Ein Philosoph im Großstadtdschungel: Jürgen Großes „Der gekränkte Mensch“

Jürgen Große macht es seinen Lesern nicht leicht. Er doziert so gern. Man sieht ihn regelrecht im staubigen Kittel auf dem Podest hin und her schreiten, die Kreide in der Hand, das Tafelbild immer wieder ergänzend rund um das eingekreiste Wort "Mensch". Ein Pfeil geht zur Autonomie, das andere zur Vokabel Privilegien, der nächste zum Wort "Liebespotenzial", der nächste zum "Eigentum".

Eigentlich gibt es nur noch wenige Philosophen, die sich so intensiv mit dem beschäftigen, was die modernen Weltverhältnisse mit dem Menschen und seiner Selbstfindung anstellen. Peter Sloterdijk wäre ein anderer Pol. Aber die beiden haben etwas gemeinsam: Die Lust, Erklärungen zu finden und dabei das Instrumentarium weit über die üblichen blassen Konstrukte der Philosophie hinaus auszudehnen. Denn beide wissen, dass all die kantschen und hegelschen Konstrukte reiner Idealismus sind, der Versuch, den Mensch als etwas Fertiges und Abgeschlossenes zu begreifen, die Welt als Streben hin zu einem gedachten Ideal.

Das hat selbst der viel diskutierte Dr. Karl Marx irgendwann nach 1867 begriffen, als er sich sträubte, sein Mammutwerk „Das Kapital“ fortzuschreiben. Selbst seine politische Ökonomie brachte ihn an den Punkt, an dem er sah, dass alles im Fluss ist und selbst der Mensch kein festes Faktum. Alles fließt. Und die trottelige Frage nervt nur noch, die einem diverse Küchenphilosophen bis heute immer wieder stellen mit der überheblichen Geste: Na, was bestimmt denn nun wen? Das Sein das Bewusstsein? Oder umgekehrt?

Ab in die Tonne. Das war genau der Punkt, an dem Dr. Marx der Mut verließ. Denn die Wahrheit ist: Beide bestimmen einander und verändern einander. Der Mensch und sein Denken sind außerhalb seines Daseins nicht zu begreifen. Und die Katastrophe für alle Revolutionäre: Wenn die tollen Kerle die Welt umstürzen, verändern sie nicht nur die Verhältnisse – sie verändern auch ihr eigenes Denken darüber. Sie sind von den radikalen Veränderungen nicht ausgenommen.

Natürlich wählt Große nicht diese radikalen Umbrüche als Muster. Er nimmt die Gegenwart, wie sie der deutsche Großstadtbewohner heute erlebt. Und wie er sie beobachtet: Straßen voller griesgrämiger, permanent gekränkter Menschen. Warum ist der moderne Stadtmensch so dauerhaft beleidigt? So leicht aus der Bahn zu werfen, so nah an Verzweiflung und tiefstem Selbstmitleid? – Da hat er nun alles, die Welt liegt ihm zu Füßen, er klebt nicht mehr an der Scholle, kann reisen, wohin er will, kann sich selbst verwirklichen, hat alle Freiheiten der Welt – doch wenn man nur ein wenig in den Ballon piekst, kommt ein immerfort gekränkter, zu kurz gekommener, unzufriedener Schlamm hervor.

Große umkreist das Thema mit großen Schritten. Nennt sein Buch auch im Untertitel bewusst „Metaphysische Miniaturen“. Man merkt ihnen das bei langen Spaziergängen Gereifte noch an, den Versuch, das Thema in großen Kreisbewegungen auszuschreiten. Anfangs im möglichen Erklärungsansatz, es könne etwas mit dem heutigen Leben in der Stadt zu tun haben, die zwar in hohem Maße Sicherheiten und komfortable Strukturen bereit hält – anders als das Dorf, das die Stadtbewohner verlassen haben – aber gleichzeitig zwinge die permanente Öffentlichkeit des Lebens in der Stadt auch zu einer permanenten Maskerade.

Das wäre weiterzudenken.

