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Livegeticker quer durchs Waldstraßenviertel: Gute Nacht Legida + Video vom „Marsch der Millionen“

Von Michael Freitag, Alexander Böhm und René Loch

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    Lutz Bachmann kommt schon mal nicht, gegen 19:16 Uhr hat Markus Johnke das Podium betreten. Mal wieder geht es los mit der Lügenpresse und dem anderen Rest. Heute geht's mal wieder irgendwie um L-IZ und LVZ und die "deutschenfeindliche Hetze". Was immer das ist. Johnke beschwert sich zum Start, es sei nicht wahrgenommen worden, was die Legidas so gegen die Presse haben. Lügen gehört halt beim Vereinsvorstand längst dazu.

    21:19 Uhr: Schau mal wer da auf der Straße geht

    Auf dem Rückweg durch die Jahnallee, eifrig bestaunt aus den Läden und Spätverkaufsgeschäften am Rande. Insgesamt so runde 1.000, die heute Legia und Pegida auf die Beine stellen konnte. Auf Seiten des Gegenprotestes ist es aufgrund der Routenführung mal wieder schwer etwas zu sagen. Zeit gegen 20:30 Uhr mal ein paar einfache Impressionen einzufangen, wer da auf der Straße geht. Zu sagen gabs heute seitens Legida nicht viel. Warum sollte man also noch unnötig weiterschreiben? Das Wichtigste vielleicht: bis auch nur in die Nähe der Grubehalle gings einfach nicht. Überall Menschen, die bereits den Waldplatz und später den oberen Teil der Jahnallee versperrten.

    Ein paar Bildergalerien vom Abend folgen noch, gemeinsam mit einer Geschichte über einige Einsatzbeamte. Aber einen Hinweis an die Polizei gleich hier. Wenn ein Fotograf seinen Job macht, dann ist nicht er der Störer, sondern der „besorgte Bürger“, der aus der Menge auf ihn lösstürmt (Bild folgt). Merken, umsetzen, freundlich bleiben … Bis dahin mal wieder – Gute Nacht, Legida. Es wird irgendwie nicht besser mit dem Erfolg, der Lebensfreude und schöne Eindrücke gabs auch wieder keine. Aber – und da hat Markus Johnke sehr Recht: Besser als vor einem Flüchtlingsheim herumlungern, ist es allemal. Wenns nur nicht wieder so viel kosten würde … Apropos Geld: Ihr habt ja heute für die Ukraine gesammelt. Auch ok, menschlich auch. Helfen vor der Haustür, also direkt vor Ort kann man auch anders. Bei der nächstliegenden Asylbewerberunterkunft ist viel Gutes zu tun.

    Der Livestream von Legida vom 31. August 2015 zum Nachschauen

    Hinweis zum Lügenvorwurf: Legida protestiert zwar „gegen die Diffamierung der L-IZ“, aber scheint sie nicht zu lesen. Beweis siehe unten. Wir hätten also nicht auf das tolle Motto reagiert? Doch, doch. Vielleicht gefiel ja aber auch die „Antwort“ nicht?

    20:15 Uhr: Alles latscht, steht und geht

    Auf der Elsterstraße ist dicht, auf der Jahnallee auch. Noch fehlt im Waldstraßenviertel jede Spur von Legida & Pegida. Neue Bilder sollen gleich kommen …

    Gegendemonstranten am Poniatowskiplan. Gleich müssen sie kommen. Foto: L-IZ.de
    Gegendemonstranten am Poniatowskiplan. Gleich müssen sie kommen. Foto: L-IZ.de

    Legida auf der Strecke - eine kurze Runde durch dei Lessingstraße und dann über die Jahnalle zurück zum Wagnerplatz. Foto: L-IZ.de
    Legida auf der Strecke – eine kurze Runde durch die Lessingstraße und dann über die Jahnalle zurück zum Wagnerplatz. Foto: L-IZ.de

    20:01 Uhr: Huch – ein etablierter Flüchtling

    Das ist doch mal eine schöne Idee von Legida. Ein studierter Mensch aus Kamerun, der Vater war „fast General“ und er fordert qualifizierte Einwanderung. Aber er verlangt auch, dass die Menschen in Europa „Afrika mal ganz freilassen müssen“, dann wird es schon mit Afrika. Das ist wieder eine von diesen richtigen Theorien, die verschweigt, was die klatschenden Freunde vor der Bühne dann dafür zu zahlen hätten. Mit Wohlstand und mit weniger Rohstoffen, die die Menschen in diesen Ländern endlich für sich nutzen könnten. Passt also, nur das mit dem zu Ende denken ist halt so eine Sache …

    Gegendemo am Wagnerplatz. Da pfeifen rund 500 ... Foto: L-IZ.de
    Gegendemo am Wagnerplatz. Da pfeifen rund 500 … Foto: L-IZ.de

    Es sind übrigens rund 500 bis 600 nach ersten ungenauen Schätzungen, die heute loslaufen wollen, vielleicht mehr. Aber die Polizei habe es nicht geschafft, eine Blockade wegzuräumen, so Johnke nun kurz vor dem Start. Ein kleiner Umweg sei dran heute … na dann – jetzt möchte man also loslaufen.

