Artikel zum Schlagwort Philosophie

Wie wir eigentlich denken müssen, um der Spezies Mensch den Hintern zu retten

Klaus Simon: „Zur Welt kommen“ oder Wie alles mit allem verbunden ist

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserUm das Büchlein bin ich gedanklich mehrfach herumgelaufen: Bespricht man es noch? Unseren Lesern ist das doch alles klar! Spätestens, seit wir die jüngsten Bücher von Richard Dawkins besprochen haben. Dann weiß man eigentlich, dass ein wissenschaftlicher Blick auf die Welt glücklich macht. Denn dann tut sich die faszinierende Größe eines Kosmos auf, den wir nur staunend bewundern, aber nie ganz erfassen können. Weiterlesen

Diskussion im „Cafè der toten Philosophen“ – Woher kommt das Neue?

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Drei Philosophen treffen aufeinander und sprechen über das, was sie sich nicht sagen konnten, denn sie lebten zu unterschiedlichen Zeiten. Sie stellten sich ähnliche Fragen, bauten aufeinander auf und kamen doch zu ganz unterschiedlichen Erkenntnissen. Drei Philosophen, vertreten von drei Geisteswissenschaftlern aus Leipzig, Halle und Köln debattieren über die Frage: WOHER KOMMT DAS NEUE? Weiterlesen

Eine Reise durch 2.500 Jahre Nachdenken über das richtige Maß

Das gute alte Wort Mäßigung und die erstaunliche Entdeckung von Freiheit in einer fast vergessenen Tugend

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Für alle LeserUm so einen Titel geht man erst mal vorsichtig herum wie eine Katze: Thomas Vogel hat recht. Das Wort Mäßigung klingt ein bisschen verstaubt. Eigentlich ist es sogar noch schlimmer: Das Wort klingt verboten. Es klingt nach Verzicht, Bevormundung, Dinge-Wegnehmen, Darben, Selbstkasteiung. Da schreit der freiheitliche Mensch in uns auf. Obwohl: Nein. Eigentlich schreit nicht der freie Mensch auf. Nur der eh schon in Panik versetzte Bewohner einer irre gewordenen Welt. Weiterlesen

Wie wir unser Denken aus den Fängen des närrischen Dualismus befreien

Martin Meters Plädoyer für wissenschaftliches Denken in Zeiten anschwellender Verschwörungstheorien

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSein großer Gegner heißt eigentlich Platon. Genug Unheil hat der griechische Philosoph mit seiner Ideenlehre ja angerichtet. Es ist nur den meisten Menschen nicht bewusst, weil 2.000 Jahre Christentum auch dafür gesorgt haben, dass der platonische Dualismus tief in unserem Denken steckt. Und genau darum geht es, wenn der Informatiker Martin Meter sein Buch „Die Befreiung des Denkens“ nennt. Weiterlesen

Ein Buch voller herzerwärmender Sentenzen

„Wie es wirklich ist“ oder Warum die meisten von uns nicht mal ahnen, warum sie so liebe- und trostlos sind

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Für alle Leser341 Einwohner hat Wahrenberg an der Elbe. Einer davon ist ein Dichter, Übersetzer und Philosoph: Walter Thümler. Seit 2014 lebt er dort, nachdem ihm Städte wie München und Berlin zu hektisch geworden sind. Man kann dort nicht richtig nachdenken. Denn zum Nachdenken braucht man Ruhe. Eine Ruhe, die unsere übersättigte und völlig außer sich geratene Gesellschaft meidet mit aller Macht. Denn darum geht es eigentlich: um uns. Weiterlesen

Vortrag und Gespräch mit Christian Meyer und Elmar Schenkel

Der Weg der menschlichen Entfaltung und Erleuchtung bei Johannes Tauler

Kann der Mystiker, Theologe und Prediger Johannes Tauler (1300-1361) uns heute, nach fast siebenhundert Jahren, noch Grundlegendes mitteilen? Er ist der wohl wichtigste Schüler Meister Eckharts und zählt zusammen mit Heinrich Seuse zu den bekanntesten Vertretern der spätmittelalterlichen, dominikanischen Spiritualität in Deutschland. Weiterlesen

Die Alexander von Humboldt-Professur ist der höchstdotierte Forschungspreis Deutschlands

