Nachdenken über ... Geistesleben

Warum man zur Bewahrung rechten Gedankengutes keine Petitionen schreiben muss

Für alle LeserKommentarGunter Preuß ist wieder zurück aus der Toskana, kündigt schon mal sein neues Buch an, das als E-Book schon vorliegt: „Rügener Gesichter“. Aber daheim empfing ihn doch wieder nur so ein irgendwie seltsames Merkel-Deutschland. Und eine E-Mail von Schriftstellerkollegen, die Unterschriften sammeln für eine Petition. Die einem doch etwas seltsam vorkommt.

„Ich leite Euch eine Petition weiter, zu der man – nicht nur als Künstler – einfach Stellung beziehen muss. Sonst ist das bisschen Freiheit keinen Pfifferling mehr wert. Ihr werdet selbst entscheiden, ob Ihr Eure Namen druntersetzen wollt“, schrieb Gunter Preuß, den seine Leser als engagierten und klugen Zeitgenossen kennen.

Vera Lengsfeld hat die Petition unterschrieben, Hans-Joachim Maaz, Uwe Tellkamp, Matthias Matussek. Irgendwie geht es um die teils recht heftigen Auseinandersetzungen auf der Frankfurter Buchmesse, auf der in diesem Jahr erstmals in diesem Ausmaß die Anwesenheit rechtsradikaler Verlage thematisiert wurde. Was im Vorfeld auch schon den Börsenverein dazu animiert hatte, nicht nur Stellung zu beziehen, sondern auch die „dezidiert rechten Verlage“ mit Standnummer zu benennen.

Und der auch die aktive Auseinandersetzung mit den Rechten empfahl: „Zum einen veranstalten der Börsenverein, die Frankfurter Buchmesse und andere Organisationen eine Reihe von Podiumsdiskussionen zu den Themen Meinungsfreiheit und -vielfalt, Diskussionskultur und Demokratie. Sie sind herzlich dazu eingeladen. Zum anderen werden wir uns auch in geeigneter Weise kritisch gegenüber den Botschaften dieser Verlage äußern und unsere Werte vor Ort vertreten. Wir laden auch Sie dazu ein, die Begegnung mit den Verlagen nicht zu scheuen und für Ihre Meinungen und Werte einzutreten. Meinungsfreiheit heißt auch Haltung zu zeigen. Engagieren Sie sich!“

Was dann die Initiatoren der „Charta 2017“ (was für ein gewaltiger Name!) zu der Meinung brachte: „Wenn ein Branchen-Dachverband wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Buchhandlungen und Verlage vereint, darüber befindet, was als Meinung innerhalb des Gesinnungskorridors akzeptiert wird und was nicht, wenn gar zu ‚aktiver Auseinandersetzung‘ mit missliebigen Verlagen unter Nennung ihrer Standnummer aufgerufen wird und diese dann im ‚Kampf gegen Rechts‘ beschädigt und ausgeräumt werden – dann ist unsere Gesellschaft nicht mehr weit von einer Gesinnungsdiktatur entfernt.“

Weiter heißt es: „Die Vorkommnisse auf der Frankfurter Buchmesse, auf der Stände von Verlagen, deren programmatische Ausrichtung der Börsenverein vorab als nicht gutzuheißendes ‚Gedankengut‘ deklarierte, zerstört wurden, passen nicht zu einer offenen und toleranten Gesellschaft und sind eines freien Geisteslebens unwürdig. Die Erstunterzeichner der Charta 2017 wehren sich entschieden gegen jede ideologische Einflussnahme, mit der die Freiheit der Kunst beschnitten wird. Wehret den Anfängen – für gelebte Meinungsfreiheit, für ein demokratisches Miteinander, für respektvolle Auseinandersetzungen!“

Gesinnungsdiktatur? Freies Geistesleben?

Entweder kamen die UnterzeichnerInnen allesamt direkt aus dem Elfenbeinturm. Oder sie haben wirklich vergessen, dass gelebte Meinungsfreiheit nun einmal nicht bedeutet, dass alle alles unwidersprochen sagen dürfen. Vielleicht war der Vorstoß des Börsenvereins zu mutig – für einige seiner Mitglieder.

Aber deswegen eine Petition schreiben? Gar mit dem hochtrabenden Titel „Charta 2017“, die an die legendäre Charta 77 der Bürgerrechtsbewegung in der CSSR erinnert, obwohl sie das Format nicht hat?

