5.3 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Bayreuther Festspiele: Gergiev leitet 2019 Tannhäuser, Netrebko als Elsa

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Einen Tag vor dem Start der Bayreuther Festspiele hat Intendantin Katharina Wagner das Programm für nächstes Jahr vorgestellt. Die geplante Neuinszenierung des „Tannhäuser“ wird von dem russischen Dirigenten Valery Gergiev geleitet werden. Die Titelpartie übernimmt der amerikanische Tenor Stephen Gould. Die Regie verantwortet Tobias Kratzer. Die „dpa“ und der „Bayerische Rundfunk“ meldeten am Abend, Star-Sopranistin Anna Netrebko werde zwei Auftritte als „Elsa“ in der Wiederaufnahme des „Lohengrin“ geben. Die Produktion feiert morgen Premiere.

    Seit Netrebko 2016 in Dresden unter Christian Thielemann als „Elsa“ debütierte, wurde die Russin mit den Festspielen in Verbindung gebracht. Schlussendlich sagte die Sopranistin ab. Der deutsche Text bereite ihr zu große Schwierigkeiten. Auch dabei: Valerie Gergiev. Der Chefdirigent der Münchner Philharmoniker, der außerdem das Mariinsky Theater in St. Petersburg leitet, wird im Alter von 66 Jahren auf dem Grünen Hügel debütieren. Stephen Gould zählt seit Jahren zum Festspielensemble.

    Seit 2015 singt der US-Amerikaner den Tristan, in diesem Jahr auch Siegmund. Flankiert wird der Heldentenor von Lise Davidsen (Elisabeth) und Ekaterina Gubanova (Venus). Zu der geplanten Neuproduktion des Ring-Zyklus für 2020 machte Wagner noch keine näheren Angaben.

    In diesem Jahr sind alle Blicke auf „Lohengrin“ gerichtet. Für Aufregung hinter den Kulissen sorgte im Vorfeld die kurzfristige Absage von Roberto Alagna, der für die Titelpartie vorgesehen war. Für ihn übernahm kurzfristig Piotr Beczala. Der polnische Tenor debütierte 2016 in jener Semperoper-Produktion, in der auch Netrebko ihr Wagner-Debüt gab. „Das funktioniert nur, wenn alle die Nerven behalten“, betonte Musikdirektor Thielemann.

    Das Festspielhaus. Foto: Martin Schöler
    Das Festspielhaus. Foto: Martin Schöler

    Yuval Sharon hob hervor, die Inszenierung sei in Teamwork entstanden. Er selbst hatte Ende 2016 Alvis Hermanis abgelöst, der – wie Wagner bestätigte – die Inszenierung wegen anhaltender Negativberichterstattung zu seiner Person in deutschen Medien abgesagt hatte. Der konservative Theatermacher hatte 2015 die deutsche Flüchtlingspolitik öffentlich kritisiert und sah sich in der Folge harscher Kritik ausgesetzt.

    Neo Rauch und Rosa Loy, die das Bühnenbild und die Kostüme gestalteten, arbeiteten in dieser Form zum ersten Mal im Theater. Weite Teile des Gesamtkonzepts sind den Leipziger Künstlern zuzuschreiben. „Uns wurde jeder Wunsch erfüllt“, berichtete Rauch. Ob die visionären Traumwelten, die Sharon in Aussicht stellte, dem anspruchsvollen Bayreuther Publikum gefallen werden, wird sich morgen Abend zeigen.

    Die Bayreuther Festspiele im Netz

    Sonderseite von „BR Klassik“

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige