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Polizeibericht, 5. Juni: Brand in der Breitenfelder Straße, Erregter Busfahrer, Einbrüche

Aus bisher ungeklärter Ursache kam es heute Vormittag zu einem Brand ein einem Mehrfamilienhaus in der Breitenfelder Straße +++ In der Nordstraße verlor gestern Abend ein Busfahrer restlos die Contenance +++ Drei Schkeuditzer Familien erhielten in der Nacht unliebsamen Besuch.

Brand in der Breitenfelder Straße

Noch ist völlig unklar, wie am Vormittag der Brand in dem vierstöckigen Mehrfamilienhaus an der Ecke Breitenfelder/Eisenacher Straße ausgebrochen ist. Vermutlich kam es zwischen dem dritten und vierten Obergeschoss zu einem Schwellbrand, der bis ins Dach zog und sich aufgrund des dort reichlich vorhandenen Sauerstoffs zu einem offenen Flammenbrand entwickelte. Diese breiteten sich dann zügig über das Dach und die Dachgeschosswohnung aus. Offensichtlich zogen sie auch in die Zwischendecke ein und loderten immer wieder auf. Deshalb begannen die Einsatzkräfte das Dach und die Wohnungsdecke abzutragen. Dennoch fand das Feuer über Lüftungsschächte und Treppenhaus den Weg bis ins zweite Obergeschoss.

Die Anwohner verließen rechtzeitig das Haus, fünf Personen und eine Katze mussten evakuiert werden. Zu Schaden kam keiner, nur eine Person musste mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in eine Leipziger Klinik gebracht werden. Massive Schäden am Haus machen es unmöglich, dass die Mieter der oberen Etagen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren können. Es wird derzeit geprüft, wo die Betroffenen für eine Übergangszeit wohnen können. Zur Schadenshöhe war bislang noch keine Schätzung möglich. Wegen der Löscharbeiten und des Rückbaus vom Dach musste die Breitenfelder Straße zwischen Georg-Schumann-Str. und Möckernsche Straße bis ca. 13:42 Uhr gesperrt werden. Sobald der Brandort „kalt“ ist, werden die Brandursachenermittler ihre Arbeit aufnehmen.

Das erhitzte Gemüt

… eines derzeit unbekannten Busfahrers führte dazu, dass er seine Contenance verlor. Er trat völlig aufgebracht gegen den Kotflügel eines Renault Megan, sprang auf dessen Motorhaube und traktierte mit heftigen Schlägen die Windschutzscheibe. Dabei betitelte er den Fahrer des Renaults (47) mit nicht gerade schmeichelhaften Worten und benannte ihn nach einem menschlichen Körperteil. Als er sich am Auto abreagiert hatte, lief er an der Beifahrerseite vorbei und schlug dessen Sohn (13) mit Wucht ins Gesicht. Dieser saß am offenen Fenster auf dem Beifahrersitz und klagte nach dem Schlag über heftige Kopfschmerzen.

Völlig perplex raunzte der 47-Jährige den Schläger an, der sich daraufhin groß aufbaute und seine „Kampfeslust“ offen demonstrierte. Kühlen Kopf bewahrend ließ sich der Renault-Fahrer darauf nicht ein. Er notierte sich das Kennzeichen vom Reisebus und erstattete bei der Polizei Anzeige, die nun nach dem kräftigen, ca. 180 cm großen, ca. 53 – 58 Jahre alten Mann fahndet. Er wurde als laut und auffällig aggressiv beschrieben, der in süddeutscher Mundart sprach. Seine Haut war blass, die Haare blond, mittellang und glatt. An einigen Stellen lichteten sie sich schon. Er trug ein weißes Kurzhemd, schwarze Stoffhosen und wirkte ungepflegt.

Möglicher Grund für des Busfahrers Wut-Exzess: Der 47-Jährige war gestern Abend in der Nordstraße während der Suche nach einer Parklücke, langsam auf den Busfahrer zugefahren. Dieser lief mittig auf der Fahrbahn und machte keine Anstalten, Beiseite zu treten. Kurz vor Berühren des Busfahrers hielt der 47-Jährige an und verdeutlichte mit fragenden Gesten sein Unverständnis. Jetzt ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung.