Und so recht steht sie auch nicht mit den Regeln bei „Open Petition“ im Einklang. „Diese Petition steht im Konflikt mit unseren Nutzungsbedingungen für zulässige Petitionen“, kann man dort lesen. „Die Petitions-Starterin wurde darüber in Kenntnis gesetzt. Die Petition muss überarbeitet werden, damit sie online bleiben kann. Der Petent/die Petentin hat dafür drei Tage Zeit.“

Deutlichen Widerspruch zu dieser Sammlung meldete schon Sibylle Berg in ihrer SPON-Kolumne an. Sie findet gar nicht, dass man mit rechtsradikalen Scharfmachern respektvoll reden kann. „Für das Recht der Rechten, ungestört Menschenhass zu verbreiten. Für den friedlichen Frieden, den Rechte nicht wollen, aber brauchen, um gegen Menschen zu hetzen, die nicht männlich und biodeutsch sind. Für den Schutzraum, den Rechte brauchen, um Andersdenkende auszubuhen, körperlich anzugreifen, mit Trillerpfeifen und der immer gleichen Verächtlichmachung zum Schweigen zu bringen“, hinterfragt sie den Sinn der Petition.

Denn unübersehbar ist ja, dass Rechtsradikale mit ziemlicher Radikalität genau die Räume der „respektvollen Auseinandersetzung“ besetzen und verlärmen, die ihnen die Meinungsfreiheit gewährt – aber tatsächlich eine Gesellschaft propagieren, in der Meinungsvielfalt nicht akzeptiert wird. Und unübersehbar haben auch die neurechten Vordenker ziemlich viel Raum besetzt, der die Diskussion in unserer Gesellschaft in weiten Teilen demoliert hat.

Was will die Petition eigentlich?

Warum sollten diese Leute, die in ihren Foren und auf Straßenbühnen ja auch nicht leise sind, eigentlich deutlichen Protest nicht aushalten? Nur weil sie den in deutschen Fernseh-Talkshows nicht mehr bekommen? Ganz abgesehen davon, dass ihre ganzen Ideen stinklangweilig, phantasielos und altbacken sind?

Sibylle Berg: „Das ist so unendlich öde. Diese rückwärtsgewandten Links-rechts-Schlachten, es hält von dem ab, was wirklich wichtig wäre – der Kampf gegen die sich selber fressende neoliberale Aushöhlung der Menschlichkeit.“

Das wird oft vergessen, wie sehr die aufkommenden Neurechten und Neorassisten eigentlich die Trittbrettfahrer einer entleerten Politik sind, die über die wirklich brennenden Probleme der Menschen nicht mehr redet. Dafür den menschenfeindlichen Vorschlägen von rechts immer mehr Platz einräumt. Das ist nicht auszuhalten. Und das muss man nicht aushalten wollen.

Und schon gar nicht mit Petitionen unterstützen, die – ja was eigentlich? – dem Börsenverein eine Haltung untersagen wollen? Den Demonstranten gegen rechtsradikale Veranstaltungen den Protest untersagen wollen?

Tut mir leid, lieber Gunter Preuß: Die Petition ist eine Anmaßung und ein falsches Signal. Auch und gerade die Krachmacher vom rechten Rand müssen Widerspruch und Gegenrede aushalten. Natürlich friedlich. Aber es gibt genug friedliche Formen, den rechten Vor- und Nachdenkern die Meinung zu sagen. Schwierig ist nur, das zu konkretisieren, denn da hat Sibylle Berg Recht: Was diese neurechten Verlage produzieren, ist so unendlich öde wie die ganzen Wortmeldungen, die übers rechte Ufer in unsere Gesellschaft schwappen und immer mehr die lebendige, weil gedankenvolle Diskussion ersticken.

„Freies Geistesleben“? Nein: Ödnis.

Vielleicht muss man dazu in Dresden wohnen, um sich so eine seltsam auf kämpferisch gemachte Petition auszudenken, die eigentlich für nichts kämpft. Nicht mal für eine ordentliche Gegenrede gegen die trübe Gedankenödnis der Rechten. Für „das bisschen Freiheit“, von dem Gunter Preuß schrieb, eigentlich auch nicht. Da gab es erstmals seit langem hörbaren Protest gegen die neurechten Vordenker. Und schon gibt es so eine Blümchenpetition. Motto: Benehmt euch.

