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Polizeibericht, 28. Oktober: Handtaschendiebe, Meinungsäußerung per Graffiti, Waffe spazieren gefahren

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    Wieder verschwanden Handtaschen aus den Fahrradkörbchen - Ernüchterte Polizei hofft auf Einsicht aller Taschenbesitzer +++ In der Braunstraße wurden Baucontainer mit Schriftzügen wie "REFUGEES NOT WELCOME" und "KEINER WILL EUCH" beschmiert +++ Bei der Kontrolle eines Motorrollerfahrers kam in der Sitzbank eine Waffe zum Vorschein.

    Besitzerwechsel im Sekundentakt

    Ewig grüßt das Murmeltier! – auch beim Niederschreiben geistiger Ergüsse mit Hinweis darauf, dass seit Monaten im Leipziger Stadtgebiet Diebe ihr Unwesen treiben und Taschen aus Fahrradkörben stehlen. Nicht nur, dass beim Aufklären und Warnen über das bestehende Phänomen der kreativen Ader langsam die Puste ausgeht und sich die Gedanken darum kreisen, wie als Autor noch intensiver und einprägender das Problem benannt werden kann – nein, sondern auch die herbeischleichende Ernüchterung, dass die zum x-ten Mal beschriebenen Beispiele, die aus dem wahren Leben gegriffen sind, keine Besserung bei den Taschenbesitzern versprechen, die nach wie vor ihr Eigentum ungesichert in Fahrradkörben transportieren. So schlägt beim Schreiben mittlerweile Eintönigkeit seine Bahn, doch nichts desto trotz weist die Leipziger Pressestelle weiterhin stoisch auf das Phänomen hin, so wie auch heute in den folgenden beiden „Geschichten“:

    1. Fall
    Von der Grassistraße über Floßplatz, Riemannstraße, Bayrischen Bahnhof bis zur Liebigstraße radelte gestern Vormittag eine 25-Jährige, im Gepäck eine hellbraune Handtasche mit

    – einem I-Phone 5 in schwarz mit 16 GB Speicher
    – eine Tupperdose,
    – eine Thermoskanne,
    – eine Wasserflasche,
    – diverse Studienunterlagen, Aufzeichnungen und ein Buch.

    Als sie in der Liebigstraße ankam, war diese verschwunden, ohne dass sie den Diebstahl bemerkt hatte. Wo lag die Handtasche? Auf dem Gepäckträger in einem Fahrradkorb – ungesichert. Die Frau informierte die Polizei und bezifferte den Stehlschaden mit ca. 300 Euro.

    2. Fall
    Ein dunkelhäutiger Unbekannter habe der 27-Jährigen die schwarze Handtasche aus dem Fahrradkorb gestohlen, in der sich unter anderem das Portemonnaie, der Personalausweis, der Führerschein, die Krankenkassenkarte, die Wohnungsschlüssel, ein I-Phone, Kreditkarten und ein zweistelliger Geldbetrag befanden. So zeigte es die Frau nach dem Diebstahl bei der Polizei an. Weiterhin erklärte die 27-Jährige, dass sie gestern Morgen das Rad in der Schillerstraße bereits abgestellt hatte und kurz mit einer Bekannten sprach. In diesem Moment näherte sich der Unbekannte auf einem Fahrrad, griff in den Korb und nahm ihre Tasche heraus. Dann flüchtete er Richtung Augustusplatz. Den Stehlschaden gab sie noch mit ca. 400 Euro an.

    Fazit der Polizei: Offensichtlich neigt der Mensch doch dazu, erst aus Schaden klug zu werden. Jedenfalls ermittelt die Polizei in beiden Fällen wegen Diebstahls und hofft auf die Einsicht aller Taschenbesitzer, besser auf ihr Eigentum zu achten, denn auf Besserung seitens der Diebe können diese nicht hoffen.

