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Explosion vor AfD-Büro in Döbeln – drei Verdächtige festgenommen

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    In mehreren sächsischen Städten war es in den vergangenen Tagen zu Angriffen auf Büros der AfD gekommen, unter anderem mit Steinen und Farbe. In Döbeln folgte am Donnerstagabend, den 3. Januar, eine heftige Explosion. Dabei wurden mehrere Gebäude und Autos beschädigt. Die Polizei hat drei Tatverdächtige vorläufig festgenommen.

    Vor einem Bürgerbüro der AfD in Döbeln ist es am Donnerstag, den 3. Januar, zu einer Explosion gekommen. Dabei wurden Türen und Fenster mehrerer Gebäude sowie zwei parkende Transporter beschädigt. Im Bürgerbüro verbrannten Werbematerialien. Laut Polizei ereignete sich der Vorfall gegen 19.20 Uhr. Es wurden offenbar keine Menschen verletzt.

    Bereits am Freitagvormittag verhaftete die Polizei vorläufig drei Tatverdächtige im Alter von 29, 32 und 50 Jahren. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz kündigte an, die Personen nach der Vernehmung aus der Haft zu entlassen. Die weiteren Ermittlungen soll das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum im LKA führen. Es bestehe der Verdacht auf eine politisch motivierte Straftat.

    Jörg Urban, der Landesvorsitzende der sächsischen AfD, beklagte, dass die linke Gewalt in Sachsen immer schlimmer werde. Die „linken Chaoten“ würden „Narrenfreiheit“ genießen. Urban sagte weiter: „Bei den nun ermittelten Tatverdächtigen erwarte ich eine konsequente Verurteilung für diese terroristische Tat und die Übernahme durch den Generalbundesanwalt.“

    Spekulationen über das Tatmotiv

    Noch ist allerdings unklar, ob die Täter wirklich aus dem linken Spektrum stammen. Der AfD-Landtagsabgeordnete Rolf Weigand, der das Büro gemeinsam mit einem Bundestagspolitiker betreibt, sagte dem MDR, dass die Kleidung der Täter darauf hinweise. Diese sei in einem Video einer Überwachungskamera zu sehen. Auf Nachfrage des MDR-Reporters sagte Weigand, dass er selbst das Video noch nicht gesehen habe. Dieses sei nun beim LKA.

    In den sozialen Medien spekulierten einige Nutzer, dass es sich um einen Anschlag aus der rechten Szene handeln könnte – um die AfD als Opfer darzustellen. Zumindest das teils hohe Alter der Tatverdächtigen ist untypisch für Gewalt aus dem linken Spektrum.

    Klar ist aber auch, dass es immer wieder zu Angriffen auf Personen, Autos und Büros der AfD kommt, zu denen anschließend Bekennerschreiben von Linksradikalen auftauchen. In den vergangenen Tagen berichteten Medien unter anderem über eine zerstörte Glasscheibe am AfD-Büro in Freiberg und einen Farbanschlag auf ein Gebäude der Partei in Riesa.

    Politiker verurteilen die Tat

    Der sächsische Innenminister Roland Wöller (CDU) äußerte sich am Freitagvormittag: „Ich verurteile diesen feigen Sprengstoff-Anschlag auf das AfD-Parteibüro in Döbeln scharf. Nur durch großes Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen. Die Wucht der Explosion zeigt, dass der oder die Täter schwere Verletzungen oder Schlimmeres von Menschen billigend in Kauf genommen haben.“

    Martin Dulig (SPD), stellvertretender Ministerpräsident, schrieb auf Twitter: „Die AfD muss politisch bekämpft werden und nicht mit Sprengkörpern. Dieser Anschlag hilft der AfD und schadet der Demokratie.“ Auch Rico Gebhardt, der Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, und Wolfram Günther, der Fraktionschef der Grünen, verurteilten die Tat.

    Zum Video-Bericht von MDR.de

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