegieren, Verdrängen, Vergewaltigen von Menschlich-Allzumenschlichem und das will Nietzsche mit seiner Analyse der Herkunft unserer christlich-moralischen Werte und der mit ihnen verbundenen Vorurteile aufdecken.

Die Genealogie der Moral ist daher eine Funktionsanalyse der christlich-moralischen Werte, in der die Hauptfrage lautet: Wie entsteht Moral? Welchen Wert hat sie an sich selbst? Hemmte oder förderte sie bisher das menschliche Gedeihen?

Es geht Nietzsche hier um eine Analyse, die den Wert unserer moralangebenden Werte untersucht und das ist seine Forderung an die philo-sophia als Liebe zur Weisheit: den Grundwert der tonangebenden Werte in ihrer Zeit selbst zu hinterfragen. Gleichzeitig beschreibt Nietzsche das Phänomen des Ressentiments als ontoempraxelogische Struktur, als ontoanthropologische Konstante, die den inter- und intrapersonellen Kampf zwischen Herrschaft und Knechtschaft darstellt als einen erbitterten Kampf verschiedener Willen zur Macht in Form des Kampfes um moralische Deutungshoheiten.

Nietzsche spricht hier in unserem Kontext einer Philosophie des Empraktischen vom „Sklavenaufstand in der Moral“, in dem das Ressentiment selbst schöpferisch und selbstbewusst Macht wird. „Während alle vornehme Moral aus einem triumphirenden Ja-sagen zu sich selber herauswächst, sagt die Sklaven-Moral von vornherein Nein zu einem ‚Ausserhalb’, zu einem ‚Anders’, zu einem ‚Nicht-selbst’: und dies Nein ist ihre schöpferische That.

Diese Umkehrung des werthesetzenden Blicks – diese nothwendige Richtung nach Aussen statt zurück auf sich selber – gehört eben zum Ressentiment: die Sklavenmoral bedarf, um zu entstehn, immer zuerst einer Gegen- und Aussenwelt, sie bedarf, physiologisch gesprochen, äusserer Reize, um überhaupt zu agieren, – ihre Aktion ist von Grund aus Reaktion“, die sich moralisch legitimiert als Kampf gegen Unrecht und Ungerechtigkeit und als legitime Rache darstellt.

Im Zusammenschluss der schwachen Neider, deren Aufstand gegen die starken Beneideten zunächst scheiterte, wirkt das Ressentiment werteerzeugend: indem die Vielen moralische Stärke aus der geteilten Stimmung der Benachteiligung ziehen, können sie das aus sich selbst politische und wirtschaftliche heraus Stärke erzeugen – zum Beispiel als Bettler- und Armutsbewegung.

Ihr Ressentiment ist eine Voreingenommenheit aus Kalkül, dem Kalkül der Rache, die Vergeltung will, indem Schwäche als Stärke, Unterlegenheit als Überlegenheit inszeniert wird. Ressentiment ist verschämte Vergeltungsstimmung.

Die nichtneidischen, rachefreien Priester sind dabei für Nietzsche die Vorkämpfer für die Werte des (christlichen) Ressentiments par excellence. Indem sie nämlich die Grundbedürfnisse der Masse befriedigen, indem sie ihnen die moralischen Gerechtigkeitswerte vorgeben, inszenieren sie „die geheime schwarze Kunst einer wahrhaft grossen Politik der Rache“ an allem Starken und Außergewöhnlichen, was sie selbst als Starke, allerdings des negativen Willens zur Macht, auszeichnet.

Sie sind die negativen Eminenzen, die strategisch-unterirdisch wirken, die sich Zeit lassen mit ihrer Rache und auf den richtigen Augenblick warten können. Ihre Rache ist durch die Fähigkeit der Hinauszögerung – der Protahierbarkeit – gekennzeichnet.  Die Rachebereitschaft bleibt jahrelang, ja über Generationen hinweg latent, sie sind „Schläfer“, Feinde, die schlafen, sich totstellende Feinde, die überwintern. Sie vermeiden die direkte Konfrontation und agieren auf der Basis sichernder Vorsicht.

Schlaffeindschaft ist nicht von unnötiger Feindberührung und sichernder Feindvermeidung zu trennen. Der Erfolg geduldiger Rache schließt aber die Plötzlichkeit des Angriffs, den unberechenbaren Vorgriff auf das kommende Ereignis, die Wende, die „Blitz-Diagnostik“ der Ahnung nicht aus, sondern ein: Noch sind wir nicht stark genug, aber unsere Stunde wird kommen! – so ihre Losung.

II

Die Intoleranz intellektualistischen (jesuitischen) Ressentiments schläft zunächst, sie schweigt. Sie ist nicht offen fanatisch, sie ist nicht erkenntnisblind und nicht unkontrolliert ausbrechend, sie ist gebildet, diszipliniert, geduldig, wartend. Ihre Friedlichkeit ist in ihrem geduldigen Allesverstehen und Allesnachsehen unheimlich, bedrohlich, einschüchternd. Sie hat das „Glück eines starken festen Wahns“, der die innere Burg der Unversöhnlichkeit intellektualistischen Ressentiments ist.