Das nenne ich Bevormundung. Oder Haltungslosigkeit. Bürgerlich erzieherische Haltungslosigkeit. Da hilft wirklich nur noch Blümchentee.

Die Serie „Nachdenken über …“

Die neue LZ Nr. 48 ist da: Zwischen Weiterso, Mut zum Wolf und der Frage nach der Zukunft der Demokratie

BuchmesseLeipziger BuchmesseNachdenken über ...Buchmesse Frankfurt (a.M.)
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Ausstellung in der HTWK Leipzig wirft einen Blick zurück auf ostdeutsche Modegeschichte
Polizeibericht, 17. November: Krippenwagen gestohlen, Von der Straße gedrängelt, Auto ausgebrannt
Hinweise zur Straßenreinigung im November 2017
Kooperation zwischen Flughafen Leipzig/Halle ‎und großem chinesischen Logistik-Unternehmen besiegelt
Kinder machen Kindermuseum im „Unikatum“
Rico Gebhardt (Linke): Wer regiert eigentlich zurzeit Sachsen?
Verkehr und Sicherheit während des Leipziger Weihnachtsmarktes
Finntastisch: Im finnischen Weihnachtsdorf nordische Delikatessen genießen und traditionelle Handwerkskunst kennenlernen
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Video Vorspiel: Schämie marschiert und Norman bekommt was kleines Schwarzes
Augen auf bei Norman Landgraf und Martin Hoch: Chemie marschiert und trifft am 22.11. auf Lok in Probstheida. Foto: Video Heimspiel TV

Foto: Video Heimspiel TV

Für alle LeserEs ist ja eh längst Stadtgespräch unter den Fußballverrückten: Lokomotive Leipzig empfängt am 22. November 2017 die BSG Chemie Leipzig. Derbyzeit und dieses Mal scheint Chemie nach zuletzt denkbar knappen Niederlagen gegen Lok stärker als je zuvor. Im Sachsen-Pokal bezwangen die Grün-Weißen immerhin Lok-Bezwinger Budissa Bautzen und kamen ins Halbfinale. Neben Bildern davon und vom großen Rugby-Event in Probstheida, haben die Vorspielmacher heute auch einen Gast mit einer guten Nachricht für den Leipziger Eislaufsport und etwas für Norman im Gepäck. Die IceFighters wollen in den Kohlrabizirkus umziehen, sehr zur Freude auch für Hobbykufenflitzer.
Weil er Drogen in den Knast geschmuggelt haben soll: Gefängniswärter droht Freiheitsstrafe und Jobverlust
Marcel K. soll Drogen ins Gefängnis geschmuggelt haben. Foto: Martin Schöler

Foto: Martin Schöler

Für alle LeserMarcel K. (40) zittert seit vier Jahren um seine Existenz. Solange ist es her, dass die Justiz schwere Vorwürfe gegen den Wachtmeister erhob. Der Beamte soll seine Stellung missbraucht haben, um zwischen Dezember 2012 und Februar 2013 drei Mal Crystal Meth und Handys in die JVA Leipzig zu schmuggeln. Die Vorwürfe stehen allerdings auf wackeligen Füßen.
Abhörskandal in Leipzig: Justizminister räumt drei weitere Ermittlungen ein, verweigert aber konkrete Zahlen
Telefonüberwachung im Umfeld von Chemie Leipzig. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer Abhörskandal um den Fußballverein BSG Chemie Leipzig hat eine weitere Dimension angenommen. Nicht wirklich erst jetzt. Denn die Vorgänge laufen nun schon seit Jahren. Einer ist mit dem anderen verquickt. Aber statt transparent zu informieren, gibt die sächsische Staatsregierung immer nur Häppchen-Informationen frei. Immer nur das, was Abgeordnete wie Valentin Lippmann konkret nachgefragt haben. Und was in Teilen durch die L-IZ.de und LEIPZIGER ZEITUNG bereits seit August 2017 bekannt ist.
Prozessauftakt gegen mutmaßlichen Frauenmörder
Kurz vor Prozesseröffnung: Verteidiger Stefan Wirth spricht mit seinem Mandanten Dovchin D. (r.) Foto: Lucas Böhme

