Warum das Bedingungslose Grundeinkommen mit Luthers Arbeitsethos unvereinbar ist

Für Freikäufer Selbst in unserem Büro haben wir immer wieder manchmal heftige Diskussion mit dem einen oder anderen Besucher, wenn es um das Thema bedingungsloses Grundeinkommen geht. Hochemotionale Debatten, die fast immer an einem Prellbock enden, bei dem für viele selbst vernünftige Zeitgenossen immer wieder „Ende der Debatte“ ist: „Aber die Leute werden dann doch faul und hören auf zu arbeiten!“

Das ist das zentrale Argument. Eingehämmert in die Schädel unserer Zeitgenossen, unumstößlich, immer wieder auch vorgebracht von diversen Wirtschaftsexperten, die einen Zusammenbruch der Wirtschaft befürchten, wenn Menschen nicht mehr aus schierer Geldnot gezwungen wären, zu arbeiten.

Stimmt das?

Vieles spricht dagegen. Denn wenn man dann – auch die Dickschädeligen – fragt, ob sie trotzdem weiter arbeiten würden, sagen fast alle: Ja.

Denn Arbeit stiftet Sinn. In einer hochqualifizierten Arbeit können Menschen ihre Fähigkeiten entfalten, werden wertgeschätzt (und zwar nicht nur über Geld), entstehen soziale Netzwerke (echte, keine gefacebookten), laden Herausforderungen geradezu dazu ein, seine Möglichkeiten auszutesten.

Selbst eine Umfrage im Auftrag des Cashback-Portals Shoop.de ergab: „89 Prozent der Deutschen würden ihren Job nicht an den Nagel hängen, wenn sie ab sofort ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) einstreichen könnten. Das bedeutet, dass jeder Zehnte sofort seinen Job an den Nagel hängen würde“, so wertete es der „Focus“. Ohne nachzufragen, ob in den 11 Prozent nicht lauter Jobs stecken, die mit Menschenwürde und wirtschaftlicher Vernunft überhaupt nicht vereinbar sind.

Was übrigens in der Debatte fast nie benannt wird: Wie viele Unternehmen mit geradezu sozial und ökologisch schädlichen Produkten nur deshalb Arbeitskräfte finden, weil diese gar keine Wahl haben und nehmen müssen, was geboten wird. Was viele dieser Menschen  krank macht – zumeist psychisch, wie die Krankenkassen regelmäßig zu berichten wissen.

Wir haben keine wirklich gesunde Arbeitswelt. Viele Menschen arbeiten unter Bedingungen, die sie selbst und unsere Umwelt krank machen. Und die auch noch soziale Zerstörungen nach sich ziehen, gerade dann, wenn die Jobangebote geradezu familienfeindlich sind, wie es derzeit hunderttausende prekäre Beschäftigungen für junge Akademiker und insbesondere Frauen sind.

Natürlich ist die Debatte ums Grundeinkommen komplex.

Aber selbst die konservative Tageszeitung „Die Welt“ musste bei Betrachtung der Schweizer und der kanadischen Experimente zum Grundeinkommen zugestehen: Beim Geld geht es selten um Wertschätzung und Anerkennung. Es geht fast immer um Macht. Mit unangemessen hohen Salären für Führungskräfte wird das Machtgefälle genauso manifest gemacht wie mit beschämend niedriger Bezahlung für die Malocher ganz unten, die die ganzen Dienstleistungen erledigen.

Damit werden natürlich auch ganze (niedrigqualifizierte) Berufszweige abqualifiziert, obwohl sich alle darauf verlassen, dass diese Dienstleistungen professionell erledigt werden.

„Spiegel Online“ hat so eine kleine Rubrik für jüngere Leser und Leserinnen, wo auch junge Autoren zum Zuge kommen. „Bento“ heißt die. Und da brachte Sarah Klößer am 26. Juli im Gespräch mit einer Studentin, die ein Grundeinkommen für ein Jahr gewonnen hatte, einen Aspekt zur Sprache, der in der Grundeinkommen-Debatte meist mit wütender Vehemenz vom Tisch gewischt wird: Wertschätzung.

Denn wenn Menschen einfach deshalb, weil sie da sind, eine finanziell gesicherte Existenz haben, verändert das zuallererst ihr Lebensgefühl. Auf einmal ist ihr Leben nicht mehr in permanenter Gefahr abzustürzen – sie bekommen eine Sicherheit, die sie vorher gar nicht kannten.

„Mit Grundeinkommen schaffe ich es entspannt, mit Vorgesetzten zu sprechen und kann mich besser für meine Interessen einsetzen. Und man fühlt sich auch viel wertgeschätzter“, sagt die junge Frau im Interview.

Denn Geld ist auch eine Botschaft. Es sagt dem, der es bekommt, immer auch, ob er in seiner Gesellschaft anerkannt wird – oder eben nicht.

Wenn Menschen um jede kleine soziale Unterstützung bitten und betteln müssen, dann ist da keine Wertschätzung mehr. Geld wird zum Gnadenerweis und die Macht liegt dabei ganz allein bei denen, die befugt sind, Geld zu gewähren – oder zu verweigern. Und der Gnadenerweis ist immerfort an Bedingungen geknüpft. Der gnädig Versorgte muss immerfort beweisen, dass er willfährig ist und bereit, sich zu fügen, zu verleugnen oder zu verbiegen.