James Conant wird mit Humboldt-Professur ausgezeichnet

Foto: Humboldt-Stiftung/Elbmotion

Der Philosoph James Ferguson Conant wird am 8. Mai 2018 bei einer Festveranstaltung in Berlin offiziell mit der Alexander von Humboldt-Professur an der Universität Leipzig ausgezeichnet. Der 59-Jährige hatte bereits im Juli 2017 seine Humboldt-Professur an der Alma mater Lipsiensis angetreten. Er zählt zu den weltweit bekanntesten US-amerikanischen Philosophen. Weiterlesen

14 Essays für den größten Skeptiker des 20. Jahrhunderts

Stanislaw Lems Gedankenexperimente oder Der gut zu beobachtende Weg der Menschheit in die selbstgestellte Technologiefalle

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeine bekanntesten Titel findet man auch heute noch wie selbstverständlich im Science-Fiction-Regal: Die „Robotermärchen“, die „Sterntagebücher“, sogar „Der Mensch vom Mars“ und „Der Unbesiegbare“ – halt das, was auch beim Lesen irgendwie wie Science Fiction aussieht und nicht allzu anstrengend ist für Leser, die Raketen, Roboter und Marsianer für eine denkbare Zukunft halten. Weiterlesen

Filme/Livecheck/Debatte/Versingungen/Open Space

8. Soundcheck-Philosophie-Salon: „Philosophie & Wahnsinn?“

Foto: philomation.com

Was ist Wahnsinn? Was ist Philosophie? Gibt es eine Grenze dazwischen? Und wo liegt sie? Und wer definiert sie und zu welchem Zweck? Und darf man diese Grenze überschreiten, die jeweils aktuell herrschenden Vernunft- und Wahrheitsregime von außen zu betrachten? Und wenn ja, wie kommt man wieder zurück? Und muss man das überhaupt? Weiterlesen

Wer erst später leben will, hat's nicht begriffen

Sascha Heßes Gedanken über Vergängnis und Schöpfertum

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Er schreibt und schreibt und schreibt. Er kann nicht anders. Leben ist Denken für den Schriftsteller, Komponisten, Musikpädagogen und – nicht zu vergessen – Philosophen Sascha Heße aus Leipzig. Und was ihm so durch den Kopf geht, das schreibt er auf. Seine Gedanken-Bücher erscheinen in hoher Schlagzahl. Aber geht es im jüngsten Band tatsächlich um die Leiden des Künstlers? Weiterlesen

Eine Auseinandersetzung über ein brisantes Zeitthema

Sind Religion und Politik unvereinbar? Oder: Wer zerstört eigentlich die Gesprächsgrundlage unserer Gesellschaft?

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Wenn sich Philosophen den Kopf zerbrechen, kann es passieren, dass Fragen offenbleiben. So ist es auch dem Leipziger Sozialwissenschaftler, Politikwissenschaftler und Philosophen Henry Lewkowitz seit 2014 ergangen, als er sich für seine Masterarbeit mit der (Un-)Vereinbarkeit von Politik und Religion beschäftigte. Wie schon Dutzende Philosophen vor ihm. Weiterlesen

Ein Philosoph denkt nach über Sprache, Solidarität und eine Moral im Ausverkauf

Wie das Versagen der alten politischen Eliten erst den Boden bereitet hat für die Ent-Solidarisierung und Radikalisierung Europas

Foto: Ralf Julke

Was ist nur los mit diesem Europa? Wie konnte es so ins Rutschen kommen und zum Tummelplatz der Chauvinisten, Nationalisten und Populisten werden, die am liebsten alles wieder abreißen würden, was in den letzten 70 Jahren mühsam aufgebaut wurde? Populisten? War da nicht was? Kann es sein, dass der aufschwellende Hass so ganz neu nicht ist? - Der Sprachphilosoph Paul Sailer-Wlasits hat das Thema mal genauer beschaut. Weiterlesen

"Was machen wir dann?"