Foto: Lucas Böhme

Für alle LeserAm Freitag begann vor dem Leipziger Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Doppelmörder Dovchin D., der zwei Frauen erwürgt und zerstückelt haben soll. Zum Auftakt bestätigte der Angeklagte lediglich knapp seine Personalien.
Wie geht der Landkreis Nordsachsen jetzt mit der demografischen Entwicklung um?
Präsentation, Podiumsdiskussion, Workshops: Der Plenarsaal von Schloss Hartenfels stand am 14. November ganz im Zeichen des Projekttags Demografie. Foto: Landratsamt Nordsachsen

Foto: Landratsamt Nordsachsen

Für alle LeserAm Dienstag, 14. November, gab es im Schloss Hartenfels in Torgau einen Projekttag Demografie. Da stellte das Institut für Länderkunde die Ergebnisse einer kleinen Demografie-Studie zum Landkreis Nordsachsen vor. Die der Landkreis natürlich aus gutem Grund bestellt hat: Man braucht belastbare Zahlen, um die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Wir haben Landrat Kai Emanuel (parteilos) mal gefragt, wie er das sieht.
Grünau hat sich stabilisiert und wird in den nächsten Jahren auch wieder Neubau erleben
Alte Salzstraße in Grünau. Foto: Gernot Borriss

Foto: Gernot Borriss

Für alle LeserAm Donnerstag, 16. November, gab es in Grünau die erste Bürgerinformation zum Integrierten Stadtteilentwicklungskonzept Grünau (Stek). Das es offiziell noch gar nicht gibt. Erst in einer verwaltungsinternen Vorlage, wie Stefan Geiss, Abteilungsleiter im Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung, betont. Gut Ding will Weile haben. Gerade in Grünau.
Neue Nitratkarte des VSR bestätigt auch die lasche Wasserschutzpolitik in Sachsen
Harald Gülzow vom VSR bei Analysen im Labormobil. Foto: VSR

Foto: VSR

Für alle LeserNitratbelastung im Grundwasser ist eindeutig ein Problem der modernen Landwirtschaft. Das zeigt auch die neue Karte zur Nitratbelastung, die der VSR-Gewässerschutz erstellt hat. Die rote Farbe für die hochgradig belasteten Grundwasserkörper befindet sich sämtlich in landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteten Regionen. Und Sachsen-Anhalt und Nordwestsachsen gehören zu diesen hochgradig belasteten Regionen.
Es rauscht weiter: Twitter in real + Video
Dr. Thomas Rauscher unter Druck. Foto: Michael Freitag (2016)

Foto: Michael Freitag (2016)

Für alle LeserDas Video auf Facebook beginnt ab 12:28 Uhr an diesem 16. November 2017. Zwei Personen werfen Twitterfeeds eines mittlerweile deutschlandweit bekannten Leipziger Jura-Professors an die Wand, immer wieder rotieren die Sinnsprüche über „die Araber“, die „Afrikaner“, „den Islam“ und das „weiße Europa“ vor den Studenten. Als Dr. Thomas Rauscher den Hörsaal betritt, begrüßt ihn der Student am Pult mit einer Bemerkung auf seine offenbar gute Laune. Seit gestern Abend hat der seit 1993 an der Uni Leipzig tätige Professor seinen Twitteraccount gelöscht. Der Inhalt jedoch verfolgte ihn nun bis in die eigene Lehrveranstaltung hinein.
Mal wieder an der inneren Jahnallee: Motorrollerfahrerin verunglückt
Dieses Mal knallte es an der kleinen Kreuzung Jahnallee/Lessingstraße. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAm 8. November gegen 15 Uhr passierte es das erste Mal wieder. Ein 80-jähriger Rentner wird auf der inneren Jahnallee auf Höhe Leibnizstraße von einem Lkw erfasst und verunglückt tödlich. Der genaue Hergang bleibt unklar, doch eines ist sicher: die enge Straße ist zugeparkt, einspurig und unübersichtlich. Der Unglücksort selbst ist nur wenige Meter entfernt von der Stelle, wo am 1. Mai 2017 eine 23-jährige Radfahrerin tagsüber unter eine Bahn geriet und sich schwer verletzte. Am Donnerstag, 16. November, kurz vor 18 Uhr knallt es dann erneut. Dieses Mal erwischt es eine Motorrollerfahrerin .
Stilbruch, Dirk Michaelis, „Echo“ und das Orchester „medicanti“ gastieren am 21. November im Leipziger Täubchenthal
Stilbruch. Foto: PR