Wovon die Millionen „Sanktionen“ im Hartz-IV-System erzählen.

Als die Linke plakatierte „Hartz IV ist Armut per Gesetz“, hat sie den wichtigsten Aspekt an dieser Bevormundungsagenda gar nicht begriffen: Dass es um Macht geht und um eine Destruktion von Würde. Man unterstellte den Arbeitsuchenden von vornherein, sie seien gar nicht bereit zu arbeiten. Arbeit sei ein Zwang und eine Pflicht, die man ihnen auferlegen müsse. Und ihre Lebensbedürfnisse seien nichts Selbstverständliches.

Da stecken drei Jahrhunderte preußischer Knute drin und ein deutsches Verständnis von Arbeit, das sich Arbeit tatsächlich nur als Last und Schinderei vorstellen kann. Nicht als Lebenserfüllung oder gar freiwilligen Beitrag von Menschen zu ihrer Gemeinschaft.

Da steckt die ganze alte Luther-Bibel drin, genau so, wie sie der große Wüterich in Wittenberg übersetzt hat: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis daß du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.“ (1. Mose 3.19).

Arbeit als Strafe. Genau das steckt da drin. Denn das verhängte Gott nach dem „Sündenfall“ von Adam und Eva über seinen Adam: „Weil du gehorcht hast der Stimme deines Weibes …“

Was für ein vertrottelter Macho, dieser Gott. Frauenverächter sowieso.

Aber das steckt bis heute in unseren Moralaposteln, das blubbert aus ihnen heraus, wenn man versucht, mit ihnen über ein bedingungslos gegebenes Grundeinkommen zu sprechen. Dann werden sie zum Zuchtmeister und trauen den anderen Adams nicht zu, sie könnten in irgendeiner Weise vertrauenswürdig sein.

So denken die Deutschen über Ihresgleichen. Man muss es einfach mal betonen. Denn beim Grundeinkommen geht es um Vertrauen, das Vertrauen einer Gesellschaft darauf, dass ihre Mitglieder trotz eines gesicherten Existenzminimums arbeiten wollen, mitmachen wollen, wenn es um die Sicherung der wirtschaftlichen Grundlagen, um Innovation, Fortschritt, Gemeinschaft geht.

Was da wirklich passiert, bringt die von Sarah Klößer interviewte junge Frau so auf den Punkt: „Bedingungslosigkeit hat für mich viel mit Vertrauen zu tun. Vertrauen darauf, dass das Geld nicht in schlechte Hände gerät und ich mich selbst weiterentwickeln kann und darf ohne die Angst, mich durch finanzielle Not gelähmt zu fühlen. Dieses Vertrauen, auch wenn jeder andere das Grundeinkommen hätte gewinnen können, gibt mir das Gefühl gewertschätzt zu werden.“

Auf einmal geht sie mit Selbstbewusstsein in Bewerbungsgespräche, hat die Ruhe, sich besser vorzubereiten. Die Angst ist weg, dass ihr aus Geldmangel auf einmal der Boden unter den Füßen weggezogen wird, dass ihre geplante Laufbahn als Juristin sich in Luft auflöst, weil das Geld nicht reicht, um Studium und Referendariat zu Ende zu bringen.

Unsere grimmigen Rechthaber ahnen nicht mal, wie viele junge Leute sie auf Jahre in solche Angstschleifen geschickt haben, weil sie der Meinung waren , der Bereich der prekären Jobs müsste immer weiter ausgebaut werden und die Angst würde die (jungen) Leute geradezu anspornen, noch fleißiger zu sein.

Nein: Das Ergebnis ist eine grassierende Kinderlosigkeit gerade bei Akademikerinnen. Denn in jahrelangen Phasen der prekären Zustände gründet man keine Familie, setzt man keine Kinder in die Welt.

Die fehlenden Kinder in Deutschland sind Ergebnis dieses alten Zuchtmeisterdenkens, das glaubt, Menschen müssten beim Geld in permanenter Angst gehalten werden, sonst würden sie nicht mehr arbeiten. Die Wahrheit – die junge Frau spricht es an – ist: Finanzielle Not lähmt. Sie hindert Menschen daran, ihre Möglichkeiten zu entfalten und selbstbewusst für ihre Karriere zu kämpfen.

Auch deshalb ist die Ungleichheit in unserer Gesellschaft wieder gewachsen, scheitern wieder hunderttausende junger Menschen an den unsichtbaren Barrieren, die in unsere Berufswelt eingebaut sind. Und die haben alle mit Geld zu tun und mit (Nicht-)Wertschätzung.

Man ahnt nur, wie selbstbewusst und frei unsere Gesellschaft sein könnte, wenn es anders wäre. Denn Geldnot macht unfrei. Sie legt dem Menschen Fesseln an, die er nicht loswird, egal, wie viel er strampelt und arbeitet in den Niedriglohnwüsten unseres Landes.

Und daran hat sich auch mit dem vielgepriesenen Boom am Arbeitsmarkt nichts geändert.

Das Lied, das Bettina Wegner in den 1970er Jahren sang und das eigentlich auf die Obrigkeiten im Osten gemünzt war, gilt heute genauso noch: „Grade klare Menschen, wär’n ein schönes Ziel. / Leute ohne Rückgrat, hab’n wir schon zuviel.“

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