Cover Leipziger Zeitung Nr. 118, VÖ 27.10.2023. Foto: LZ

Indem die Intellektuellen-Priester, die moralinen Ethiker, die Moralprediger das Mittelmaß der Duldung behinderten Lebens zielgerichtet, geduldig und klug zur Herrschaft führen, grenzen sie ganz bewusst das Außergewöhnliche, das Besondere, das Verrückte als abnorm aus dem Kreis des von ihnen postulierten „Anständigen“, „Gerechten“ und „Tugendhaften“ aus. Mit dem so legitimierten Mittelmaß – und das ist Nietzsches bewunderndes Bekenntnis an die priesterlichen Eminenzen – steht und fällt die bisherige Vorstellung der Menschen davon, was als „gut“ oder „böse“, was als „richtig“ oder „falsch“, was als „gerecht“ oder „ungerecht“ einzuschätzen sei.

Sie glauben eindeutig zu wissen, was gut und böse ist und dieser Glaube macht sie starrsinnig. Dieser Starrsinn ist aber nicht nur einer Schwäche, sondern auch eine Stärke. Er macht nämlich immun gegenüber jedem die eigene Position relativierendem Argument. Alles gilt als verachtenswert, was dem eigenen Standpunkt widerspricht und wird darum als nichtbeachtenswert abgetan oder verfolgt als das Böse.

Unduldsamkeit, der Wille, sich auf nichts anderes einzulassen, nichts an sich herankommen zu lassen, Berührungsimmunität in Gestalt für alle gleich gültiger Empathie ist ein wesentliches Merkmal des Ressentiments.

Mit Gott und Teufel werden nun Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Liebe und Hass assoziiert. Wen Gott liebt, der hat auch die Fähigkeit „rein“ zu sein und das meint in diesem Zusammenhang tatsächlich eine Art racheloser Leidenschaftslosigkeit, die alle Menschen liebt – egal, ob sie das wollen oder nicht. Man entgeht diesem rachelosen Mitleid nicht.

Die priesterlichen Eminenzen, die alle ihre Schäflein gewaltlos lieben, sollen die Vorbilder für diese unbedingte Liebe sein und damit die göttlich-reine, gewaltfreie, rachelose, egalitär mitleidende Liebe, die als gerechte Liebe allzu oft nur selbstgerecht ist, vorleben.

In ihrer Selbstgerechtigkeit erweisen sich die Priester allzu oft als schlechte Philosophen, denn sie glauben selbst, was sie predigen, sie gehen ihrer eigenen Rolle auf den Leim und werden in einer falsch verstandenen Askese auch unduldsam gegen sich, was durch die damit verbundene Selbstgewalt zur Selbstvernichtung führen kann.

Die gewaltfreien, rachefreien, neidlosen Priester sind nicht nur in ihrer Selbstliebe, sondern vor allem in ihrer Liebe zum anderen gleichzeitig die größten Gewalttäter: sie verordnen der Menschheit das „angemessene“ Maß an Rache: nämlich als Gerechtigkeit. Rache, Neid, Eifersucht und Hass sollen dagegen bei guten, gottesgläubigen, gerechtigkeitsliebende (Christen-)Menschen nicht vorhanden sein.

„Gute Menschen“ neiden nicht, hassen nicht, rächen nicht – nur Sünder tun das und sind dadurch Unmenschen. De facto aber sollen die Menschen Rache, Neid, Eifersucht und Hass unterdrücken – und eben in dieser verordneten Selbstunterdrückung ist im Ressentiment der Wille zum Nichts als Form des Willens zur Macht enthalten.

Der ressentimentgeladene Neider beherrscht „die Kunst, in der gerade die Lüge sich heiligt, der Wille zur Täuschung“, der „das gute Gewissen zur Seite“ hat und die Gerechtigkeit als Geist der Rache. Askese wird da zu geheuchelter Demut, zur Niedertracht, die „das Schlechte für gut“ und das „Gute für schlecht“ ausgibt.

Aber woher nimmt der Priester, der Inbegriff des Dieners, das Recht, zu bestimmen, was gut und böse ist? Nun ja: aus seiner umgewerteten Bosheit und Lüsternheit in das scheinbar Gute.

Die Vitalität besteht beim asketischen Neider im Neinsagen an der überwältigenden Lust zu leben. Das Nicht-Ausleben der Affekte Rache, Neid, Eifersucht, Hass wird zum eigentlichen Leben, Leben wird Entsagung von „schwarzen“, „bösen“ Stimmungen.

