Warum eine lieblose Politik sich gegen Menschenfeinde nicht wehren kann

Für alle LeserNicht nur AfD-Wähler stecken in der Angstfalle, schrieb ich hier jüngst. Ja, bestätigte m.k. im Kommentar: „Aber nicht alle sind von dieser Angst getrieben (die man auch noch ganz anders erklären kann, was ganz andere Lösungsansätze zur Folge haben müsste). Viele sind getrieben von einem, man möchte fast sagen heiligen Zorn, darüber, wie dieser global agierende entfesselte Kapitalismus sich in die Politik hineingefressen hat ...“.
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„… wie deren Denken und Handeln zunehmend bestimmt wird von Arroganz, Ignoranz und dem Ausnutzen aber aller strategischer Möglichkeiten zur Profitmaximierung.“

Da war ich wirklich noch nicht ganz fertig mit Naomi Kleins „No is not enough“. Denn das ist ein Buch, das man nicht einfach brav ins Regal steckt und dann nicht wieder reinschaut. Denn es erzählt anschaulich, warum wir solche Typen wie Trump vorgesetzt bekommen, warum stinkreiche Leute Millionen in rassistische und menschenverachtende Parteien stecken und sie damit erst richtig groß machen, meist in aller Stille, damit es nicht so offenkundig wird.

Typen, die ihr Geld mit Rücksichtslosigkeit und Lieblosigkeit zusammengerafft haben. „Lieblosigkeit als politisches Prinzip“, nennt es Naomi Klein: „Ich denke oft, dass der Neoliberalismus die Form ist, in der sich Lieblosigkeit als politisches Prinzip äußert.“

Lieblosigkeit entwertet nicht nur Menschen. Der Neoliberalismus, mit dem wir in den letzten 40 Jahren erzogen wurden zu leben, ist das Gegenteil einer solidarischen und sozialen Gesellschaft. Und alles, was wir heute als praktisch gleichzeitige Katastrophen erleben, resultiert aus dieser Art, mit der Welt umzugehen.

Naomi Klein: „Denn wir lebten bereits vor Trump in einem System, das Menschen und unseren Planeten abscheulich behandelt. Das Arbeiter jahrzehntelang schuften lässt und sie dann unbarmherzig abserviert. Das Millionen Menschen die Chance auf eine erfolgreiche Zukunft verweigert und sie bei der erstbesten Gelegenheit wegsperrt. Das zulässt, dass sich die Regierung dem Profitstreben einzelner beugt. Das zulässt, dass Land, Wasser und Luft, ohne die es kein Leben gäbe, kaum besser als eine Kloake behandelt werden.“

Das Prinzip dahinter ist die entfesselte Gier. Nichts anderes ist gemeint, wenn vom „freien Markt“ geredet wird. Und die Gier ist endlos, weil sie einen Hunger befriedigen soll, der sich nicht befriedigen lässt. Das wussten schon die alten Griechen, als sie die Fabel vom König Midas erfanden. Immer wenn ich die Fabel irgendwo las, stellte ich mir einen weißen alten Mann mit Schmerbauch, toupierten Haaren und süffisantem Grinsen vor, wie er mit arrogant hochgezogenen Brauen alles in Gold verwandelt und dabei auch noch hämisch lacht, während er die Menschen um sich entsetzt die Augen und Münder aufreißen sieht, weil sie sehen, was er damit anrichtet.

Wir leben mitten in einer Midas-Zeit, in denen die Schmerbäuchigen hämisch lachend ihre Politik machen, die alles, was sie anfassen, in Geld verwandeln, immer mehr Geld, das sie nicht nur der Welt entziehen, sondern mit dem sie den Hebel haben, um noch mehr Macht über die Welt und die Menschen zu gewinnen. Und auch die Menschen zu verdummen. Denn sie müssten ja verzichten, wenn wir jetzt wirklich anfangen, die Welt zu retten. Vor ihnen.

Naomi Klein: „Wenn hartgesottene Konservative den Klimawandel leugnen, dann schützen sie nicht nur Vermögenswerte im Billionenbereich, die durch den Klimaschutz in Gefahr geraten. Sie verteidigen etwas, das ihnen noch wertvoller ist: ein ganzes ideologisches Gebäude – den Neoliberalismus – der besagt, der Markt habe immer recht, Regulierung sei immer falsch, alles Private sei gut und der Staat böse, und Steuern zur Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen seien das größte Übel überhaupt.“

Da muss man nicht lange nachdenken. Mit dieser Art Denkweise werden wir aller Nase lang beglückt.