    Meinungsäußerung per Graffiti

    An den Außenwänden zweier Baucontainer sprühte ein Unbekannter mit schwarzer Farbe die Schriftzüge „REFUGEES NOT WELCOME“, „KEINER WILL EUCH“, „GERMAN ZONE“ und „WIDERSTAND FUCK ANTIFA“ in der Größe von 2,5 Meter x 6 Meter an. Außerdem hinterließ er vier Keltenkreuze mit selber Farbe. Ein 27-Jähriger stellte die Schriftzüge am Montagmorgen auf der Baustelle in der Braunstraße fest, auf der die Container standen. Er informierte die Polizei, die umgehend die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufnahm – bislang wird der Schaden auf 500 Euro geschätzt.

    Waffe spazieren gefahren

    Lichtlos und mit dem Helm in der Hand fuhr ein 38-Jähriger gestern Abend auf seinem Motorroller durch den Leipziger Stadtteil Kleinzschocher und einer Polizeistreife geradewegs über den Weg. Die Polizisten entschlossen sich, den Verkehrssünder zu kontrollieren und hielten ihn in der Hirzelstraße an. Dabei stellten sie anhand des amtlichen Kennzeichens fest, dass auch die Versicherung abgelaufen war. Doch sollte sie noch eine weitere Feststellung machen: Als der 38-Jährige die Sitzbank des PGO Scooters öffnete, sah einer der Gesetzeshüter eine Pistole samt Holster auf dem Fachboden liegen. Diese wurde umgehend geprüft und als Federdruckpistole vom Fabrikat Walter identifiziert. Außerdem fand sich noch ein Magazin an, gefüllt mit einer Vielzahl an Geschossen. Da der 38-Jährige keinen Waffenschein besaß und die Waffe zugriffsbereit und geladen in der Öffentlichkeit führte, wurde diese beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das WaffG eröffnet. Die Polizei ermittelt gegen den 38-Jährigen außerdem wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren ohne Pflichtversicherungsschutz und Urkundenfälschung.

    Rollerfahrer im Visier einer Polizeistreife

    Während der Streifenfahrt gerieten heute Nachte zwei Rollerfahrer ins Visier einer Polizeistreife, die die beiden Zweiräder beim Überqueren der Slevogtstraße auf der Blücherstraße entdeckten. Kurz entschlossen folgte die Polizeistreife und forderte per Blaulicht und Lichtzeichen „Stop Polizei“ die beiden Rollerfahrer auf, anzuhalten. Doch als die Verfolgten den Funkstreifenwagen bemerkten, beschleunigten sie und rasten auf der Blücherstraße weiter stadteinwärts, ohne auf Regeln und andere Verkehrsteilnehmer zu achten. Schließlich hielt einer der beiden am rechten Straßenrand, der andere setzte seine Fahrt fort – mittig der Straße, um die Polizeistreife in Schach zu halten. So fuhr die Polizeistreife rechts vorbei und setzte sich schräg vor den Rollerfahrer. Dieser versuchte, seine Flucht fortzusetzen, verlor aber die Kontrolle über das Zweirad und stürzte. Er rutschte samt Maschine in einen Mitsubishi Colt, der am Fahrbahnrand parkte und beschädigte diesen an der Stoßstange – Schaden: 500 Euro. Der Fahrer rappelte sich auf und versuchte, die Beine in die Hand zu nehmen, konnte aber wenig später gestellt und vorläufig festgenommen werden.

    Nun startete das komplette Prüfprogramm: So erfuhren die Polizisten, dass der 27-Jährige aufgrund einer Fahrerlaubnissperre seit letztem Jahr keine Fahrerlaubnis besaß, der Motorroller wahrscheinlich gestohlen wurde, er in einer Gürteltasche Werkzeuge, wie Schraubendreher und Zange, und in seinem Rucksack eine Blechschachtel mit Cliptütchen und kristallinen Anhaftungen transportierte. Ein durchgeführter „Drugwipe-Test“ schlug positiv an. Außerdem fanden sich im Stauraum unter dem Motorrollersitz verpackte und unverpackte Werkzeuge sowie ein loses Versicherungskennzeichen, das von einem vor vier Wochen gestohlenen Moped stammte. Weiterhin fand sich eine Fahrzeugkarte zu einem Opel Astra an, in den Anfang September eingebrochen worden war. Daraufhin wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den 27-Jährigen wegen Diebstahl im besonders schweren Fall, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Gefährdung des Straßenverkehrs und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Der Suzuki-Roller wurde beschlagnahmt.

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