Am Samstag, 22. August, öffnet die Industriebrachenumgestaltung – kurz ibug – im ehemaligen Muskator-Werk in Riesa ihre Pforten. Zum 20. Jubiläum des Festivals für urbane Kunst erwartet die Besucher/-innen ein besonderer Mix aus Streetart und Industriegeschichte sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm. Bis zum 6. September kann das Gelände an drei Wochenenden jeweils Samstag und Sonntag ab 10 Uhr besucht werden.
Beim Gang durch die eindrucksvollen Hallen und Räume des ehemaligen Kraftfuttermischwerks können Neugierige und Kunstbegeisterte nicht nur die verlorenen Winkel und einzigartige Perspektiven der Industriebrache erkunden, es erwarten sie auch Kunstwerke von 72 Künstler/-innen aus 18 Ländern. Von farbenfrohen Murals, über großformatige Paste-Ups, bis zu raumgreifenden Installationen und Licht-Shows ist hier einiges geboten.
Rahmenprogramm mit viel Musik
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Vermittlungsangebot und Rahmenprogramm. Die Elbpromenade mit dem malerischer Panorama zwischen Elbe und dem ehemaligen Mühlgebäude bietet an den Festival-Wochenenden musikalische Unterhaltung mit Live-Acts und DJs und lädt mit gastronomischen Angeboten perfekt zum Verweilen ein. Aus über 200 Bewerbungen wurde ein abwechslungsreiches Programm erstellt, das überwiegend lokalen Musiker/-innen eine Bühne bietet.
Zur Eröffnung ist am Samstag u .a. Newcomerin curcuma aus Dresden zu erleben, die zwischen Dark Wave und Indie live emotionale, tiefgründige Texte mit energetischen Beats, düsteren Synthie-Sounds und hypnotischen Rhythmen verbindet. Wer die Ohren offen hält, kann ebenfalls am Samstag dem Spiel des ukrainischen Pianisten Vlad Maximchuk lauschen, der in einem Raum der Brache atmosphärische Stücke aufführt.
Am Abend wird dann zum DJ-Set von Bertha & Moon in my Pocket zu House und elektronischer Clubmusik gefeiert. Cuatro Piraguas bringen am ersten Festival-Sonntag tanzbare Rhythmen aus der Karibik und Brasilien nach Riesa. Am zweiten Festival-Wochenende sind u. a. die Gruppe Kohlenstoff aus Dresden oder Caramel Mafia & Gabi Monteiro aus Berlin zu Gast. Als besonderes Highlight kommt am letzten Festivaltag die Veranstaltungsreihe Balearic Sunday aus Dresden exklusiv nach Riesa, um den Sommer auf der ibug entspannt ausklingen lassen.
Führungen und Podiumsdiskussion
Aber auch abseits der Bühne ist für Groß und Klein viel geboten. Neben regelmäßigen Führungen durch die Ausstellung (stündlich zwischen 11 und 17 Uhr) sowie Einblicken in die Historie des Mühlwerks, wagt da Festival auch einen Blick nach vorn: Bei der Podiumsdiskussion zur Nachnutzung des Muskator-Areals, die am Sonntag, 23. August, um 18 Uhr stattfindet, werden Vertreter/-innen der Stadt Riesa, des Elbland Kunsthalle Muskator e.V., der Initiative „Graue Energie“ und der ibug zu Wort kommen.
An den folgenden Wochenenden folgen weitere Vorträge, wie am 29. August ab 17 Uhr zur künstlerischen Praxis im öffentlichen Raum oder am 5. September ab 15 Uhr die Vorstellung einer Foto-Dokumentation über Graffiti im Raum Riesa in der DDR.
Nicht nur bei der offenen Gesprächsrunde zur Nachnutzung können sich Besucher/-innen aktiv einbringen. Es gibt auch einige Angebote, selbst kreativ zu werden: In einer Siebdruckwerkstatt können eigene oder vor Ort erworbene Textilien mit Motiven versehen werden und immer sonntags können die Kleinsten am Kritzeltisch der Fantasie freien Lauf lassen.
Während am 22. August Besucher/-innen von 12 bis 17 Uhr in einem Zine-Workshop kleine Magazine selbst gestalten können, werden am zweiten Wochenende dann die Dosen ausgepackt, wenn gemeinsam mit dem offenen Jugendhaus Riesa zum Graffiti-Workshop eingeladen wird – keine Voranmeldung nötig, einfach am 29. August um 15 Uhr auf der Terrasse der Elblandkunsthalle sein.
Alle Informationen zum Programm der ibug 2026 und zum Besuch des Festivals gibt es online unter www.ibug-art.de bzw. www.ibug-art.de/programm.
Die ibug 2026 wird gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, den Kulturraum Meißen – Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, das sächsische Ehrenamt Förderprogramm „Wir für Sachsen“, die Stadt Riesa und die Wohnungsgesellschaft Riesa mbH.
ibug – Festival für Urbane Kunst, 22. und 23. August, 29. und 30. August sowie 5. und 6. September, Ehemalige Muskatorwerke (Bahnhofstraße 4, 01587 Riesa)
Öffnungszeiten der Ausstellung: Samstag und Sonntag: 10 bis 20 Uhr
Öffnungszeiten des Außengeländes: Samstag und Sonntag Bühnenprogramm bis 22 Uhr, Biergarten bis 24 Uhr
Tickets online unter www.ibug.festiware.app/shop/IBUG2026 oder an der Tageskasse vor Ort
Tagesticket: 16,– Euro, 13,– Euro ermäßigt (für Schüler/-innen, Student/-innen, Auszubildende oder Rentner/-innen)
Tagesticket Supporter: 25,– Euro, Tagesticket Familie: 32,– Euro (für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren)
Für Kinder bis einschließlich 5 Jahren sowie Schwerstbehinderte mit einem Grad der Behinderung ab 50% inkl. einer Begleitperson ist der Eintritt frei. Sie können ein kostenfreies Ticket erwerben.
Anreise: Aufgrund der geringen Anzahl an Parkplätzen rund um das Festivalgelände werden Besuchende gebeten, sofern möglich, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen oder Parkplätze am Bahnhof und im Stadtgebiet zu nutzen. Die Anreise per Zug aus Richtung Dresden oder Leipzig ist mit der RE50 möglich, von Chemnitz und Elsterwerda mit der RE45.
Empfohlen auf LZ
So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:













Keine Kommentare bisher