26.1 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Langjährige Direktorin des Musikinstrumentenmuseums gewürdigt: Eszter Fontana mit Curt-Sachs-Preis ausgezeichnet

Anzeige
Werbung

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Werbung

    Die ehemalige Direktorin des Musikinstrumentenmuseums der Universität Leipzig und engagiertes Vorstandsmitglied des Notenspur Leipzig e. V., Prof. Dr. Eszter Fontana, ist von der renommierten Amerikanischen Musikinstrumenten-Gesellschaft für ihr Lebenswerk mit dem Curt-Sachs-Award 2021 ausgezeichnet worden. Damit würdigt die Gesellschaft Eszter Fontanas herausragende Leistungen um die wissenschaftliche Erforschung von Musikinstrumenten.

    Wenn Eszter Fontana voller Leidenschaft über Streich-, Blas- oder  Zupfinstrumente spricht, dann schöpft sie nicht aus angelerntem Wissen, sondern sie hat selbst in jedem Instrument „gelebt“ und ihren Beruf von der Pieke auf gelernt. Die gebürtige Ungarin begann 1966 eine vierjährige Ausbildung als Konservatorin für Musikinstrumente am Musikinstrumentenmuseum in Leipzig und ging nach ihrem Studium als Konservatorin für Musikinstrumente zurück nach Budapest an das Ungarische Nationalmuseum (Magyar Nemzeti Múzeum).

    1995 kam Eszter Fontana als Direktorin des Musikinstrumentenmuseums Leipzig zurück nach Leipzig, das von nun an ihren Lebensmittelpunkt bilden sollte. Bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2013 unterrichtete sie Organologie, Akustik und Paläographie an der Universität Leipzig, gründete einen „hauseigenen“ Verlag, um die zahlreichen Forschungsergebnisse präsentabel publizieren zu können, suchte und fand Wege, um weitere Forschungen finanzieren zu können – ganz im Sinne des Namensgebers des Preises, Curt Sachs.

    Der Curt-Sachs-Preis wird seit 1983 jährlich vergeben. Letztmalig erhielt ihn eine Persönlichkeit aus dem deutschsprachigen Raum im Jahr 2001.

    In der Begründung der AMIS heißt es, Fontanas „Lebensleistungen manifestieren sich in ihrem Fokus auf Musikinstrumente als Hauptthema ihrer Forschung. In dieser Hinsicht spiegelt ihre Arbeit idealerweise die zentralen Ziele der Musikinstrumentengesellschaft wider. Ihre bedeutenden Beiträge zur Instrumentenkonservierung (einschließlich Beethovens legendärem Broadwood-Klavier von 1817 in Budapest im Jahr 1992), ihre Forschungen zu Herstellungstechniken und -herstellern (von Keyboards bis zu Blas- und Streichinstrumenten) und ihre Beiträge zur Interpretation von Musikinstrumenten in einem breiteren Kontext der Musikgeschichte offenbaren eine Vielzahl von Ansätzen für Musikinstrumenten-Studien.“

    Dabei hätten ihre „umfangreichen Aktivitäten als Professorin an der Universität Leipzig, Herausgeberin und Verlegerin ihr bedeutende Anerkennung eingebracht und es ihr ermöglicht, Wissen über Musikinstrumente auf vielfältige Weise zu verbreiten.“

    Von ihren umfangreichen Kenntnissen, ihrem Netzwerk und ihrer leidenschaftlichen Persönlichkeit profitiert seit vielen Jahren auch der Notenspur-Verein, dessen stellvertretende Vorsitzende Frau Fontana ist. In den letzten drei Jahren war sie einer der Motoren des Projektes Europäische Notenspuren, federführend für die in Norwegen, Litauen und Deutschland gezeigte Ausstellung „Reisende Musiker“ und das gleichnamige didaktische Material für die Arbeit in Schulen.

    Der Vorsitzende des Notenspur Leipzig e. V. Prof. Dr. Werner Schneider gratulierte auch im Namen aller Mitglieder zur hohen Ehrung: „Wir sind froh, Eszter Fontana für die Arbeit im Vorstand des Notenspur Leipzig e. V. gewonnen zu haben. Netzwerken ist eine ihrer großen Fähigkeiten. Ein Verbundnetz der Musik zu schaffen, das war ihr Anliegen als Direktorin des Museums für Musikinstrumente und dies führt sie bei der Notenspur zielstrebig und charmant weiter. Unter vielen weiteren Stärken schätze ich an ihr, dass sie nicht nur Wissenschaft betreibt, sondern mit gleicher Leidenschaft auch Musikvermittlung. Uns eint das gemeinsame Anliegen, dass die emotionale Bildung in unserer technisierten Welt wichtiger denn je ist, weil uns Musik füreinander sensibilisiert und miteinander verbindet.“

    Hinweis der Redaktion in eigener Sache

    Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten alle Artikel der letzten Jahre auf L-IZ.de zu entdecken. Über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall.

    Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

    Vielen Dank dafür.

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ

    Anzeige
    Anzeige