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Polizeibericht, 31. Mai: Zündler im Einkaufsmarkt, Glimpflich ausgegangen, Gescheiterte Enkeltrickbetrüger

In einem Einkaufsmarkt in der Dantestraße zündete ein unbekannter Kunde mehrere Packungen mit Salzstangen an +++ Auf einer Baustelle in Böhlitz-Ehrenberg wurde ein 49-Jähriger bei Baggerarbeiten durch Erdmassen verschüttet, konnte aber noch rechtzeitig von einem Mitarbeiter gerettet werden +++ Zwei Rentnerinnen ließen sich gestern von Trickbetrügern nicht leimen.

Unglaublich, aber wahr!

Die stellvertretende Filialleiterin (54) eines Einkaufsmarktes in der Dantestraße informierte gestern Mittag die Polizei über einen Brand im Geschäft, der jedoch unmittelbar nach Bemerken vom Personal und einem Zeugen (38) mit einem Feuerlöscher liquidiert werden konnte. Ein unbekannter Kunde hatte Leergut abgegeben und verschwand dann im Gang mit Süßigkeiten und Gebäck. Dort wollte er aber nichts in seinen Korb legen. Stattdessen zückte er vermutlich ein Feuerzeug und zündete mehrere Packungen mit Salzstangen an, die im untersten Teil eines Warenträgers lagen. Danach verschwand er umgehend. Das Feuer samt starker Rauchentwicklung wurde zum Glück schnell von den Mitarbeitern bemerkt und konnte gelöscht werden. Verletzt wurde niemand. Es entstand allerdings ein Sachschaden in Höhe von ca. 600 Euro. Kripobeamte haben die Ermittlungen aufgenommen.

Glimpflich ausgegangen ist …

… gestern Morgen ein Arbeitsunfall auf einer Böhlitz-Ehrenberger Baustelle. Ein 49-Jähriger war bei Baggerarbeiten durch Erdmassen verschüttet, aber noch rechtzeitig von einem Mitarbeiter (47) gerettet worden. Was war geschehen? Der 49-Jährige war dabei, mit einem Minibagger ein Erdloch auszuheben. Damit er keine der bereits verlegten Stromkabel beschädigt, wollte er sich nochmals über deren Lage vergewissern. Er stieg aus dem Minibagger und trat an den Rand der Grube. Dabei ging unter seinem Gewicht ein Stück des Erdbodens ab und zog den Bauarbeiter mit in ca. zwei Meter Tiefe. Die Erdmassen fielen auf ihn und begruben den Mann zum großen Teil. Ein 47-Jähriger, der das Unglück mitbekommen hatte, stürzte herbei und zog den Verunglückten unter der Erde hervor. Mit Rippenprellungen und einer Verletzung am Knie musste er in eine Leipziger Klinik transportiert werden.

Enkeltrickbetrüger ohne Erfolg bei Leipzigern

Fall 1

Am Dienstagnachmittag nahm eine 77-Jährige in der Sophie-Scholl-Straße den Hörer ab, nachdem das Telefon klingelte. Die Anruferin meldete sich ohne Namen, redete freundlich drauf los, und fragte dann: „Erkennst Du mich nicht?“. Nach kurzem Überlegen nannte die Angerufene den Namen einer Verwandten aus den Altbundesländern. „Na klar!“ war die Antwort der Anruferin, die die Ältere überraschen wollte, nun aber auf Gericht und dort 25.000 Euro bezahlen müsste. Dies kam der Leipzigerin doch verdächtig vor. Sie legte auf und wartete, ob sich die Anruferin noch mal melden würde. Dies geschah nicht. Dann kontaktierte sie ihre Verwandte, die sie als Anruferin vermutet hatte. Die hatte aber nicht angerufen. Da ihr klar war, dass hier eine Betrugsmasche angewandt wurde, zeigte sie den Sachverhalt bei der Polizei an.

Fall 2

In der Balzacstraße nannte der Anrufer gestern Nachmittag bei einem Rentner-Ehepaar auch keinen Namen sondern fragte, ob ihn die Oma nicht erkennen würde. Als die 75-Jährige entgegnete, seine Stimme würde anders klingen, sagte er, er wäre etwas heiser. Dann erzählte er, er wollte nachher zum Kaffee kommen und bräuchte dringend Geld für einen Hauskauf in Grimma. Er müsste 12% Zinsen zahlen, wenn ihm nicht jemand das Geld sofort vorstrecken würde. Da wurde die Angerufene argwöhnisch, hatte sie doch schon so viel von den Enkeltricks gehört und legte auf. Danach kontaktierte sie ihren echten Enkel, der aber nicht der Anrufer war. Sie erkannte ihn auch an der richtigen Stimme, die nicht heiser klang. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei.

Ladendiebe aktiv

Fall 1

Zwei Männer betraten gestern Abend ein Geschäft in der Hainstraße und suchten offenbar zielgerichtet nach bestimmter Bekleidung. Diese verstauten sie in einem mitgebrachten Rucksack und wollten klammheimlich verschwinden. Doch Ladendetektive hatten beide bereits „auf dem Schirm“, sprachen die Langfinger an und nahmen beide, nachdem sie ihnen ihren Verdacht ausgesprochen hatten, vorläufig fest. Dann riefen sie die Polizei. Beamte stellten im Rucksack die gestohlenen Sachen im Wert von 67 Euro fest. Alles wurde dem Personal wieder zurückgegeben. Die beiden Männer (24, 25) wurden vorläufig festgenommen und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Männer haben sich wegen Diebstahl zu verantworten.