Der Hass bereitet sich im Neid durch Schweigen vor. Der „gewöhnliche Neid“ ist geschwätzig und wird dadurch gemäßigt: „sobald das beneidete Huhn ein Ei gelegt hat“ ist es erleichtert und „wird milder.“  Das Schwatzen über den Neid mäßigt ihn also.

Dem gegenüber steht der „schweigende Neid“. Er zieht sich in sich zusammen, um dann als Wut zu explodieren und als Hass zu wirken. In der Totenstille des Neides bereitet der Hass sich auf den Ausbruch vor, der zum Tod des anderen immer führen soll. Der andere hat nicht verdient, was er hat, er geht nicht, er gibt nicht freiwillig her, was er besitzt, also muss er weg.

Mit dem kleinen Ärgern über Nichtfunktionalitäten fängt alles an. Man ist frustriert, fühlt sich geschädigt, missachtet. Ärger hat vielerlei Ursachen: unglückliche Zufälle, Pech; Missgeschicke, Missgunst, Störungen, Behinderungen, Gewohnheiten Anderer, Unachtsamkeit, Unhöflichkeiten, mehr oder weniger gewollte Beleidigungen, Kränkungen, Heuchelei, Schamlosigkeit, Beschämungen, Respektlosigkeit, Unzuverlässigkeiten, Unverantwortlichkeiten, Missachtungen, Nichtanerkennung, Aggressivität.

Der Neidische ärgert sich, es liegt etwas im Argen, ist nicht in Ordnung, ungerecht: zum Beispiel die bestehende Eigentumsordnung. Erst ärgert man sich darüber still und leise, dann wird aus dem kleinen Ärger großer Ärger, man wird wütend, laut, schreit aus Ärger und Wut, Zorn baut sich auf und dann handelt man ruhig entschlossen, um den beneideten Rivalen zu töten, man hasst.

III

Die entscheidende Frage ist: Ist der Neid zur Selbstbegrenzung fähig, um nicht allgegenwärtige Gier und alltäglicher Raub zu werden? Frisst der Neid sich selbst auf? Lacht er auch noch, wenn er das Schiff versenkt, auf dem er steht? Er lacht nicht mehr, wenn er erfährt, dass er gehasst wird.

Denn dann zerstört der Neid sich selbst, indem der Neider getötet wird, und folglich hat der Neid im Hass seine Grenze und sein Maß, das ihn zwingt, sich zu mäßigen, will der Neidische weiterleben, will er wenigstens das noch genießen, was er nach seinen Neidfeldzügen noch hat.

Es gäbe auch noch andere Möglichkeiten, den Neid zu mäßigen, außer dies von außen durch Gewaltandrohung zu erzwingen. Das aber setzt Selbstmäßigung voraus.

Der Neidische wäre nicht der Ewig-Unglückliche und Aggressiv-Gehetzte würde sein Glücksstreben, eine Grenze durch Zufriedenheit in und mit sich haben, würde er seine Bedürfnisse abwägen und Nachteil und Nutzen des Aufwands seiner Bedürfnisbefriedigung gegeneinander aufrechnen, um dadurch wenigstens aus Kalkül seinen Frieden mit sich und den anderen machen, würde er zur Bedürfnisruhe, zur „Seelenruhe“ finden.

Durch das Mit-sich-selbst-befreundet-sein kann der unstillbare Hunger des Neides gestillt werden.

Eine andere, moralisch höherstehende Variante der Neidmäßigung wäre das Handeln nach der regulativen Idee der Gerechtigkeit, nach der jeder das Seinige haben sollte und auch tun kann, ohne den anderen in seiner existenziellen Grundsicherung zu gefährden.

Das bedeutet nicht nur Verteilungsgerechtigkeit, sondern auch Chancengleichheit als Mittel der Neidmäßigung einzusetzen. Es bedeutet aber auch, eine Fähigkeits- und Fertigkeitsnorm anzuerkennen und nicht, wie es der Neider gerne tut, das Verhältnis von potenziellem Können und realem Können bei der Beurteilung von Besitzverhältnissen einfach auszuklammern. Berücksichtigt man dies, sind ungehemmte Bedürfnisbefriedigungsforderungen unrealistisch und ungerechtfertigt, wie auch die Gerechtigkeit Fordernden Verdienst- und Leistungsnormen anerkennen müssen, die sich allerdings auch unserer Kontrolle entziehen, sofern sie biologisch-erblich oder durch Schicksal bestimmt sind.

Jeder kann nicht nach seinem ungebremstem Habenwollen, das allzu oft als notwendiger Lebensbedarf für ein gutes Leben verklärt wird, befriedigt werden; nicht realisierte Fähigkeiten können nicht als vorhandene Fertigkeiten belohnt werden, soll der Neid regulierbar sein. Die Sehnsucht nach einem gerechten Leben für alle ist auch hier das Telos der Neidgesellschaft, durch das sie sich selbst aufhebt.

www.empraxis.net

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