Noch ein paar Anmerkungen zur Debatte um Christoph Hein und das „Leben der Anderen“

Für alle LeserSehr einfühlsam hat Uwe Hitschfeld hier gerade versucht, eine kluge ostdeutsche Position zu beschreiben zu einem Diskurs, den derzeit embrassierte westdeutsche Autoren über einen Text führen, den der ostdeutsche Autor Christoph Hein am 24. Januar in der „Süddeutschen“ veröffentlicht hat. Es ist eigentlich ein ruhiger, nachdenklicher Artikel. Einer, in dem Hein möglichst genau versucht zu beschreiben, warum er seinen Namen aus dem Vorspann von Florian Henckel von Donnersmarcks Film „Das Leben der Anderen“ hat entfernen lassen.
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Und das tat er nicht anlasslos, denn ganz ähnliche Probleme sieht auch der Künstler Gerhard Richter in der jüngsten Donnersmarck-Arbeit, auch hier das Konstrukt der Verfilmung eines besonderen Lebens. Aber das Ergebnis hat ganz unübersehbar nichts mit dem Leben der jeweiligen Leute zu tun, die die Vorlage lieferten. Zumindest ideell.

Und da kann man über die Arbeitsweise des Regisseurs reden, dem es genau darum geht, der das Allgemeine in den vorbildhaften Biografien von Menschen, die ihm wichtig sind, ins Typische steigert, zuspitzt, melodramatisiert. Wer diese Arbeitsweise aus dem deutschen Fernsehen nicht kennt, hat die letzten 40 Jahre wohl verschlafen.

Aber das Auffällige ist, dass darüber gar nicht diskutiert wird. Stattdessen werden dieselben Methoden angewendet, um nun den Hein-Beitrag zu melodramatisieren.

Und als Journalist denkt man unwillkürlich an einen berühmten „Spiegel“-Reporter namens Claas Relotius, der damit lauter deutsche Journalistik-Preise abgeräumt hat, dass er für „Spiegel“ und andere Medien lauter melodramatische Reportagen erfunden hat.

Das Mittel ist also nicht nur dem Kinofilm eigen. Aber da hat es eine gewisse Berechtigung, denn Kinofilme sollen ja nicht nur unterhalten, sondern auch aufregen. Der Regisseur hat in der Regel eine Botschaft. Und in einer Welt, in der das Kino von melodramatischen Filmen überschwemmt ist, schafft man es möglicherweise nur noch durch ebenso melodramatische Überspitzung, die nötige Aufmerksamkeit für sein Thema zu gewinnen.

Und dass „Das Leben der Anderen“ kein wichtiger Film sei oder ein schlechter, schreibt Hein auch nicht. Im Gegenteil: Er zieht einen feinen dünnen Trennstrich zwischen seinem Leben, wie er es dem Regisseur erzählt hat, und dem, was Donnersmarck draus gemacht hat. Wozu die Betonung der dramatischen Mittel gehört.

In dem ganzen Text findet man nicht das mindeste bisschen Aufregung.

Aber Hilmar Kute tat dann in seinem Beitrag zum Hein-Artikel am 8. Februar in der „Süddeutschen“ so, als hätte Hein dramatisiert.

„Auch der aufgeregte Aufsatz von Christoph Hein – vorabgedruckt in der SZ vom 24. Januar – besteht auf einer Unantastbarkeit der eigenen Biografie des Autors“, behauptet Kute. „Hein ist wütend darüber, dass der Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck angeblich seine, Heins, DDR-Geschichte in einem wild assoziierten ‚Gruselmärchen‘ hat untergehen lassen. Der Filmemacher habe aus dem Stoff, den Hein ihm in Gesprächen ausgebreitet habe, etwas ganz anderes gefertigt, etwas, das einen Realhintergrund habe wie Tolkiens Mittelerde – nun ja, das ist nicht furchtbar originell. Interessanter ist da ein Begriff, den Hein sarkastisch verwendet, dessen Eigenwert aber ruhig einmal ernsthaft betrachtet werden darf: Es gebe, schreibt Hein, offenbar eine Art ‚melodramatische Wahrheit‘.“

Nein. Wer Heins Text liest, findet nichts davon: keine Aufregung, keine Wut, keinen Sarkasmus. Nur die herrliche Ruhe, die Heins Leser aus seinen Büchern kennen, die ihre Kraft daraus gewinnen, dass Hein eben nicht dramatisiert. Selbst dann nicht, wenn es eigentlich allen Grund gäbe, in Drama zu verfallen.

Wo er seine dünne aber deutliche Trennlinie zu dem zieht, was Donnersmarck aus seinen Informationen gemacht hat, hat Hein übrigens genau beschrieben: „Der Held des Films sitzt im Jahr 1989 an einem Artikel über Selbstmorde in der DDR, den er für eine westdeutsche Zeitung schreibt, was ich sofort als Anspielung auf meine Anti-Zensur-Rede von 1987 erkannte. Dass der Held über einen anderen Konflikt des Staates sprach, störte mich nicht. Die Änderung war zwar unnötig und für mich nicht nachvollziehbar, aber beides, Zensur wie Selbstmord, waren in der DDR so heikle Themen, dass darüber öffentlich eigentlich nicht gesprochen werden konnte. Jedoch dass der Filmheld seine Arbeit konspirativ anfertigen muss, sie auf einer dramatisch versteckten Schreibmaschine schreibt, das Manuskript in Agentenmanier in den Westen schmuggelt, dass er, der einer der berühmtesten Autoren des Landes sein soll, samt seiner Freundin, ebenfalls sehr berühmt, von der Staatssicherheit abgehört und lebensbedrohend bedrängt wird, all das ist bunt durcheinandergemischter Unsinn.“

