Liveticker zu Legida am 4. Mai 2015: Video vom Legida-Zug, eine Bildergalerie & das Fazit der Polizei

Viel geschehen ist nach der Demonstration vom 27. April irgendwie nicht in der vergangenen Woche. Da war eigentlich nur die an den Mann oder die Frau zu bringende Spende von 150 Euro, welche so recht niemand vom Legida e.V. haben wollte und ein dubioses anwaltliches Treuhandkonto. Während NoLegida durch das Courage Festival mit dem „Courage Preis“ geehrt wurde, ist es stiller um Legida geworden. Nach eigenem Bekunden schraubt man bei Legida an der “Agenda 2017“, auf die Bundestagswahl ausgerichtet hat man offenbar noch eine Menge vor. Ob es die „Spaziergänger“ überhaupt noch interessiert und wie lange bei Legida das Geld reicht, dürfte sich auch am heutigen Montag zeigen.
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+++ Das letzte Wort hat … Der Arbeitsnachweis einer weitgehend arbeitslosen Polizei +++

Pressemitteilung zum Versammlungsgeschehen LEGIDA und deren Gegenveranstaltungen am 04. Mai 2015

„Das Aktionsbündnis LEGIDA meldete für den 4. Mai 2015 wiederum, auf althergebrachter Strecke, einen Aufzug an: Ausgehend vom Simsonplatz über den westlichen Ring bis zum Richard-Wagner-Platz und von dort zum Ausgangspunkt zurück.

Obwohl die Anmelder von LEGIDA mit mehr Zulauf als in den letzten Wochen gerechnet hatten, sind die Teilnehmerzahlen, zumindest optisch wahrnehmbar, gesunken. Auch zum Gegenprotest ließen sich offenbar weit weniger Personen mobilisieren. Fünf Veranstaltungen sollten zum Großteil in Sicht- und Hörweite der Strecke stattfinden. Der Zulauf war jedoch geringer als erwartet.“

Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

„Dennoch versuchten trotz Absperrung immer wieder Personengruppen, die einen großen Teil des Weges den LEGIDA-Sympathisanten parallel folgten, auf die Aufzugsstrecke zu gelangen. Das wurde seitens der Polizei verhindert und damit mögliche Blockadeversuche unterbunden.

Jedoch wurden vor Beginn der Versammlung vier LEGIDA-Sympathisanten im Clara-Zetkin-Park aus einer Gruppe von LEGIDA-Gegnern heraus, angegriffen und mindestens einer verletzt. Durch umgehende Fahndungsmaßnahmen in Tatortnähe konnten zwei Männer festgestellt werden, die als die mögliche Tatverdächtige identifiziert wurden. Gegen diese wird nun zumindest wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.“

Thomas "Kuno" Kumbernuß (Die Partei & "Legida-Das Original)) bedankt sich bei einem Einsatzbeamten für den heutigen Einsatz. Die L-IZ.de schließt sich gern an. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

„Zum fortgeschrittenen Abend versammelten sich schließlich 150 LEGIDA-Gegner spontan auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz und gaben ihre Meinung unter dem Motto: „Für Demokratie und Toleranz“ kund. Mit Ende des LEGIDA-Aufzuges gegen 21:45 Uhr beendete auch der Versammlungsleiter der Spontandemonstration die Kundgebung auf dem Leuschnerplatz.

Insgesamt wurde wieder ein friedlicherer Verlauf als an vielen anderen Montagen festgestellt. Dass es zu keinen größeren Ausschreitungen kam, ist jedoch dem großen Polizeiaufgebot zu verdanken. Dennoch registrierten die Einsatzkräfte der Polizei drei Straftaten – zwei gefährliche Körperverletzungen und ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz.“

+++ 22:55 Uhr: Die Bilder eines Abends in Leipzig – eine Galerie +++

+++ 21:20 Uhr Büttenreden und Klamauk – Legida kommt zum Ende +++

Noch ein wenig Mummenschanz eines maskierten Redners, der „das Böse“ darstellt und so eine Metapher auf die Gegner Legidas, den Staat und alles, was schrecklich ist auf der Welt darstellt, ein schlecht gereimtes Gedicht und die ersten Legida-Teilnehmer verlassen allmählich den Simsonplatz.

