Zwei Tote, zwei Schwerverletzte und zahlreiche weitere Betroffene. Die Amokfahrt vom Montagnachmittag hat eine ganze Stadt in Schockstarre versetzt. Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) war bei seinem Pressestatement das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) erschien persönlich zu einer am Abend einberufenen Pressekonferenz am Neuen Rathaus. Im Laufe des Abends äußersten sich dann weitere Kommunal- und Landespolitiker/-innen zum Geschehen.

„Ich bin erschüttert über den Amoklauf. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen“, schrieb Eric Recke, BSW-Fraktionsvorsitzender im Leipziger Stadtrat und auch im Sächsischen Landtag vertreten. Er selbst weilte zum Zeitpunkt der Tat quasi direkt nebenan beim Friedensgebet in der Nikolaikirche. „Nach dem Verlassen der Kirche erlebte ich überall schockierte Menschen und gleichzeitig die sehr professionelle Arbeit der Einsatzkräfte, die schnell am Tatort waren, den Täter direkt festnahmen und die Menschen vor Ort versorgten und denen ich ausdrücklich danke.“

Er wundere sich darüber, „dass die Zufahrt zu der engen Einkaufsstraße nicht mit Pollern oder anderen Barrieren für Fahrzeuge gesperrt war“ und fordert eine umgehende Sicherung dieser Stelle. „Über die Tatgründe muss eine umfassende Aufklärung erfolgen. Aber egal aus welchen Motiven die Tat erfolgte: Wir brauchen eine ehrliche Debatte über die Sicherheit der öffentlichen Plätze unserer Innenstädte.“

„Die Meldungen über die Ereignisse in Leipzig sind erschütternd“, schrieb Stadtrat Sören Pellmann, der zudem für die Linke im Deutschen Bundestag sitzt. „Meine Gedanken sind bei den Opfern und deren Angehörigen, den Verletzten und bei den Leipzigerinnen und Leipzigern. Ich danke allen Einsatzkräften vor Ort für ihre Arbeit an diesem schrecklichen Tag und ich wünsche den Verletzten vollständige Genesung.“

Seine Parteikollegin Susanne Schaper, Vorsitzende der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag, teilt die Bestürzung und erwartet, „dass der Innenminister zügig über die Ermittlungsergebnisse informiert.“ Auch sie dankte „den Ersthelferinnen und Ersthelfern sowie den Einsatzkräften für ihre schnelle Reaktion und (ist) in Gedanken bei den Menschen, die zu Schaden gekommen sind, ​sowie den Angehörigen der Toten. Den Verletzten wünschen wir schnellstmögliche und vollständige Genesung.“

Die Bündnisgrünen im Sächsischen Landtag äußern sich über ihre Fraktionsvorsitzende Franziska Schubert sowie den innenpolitischen Sprecher Valentin Lippmann folgendermaßen: „Wir sind erschüttert und tief getroffen von den schrecklichen Nachrichten aus Leipzig. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freundinnen und Freunden der Opfer. Wir wünschen allen Verletzten und Betroffenen dieser schlimmen Amoktat eine schnelle Genesung und Kraft bei der Verarbeitung dieses schrecklichen Ereignisses. Wir danken allen Menschen, die vor Ort Hilfe geleistet haben, für ihren selbstlosen Einsatz bei der Versorgung der Verletzen und der Betreuung von Augenzeuginnen und Augenzeugen. Wir hoffen, dass es der Polizei und der Staatsanwaltschaft schnell gelingt, die Hintergründe der Tat vollständig aufzuklären und gehen davon aus, dass Innenminister Armin Schuster hierzu zeitnah den Landtag informiert.“

Am Augustusplatz wurden zum Gedenken an die Opfer der Tat Kerzen entzündet und Blumen niedergelegt. Hier zeigten unter anderem die Grünen-Kommunalpolitiker/-innen Thomas Dienberg (Baubürgermeister), Vicki Felthaus (Jugend-Bürgermeisterin) und Katharina Krefft (Stadträtin) ihre Anteilnahme.

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