Stilbruch. Foto: PR

Die 2005 als ehemalige Straßenmusik-Formation gegründete Band Stilbruch ist am 17. November zu Gast im Leipziger Täubchenthal. Unter dem Motto „Stilbruch & Freunde“ wird Stilbruch zusammen mit dem Orchester „medicanti“, dem Sänger Dirk Michaelis und dem Dresdner Vokal-Ensemble „Echo“ Songs des aktuellen Albums „Nimm mich mit“, Klassiker der 12-jährigen Bandgeschichte und bekannte Titel der Gäste präsentieren. „Wir freuen uns riesig auf unser Heimspiel in Leipzig und noch dazu mit so wunderbaren Gästen – das wird ein ganz besonderer Abend!“ schwärmt Sänger Sebastian Maul (34).
Die entschleunigten Stadtlandschaften des Günter Thiele
Günter Thiele: Gohlis, Tempera auf Hartfaser, 2017 (Ausschnitt). Foto: Galerie Schwind

Foto: Galerie Schwind

Für alle LeserAb Samstag, 18. November, würdigt die Galerie Schwind einen der stilleren unter den Leipziger Malern: den 1930 geborenen Günter Thiele. Ihn hat vor allem das Leipziger Stadtbild in Bann geschlagen, das bei ihm wie eine Kulisse funktioniert, in der Menschen unterwegs sind. Fast traumhaft wirken die in zurückhaltenden Farben gemalten Bilder.
Das dritte Konzept zum agra-Gelände zerrupft die beiden ersten Konzepte fast komplett in der Luft
Zugang zum agra-Park an der Bornaischen Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für FreikäuferKann man aus dem am 9. November vorgelegten „Mittelfristigen Entwicklungskonzept des agra-Areals in Leipzig-Dölitz“ wirklich nur herauslesen, dass das Gelände an der Bornaischen Straße zur „städtebaulichen Reservefläche“ erklärt werden soll? Eigentlich nicht. Tatsächlich ist die Vorlage, die vom Dezernat Stadtentwicklung und Bau gemeinsam mit dem Dezernat Wirtschaft und Arbeit erstellt wurde, das amtliche Eingeständnis, dass die beiden vorhergehenden Konzepte Pfusch waren.
Vorschläge des sächsischen Bildungsministers zum Lehrerproblem stoßen bei Landtagsfraktionen auf eine Menge Skepsis
Seit fünf Jahren brennt das Thema Lehrermangel auf heißer Flamme. Foto: Marko Hofmann

Foto: Marko Hofmann

Für alle LeserEs klingt nur gut, wenn man politische Ankündigungen gut findet, wie sie in Sachsen üblich sind. Und aus der Bildungspolitik kennt man solche Ankündigungen schon zur Genüge. Sie versprachen schnelle Verbesserungen im Hauruckverfahren. Aber tatsächlich sollte stets alles beim Alten bleiben. Deswegen sind die Reaktionen auf die Ankündigungen von Kultusminister Frank Haubitz sehr gemischt.
Die Gründung eines CDU-nahen Instituts für 37 Millionen Euro ist nun hoffentlich vom Tisch
Zusammenhalt und Schulterschluss. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs wird nun wohl doch nicht das befürchtete Gefälligkeitsinstitut, wie es sich einige sächsische Strippenzieher gewünscht haben, dieses „Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt“, für das das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt Interessenbekundungen bis spätestens zum 1. März 2018 einsammelt. Und zwar für zehn beteiligte Institutionen und einen ganzen Strauß von Forschungsfeldern.
Demografie-Studie des IfL zu Nordsachsen zeigt die wichtigen Einflüsse Leipzigs und eines funktionierenden ÖPNV
Präsentation, Podiumsdiskussion, Workshops: Der Plenarsaal von Schloss Hartenfels stand am 14. November ganz im Zeichen des Projekttags Demografie. Foto: Landratsamt Nordsachsen

Foto: Landratsamt Nordsachsen

Für alle LeserLeipzig wächst. Doch wie wirkt sich das auf den angrenzenden Landkreis Nordsachsen aus? Wie entwickeln sich die Regionen in unmittelbarer Nachbarschaft der Großstadt? Und wie verändern sich diese Entwicklungsprozesse, je weiter man in den ländlichen Raum vordringt? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, hat der Landkreis eine wissenschaftliche Untersuchung demografischer Tendenzen beim Leipziger Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Auftrag gegeben.