Die NoLegida-Teilnehmer verabschieden offenbar erleichtert, dass nun mindestens für drei Wochen Ruhe ist in Leipzig, hier und da abwandernde Teilnehmer mit einem „Bye, bye“. Die Lage bleibt friedlich und „Friedrich Fröbel“ versingt auf der Bühne nochmals die Nationalhymne.

Die Polizei organisiert bereits den Abmarsch der Legida-Teilnehmer und der Gegenproteste. Hier Höhe Dimitroffstraße. Foto: L-IZ.de

Die Polizei organisiert bereits den Abmarsch der Legida-Teilnehmer und der Gegenproteste. Hier Höhe Dimitroffstraße. Foto: L-IZ.de

Markus Johnke bedankt sich bei den noch anwesenden Demonstranten „für das vergangene halbe Jahr“ und versichert, dass man auch im kommenden Halbjahr weiterarbeiten würde. Der Heimweg wird wie gewohnt von Polizeibeamten abgesichert.

Legida marschiert für mindestens 3 Wochen das letzte Mal in Leipzig

Am Wochenende möchte man nun nach Berlin fahren, um in der Hauptstadt zu demonstrieren und Markus Johnke lädt alle Leipziger Teilnehmer ein, nach Wurzen und Eilenburg zu fahren. Man würde da rechtzeitig Bescheid geben.

In einem ersten Fazit kann man zur Stunde wohl folgendes feststellen: Legida hat derzeit keine Kraft mehr, in Leipzig Menschen zu mobilieren auf die Straße zu gehen. Und die Gegendemonstranten sind ausgesprochen froh, ihre nun kommenden Montage mal mit etwas Freizeit verbringen zu können.

+++ 21 Uhr „Friedrich Fröbel“ über Erziehung und Recht +++

Dirk A. „von den Gegendemonstranten“ habe ihm einen Brief geschrieben, welchen „Fröbel“ heute versucht auf der Bühne zu beantworten. Er macht dazu einen Ausflug zu seiner persönlichen Erziehung seiner kleinen Tochter. Mit Strenge scheinen hier im Privatbereich „Grenzen für das Kind“ aufgezeigt zu werden – doch das Kind sei glücklich.

Auf das durch A. im Brief angesprochene Rostock-Lichtenhagen bezogen betont „Fröbel“, hier wäre Legida auf der Seite der Verteidiger der Vietnamesen gewesen, denn diese seien für ihn zu der ihm genehmen Kultur zugehörig.

Steine und Hilfshandgranaten wirft „Fröbel“ den NoLegida-Demonstranten um A. vor, da dürfe sich NoLegida über den harten Einsatz der Beamten nicht wundern. Dabei verwechselt er zwar bei den Vorgängen am 20. April ein wenig die Reihenfolge, aber seine persönlichen Erlebnisse schildert „Fröbel“ auch. „Meine Frau und ich sind bei der zweiten Legida-Demonsgration in die Fänge des Mobs geraten.“ Nur der beherzte Einsatz der Polizei hätte Schlimmeres verhindert.

"Friedrich Fröbel". Foto: L-IZ.de

„Friedrich Fröbel“. Foto: L-IZ.de

„Fröbel“ sieht viel Sympathie für Legida in der Bürgerschaft und bezeichnet NoLegida als „linksextreme Organisation“.

Anschließend lügt „Fröbel“ die Zahlen der zweiten Legida-Demonstration auf 20.000 Teilnehmer nach oben. Diese Zahl hat Legida in Leipzig nie erreicht – nach genauen Nachzählungen durch eine Studentengruppe und Wissenschaftlern der Leipziger Universität anhand von Luftbildern und Videoaufnahmen hatten sich bei den Spitzenwerten maximal 6.000 Teilnehmer statt damals von der Polizei verkündeten 15.000 ergeben. An diesem Tag hatte es zudem einen Angriff auf Journalisten aus dem Legida-Zug heraus gegeben.

Interessant ist, dass er anschließend betont, polizeiliche Einsatzleiter in der familiären Umgebung und in der Bekanntschaft zu haben. Offenbar möchte er damit den Eindruck erwecken, diese seien voll und ganz auf seiner Seite und damit pro Legida eingestellt.

