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Mittwoch, 20. Januar 2021
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Polizeibericht, 31. August: Fahrraddieb erwischt, Im Schlaf bestohlen, Erotisches Abenteuer geplatzt

Von Polizeidirektion Leipzig

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    In der Mecklenburger Straße wurde gestern ein Fahrraddieb mit gleich zwei gestohlenen Fahrrädern erwischt +++ Zwei junge Männer waren gestern Früh in der Straßenbahn eingeschlafen und wurden dabei um ihre Wertsachen erleichtert +++ In einem erotischen Etablissement kam ein 54-Jähriger nicht auf seine Kosten.

    Fahrraddieb auf Diebeszug erwischt

    Gestern Nachmittag fiel einer Polizeistreife in der Mecklenburger Straße ein Mann auf, der ganz allein mit zwei Fahrrädern und einem Fahrradanhänger unterwegs war. Er saß auf einem der Räder, während das zweite hinten auf dem Anhänger lag. In Anbetracht der immer wieder auftretenden Fahrraddiebstähle in Leipzig entschlossen sich die Beamten, den Mann zu kontrollieren. Der Fahrradfahrer (46) hielt kommentarlos an und ließ die polizeiliche Kontrolle über sich ergehen. Es stellte sich heraus, dass beide Räder bei der Polizei als gestohlen gemeldet worden waren! Das erste Rad, ein Damen-Cityrad der Marke „Hercules“, war erst am 28. August im Leipziger Zentrum, am Alten Amtshof, gestohlen worden. Das zweite Rad, ein blaues Herrenrad der Marke „Giant“, war im polizeilichen System seit 14. August aus der Marschnerstraße als gestohlen vermerkt. Beide Fahrräder wurden umgehend durch die Polizisten beschlagnahmt. Der 46-Jährige wurde zusätzlich zur Herkunft des Fahrradanhängers befragt. Er konnte jedoch nur vage Andeutungen machen und es erhärtete sich der Verdacht, dass auch der Anhänger gestohlen worden war. Damit behielten die Polizisten auch diesen ein. Als die Kollegen den Anhänger etwas genauer unter die Lupe nahmen, fanden sie außerdem noch eine Tasche mit diversen Fahrradteilen und eine große Werkzeugkiste. Die Fahrradteile wurden ebenfalls beschlagnahmt und gegen den 46-Jährigen wird nun wegen des Verdachts des mehrfachen Diebstahls ermittelt.

    Entspannter Schlaf

    … von Fahrgästen zweier Straßenbahnen lieferte dreisten Diebe entspannte Voraussetzungen sich deren Portemonnaies zu verschaffen.

    1. Fall

    So bemerkte ein 22-Jähriger, der gestern Früh mit der Linie 16 von der Neuen Messe in die Innenstadt gefahren und eingeschlafen war, erst bei Erwachen am Hauptbahnhof das Fehlen seines Portemonnaies und Handys. Geübte Finger mussten demnach das Handy aus der vorderen Hosentasche und die Geldbörse samt Personalausweis, verschiedener Geldkarten sowie einem dreistelligen Geldbetrag aus seiner Umhängetasche gezogen haben. Mitbekommen habe er nichts. Auch bei den anderen Fahrgästen blieb der Diebstahl unbemerkt. Der 22-Jährige erstattete Anzeige und bezifferte den Stehlschaden mit ca. 780 Euro.

    2. Fall
    Ähnlich erging es gestern Morgen einem 29-Jährigen, der mit der Linie 7 von der Zentralhaltestelle in Richtung Böhlitz-Ehrenberg fuhr. Auch er war während der Fahrt eingeschlafen und bemerkte nicht, wie ein Langfinger seinen Rucksack samt dem Portemonnaie aus dem Fußraum vor der Sitzbank wegzog und das Handy aus der Hosentasche nahm. Selbst die Armbanduhr vom Handgelenk war verschwunden. Erst als er an der Endhaltestelle von einem Fremden geweckt wurde, stellte er das Fehlen sämtlicher Sachen wie Rucksack, Portemonnaie, EC-Karten, Ausweise, Jacken, Sweatshirt und des zweistelligen Geldbetrages fest. Er erstattete umgehend Anzeige.

    Muskeltraining

    In Ermangelung der Beanspruchung eines speziellen „Muskels“ stand schließlich nicht nur ein voluminöser Bizeps auf der Ergebnisliste, sondern auch die abgerissene Frontblende vom Straßenbahnhäuschen „Am Vorwerk“. Zwei junge Männer hatten gestern Nacht sich an dieser klimmziehend ertüchtigt, aber nicht bedacht, dass die metallene Abdeckleiste den unkontrollierten Kräften der „Muskelprotze“ nicht widerstehen könne. So riss sie schließlich ab. Eine Polizeistreife, die durch einen Zeugen herbeigerufen worden war, machte die beiden Athleten bekannt und erklärte, ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung zu eröffnen.