Aber wo lauert dann die Angst? Wo kommt die Angst ins System?

Sie beginnt da, wo genau diese Denkweise beginnt, Menschen die Sicherheit zu nehmen, ihre Lebensgrundlagen zu zerstören, ihre Arbeitsplätze zu entwerten, den Zugriff auf öffentliche Güter sucht und Gesetze macht, die allein im Interesse großer, gieriger Konzerne sind, aber die Lebenswelt der Menschen zerstören. Menschen, deren Absicherung durch einen guten Arbeitsplatz und gleichzeitig durch ausgehöhlte Sozialsysteme verschwunden ist, werden misstrauisch und ängstlich. Das neoliberale Denken erzeugt diese Angst regelrecht systematisch.

Naomi Klein: „Die Lebensweise, die zur Destabilisierung von Klima und Wirtschaft führt, schafft auch noch andere Krisen. Sie löst eine Epidemie der Angst und Verzweiflung aus, die sich in Medikamentenabhängigkeit und hohen Suizidraten ebenso zeigt wie in Bildschirmsucht und Aggression im Straßenverkehr.“

Selbst Leipzigs Verkehrspolizei bestätigt diese zunehmende „Aggression im Straßenverkehr“.

Denn eine Gesellschaft, die nur noch jene bevorteilt, die sich durchsetzen, die auf andere keine Rücksicht mehr nimmt, schafft genau diese permanente aggressive Konkurrenz um scheinbar schwindende Ressourcen, egal, ob es Platz auf der Straße ist, Bildung oder anständig bezahlte Arbeit. Obwohl von allem genug da ist. Aber „für alle genug“ ist nur verfügbar, wenn auch alle teilen und teilhaben dürfen.

Deswegen züchtet der Neoliberalismus mit seinem Ego- und Konkurrenzdenken auch die Zwietracht, fördert geradezu chauvinistische Einstellungen, die andere Menschen und Länder abwerten. Deswegen sind neoliberale Politiker ziemlich handlungsunfähig, wenn dann echte Hass-Verbreiter wie Trump gegen sie antreten. Naomi Klein: „Die Politik fürchtet das Vakuum, und wenn es nicht mit Hoffnung gefüllt wird, füllt es jemand mit Angst.“

Und das ist der Punkt, an dem man sich umschauen und fragen darf: Wo ist das Gegenmodell zur Angst? Sind unsere neoliberal geformten Regierungen in der Lage, andere Zukunftsmodelle als solche der Angst zu entwerfen?

Was man sieht, ist: gähnende Leere.

Denn wer das Wachstumsmantra durchbrechen will, braucht Mut. Der muss den Blick von der Schlange lösen. Und Vorschläge machen, die für alle eine Zukunft abbilden. Für alle – nicht nur für die Superreichen, die sich in ihre „Gated Communities“ zurückziehen wollen, wenn das große Fressen in die Katastrophe umschlägt.

Denn wer ihre politischen Großmäuler – allen voran Trump – genauer betrachtet, sieht, was auch Naomi Klein sieht: Das Programm der Rechtsradikalen „hat bei weitem nicht genug zu bieten.“ Es geht nicht „auf die echten und legitimen Ängste ein, die den Wunsch nach Sündenböcken befeuern“, die Angst um ein sicheres und lebenswertes Zuhause, einen auskömmlichen Arbeitsplatz, die Zukunftschancen der Kinder, eine respektvolle soziale Versorgung usw. Und das im hintersten Sachsen genauso wie im Norden Frankreichs und im italienischen Süden.

Die Ängste sind real, echt und legitim. Aber es sind nicht die Ängste jener Herren, die ständig über Regelungswut, „zu viel Staat“ und „Steuerungerechtigkeit“ lamentieren und damit auch die Medienberichterstattung dominieren.

Aber bevor ich auch noch in dieses Thema abbiege, setze ich hier einen Punkt.

Naomi Klein Gegen Trump, S. Fischer, Frankfurt am Main 2019, 22 Euro.

Die ganze Serie „Nachdenken über …“

Menschen werden wütend, wenn sie abgeschrieben werden

Nachdenken über ...
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