Abschließbare Hebel!

Nur das hilft, den Dieben, die seit geraumer Zeit in und um Leipzig ihr Unwesen treiben, das Handwerk zu legen. Die „Halunken“ bohren die Fenster und Terrassentüren auf, damit sie durch das entstandene Loch nicht abgeschlossene Hebel aufdrehen können und sich so Zutritt zu den Häusern verschaffen können. So erhielten in der Nacht auf den Donnerstag drei Schkeuditzer Familien, während sie im Obergeschoss schliefen, unliebsamen Besuch. In zwei der Fälle durchwühlten die Langfinger Schränke und Schubladen im Erdgeschoss. Aus dem Haus eines 58-Jährigen nahmen sie eine hellbraune Herrenlederjacke im Wert von 300 Euro, Schmuck von unbekanntem Wert (drei Goldringe, eine Silberkette), Pass, eine  Kreditkarte und ca. 30 Euro Bargeld mit. Bei einem 51-Jährigen ließen eine Herrenarmbanduhr sowie 50 Euro mitgehen. Am Haus eines 46-Jährigen öffneten sie zwar auch den Hebel der Terrassentür, wurden aber vermutlich gestört oder durch die Alarmanlage vertrieben. So zogen die Diebe dort ohne Beute von dannen. In allen Fällen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

Rollstuhlfahrerin von Pkw erfasst

Gestern Vormittag fuhr eine Rollstuhlfahrerin (67) an der Kreuzung Mockauer Straße/Essener Straße bei Rot über die Straße. Hierbei wurde sie von einer Fahrerin (54) in einem blauen Skoda erfasst und aus dem Rollstuhl geschleudert. Die Skoda-Fahrerin hatte dabei „Grün“ auf ihrer Fahrspur. Die 67-Jährige wurde erfasst, als die 54-Jährige nach rechts auf die Essener Straße abbiegen wollte. Die Rollstuhlfahrerin wurde sofort mit dem Verdacht auf einen Unterschenkelbruch ins nächste Krankenhaus gebracht.

Motorradfahrer schwer verletzt

Der Fahrer (82) eines Opel Astra befuhr gestern Vormittag die Heiterblickallee und bog an der Kreuzung zur Wiesen-/Goldsternstraße nach rechts in die Goldsternstraße ab. Dabei beachtete er einen entgegenkommenden Honda-Fahrer nicht. Er erfasste ihn. Der Mann stürzte und verletzte sich schwer. Er musste in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden. Auch der Autofahrer erlitt Verletzungen. Er konnte ambulant behandelt werden. Gegen den 82-Jährigen wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. An den Fahrzeugen entstand Schaden in Höhe von ca. 4.000 Euro.

Glück gehabt

Eine 13-Jährige hatte großes Glück, als sie gestern Abend Höhe Straßenbahnhaltestelle Arena die Jahnallee an der Fußgängerampel in Richtung Mittelinsel überquerte. Da sie bei Rot lief und den schwarzen VW Touran, der vom Waldplatz herangefahren kam, nicht beachtete, wurde sie erfasst. Leichte Verletzungen an der linken Körperhälfte, die noch vor Ort durch Rettungskräfte behandelt wurden, waren das Resultat. Außerdem entstand am Touran, an Motorhaube, Stoßstange, Kennzeichen und an der Frontscheibe Schaden – Wert: geschätzt 2.000 Euro.

Radler schwer verletzt

Beim Rechtsabbiegen, von der Meusdorfer Straße auf die Arno-Nitzsche-Straße, erfasste heute Morgen ein Clio-Fahrer (27) einen Radler (21). Dieser war auf dem Radweg der Arno-Nitzsche-Straße in Richtung Bornaische Straße unterwegs und querte just in dem Moment die Meusdorfer Straße. Beim Aufprall wurde der 21-Jährige so schwer verletzt, dass er in einem Leipziger Krankenhaus stationär behandelt werden muss. Auch der Clio wurde in Mitleidenschaft gezogen, Schaden: ca. 500 Euro.

PolizeiMelder
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Die ausgefallene Revolution: „Zeigt uns den Virus, dann zeigen wir unsere Masken“ + Videos
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Foto: Michael Freitag

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