    Leistungsbetrug im erotischen Gewerbe

    Zechbetrügereien und Schwarzfahrten sind mit Sicherheit in jeder größeren Stadt keine Seltenheit und im Allgemeinen bekannt: Ein Kunde nimmt eine Leistung in Anspruch (Getränke, Mahlzeiten, Fahrt mit der Straßenbahn, …) und zahlt danach nicht. Das Ergebnis: Eine Anzeige bei der Polizei wegen Leistungsbetrug. Im vorliegenden Fall gestaltet sich die Sache jedoch geringfügig anders. Hier wurde eine Leistung im Voraus bezahlt und dann von der Dienstleisterin nicht erbracht. Doch was war eigentlich geschehen? Ein Herr (54) betrat gestern zu später Stunde ein Laufhaus in Leipzig. Er hatte dabei die zielstrebige Absicht einem erotischen Amüsement nachzugehen. Dem voraus sollte eine Lockerung seiner Muskeln erfolgen – im Preis inbegriffen.

    Die Dame – eine junge Frau von etwa 20 bis 25 Jahren mit langen schwarzen Haaren – brach nach der Massage jedoch ab und feilschte erneut um den Preis. Die Kosten wurden plötzlich verdoppelt und der Herr – vermutlich bereits in Vorfreude auf das Kommende – erledigte eilig den monetären, obligatorischen Vorgang. Nun aber, nach Erhalt des geforderten Geldes, weigerte sich die Dame den weiteren, abgesprochenen erotischen Dienst zu leisten. Sie griff nach einem Telefon und kurzerhand standen drei Männer vor dem 54-Jährigen und forderten ihn auf, das Etablissement zu verlassen. In seiner Not drohte der Herr damit, die Polizei zu rufen. Das wiederum hatte zur Folge, dass die Dame, trotz zierlicher Gestalt nach einem Putzgerät, allgemeinhin als Wischmop bekannt, griff und diesen mehrmals auf den Kopf des Herrn niedersausen ließ. Betrogen und nunmehr mit Kopfschmerzen versehen, begab sich der 54-Jährige zur Polizei und erstattete Anzeige.

    Vergeblicher Einbruchsversuch

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag versuchten unbekannte Einbrecher mit viel Mühe und Gewalt in einen Imbiss in der Koburger Straße in Connewitz einzubrechen – jedoch ohne erkennbaren Erfolg! Zum einen schlugen sie ein Fenster ein. In das Gebäude gelangten sie trotzdem nicht, da das Fenster zusätzlich von Innen gesichert war. Zum anderen gelang es den Tätern, den Schließzylinder am Haupteingang nach innen zu drücken – doch diese Tür ließ sich nicht davon überzeugen, sich öffnen zu lassen, nur weil ein essentielles Teil ihres Mechanismus fehlte. Auch schienen sich die Fensterläden des Lokals gegen die Einbrecher verschworen zu haben. Trotz aufgehebeltem Riegel, weigerten sie sich, Einlass zu gewähren. Zu guter Letzt versuchten die erfolglosen Eindringlinge ein Lager zu öffnen. Das fremde Eigentum war jedoch ein eingeschworener Haufen und blieb verschlossen, auch wenn die Täter zwei Vorhängeschlösser aufgebrochen hatten. Diese vorbildliche Sicherung einer Gaststätte freut auch die Polizei. Trotzdem wird hier wegen einem versuchten besonders schweren Fall des Diebstahls ermittelt!

    Misslungenes Wendemanöver oder Teufel Alkohol?

    Sonntagnacht erhielt die Polizei einen Notruf vom Dispatcher der LVB. Dieser teilte mit, dass im Gleisbett der Jahnallee ein Fahrzeug stehen würde. Der dazugehörige Fahrer scheine obendrein Alkohol getrunken zu haben – es habe jedenfalls den olfaktorischen Anschein danach. Vor Ort stellte sich die skurrile Situation folgendermaßen dar: Mitten auf dem Gleisbett der Jahnallee, etwa 200 Meter vor der Kreuzung Marschnerstraße (in stadteinwärtiger Richtung), stand ein roter Ford Fiesta quer auf den Gleisen. Der Fahrer (21) roch tatsächlich stark nach Alkohol, woraufhin die digitale Nadel des Atemalkoholmessgerätes bei einem Ergebnis von 1,54 Promille ausschlug. Nach der Aussage des 21-Jährigen wollte dieser eigentlich an der kommenden Kreuzung nach links in die Straße „Am Sportforum“ abbiegen. Ob dieser fatale Missgriff ins Lenkrad jedoch nur dem Alkohol zuzuschreiben war, bleibt offen. Vielleicht säuselte ja auch ein Navi im Hintergrund folgende Worte: „Bitte jetzt abbiegen“ und der 21-Jährige aus Sachsen-Anhalt riss, in Verbindung mit seiner Ortsunkenntnis, obendrein vom gruseligen Dunkeln der großen Stadt beseelt, verfrüht das Steuer herum? Ihn erwartet nun jedenfalls eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

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