    19:46 Uhr: Flüchtling unser

    Michael Stürzenberger hat offenbar die Redezeit von Lutz Bachmann bekommen. Ersatzweise versucht er es mal „witzig“ mit einem Vater unser auf neu, da ja in Leipzig Christian Wolff auf dem falschen Pfad wäre, wenn er sich mit weiteren Kollegen gegen Rassisten wehrt.

    Gegendemo mit ein paar Aufforderungen. Foto: L-IZ
    Gegendemo mit ein paar Aufforderungen. Foto: L-IZ

    Dauert noch ein wenig, man redet sich heiß. Gibt es eigentlich auch so etwas wie Islamophobie? Der Bayer scheint jedenfalls jede Menge Angst vor  Menschen zu haben, die muslimischen Glaubens sind. Diese werden hier mal wieder rasch alle zu Terroristen – hier scheint alles gleich. Mal wieder kommt das Argument „Millionen stehen hinter mir“, wenn Stürzenberger mutmaßt, dass die Hälfte der deutschen Bevölkerung hinter Legida & Pegida stünden. Der „islamische Plan“ sei es nämlich, Europa in Massen zu fluten und anschließend Kinder zu bekommen, als ob es kein Morgen gäbe. Anschließend würden die Deutschen „im Terror versinken“. Auch die Gegendemonstranten seien von „irgendeiner Regierung“ finanziert. Irgendwie immer das gleiche Potpourri. Der ganze Matsch auf einmal, Michael heute im Kampf gegen Linke und Muslime.

    Während man auf dem Wagnerplatz polemisiert, warten die Gegendemonstranten und die Polizei an der Jahnallee. Foto: L-IZ.de
    Während man auf dem Wagnerplatz polemisiert, warten die Gegendemonstranten und die Polizei an der Jahnallee. Foto: L-IZ.de

    19:25 Uhr: Markus Johnke ist durch, 13.000 Unterschriften und Zeit für einen Islamfeind

    Markus Johnke hat einen kurzen Zwischenstand zum Thema „Raus aus der GEZ“ mitgebracht. 13.000 Unterschriften habe man, 40.000 werden gebraucht im ersten Schritt zum Volksentscheid. Sonst ist es heute seitens Johnke durchaus vernünftig, wenn er auf die politischen Probleme auf der Welt verweist und diese als Teil der Flüchtlingsbewegungen nach Deutschland und Europa benennt. So wünsche er sich, dass Legida-Teilnehmer nicht vor Asylbewerberheimen demonstrieren sollten. Haben sie zwar schon massenhaft, aber vielleicht hört ja irgendwann mal jemand auf Johnke?

    Unterschriften bei Legida gegen die GEZ leisten. Auf der Bühne dröhnt derweil Stürzenberger mit ganz anderen Themen. Foto: L-IZ
    Unterschriften bei Legida gegen die GEZ leisten. Auf der Bühne dröhnt derweil Stürzenberger mit ganz anderen Themen. Foto: L-IZ

    Michel Stürzenberger, ehemals Mitglied der CSU, ist aus Bayern mal rüber gekommen, um auf der Bühne ein paar ausländer- äh muslimfeindliche Parolen loszuwerden. Hören wir einfach noch ein wenig den „Abschieberufen“ zu und fragen uns, wie die Legidas so einen Moslem erkennen? So auf der Straße halt. „Zigeuner“, Muslime und sonstige Feinde. Bei Stürzenberger gibt’s mal wieder Abziehbilder am Stück. Unfähig halt, selbst Länder aufzubauen, für den Krieg geboren offenbar.

    Stephane Simon - nie weit, wenns gegen den Islam geht, wenn Stürzenberger spricht. Foto: L-IZ
    Stephane Simon – nie weit, wenns gegen den Islam geht und auch noch Stürzenberger spricht. Foto: L-IZ

    Mal was vom Rande – Stephane Simone ist nicht weit, wenns gegen den Islam geht …

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