Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #37

Für alle LeserLaut Zählung der Fact-Checker der Washington Post hat Donald Trump Anfang Juli die Marke von 20.000 falschen oder irreführenden Behauptungen übersprungen. Wobei es ein wenig schade ist, dass die Journalisten nur die wahnsinnige Quantität, nicht aber die irre Qualität seiner Aussagen zählen. Andererseits, vielleicht ist das auch besser so. Sie würden wahrscheinlich einen steifen Hals vom vielen Kopfschütteln bekommen.

Nehmen wir einfach mal nur die Rede, die Trump am 14. Juli im Rose Garden des Weißen Hauses gehalten hat. Der Rose Garden ist nicht irgendein Stückchen Grünfläche, sondern ein Ort mit einer eindrucksvollen Geschichte. Die amerikanischen Präsidenten haben hier Raumfahrer und Sportler empfangen, verdiente Bürger geehrt, mit Staatschefs anderer Länder geplaudert und international wichtige Verträge geschlossen.

Alles in allem also ein sehr feierlicher und äußerst gediegener Ort mit dem Hang zum Repräsentativen. Zwischen Traubenhyazinthen und Tulpen ist einfach kein Platz für die politischen Scharmützel des Tages.

Zumindest war da keiner bis Donald Trump kam. Er hat den Ort bereits mehrfach für Angriffe auf seine politischen Gegner genutzt und auch sonst alles anders gemacht. Statt internationale Verträge zu schließen hat er sie im Rose Garden gekündigt. So geschehen zum Beispiel am 1. Juli 2017, als er den Rückzug der USA vom Pariser Klimaschutzabkommen bekannt gab.

Bei all diesen Gelegenheiten hat Trump eine solche Zahl an Falschaussagen in die Welt rausposaunt, dass, würde man für jede von ihnen auch nur ein Blümchen abschneiden, der Rose Garden eine Einöde wäre. Oder sagen wir besser: eine Einöde mit einem Beet voller Narzissen in der Mitte.

Diesmal aber war’s besonders (bl)öde. Im Grunde hätte man, während Trump sprach, mit der Sense durch den Garten gehen und alle Blumen – außer die Narzissen – in dicken Schwaden abmähen können.

Der Anfang der Rede war noch halbwegs in Ordnung, als sich Trump über China und die Situation in Hongkong ausließ, aber dann ist er auf Joe Biden umgeschwenkt und hat erklärt, dass Bidens gesamte politische Karriere „ein Geschenk an die Kommunistische Partei Chinas gewesen ist“. Belege dafür wurden – wie immer – keine genannt, außer dass Biden Chinas Aufnahme in die Welthandelsorganisation (WTO) unterstützt habe.

China ist seit Dezember 2001 Mitglied der WTO, und Biden stand der Aufnahme tatsächlich positiv gegenüber. Aber erstens hatte Biden damals kein Regierungsamt inne, zweitens wurde Chinas Wunsch bereits von der Regierung Bill Clintons gefördert und schließlich vom Republikaner George Bush ratifiziert, und drittens ist eine politische Position in einem Punkt nicht mit einer fünf Jahrzehnte währenden politischen Karriere gleichzusetzen.

Für derartige Differenzierungen aber hatte und hat Trump nichts übrig (außer vielleicht ein paar Blumenkübel voller Hohn und Spott). Also ging es munter weiter mit den Verallgemeinerungen, die langsam aber sicher zu kompletten Verirrungen wurden. Die Irrste von allen kam gegen Mitte der Rede, als Trump erklärte, Biden werde dafür sorgen, dass die amerikanischen Büros, Wohnungen und Häuser im Jahre 2030 keine Fenster mehr haben.

LIE LIE LIE -- a Parody | Don Caron

Zum Glück hat es Trump noch geschafft, den Bezugspunkt seiner Aussage zu nennen, sonst hätte keiner gewusst, worauf sich der Irrsinn bezieht. Es ging um Joe Bidens Plan „für eine moderne, nachhaltige Infrastruktur und faire und saubere Energielösungen für die Zukunft“. Biden hatte den Plan ein paar Stunden zuvor in einer Rede vorgestellt und erklärt, sein Ziel sei es, bis 2030 alle neu gebauten Gebäude klimaneutral zu machen, ihren Netto-Treibhausgas-Ausstoß also auf null zu senken.