Es geht also eher nicht um die Frage, dass hier ein Ostdeutscher eine Idee geliefert hat und ein Westdeutscher daraus einen preisverdächtigen Film gemacht hat. Sondern um genau das, was diese west-westdeutsche Mustopf-Diskussion auch wieder zeigt: Um die Selbstsicherheit, mit der westdeutsche Sprecher ihre Interpretation durchsetzen und dem Außenseiter, der Christoph Hein aus ihrer Sicht immer noch ist, unterstellen, er sei wütend, aufgeregt oder gar sarkastisch. Die nächste Stufe ist dann: „Jammerossi“.

Dabei hat Hein sehr genau beschrieben, warum er sich mit der verfilmten Geschichte nicht identifizieren kann, worum es ja die ganze Zeit geht. Er möchte nicht, dass jemand auf den Gedanken kommt, das sei sein Leben gewesen.

Wenig später wird er noch deutlicher: „Nein, ‚Das Leben der Anderen‘ beschreibt nicht die Achtzigerjahre in der DDR, der Film ist ein Gruselmärchen, das in einem sagenhaften Land spielt, vergleichbar mit Tolkiens Mittelerde. Der Herr der Ringe wollte mit einem Märchen die reale Welt beschreiben, es sollte wohl eine Allegorie sein, in der Sauron der Abscheuliche für Stalin stehen soll und Saruman, der Mann der schlauen Pläne, Hitler darstellen sollte, während die Freien Völker die Alliierten verkörperten. Mein Leben verlief völlig anders. Aber diese Wahrheit ist für ein Melodrama ungeeignet.“ (Fettmachung von uns, Red.)

Hier hat ein westdeutscher Regisseur seine Interpretation zu einer typischen Ost-Geschichte gedreht. Damit war er nicht der erste. Und das Land, das darin erkennbar wird, ist genau jene berühmte „zweite Diktatur“, die die Interpretation ostdeutscher Geschichte durch westdeutsche Medien und Historiker bis heute dominiert. Und in der sich die meisten Ostdeutschen nicht wiedererkennen.

Ihnen wird fortwährend eine Geschichte erzählt, die mit der selbsterlebten nichts zu tun hat. Das wirkliche Leben war viel weniger heroisch, dramatisch oder melodramatisch. Es war auch nicht besser, sondern anders. Wesentlich reicher, vielschichtiger und schon gar nicht in diesem Schwarz-Weiß, das auch Hein kritisiert. Hier die Bösen, da die Guten. Es gab viel mehr Grautöne, und es gab vor allem auch viele mutige, ironische, hochemotionale Töne.

Denn dass die Veränderungen in der DDR anrollten hatte auch damit zu tun, dass sich Autoren wie Christoph Hein freischrieben, die Geschichten erzählten, die die Leser ermutigten zum Mutigsein und zum Widerständigsein. Nicht mal zum Heldenhaftsein. Es sind eigentlich Erzählmuster aus Hollywood-Melodramen, die Donnersmarck angewendet hat. Und die so überhaupt nicht passen, schon gar nicht zu Christoph Hein, der wohl wusste, wie ihn das allgegenwärtige Misstrauen zermürbte, wie aber auch der beharrliche Mut vieler Menschen, die das Bestehende nicht mehr ertragen und aushalten wollten, dazu führte, dass der SED-Herrschaft die Legitimation entzogen wurde.

Gut möglich, dass das die edlen Federn in den großen westdeutschen Zeitungen nicht nachempfinden können. Aber es bedeutet eben auch, dass sie uns eine Interpretation der Geschichte vorsetzen, die so nicht stimmt. Und dass sie an dieser Geschichte festhalten, selbst dann, wenn ihnen nun einer der ruhigsten der ostdeutschen Autoren fast einfühlsam erzählt, dass das nicht seine Geschichte ist.

Das Fazit ist eigentlich ernüchternd: Die lieben Kollegen verstehen nicht, was sie lesen, sie lesen es durch ihre Brille. Was leider auch die Vermutung nahelegt, dass sie zu ihrer eigenen Geschichte ein genauso melodramatisches Verhältnis haben. Oder mal einen Künstler zitiert, der diese Unbegreiflichkeit auch in herrlichen Plastiken sichtbar gemacht hat – Bernd Göbel, von dem die abgebildeten „Unzeitgemäßen Zeitgenossen“ stammen, deren Ursprung bis ins Jahr 1982 zurückreicht. In Leipzig aufgestellt wurden sie 1990. Und in diesem Zusammenhang geht Göbel in seinem Erinnerungsbuch „Verschiedenes Hell“ auch auf das bewusste Missverstehen der Andersdenkenden ein: „Manchmal genügt die Gnade, in einer bestimmten Region geboren zu sein, um über anderen zu stehen.“

Der Satz impliziert noch viel mehr. Aber belassen wir es dabei. Er stimmt auch in diesem Fall.

Die Serie „Nachdenken über …“

Anmerkungen zur Debatte um Christoph Hein und das „Leben der Anderen“ von Uwe Hitschfeld

Nachdenken über ...
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