Der persönliche Vorwurf „Fröbels“ an die Behörden und auch die Polizei anschließend dennoch, die Polizei habe hier nicht das Demonstrationsrecht gewährleistet. „In einer unfeindlichen Atmosphäre“ wäre das Demonstrationsrecht gewahrt gewesen. Das Zulassen der Gegenproteste, welche er als ausschließlich „auf Zerstörung ausgerichtet“ bezeichnet, ist für „Fröbel“ demnach „grob rechtswidrig“.  Dieser Umgang mit den Gegendemonstrationen ist für „Fröbel“ offenbar mitverantwortlich für den Rückgang der Demonstrantenzahlen bei Legida.

+++ 20:39 Uhr: Zurück auf dem Simsonplatz +++

Während Legida, dicht umringt von Einsatzbeamten auf den Simsonplatz zurückkehrt, darf man von einem ereignisfreien Gang sprechen. Wie auch am 27. April blieb alles weitgehend friedlich, erneut soll es zu einem allerdings durch das polizeiliche Eingreifen gewaltlosen Aufeinandertreffen am Rande der Demonstrationen an einem Tattoo-Laden in der Großen Fleischergasse gekommen zu sein.

Erneut skandieren die Legida-Teilnehmer ihr „1,2,3 – Danke Polizei“, während sie sich wieder vor der Bühne versammeln. Der Rest des Abends dürfte nun wieder von der Kunstfigur Friedrich Fröbel in Form eines seiner verwirrenden Vorträge entlang ausgewählter deutscher Dichter bestritten werden.

Markus Johnke betont nochmals seinen Dank an die Polizei, seit den ersten Demonstrationen betrachten die Legida-Teilnehmer die Einsatzbeamten eher wie eine persönliche Schutztruppe.

Für gänzlich uninformierte nur auf den ersten Blick ein Widerspruch. NoLegida-Demonstrant mit christlichen Werten gegen die Abendlandverteidiger. Foto: L-IZ.de

Für gänzlich uninformierte nur auf den ersten Blick ein Widerspruch. NoLegida-Demonstrant mit christlichen Werten gegen die Abendlandverteidiger. Foto: L-IZ.de

+++ 20:21 Uhr: Legida bricht vor dem Wagnerplatz ab +++

Während sich noch einige Gegendemonstranten auf dem Weg zur angemeldeten Gegendemonstration am Wagnerplatz bewegen, bricht Legida den Gang über den Ring am Goerdeler-Ring vor dem eigentlichen Wendepunkt ab und läuft bereits wieder zurück Richtung Simsonplatz. Wie schon inder vergangenen Woche wird so ein Zusammentreffen auf Höhe Wagnerplatz vermieden.

Bei hörbarem Gegenprotest rufen einige Legida-Teilnehmer zurück „Ab ins Bett“. Offenbar sieht man sich den vorrangig jüngeren Gegenprotestlern in einer gewissen Elternrolle.

Kurz vor der "Wende" auf dem Goerdelerring. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

+++ 20:15 Uhr: Die Polizei organisiert einen Wandertag für NoLegida +++

Ab der Thomaskirche heißt es auf einmal: „Hier vor Ort geht es nicht weiter“. Wer zur angemeldeten Gegenkundgebung am Wagnerplatz will, muss über die Innenstadt laufen, am Markt entlang. Die Polizei versucht offenbar, einen Weg durch die Große Fleischergse zu vermeiden. Hier kam es noch in der vergangenen Woche zu einem Aufeinandertreffen zwischen einer Gruppe von ca. 30 als „Hooligans“ beschriebenen Personen und dem Gegenprotest, welcher jedoch friedlich getrennt werden konnte.

Gegen 20:05 Uhr Gegenprotest an der Thomaskirche. Foto: L-IZ.de

Gegen 20:05 Uhr Gegenprotest an der Thomaskirche. Foto: L-IZ.de

+++ 20 Uhr: Der vorerst letzte Gang +++

Als sich auf Höhe Simsonplatz der Zug in Bewegung setzt, wird nochmals deutlich, wie wenige heute eigentlich zu Legida gekommen sind. Der Aussetzer für mindestens 3 Wochen (in vier Wochen möchte man wiederkommen) scheint ganz klar durch den mangelnden Rückhalt bei den Demonstranten und womöglich auch die mittlerweile fehlenden Ressourcen beim Legida e.V. begründet sein. Obwohl Vereins-Vize Markus Johnke bei seiner Ansprache von „tausenden Mails und Zuschriften“ gesprochen hatte (eine Behauptung, die man schlecht nachprüfen kann), scheint die Organisation eine Pause zu benötigen.

