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Wenn Leipziger träumen: Nicole Wohlfarth „Eine Stadt, wo man sich verwirklichen kann und dabei trotzdem Rücksicht auf andere nimmt“

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    Ich träume davon, dass Leipzig eine Stadt bleibt und wird, in der sich jeder und jede verwirklichen kann und dabei trotzdem Rücksicht auf andere nimmt. Vieles ist möglich und soll auch möglich bleiben: selbstverwaltetes Wohnen, saubere Parks zum Erholen und Feiern, breite Beteiligung der Menschen in unserer Stadt, Vielfalt und Weltoffenheit, aber auch Rücksichtnahme und Höflichkeit.

    Manchmal beobachte ich dabei mit Sorge, dass nur die eigene Meinung der Maßstab für richtig oder falsch ist: So manche wollen jede Woche bis morgens um 4 Uhr im Park oder zu Hause feiern – ob Kinder, Senioren oder der Rettungssanitäter im Schichtdienst nebenan schlafen können, ist dann egal. Kindergartenplätze soll die Stadtverwaltung herbeizaubern und zwar sofort. Aber die Wiese mit Bäumen vor der eigenen Haustür darf auf keinen Fall verschwinden!

    Dann Zeter und Mordio zu schreien, weil der eigene Standpunkt nicht in die Tat umgesetzt wird, ehrenamtlich kommunalpolitisch Aktive zu beschimpfen und zu behaupten, dass keine Demokratie mehr herrsche, ist verantwortungslos. Es ist leicht, immer nur sich selbst und seine Bedürfnisse zu sehen, aber solidarisch und demokratisch ist es nicht.

    Dort, wo Entscheidungen getroffen werden müssen, tun sie manchmal weh, weil der eigene Wille nicht umgesetzt wird. Dann zuerst zu der Partei zu laufen, die jetzt genau das schreit, was ich will, ob es gut oder schlecht für die Mehrheit ist, halte ich für bedenklich. Ehrliches und anständiges Handeln der politisch Aktiven für unsere Gesellschaft sieht für mich anders aus – klar und deutlich sagen, was machbar ist und was nicht. Sonst kommt irgendwann der Punkt, an dem die Politikverdrossenheit zunehmen wird und sich zu viele Menschen von der Demokratie abwenden.

    Aber auch das müssen Demokratie und wir als Bürgerinnen und Bürger aushalten.

    Und so kann ich nur darauf hoffen, dass mehr darüber nachgedacht wird, wo ich selbst vielleicht zurückstecken kann, zum Wohle der Mehrheit, damit Leipzig eine Stadt bleibt und wird, in der sich jeder und jede verwirklichen kann und dabei trotzdem Rücksicht auf andere nimmt.

    Alle Träume, welch bereits veröffentlicht sind, finden Sie ab sofort hier in steigender Anzahl unter dem Tag l-iz.de/tag/traeume.

    Eine Reihe kehrt zurück: Wenn Leipziger träumen

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