Gastkommentar von Christian Wolff: Ein Philosoph, der Kreuzchor Dresden und die Frage „Woran anknüpfen?“

Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

In einem Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit" (Nr. 52 vom 23.12.2015) erläutert der Philosoph Wilhelm Schmid die Bedeutung der "Lebenskunst", die er in seinem Bestseller "Gelassenheit" entwickelt: "Ich glaube mir schon grundsätzlich darüber klar zu sein, warum die Frage nach Lebenskunst zunimmt. Moderne heißt, sich absichtsvoll befreien von Religion, Tradition und Konvention. Das sind die Instrumente, die definieren, wie man zu leben hat. Nur etwas war von vornherein nicht bedacht worden: Was machen wir dann? In diese Lücke stößt die ganze Arbeit der Neubegründung der Lebenskunst." Weiterlesen

Noch eine lange Rezension zu einem Buch: "... wenn Gott Geschichte macht", Teil 2

Wenn der Mensch Gott spielt, beginnen die Gräueltaten

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Am plastischsten erzählt im Sammelband "... wenn Gott Geschichte macht" im Grunde Peter Voß in seinem Beitrag "Gott widersteht den Hoffärtigen!" davon, wie Geschichte wirkt - und das mit einer Personage von Leuten, die 40 (wahlweise 70) Jahre lang fest davon überzeugt waren, den Lauf der Geschichte bestimmen zu können, weil sie sowieso die Gesetzmäßigkeiten und die Zukunft auf ihrer Seite hatten. Weiterlesen

Jeder Besitzstand ist auf Sand gebaut

Jürgen Große „Der gekränkte Mensch“ (2): Woher kommt die Wut derer, die glauben, alles zu haben?

Foto: Ralf Julke

Die bürgerliche Mitte ist kein ruhiger, geschützter Ort. Nirgendwo brodeln die (Verlust-)Ängste stärker als hier. Weil man auch weiß, dass man tatsächlich alles verlieren kann, denn alles ist nur Besitz, ein künstlicher Wert. Und man kann nicht einmal die Seiten wechseln, aussteigen. Weil dann alles, wirklich alles weg ist, was einen bürgerlichen Status und ein Bürger-Selbst definiert. Weiterlesen

Der Sieg des Bürgers, der keiner ist

Jürgen Große „Der gekränkte Mensch“ (1): Wenn der Mensch sich selbst verwertet

Foto: Ralf Julke

Man kann in Leipzig mit der Straßenbahn fahren oder in Berlin mit der U-Bahn - der Anblick ist an vielen Tagen und an vielen Orten just derselbe: gekränkte, frustrierte, grimmige Gesichter. Mitten hinein geschrieben ein kaum überlesbarer Vorwurf an die umgebende Welt, ein Brodeln, das immer kurz vorm Ausbrechen ist. Was ist das, fragte sich Jürgen Große. Und zergrübelte sich seinen Kopf über das Phänomen. Weiterlesen

Der gekränkte Mensch: Eine Buchbesprechung zum zweiten Teil in zwei Teilen (2)

Schon in Band 1 von "Der gekränkte Mensch" ging Große auf die überall sichtbaren Folgen dieses "Erfolges" ein, den die bürgerliche Gesellschaft da mit ihrem in den letzten 200 Jahren herangereiften Triumph eingefahren hat. Er sieht es beim Fahren mit der U-Bahn, auf den Straßen, aber auch im Internet tobt es sich aus, in der zunehmenden Wahlabstinenz, in einer in Arroganz versunkenen Politik. Weiterlesen

Der gekränkte Mensch: Eine Buchbesprechung zum zweiten Teil in zwei Teilen (1)

Der Berliner Philosoph und Historiker Jürgen Große leistet sich einen Luxus, den sich heute kaum noch jemand leistet: Er lässt seine Gedanken schweifen. Und ist darin konsequent. Was ihm da einfällt, versucht er weder einer der üblichen Denkschulen anzupassen, noch dem, was man so Zeitgeist nennen könnte. Gäb's sowas überhaupt noch. Denn dazu gehört Geist. Aber auch das hat mit Großes erstaunlicher Analyse zu tun. Weiterlesen

Ein Philosoph im Großstadtdschungel: Jürgen Großes „Der gekränkte Mensch“

Jürgen Große macht es seinen Lesern nicht leicht. Er doziert so gern. Man sieht ihn regelrecht im staubigen Kittel auf dem Podest hin und her schreiten, die Kreide in der Hand, das Tafelbild immer wieder ergänzend rund um das eingekreiste Wort "Mensch". Ein Pfeil geht zur Autonomie, das andere zur Vokabel Privilegien, der nächste zum Wort "Liebespotenzial", der nächste zum "Eigentum". Weiterlesen