Legida auf dem vorerst letzten Gang in Leipzig. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Gegenprotest am Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

Gegenprotest am Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

Durch das Ausweichen auf andere Städte hofft man offenbar in der Breite Sachsens insgesamt mehr Vereinsmitglieder rekrutieren zu können – auch die finanzielle Basis könnte zu diesen Überlegungen geführt haben. In Leipzig werden jedenfalls heute rund 250 Legida-Teilnehmer von etwa 500 Gegendemonstranten begleitet.

Mehrere Demonstrationen sind am Rande der Route angemeldet – die Gegendemo wandert quasi mit.

Könnte sein, dass heute ein Polizist auf einen Legida-Teilnehmer bei der Begleitung des Zuges kommt. Foto: L-IZ.de

Könnte sein, dass heute ein Polizist auf einen Legida-Teilnehmer bei der Begleitung des Zuges kommt. Foto: L-IZ.de

+++ 19:49 Uhr: Die Sprache auf dem Simsonplatz +++

Zum Abschied möchte der eine oder andere offenbar noch einmal bei Legida auch vor der Bühne seinen Haltung kundtun. Gegenüber einem L-IZ-Fotografen äußert ein Demonstrant, sicher in Unkenntnis, mit wem er eigentlich spricht – der Fotoapparat genügt: „Euch von der Lügenpresse bekommen wir noch und dann werdet ihr hängen.“.

Bei Legida fühlen sich viele von allen und allem verfolgt. Der Deutsche als geknechtetes Wesen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Gegen extremistischen Islamismus und den Islam auf der Straße demonstrieren, aber selbst satte Drohungen auf den Lippen. Vielleicht ein Sinnbild für die vergangenen Monate und den Hass, welcher sich an vielen Stellen vor allem anonym im Netz Bahn gegen nahezu jeden brach, der mit den Demonstranten nicht viel und dem Kampf gegen „den Islam“ und „die Presse“ anfangen konnte.

Nun sind die Teilnehmer zu ihrem „Spaziergang“ aufgebrochen. Begleitet vom Gegenprotest, welcher sie ab dem Neuen Rathaus am Martin-Luther-Ring erwartet.

Islamisierung - nein Danke. Pauschale Parolen und "Wir gegen die" - Gefühle gegenüber Presse und Andersdenkenden auch heute wieder auf dem Simsonplatz. Foto: L-IZ.de

Islamisierung – nein Danke. Pauschale Parolen und „Wir gegen die“ – Gefühle gegenüber Presse und Andersdenkenden auch heute wieder auf dem Simsonplatz. Foto: L-IZ.de

+++ 19:42 Uhr: 500 bei NoLegida und Jubel vor dem Rathaus +++

Jürgen Kasek stimmt die rund 500 Teilnehmer der Demonstration ein, es wird mitgesungen und vorbeifahrende Autofahrer werden zum Hupen aufgerufen. Die Lieder heute: „Sag bitte zum Abschied auf Wiedersehen“ gefolgt von den Toten Hosen: „Darum sagen wir auf Wiedersehen“. Als die Meldung die NoLegida-Versammlung erreicht, Legida würde drei Wochen nicht in Leipzig demonstrieren, bricht lauter Jubel aus.

Bei NoLegida herrscht heute eher entspannte Stimmung bevor die "Spaziergänger" aufbrechen. Foto: L-IZ.de

Bei NoLegida herrscht heute eher entspannte Stimmung bevor die „Spaziergänger“ aufbrechen. Foto: L-IZ.de

+++ 19:20 Uhr: Legida wird zum Wanderzirkus und möchte in die Politik +++

Markus Johnke spricht anstelle von Silvio Rösler, dieser ist heute in Chemnitz, um dort Schützenhlfe zu leisten. Legida scheint nunmehr – offensichtlich im Angesicht des Abschwungs – in weiteren Städten aktiv werden zu wollen, wie Markus Johnke, Vorstandsmitglied beim Legida e.V. heute bei seiner Ansprache betont. Man würde nun versuchen, eher Systemhilfe zu leisten und neben dem Stellen von Technik für Veranstaltungen auch Vereine in weiteren sächsischen Städten zu gründen.