Von Fenstern ist in dem Plan allerdings nirgends die Rede und von einem Verzicht auf dieselben erst recht nicht, schließlich lässt sich Klimaneutralität auch mit Fenstern erreichen – alles andere wäre auch vollkommen irre.

Allein die Tatsache, dass Trump glaubt, irgendjemand könne einen Plan vorlegen, der den Leuten den Einbau von Fenstern in ihren Häusern verbietet, ist so bekloppt, dass man’s für einen schlechten Witz halten müsste, hätte es Trump nicht gesagt – und auch so gemeint. („Ich sage den Leuten immer, wenn sie ein solches Gebäude betreten wollen: ,Wie steht es um Ihre Augen? Sie werden in fünf Jahren nämlich nicht mehr gut sein.‘“)

Vielleicht hätte Trump einfach mal seine eigenen Augen aufmachen und auf der Webseite seines Energieministeriums nachlesen sollen, denn da steht, dass sich CO2-neutrale Gebäude dadurch auszeichnen, dass sie „Energie-Effizienz mit der Erzeugung erneuerbarer Energien kombinieren und dadurch nur so viel Energie verbrauchen wie sie selbst produzieren“.

Und hätte er noch ein bisschen weitergeklickt, dann hätte er auch gesehen, dass ein Drittel der in den USA produzierten Treibhausgas-Emissionen auf das Konto von Wohn- und Geschäftsgebäuden geht – Tendenz stark steigend.

Das Energieministerium hat sogar ein spezielles „Zero Energy Ready Home Program“ aufgelegt und leistet sich zusammen mit der Umweltschutzbehörde EPA – trotz allem umweltpolitischen Wahnsinns, den sie sonst so veranstalten – immerhin noch „Energy Star“. Dahinter verbirgt sich ein bereits seit 1992 laufendes Programm, dessen Ziel es ist, „Verbrauchern, Geschäften und der Industrie zu helfen, Geld zu sparen und die Umwelt zu schützen, indem energieeffiziente Produkte und Verfahrensabläufe eingesetzt werden“. Richtlinien für den Einsatz energiesparender Fenster gehören übrigens auch zum Programm.

Aber das alles ist für Donald Trump natürlich viel zu kompliziert. Der Simpel mag nämlich nicht lesen. Und schreiben erst recht nicht. Seine Reden werden deshalb ausnahmslos von seinen Mitarbeitern verfasst, die jedes Mal hoffen, dass sich ihr Chef vorher zumindest durchliest, was sie für ihn zu Papier gebracht haben. Tut er aber nur manchmal. Diesmal hat er’s offenbar wieder gelassen. Als Trump nämlich – nach einigen frei vorgetragenen Fabeln – wieder einen Blick auf sein Manuskript warf, stand da etwas vom Pariser Klimaschutzabkommen.

SPREADIN‘ THROUGH THE AIR | a Parody | Don Caron and David Cohen

So richtig wusste er nichts damit anzufangen. Wie auch? Er war schließlich vom Abkommen abgekommen. Warum also in alles in der Welt stand das da jetzt?

„Wiedereintritt ins Pariser Klimaabkommen“, las er ein wenig abgehackt vor, gefolgt von einem weiteren Halbsatz. „Streben nach einem noch höheren Grad an Restriktionen“. Womit Trumps Redenschreiber offenbar sagen wollte, dass die USA unter einem Präsidenten Joe Biden dem Pariser Vertrag zu schlechteren Bedingungen als vorher beitreten würden.