Aber Große findet, wie er da geht und sucht, noch andere Fäden. Denn nicht nur das Verhältnis zu den anderen ändert sich ja, die Rolle, die jeder spielt, um jetzt als souverän, „cool“ und kompetent auszusehen. Es ändert sich auch der Blick auf sich selbst. Siehe oben. Der Mensch ist ein immerfort auch reflektierendes Wesen. Manche tun es klug, die meisten aber wohl eher beiläufig, unbewusst, von den Dingen und Reflektionen um sie herum gesteuert und getrieben. Die einen vorm Spiegel, die anderen in den Reaktionen der anderen. Ein permanentes Abtasten: Wie ist mein Status? Wo stehe ich in der Hierarchie gerade? Geht’s rauf oder runter?

Womit Große irgendwann wie beiläufig zu der Frage kommt: Wie verändert sich (Selbst-)Wahrnehmung eigentlich, wenn einer Gesellschaft wie der unseren so stark das Leistungs- und das Belohnungsprinzip zugrunde liegt? Und zwar von Anfang an, denn selbst unseren Kindern erzählen wir doch schon, welche Potenziale in ihnen schlummern, was ihnen alles möglich ist (und zusteht). Die Äpfel hoch am Baum sind verlockend. Aber nur die Wenigsten bekommen sie. Die meisten müssen sich bescheiden und erleben tagtäglich in neuer Frustration, dass ihre Potenziale gar nicht gefragt werden. Sie haben gelernt, studiert, auf Familie, Freizeit, Wünsche verzichtet – und dann wird ihnen der ersehnte Preis vorenthalten.

Das geht – so stellt Große beiläufig fest – bis in den Bereich der Gefühle. Und irgendwie scheint selbst Liebe mittlerweile etwas zu sein, was Menschen als etwas ihnen Zustehendes begreifen, eine Belohnung für ihr eingebautes Potenzial, liebenswert zu sein. Und ganze Industrien leben ja bestens davon, den Menschen die Utensilien zur Herstellung eines größeren Liebespotenzials zu verschaffen. Eine im Grunde unerfüllbare Hoffnung, weil der Schwindel dahinter eigentlich ist, dass man sich Anspruch auf Liebe erwerben könne. Der Kater danach ist sicher.

Denn gerade für Liebe gilt eigentlich: Sie existiert nur als Gabe. Man kann sie nur selbst verschenken.

Wie beiläufig kommt Große da auch auf ein so altes Wort wie Demut. Genau an der Stelle, an der sich die Kluft so richtig auftut zwischen unseren Ansprüchen an die Welt, ja unserer schamlosen Erwartung, alles stünde uns zu, wir müssten allenthalben dafür belohnt werden, dass wir uns dem ganzen Zirkus anheimgeben – und dem permanenten Erlebnis, dass wir die erwartete Belohnung nie bekommen. Was ja übrigens der Hauptgrund all unserer Süchte und Räusche und unseres Zwanges ist, uns Ersatzbefriedigungen zu verschaffen.

Womit Große so beiläufig da hin spaziert ist, wo einst Dr. Marx die Feder ins Korn schmiss. Entfremdung hieß das bei dem alten Knaben. Nur hat bislang kein Philosoph seither wieder so intensive Bilder und Denkansätze für das gefunden, was da passiert. Scheinbar außerhalb. Und doch genau in uns selbst, die wir nach all den Runden durch die verkorksten Revolutionen zu emsigen fleißigen und erwartungsfrohen Bürgern geworden sind. Nicht im alten souveränen Sinn der Stadtbürger (auch wenn das so anklingt), sondern im Sinn von „Kleinbürger“.

Was sicher wehtun würde, würden einige Parteiarbeiter heute wirklich wissen, welche Art Bürgerlichkeit sie eigentlich propagieren.

Die meisten hegen und pflegen, weil sie damit ganz gute Geschäfte machen können, den dauerhaft gekränkten Kleinbürger, der immerfort von seinen goldenen Zeiten träumt, als er mal kurz wagte, ein bisschen mutig zu sein. Von Große zitiert: „Stolz vor Königsthronen“. O, der Stolz ist noch da, immer wieder tritt er mit arroganter Pose auf, fordernd, bettelnd, voller Ansprüche. Wo er sich selbst nicht weiß und deshalb auch nicht verwirklichen kann (und darf), weiß er zumindest seine Rechte immer wieder einzufordern.

Vielleicht sollte man das Buch einfach noch deutlich handlicher machen – halb so groß, dafür lieber im festen Einband. Und aufs Cover lieber nicht so eine abstrakte Figur wie Moeds „Die Melancholie“. Von Melancholie ist übrigens im Buch auch nicht die Rede. Melancholie ist ein völlig anderer Zustand als der des dauerhaft gekränkten Wohlstandsbürgers.