Markus Johnke - einst bei den Montagsmahnwachen dabei, heute kündigt er als Vorstandsmitglied des Legida e.V. an, das Legida 3 Wochen aussetzen wird. Foto: L-IZ.de

Markus Johnke – einst bei den Montagsmahnwachen dabei, heute kündigt er als Vorstandsmitglied des Legida e.V. an, das Legida 3 Wochen aussetzen wird. Foto: L-IZ.de

So hat man laut Johnke gute Kontakte nach Wurzen, Eilenburg, Grimma, Delitzsch, Halle, Bitterfeld und weitere Städte. Zudem kündigt er an, dass Legida sich zukünftig zu Stadtratswahlen und offenbar auch zu OBM-Wahlen „einmischen möchte“. Legida sucht also den Weg in die Politik.

Man läuft demnach definitiv weiter, sagt Johnke, um im nächsten Atemzug das zu verkünden, was Beobachter längst ahnten. Die nächsten drei Montage ist Ruhe auf dem Simsonplatz. In vier Wochen wird man also erst wieder demonstrieren wollen.

Die nächsten Ziele, welche man gern angehen möchte, sind die Städte Wurzen und Bitterfeld. Dort habe man schon „fast Termine“, um Legida dort ebenfalls zu installieren. An zwei Samstagen soll es laut Markus Johnke eine Großveranstaltung in Leipzig geben – noch in diesem Jahr, wie das Vorstandsmitglied betont.

Erneuter Abschwung bei Legida. Kurz nach 19 Uhr vielleicht 250 Teilnehmer auf dem Simsonplatz. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

+++ 19:05 Uhr: Der Livestream läuft, Legida bei 250 +++

Erneut hat Legida einen Livestream eingerichtet und sendet alle Beiträge von der Bühne im Netz. Doch auch hier scheint das Interesse in der vergangenen Woche matter geworden zu sein. Gerade noch rund 4.900 Zuschauer haben sich seit dem 27. April den Livestream und die Aufzeichnung danach bei Youtube angeschaut. Und das, obwohl mit Lutz Bachmann der Pegida-Gründer zu Besuch war. Auch in Dresden brach in der vergangenen Woche das Interesse ein.

Kurz vor Sieben bei NoLegida am Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

Kurz vor Sieben bei NoLegida am Neuen Rathaus. Foto: L-IZ.de

Nach unabhänggen Zählungen wurden dort die gemeldeten 3.000 Teilnehmer auf maximal 1.500 herabgesetzt – Forscher der TU Dresden hatten die Videos ausgewertet.

Vor dem Neuen Rathaus und auf dem Simsonplatz sammeln sich die Demonstranten. Bei Legida auf dem Simsonplatz sind um 19 Uhr zirka 250 Teilnehmer angekommen. Trotz besseren Wetters scheint es abermals bei den Zahlen bergab zu gehen. Die Einstimmungsmusik spielt.

+++ 18:36 Uhr: Mindesthirn und ein Picknick +++

Während auf der Opernseite des Augustusplatzes die Initiative „Legida-Das Original“ (Die Partei Die Partei) mal wieder „Mindesthirn für alle“ verlangt, haben sich die ersten NoLegida-Anhänger auf der Wiese vor dem Neuen Rathaus am Martin-Luther-Ring eher zu einem Picknick eingefunden. Wenn es nach ihnen am heutigen Tage zum letzten Mal geht, herrscht hier jedoch eine gemütliche Stimmung, welche sie vielleicht später mal vermissen werden.

NoLegida-Picknick am Martin-Luther-Ring. Foto: L-IZ.de

NoLegida-Picknick am Martin-Luther-Ring. Foto: L-IZ.de

Auf beiden Seiten des Demonstrationsgeschehens haben sich in den vergangenen Wochen zunehmend sogenannte harte Kerne gebildet, die Zeiten der großen Demonstrationen, wie noch im Januar und Februar scheinen endgültig vorbei.