Trump jedenfalls verstand die Worte auf den ersten Blick nicht so recht und wusste auch sonst nichts von irgendwelchen Verschlechterungen, denn auf die Sache mit den Restriktionen entfuhr ihm ein überraschtes „Oh, das wusste ich nicht“, gefolgt von einem „Oh, ich verstehe. Sie wollen also dem Pariser Abkommen wieder beitreten und streben nach noch mehr Verboten.“

Womit die Sache zumindest für ihn geklärt war und der Irrsinn entspannt weitergehen konnte. Zum Beispiel mit Trumps Erklärung, Biden habe die radikalste Agenda aller Präsidentschaftskandidaten in der amerikanischen Geschichte, was er damit begründete, dass Bernie Sanders an Bidens Programm mitgewirkt habe. Nun ist Sanders zwar ein selbsternannter Sozialist, Biden aber der Kandidat und eher als Vertreter des Partei-Establishments bekannt denn als radikaler Linker.

Was Trump allerdings nicht von der Feststellung abhielt, Bidens Plattform sei „schlimmer als die von Bernie“, womit er seine eigenen Worte gleich wieder ad absurdum führte, es sei denn, er wollte damit sagen, dass Biden Sanders durch dessen Einfluss links überholt habe, was allerdings nicht mal im irren Trump-Universum irgendeinen Sinn machen dürfte.

Aber im Grunde war da ohnehin schon alles egal. Trump hatte den Überblick vollends verloren, und als er den verdutzten Journalisten erklärte, Biden sei mit seinem Programm „weit nach rechts gerückt“, stand die Logik bereits vollends im Kopfstand und lachte sich einen, auch wenn’s wie Heulen aussah.

Den Fact-Checkern ging es nicht anders. Trumps Rede zu hören war, „als würden wir dabei zusehen, wie unsere Datenbank mit Trumps falschen Behauptungen in Echtzeit vor uns abgespielt wird“, sagte einer von ihnen als alles vorbei war.

Aber vorbei ist es natürlich noch lange nicht. Es geht weiter. Tag für Tag, Lüge für Lüge. Wahrscheinlich wäre es einfacher, die wahrheitsgetreuen Aussagen zu zählen. Dann hätte zumindest Trumps Begrüßung „Ich hoffe es ist nicht zu heiß. Es ist ziemlich warm“ einen Punkt fürs korrekte Erfassen der Situation bekommen.

Und zwar selbst dann, wenn Trump keinen blassen Schimmer von den Gründen der Hitze hat und den Klimawandel leugnet. Aber genau der hat den Rose Garden und das Weiße Haus längst erfasst, ebenso wie ganz Washington D.C. und die Gegend rundrum. Die Stadt liegt zwar ein paar Meilen vom Meer entfernt, aber der Potomac und der Anacostia-River, die beide durch Washington fließen, werden durch die Gezeiten beeinflusst.

Der Anstieg des Meeresspiegels ist hier ebenso wie in der angrenzenden Chesapeake Bay besonders stark zu spüren, denn parallel zur Steigerung des Meeres- und Flussspiegels sinkt das Land ab – ein Phänomen, das in vielen Regionen der Erde zu beobachten ist.

Verheerende Hochwasser sind die Folge. Aber auch die Temperaturen werden steigen. Das Klima in Washington D.C. wird sich in wenigen Jahrzehnten wie das von Mississippi heute anfühlen. Aber wahrscheinlich würde das Trump nicht mal interessieren, wenn ihm jemand davon erzählte. Der Mensch ist ein Gewöhnungstier, würde er sich denken, der gewöhnt sich auch an zwei, drei Grad mehr.

Ich fürchte, er könnte sogar recht damit haben. Die meisten haben sich schließlich auch an seine Lügen gewöhnt. Es macht im Grunde keinen Unterschied mehr, ob es Zehn- oder Zwanzigtausend sind. Die Lügen gehören inzwischen dazu und sind Teil der Realität. Das heißt: sie sind es geworden, denn die Normalität ist letztlich nichts anderes als das Machbare plus Zeit.

Genau das aber ist die große Gefahr. Unser Drama besteht nämlich gerade nicht darin, dass es irgendwann mal so richtig und endgültig knallt, sondern dass diese Welt Stück für Stück ein beschissenerer Ort wird und wir uns alle – Schritt für Schritt – daran gewöhnen.

Alle Auszüge aus dem „Tagebuch eines Hilflosen“.

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