Geschlossenes Haus, aber emsige Bauarbeiter: Schaubühne startet drittes umfangreiches Bau- und Sanierungspaket

Für alle LeserDie Schaubühne musste zwar mit Beginn der Corona-Kontaktbeschränkungen ihren Programmbetrieb auch komplett einstellen. Aber dafür haben jetzt andere den Raum für sich: die Bauarbeiter. Denn seit dem 17. April befindet sich die Leipziger Kulturinstitution in der Karl-Heine-Straße in der dritten Phase ihres auf mehrere Jahre ausgelegten Bau- und Sanierungsplans.
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Noch bis Ende Juli werden vor allem dringende substanzerhaltende Maßnahmen umgesetzt, darunter die Trockenlegung des Kellers und die Sanierung des Backstage-Bereichs. Trotz Bau und Corona bleibt die Schaubühne weiter aktiv und startet unter anderem mit lokalen und internationalen Künstler/-innen die Aktion „Wish you were here“, die man als Spaziergänger im Außenbereich und online besichtigen kann. (Das Einladungsplakat hat es mit ins Foto geschafft.)

Nach 2006 und 2016 findet in diesem Jahr die dritte Phase des mehrjährigen Bau- und Sanierungsplans der Schaubühne statt. Vor allem in den für die Besucher/-innen nicht sichtbaren Bereichen wird viel Grundlegendes saniert, um die Substanz des knapp 150 Jahre alten Gebäudes zu erhalten, teilt Malte Springer für die Schaubühne mit. Die Arbeiten begannen am 17. April und sollen voraussichtlich Ende Juli abgeschlossen sein.

Die Kosten für diesen dritten Bauabschnitt betragen insgesamt rund 450.000 Euro. Neben der Musikalischen Komödie ist die Schaubühne eine der letzten Institutionen im Leipziger Westen, die vom im Oktober 2020 auslaufenden Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ profitieren. Dadurch werden 85 % der Sanierungskosten von der Sächsischen Aufbaubank übernommen und über das AWS (Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung der Stadt Leipzig) ausgehändigt. Die verbleibenden 15 % werden vom Kulturamt der Stadt Leipzig zur Verfügung gestellt.

Die wichtigste Aufgabe der dritten Bauphase ist die komplette Trockenlegung des Kellers. Zusätzlich werden die Fenster unter energetischen Gesichtspunkten saniert und der Backstage-Bereich an zeitgemäße Standards des Arbeitsschutzes und der Gebäudesicherheit angepasst. Aber auch an dem Außenbereich wird gearbeitet: Die Freitreppe wird geschwungen nach außen geführt und lässt so den alten Charme der Karl-Heine-Straße neu aufleben. Die Terrasse wird teilweise erneuert und luftiger gestaltet.

Wish you were here

Trotz Bau und Corona bleibt die Schaubühne weiter aktiv. Wenn auch anders, als noch vor Corona geplant. Unter anderem wird unter dem Titel „Wish you were here“ eine Aktion ins Leben gerufen, von der sowohl Publikum als auch dem Haus verbundene Künstler/-innen profitieren. Von Montag, 27. April, an und über die kommenden Monate präsentiert die Schaubühne im Wochenrhythmus Arbeiten ihrer Künstler/-innen, die sich mit folgenden Themen kreativ und künstlerisch auseinandersetzen:

– der derzeitigen Situation und den Gedanken, die sie bewegen
– ihrem derzeitigen Blick auf die Gesellschaft oder die Stadt, in der sie leben
– einer Utopie/Dystopie bzgl. der kommenden Monate und Jahre

Die Arbeiten, die im Außenbereich der Schaubühne, in den Schaukästen oder auf den hauseigenen Websites präsentiert werden, reichen von Texten und Bildern bis zu Hörstücken und interaktiven Online-Projekten. Los ging es am Montag, 27. April, mit der Text-Bild-Collage „Chronik eines Ausnahmezustands“ von Kaśka Bryla.

Arbeiten von weiteren Künstler/-innen wie Angelika Waniek, Hermann Heisig und Wolfgang Krause Zwieback, dem US-Komponisten John Moran sowie den Ensembles „Neues Künstler Theater“ aus Berlin und „erweiterte zugeständnisse leipzig/wien“ folgen, verspricht die Schaubühne.

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 78: Wie Corona auch das Leben der Leipziger verändert hat

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Schaubühne Lindenfels
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Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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