Bestellen Sie dieses Buch versandkostenfrei im Online-Shop – gern auch als Geschenk verpackt.

Der gekränkte Mensch
Jürgen Große, Leipziger Literaturverlag 2012, 16,95 Euro

Aber sinnfällig wären Bilder mitten aus dem Großstadtdschungel: überfüllte Trottoirs oder Autostraßen, Einkaufs-Malls mit grimmig dreinschauenden Passantenfluten, dicht gedrängte Menschentrauben in Fahrstühlen, auf Rolltreppen, in offenen S-Bahntüren. Denn darum geht es am Ende. Und natürlich um die Frage: Wie verwirklicht da einer seine Ansprüche, die oft gar nicht die seinen sind? Wie geht man mit den immer wieder neuen Erniedrigungen um?

Große findet dafür das Bild der Selbstkränkung: Um sich gegen die äußeren Kränkungen zu wappnen, erniedrigen sich die Bewohner dieser permanent öffentlichen Schau selbst, wählen sogar bewusst das Bild des Hässlichen, um sich dadurch abzugrenzen – ab da ist man schon auf Seitenpfaden. Große bleibt nie brav auf der Hauptstraße, baut auch kein scheinbar so sinnfälliges System wie die alten Philosophen. Er schreibt lieber noch „Erster Band“ auf das Buch. Weitere folgen also. Vielleicht etwas handlicher gemacht.

Aber das mit der Demut steht irgendwie da wie ein kleiner, warmherziger Gedanke. Denn wenn ich die Welt und das Leben als Geschenk betrachte und ganz bedingungslos dankbar bin dafür – hab ich dann noch einen Grund, gekränkt zu sein?

RezensionenPhilosophie
Print Friendly, PDF & Email
 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Späte DM 2020: David Storl mit neuntem Titel

Für alle LeserAm Sonntag standen wie üblich bei der Deutschen Meisterschaft der Leichtathletik noch mehr Finals auf dem Zeitplan. Die Leipziger Beteiligung blieb überschaubar, nur Alexander Ide hatte das Finale über 1.500 Meter erreicht und David Storl holte sich den im Vorjahr wegen einer Verletzung nicht verteidigten Titel zurück. Als Nachrücker im Speerwurf ging noch Jakob Nauck an den Start. Aus der Weltspitze traten Malaika Mihambo im Weitsprung und Johannes Vetter im Speerwurf an.
Das lange Interview mit Friedemann Goerl: „Öffentliche Räume müssen wieder zum Wohnzimmer unserer Stadt werden!“
Friedemann Goerl ist erst 30 Jahre und trägt in Leipzig schon viel Verantwortung. Der studierte Geograph ist seit 2018 der Fußverkehrsverantwortliche der Stadt. © privat

© privat

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelFriedemann Goerl ist erst 30 Jahre und trägt in Leipzig schon viel Verantwortung. Der studierte Geograph ist seit 2018 der Fußverkehrsverantwortliche der Stadt. In einer fast 300 Quadratkilometer großen Stadt mit 1.700 Kilometern Straße, zahlreichen Parks und dem Auwald eine echte Mammutaufgabe. Doch davon lässt sich Goerl nicht abschrecken, hat und erarbeitet Pläne. Die gefallen nicht jedem. Wie lange müssen sich Fußgänger den Autofahrern noch gänzlich unterordnen?
Grüne hoffen ab 2021 auf den Einsatz von Rettungsschwimmern an besonders besucherstarken Stränden
Nordstrand am Cospudener See. Foto: Patrick Kulow

Foto: Patrick Kulow

Für alle LeserGanz so schnell ist auch eine Verwaltung nicht. Als die Grünen-Fraktion im April ihren Antrag „Bade- und Schwimmunfälle vermeiden – Sicherheit an Leipziger Seen verbessern!“ einreichte, hatte die Badesaison in Leipzig noch nicht so richtig begonnen. Im Juni beschloss der Stadtrat das vom Umweltdezernat vorgelegte Alternativkonzept. Doch der heiße Sommer überrascht ganz und gar nicht mit vermehrten Badeunfällen. Die Grünen machen jetzt Druck.
Das Jugendsinfonieorchester Leipzig hat für all seine Freunde „Pirates Of The Caribbean“ eingespielt
Videoclip des JSO Leipzig: Pirates of the Carribean. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserIm Mai erfreute das Jugendsinfonieorchester Leipzig seine Freunde schon mit einem Videoclip: Da spielten die jungen Musiker/-innen die „Hebriden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy im Homeoffice ein und zeigten, wie professionell das Orchester schon ist. So mancher Schüler der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ träumt davon, einmal in diesem Orchester mitzuspielen. Seit einer Woche lädt ein neuer Videoclip zum Staunen ein.
Kommunen in Deutschland brauchen eine bessere finanzielle Ausstattung
Ein Häufchen Geld. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm 7. August veröffentliche das Bundesverfassungsgericht die Meldung zu einem Urteil, das schon im Juli gefällt wurde. Es betrifft auch Leipzig – so wie jede Stadt, der in den letzten Jahrzehnten vom Bund Aufgaben übergeholfen wurden, die durch Bundeszuweisungen finanziell nicht abgedeckt waren. „Regelungen der Bedarfe für Bildung und Teilhabe wegen Verletzung des kommunalen Selbstverwaltungsrechts mit dem Grundgesetz unvereinbar“, titelte das Gericht.
Gute Gründe, den Schulbetrieb wieder aufzunehmen und trotzdem Hygieneregeln zu beachten
Die nachgewiesenen Corona-Infektionen in Sachsen, Stand 7. August. Grafik: Freistaat Sachsen

Grafik: Freistaat Sachsen

Für alle LeserAm 3. August veröffentlichte das Sächsische Kultusministerium die Ergebnisse der Leipziger Corona-Schulstudie, die in gewisser Weise die Wiederaufnahme des Schulregelbetriebs am 31. August unterfüttern soll. Die großen Medien stürzten sich alle gleich drauf. So wie auch auf die schon im Juli veröffentlichte Schulstudie aus Dresden, die nach demselben Muster durchgeführt wurde.
Verkehrswende in die falsche Richtung: Leipzigs Radverkehr unterm Brennglas
Vollbremsung und rechts einordnen, um links abzubiegen. Foto: Frank Willberg

Foto: Frank Willberg

Für alle LeserLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausgabe 81, seit 31. Juli im HandelIn Berlin ist die Freude riesig. Nur noch 30 Jahre, dann können sich die Hauptstädter den Flug nach Australien sparen, denn das Klima von Canberra herrscht 2050 in Berlin. Und in etwa 80 Jahren liegt die Stadt obendrein direkt an der Ostseeküste. Hauptsache, der Klimawandel geht ungebremst so weiter wie bisher.
Was stimmt an den Wegebeziehungen rund um den Cottaweg nicht?
Einengung der Fahrbahn an der Zeppelinbrücke. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls Radfahrer darf man sich in Leipzig durchaus als Testpilot betrachten. Der neueste Test läuft ja derzeit auf der Zeppelinbrücke, wo das Verkehrs- und Tiefbauamt in dieser Woche die temporären Radstreifen aufbrachte, die man schon im Frühjahr angekündigt hatte. Eigentlich weniger wegen Corona, sondern „um die Verkehrssicherheit zu erhöhen“ und den Unfallschwerpunkt an der Einmündung Cottaweg zu entschärfen.
Späte DM 2020: Lea Wipper mit erster Leipziger Medaille
Alle vier SC DHfK-Starter liefen toll über 1500 m. Alexander Ide zog als Einziger ins Finale ein Foto: Sebastian Beyer

Foto: Sebastian Beyer

Für alle LeserAls erster Sachse im pandemiebedingt zuschauerfreien Braunschweiger Stadion sicherte sich Max Hess vom LAC Erdgas Chemnitz einen Titel als Deutscher Meister. Höhepunkt am Samstag war für den SC DHfK Leipzig die Bronzemedaille im Speerwurf der Frauen. Leipziger griffen am Samstagnachmittag ein, als die 1.500 Meter Halbfinals der Männer begannen. Pech hatte Artur Beimler, den ein Sturz um die Chance auf den Finaleinzug brachte und die Männer über 100 Meter verpassten das Finale.
Es gibt nicht mal Zahlen zum Erfolg der Rundverfügung des Generalstaatsanwalts zu Bagatelldelikten vom März 2019
Schriftzug über dem Haupteingang des Leipziger Landgerichts. Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserEigentlich hätte es Franz Sodann, Landtagsabgeordneter der Linken, schon ahnen können, als er seine Anfrage zum „Vollzug der Rundverfügung Bagatelldelikte“ stellte. Die heißt zwar nicht so, sondern „Rundverfügung zur einheitlichen Strafverfolgungspraxis sowie zur Strafzumessung und zu sonstigen Rechtsfolgen“. Sie gilt seit dem 1. März und wurde von Generalstaatsanwalt Hans Strobl verfügt. Und was zu erwarten war: Kein Mensch kann nachvollziehen, was sie gebracht hat.
Leichenfund im Clara-Zetkin-Park: Polizei veröffentlicht Bild des Toten und bittet um Mithilfe
Der abgesperrte Fundort der Leiche am Donnerstag. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Nach dem Fund einer Leiche im Inselteich des Clara-Zetkin-Parks am Donnerstag steht fest, dass es sich bei dem Toten um einen älteren Mann handelt und er gewaltsam zu Tode kam. Zur Klärung seiner Identität bittet die Leipziger Polizei nun die Öffentlichkeit um Unterstützung und hat ein Foto mit Beschreibung äußerer Merkmale des Mannes veröffentlicht.
Auch am 27. September ist ein Seifenkistenrennen auf dem Fockeberg undenkbar
Fockebergmarkt im vergangen Jahr. Foto: Tine Zeiler

Foto: Tine Zeiler

Für alle LeserEs sollte der 29. Prix de Tacot werden am 10. Mai auf dem Fockeberg. Doch Corona machte auch diesem von der naTo veranstalteten Traditionsereignis den Garaus. Auch wenn man im Haus am Südplatz noch zuversichtlich war, dass man das Rennen im Herbst würde nachholen können, genauer: am 27. September. Doch auch das wird nichts. Weder ist Corona aus der Welt verschwunden, noch kann man bei so einem Rennen die berühmten AHA-Regeln einhalten.
Extreme Dürreperioden in Mitteleuropa werden zunehmen, wenn wir den Treibhausgasausstoß nicht drastisch senken
Niedrigstwasser in der Elbe in Dresden im Jahr 2018. Foto: André Künzelmann / UFZ

Foto: André Künzelmann / UFZ

Für alle LeserEigentlich ist es seit über zwanzig Jahren bekannt, was die Klimaerwärmung speziell auch für Sachsen bedeutet, das neben den längeren Hitzeperioden auch besonders von zunehmenden Dürreperioden betroffen ist. Das dritte Jahr hintereinander erlebt Sachsen so ein Jahr. Und Entwarnung gibt es keine. Im Gegenteil. Das in Leipzig heimische Umweltforschungszentrum sieht noch mehr Dürren und Trockenzeiten auf uns zukommen. Denn den Treibhausgasausstoß haben wir noch immer nicht gesenkt.
Aus großer Wiese entsteht in Liebertwolkwitz ein neuer Park direkt vorm Seniorenheim
Der Entwurf für den neuen Park in Liebertwolkwitz. Grafik: Stadt Leipzig / Landschaftsplanungsbüro Köhler

Grafik: Stadt Leipzig / Landschaftsplanungsbüro Köhler

Für alle LeserBis jetzt war es immer nur eine große grüne Wiese an der Getreidegasse. Wenn man am Bahnhof Liebertwolkwitz ausstieg und die Getreidegasse hinunterging, kam man am Weiher vorbei, dahinter tauchte dann die Wiese auf. Doch die wird derzeit zu einem richtigen Park umgestaltet. Am 13. August soll der neue Park der Öffentlichkeit übergeben werden. Und besonders freuen wird das die Bewohner des benachbarten Seniorenheims.
Der Bambusspross wird zum Bambusstamm: Erstaunlich lebendige Spruchweisheiten aus Kambodscha
Gabriele und Ngen Yos: Der Bambusspross wird zum Bambusstamm. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserManchmal ist es wirklich nur die Sprache, die uns daran hindert, in den Kulturen fremder Völker uns selbst wiederzufinden, das Vertraute, das allen Völkern gemeinsam ist. Denn alle Menschen müssen für ihren Lebensunterhalt arbeiten, mussten Land urbar machen und miteinander klarzukommen lernen. Wären da nicht ein paar Tiere, die es nur in Südostasien gibt, die Sprichwörter, die Gabriele und Ngen Yos jetzt veröffentlicht haben, könnten manchmal auch aus deutschen Sammlungen stammen.