Mindesthirn für alle - eine Forderung der Partei Die Partei vor der Oper Leipzig. Foto: L-IZ.de

Mindesthirn für alle – eine Forderung der Partei Die Partei vor der Oper Leipzig. Foto: L-IZ.de

+++ 18 Uhr: Das Interesse erlahmt – Time to say goodbye? +++

Der Facebookeinladung zur heutigen Legida-Demonstration unter dem Motto „Mit ganzer Kraft für Leipzig, Sachsen und Deutschland!“ folgten zur Stunde gerade noch 139 User im blauen Netzwerk, wenig, wenn man bedenkt, dass die gesamte Pegida-Bewegung gerade hier Ursprung und Dauerheimat hat. Die Aktivitäten auf der Facebookseite von Legida sind nahezu eingeschlafen, man wirbt um Spenden und Unterstützung, doch das Echo ist mau.

Von Seiten der NoLegida-Anhänger wird so etwas wie der letzte Marsch von Legida propagiert, man hofft hier offenbar, dass nach den 300 Teilnehmern vergangene Woche am heutigen Montag noch weniger „Spaziergänger“ kommen werden. Dort heißt es: „Nachdem selbst der große Lutzinator letzte Woche kaum mehr als 300 Getreue vor der Bühne versammeln konnte, wird deutlich, dass Legida aus dem letzten braunen Loch pfeift. Hier bietet sich uns die Möglichkeit, durch ein starkes Auftreten den rechten Marschierern endgültig die Lust zu nehmen. Garantiert ist nichts, aber die Chancen stehen gut.“

Diese Chance möchte man heute nutzen, doch auch auf Seiten NoLegidas ist in den vergangenen Wochen der Zuspruch zurückgegangen. Einerseits haben Meldungen über sporadisch auftretende Gewalt und durchaus auch der harte Polizeieinsatz am 20. April zu einer Reduzierung geführt. Zuletzt meldeten die Legida-Gegner noch rund 700 Teilnehmer – schwer feststellbar, da auch heute die Gegenproteste an der Strecke entlang des Martin-Luther-Rings verteilt stattfinden.

Entspanntes Warten der Einsatzbeamten vor der Thomaskirche. Foto: L-IZ.de

Entspanntes Warten der Einsatzbeamten vor der Thomaskirche. Foto: L-IZ.de

Insgesamt kann man wohl sagen: Das Interesse erlahmt, zumindest auf der Straße. Heute ist schönes Wetter, vielleicht steigert dies noch einmal die Zahlen? Im Netz hingegen interessieren sich dennoch nicht wenige Menschen für die Montage in Leipzig und Dresden, wenn auch hier mit absteigenden Zahlen.

Den L-IZ-Liveticker vom Montag den 27. April lasen binnen von 24 Stunden 10.000 Menschen. Beim Ticker eine Woche zuvor waren es derer noch über 30.000 innerhalb eines Tages gewesen.

Eine Karte dazu findet man erneut auf Google.
www.google.com/maps/d/viewer?mid=zMi1BvmCf4Rk.ko5jx94HpglI

Alle Versammlungsanmeldungen für Montag, 4. Mai, außer Legida. Diese treffen sich erneut um 19 Uhr auf dem Simsonplatz.

Kundgebung “Willkommen in Leipzig – eine weltoffene Stadt der Vielfalt”, Bündnis 8.Mai, Nikolaikirchhof, 19 bis 21 Uhr, 30 Teilnehmer.

Kundgebung “LEGIDA – Das Original. Leipziger Ethanolfreunde gegen die Illegalisierung des Alkohols”,  Augustusplatz/Opernseite, 18 bis 19:30 Uhr, 200 bis 300 Teilnehmer.

Kundgebung “Leipzig – weltoffen und tolerant, gegen jeden Rassismus! Gesicht zeigen!”, Str. des 17.Juni, 18:30 bis 22 Uhr, 100 Teilnehmer.

Kundgebung “Gegen Neurechte und Ideologien der Ungleichwertigkeit”, Matthäikirchhof, 18 bis 21 Uhr, 50 Teilnehmer.

Kundgebung “Gegen Neurechte und Ideologien der Ungleichwertigkeit”, oberer Martin-Luther-Ring, Freifläche gegenüber des Haupteingangportals am Neuen Rathaus, 18 bis 22 Uhr, 150 Teilnehmer.

Legida/PegidaLeipzig nimmt PlatzNoLegidaLegida - Das Original
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