Fall 2

Diverse Lebensmittel und Haushaltartikel im Wert von 44 Euro wanderten gestern Abend in der Messeallee aus den Warenträgern in den mitgebrachten Rucksack zweier Männer. Dabei wurden sie bereits von einem Ladendetektiv ins Visier genommen. Die „Kunden“ passierten wenig später die Kassenzone ohne zu bezahlen und wurden sogleich vom Marktleiter angesprochen. Er hielt beide Männer fest und rief die Polizei. Die Beamten nahmen das Duo (beide 35) vorläufig fest. Wie sich herausstellte, sind die Männer wegen gleichartiger Delikte polizeibekannt. Die unversehrte Ware wurde dem Verkaufspersonal wieder übergeben. Die 35-Jährigen haben sich wegen Diebstahl zu verantworten und erhielten ein einjähriges Hausverbot.

Fall 3

Ein Bohrhammer im Wert von 187 Euro wanderte gestern Nachmittag aus der Originalverpackung in seinen mitgebrachten Rucksack, wobei sich der Dieb offenbar unbeobachtet fühlte. Er nahm noch ein Kabel mit und ging zur Kasse. Nachdem er dieses bezahlt und die Kassenzone verlassen hatte, sprach ihn ein Ladendetektiv an, hielt ihn fest und verständigte die Polizei. Die Beamten gaben die Ware an den Baumarkt in der Dübener Landstraße zurück. Sie nahmen den Dieb (47), der wegen gleichartiger Delikte bereits polizeibekannt ist, vorläufig fest und brachten ihn ins Zentrale Polizeigewahrsam. Er zeigte sich geständig; hat sich jetzt wegen Diebstahl zu verantworten.

Diebstahl aus Hotel

Gestern Abend meldete sich ein mexikanischer Dolmetscher (23) bei der Polizei und zeigte einen Diebstahl aus dem Hotel in der Zschortauer Straße an. Am Tatort wurde bekannt, dass einer mexikanischen Event-Firma ein Raum in diesem Hotel zugewiesen worden war, in welchem kleine Holzstatuen aufgebaut wurden. Diese und noch kleine Beutel mit USB-Sticks mit Informationen über das Land Mexiko sind Geschenkartikel für eine Messeveranstaltung. Nun fehlten aus dieser Räumlichkeit am späten Abend sechs Holzkunstfiguren sowie vier USB-Sticks im Gesamtwert von über 2.200 Euro. Ein Hotel-Mitarbeiter hegte einen Verdacht, der sich wenig später bestätigte: Ein 42-jähriger Mitarbeiter eines im Hotel ansässigen Restaurants, der auch Zutritt zum gemieteten Raum hatte, hatte lange Finger gemacht. Er zeigte sich zunächst geständig, brachte vier der fehlenden Kunstfiguren und die USB-Sticks zurück. Eine Figur im Wert von 450 Euro war beschädigt. Nun fehlen noch zwei weitere im Wert einer höheren dreistelligen Summe, deren Verbleib noch nicht geklärt werden konnte. Polizeibeamte ermitteln nun wegen Verdacht des Diebstahls. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Falsch abgebogen …

… und dadurch einen Unfall verursacht hatte gestern Mittag eine 40-jährige Fahrerin eines VW Up. Sie befuhr die Gorkistraße in Richtung Stannebeinplatz und bog verbotswidrig nach links in die Waldbauerstraße ab. Dabei beachtete sie nicht den ihr entgegenkommenden 23-jährigen Radfahrer. Es kam zum Zusammenstoß, in deren Folge der Radfahrer zu Fall kam und sich verletzte. Polizei und Rettungswagen waren schnell vor Ort. Der Radfahrer wurde medizinisch betreut und anschließend zu einer ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeug entstand ein Sachschaden von ca. 1.200 Euro, am Fahrrad von ca. 700 Euro.

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Grüne und Linke vermissen in den Plänen zum Bahnbogen Leutzsch fast alles, was eine Stadt zum Leben braucht
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Staatsregierung gibt alle Nase lang andere Zahlen zum Bedarf an Sozialwohnungen in Leipzig heraus
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Für alle LeserDie Zahlen können nicht stimmen. Die Linksfraktion im Sächsischen Landtag fragt zwar regelmäßig die Bedarfe der sächsischen Kommunen an Sozialwohnungen bei der Staatsregierung ab, aber die gibt jedes Mal völlig andere Auskünfte. Mal sind es 4.437 Sozialwohnungen, die in Leipzig fehlen, mal 10.353, nun wieder 7.758 in der Antwort auf eine Grünen-Anfrage. Kein Wunder, dass die Linke mit ihren Anträgen bisher gegen Mauern rennt.
Nadine Stitterich und Peter Bär fordern Amtsinhaber Jens Spiske heraus
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Es ist nicht alles Wurst ... Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

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Gastkommentar von Christian Wolff: „Die Basis bröckelt leise“ – Anmerkungen zu den Kirchenaustritten
Die Säule der mitteleuropäischen Kultur – das Christentum. Foto: Ernst-Ulrich Kneitschel

Foto: L-IZ.de

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