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Fotoklau im Internet: Fotograf möchte Leipziger CDU abmahnen

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    Für das Social-Media-Team der Leipziger CDU steht fest: Die Linken-Abgeordnete Juliane Nagel ist unglaubwürdig im Kampf für die Demokratie. Bekanntlich gehört die Einhaltung von Recht und Gesetz zum Gemeinwesen im demokratischen Rechtsstaat. Erstaunlicherweise nimmt es die Union damit selbst gar nicht so genau. Ein Leipziger Fotograf kündigte an, den Kreisverband wegen des Beitrags abmahnen zu wollen.

    Der Post beinhaltet ein Meme mit dem Konterfei Nagels. Darunter die plakative Botschaft: „Wer gegen Polizisten hetzt, ist im Kampf für die Demokratie unglaubwürdig, Frau Nagel!“ Das Foto, das die Politikerin vor dem umstrittenen No-Cops-Graffiti am Connewitzer Kreuz abbildet, entstand im Rahmen des Leipziger Projekts „Herzkampf“.

    Der Fotograf Martin Neuhof portraitierte dafür Menschen, die sich gegen Rassismus, Homophobie und für eine gerechtere Welt einsetzen. Nach Jürgen Kasek (Die Grünen) und weiteren bekannten Personen aus Leipzig, hatte der Fotograf unlängst den Beitrag über die Landtagsabgeordnete der Linken im Internet veröffentlicht.

    Neuhof ärgert sich über das Gebahren der CDU. Nicht nur, dass das Meme das Anliegen seines Projekts konterkariert. „Die CDU hat mich gar nicht erst gefragt“, erklärt er gegenüber L-IZ.de Auf sein Honorar möchte der Fotograf nicht verzichten. „Die Abmahnung geht raus. Ich werde das Geld spenden. Juliane Nagel kann sich den Empfänger aussuchen.“ Neben Facebook war das Bild in ähnlichem Zusammenhang auch auf Instagram aufgetaucht.

    Die unerlaubte Verwendung von Fotos im Internet verstößt nicht nur gegen das Urheberrecht des Fotografen, sondern steht sogar unter Strafe. Verstöße gegen das Urheberrecht können theoretisch mit bis zu fünf Jahren Haft geahndet werden.

    Auf L-IZ.de – Nachfrage erklärte Stadtrat Michael Weickert noch am heutigen Tag: „… hier ist uns ein Missgeschick passiert. Vielen Dank für den Hinweis. Der Beitrag wird umgehend gelöscht. Mit freundlichen Grüßen, Michael Weickert“. An der juristischen Auseinandersetzung wird das nichts mehr ändern.

    Das Fotoprojekt „Herzkampf“ im Netz: https://herzkampf.de/

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