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Polizeibericht, 16. März: Drogenszene im Visier, Ladendiebe erwischt, Lagerhalle brannte lichterloh

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    Erneut nahm die Polizei die örtliche Drogenszene am und im Leipziger Hauptbahnhof sowie den angrenzenden Parkanlagen unter die Lupe +++ Ladendiebe in der Innenstadt ohne Chance +++ Lagerhalle im Leipziger Süden brannte bis auf die Grundmauern nieder +++ Falsche Polizisten versuchen ihr betrügerisches Spiel immer wieder +++ Fußgänger in Gohlis angefahren und schwer verletzt.

    Keine Luft …

    Ort: Leipzig, OT Zentrum, Zeit: 15.03.2017, 16:00 – 22:00 Uhr

    … lässt die Polizeidirektion Leipzig den Drogendealern und Konsumenten und erhöht weiter den Druck. Am gestrigen Donnerstag fanden der insgesamt 12. Präsenz- und Zugriffstag sowie eine Komplexkontrolle der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe „BahnhofZentrum“ mit Unterstützung durch die Fahrradstaffel, die Inspektion Zentrale Dienste, die Diensthundestaffel, die Bereitschaftspolizei, Kräfte der Kriminalpolizei Leipzig, den Kriminaldienst des Polizeireviers Leipzig-Zentrum und Kräfte der Bundespolizeidirektion Pirna statt.

    Ziel war es, die örtliche Drogenszene am und im Leipziger Hauptbahnhof sowie den angrenzenden Parkanlagen (Bürgermeister-Müller-Park und Schwanenteich) weiter offensiv zu bekämpfen. Dazu wurden die bekannten Orte durch zivile Kräfte aufgeklärt, um anschließend eine größtmögliche Präsenz zu zeigen. Danach erfolgten darüber hinaus abgestimmte Kontrollen aller Kräfte im Bereich statt.

    Am Nachmittag wurden durch zivile Einsatzkräfte vermehrt Klientel der Betäubungsmittel- und Händlerszene im Bereich des Bürgermeister-Müller-Parks festgestellt. Diesen war die erhöhte Aufmerksamkeit der Beamten gewiss. Es dauerte auch nicht lange und die Anbahnungsgespräche zwischen Händler und Käufer liefen an. Die Beamten schritten ein. Käufer (55, männlich, Deutscher) und Händler wurden vorläufig festgenommen.

    Beim Händler (36, Libyen) wurden mehrere verkaufsfertige Portionseinheiten Marihuana aufgefunden. Eingesetzte Rauschgiftspürhunde spürten zudem erfolgreich in der Parkanlage mehrere Depots mit kleinen Mengen Betäubungsmitteln auf.

    Parallel dazu wurde eine zwölfköpfige Personengruppe der örtlichen Punker- und Trinkerszene am Mittelbau des Leipziger Hauptbahnhofes kontrolliert. Dabei wurden bei vier Tatverdächtigen (48, 46 männlich; 32, 26 weiblich, Deutsche) Betäubungsmittel aufgefunden und gegen eine Person eine Ordnungswidrigkeitenanzeige (Führen eines Einhandmessers) nach dem Waffengesetz gefertigt. Anschließend erfolgte der Platzverweis der Personen. Zivilkräfte nahmen einen Tatverdächtigen (22, Libyen) im Bereich des Hauptbahnhofes fest, der wenige Tage zuvor wegen eines Diebstahldeliktes aufgefallen war. Dieser deponierte einen Beutel in einem Gepäckschließfach.

    Danach verließ er das Gebäude und lief in Richtung Innenstadt. Hier wurde er einer Kontrolle unterzogen. Auch bei ihm wurden mehrere Verkaufseinheiten Betäubungsmittel aufgefunden. Die Beamten liefen mit dem Tatverdächtigten zurück zum Schließfach. In diesem Fach lagen ein Kunststoffbeutel und ein Rucksack mit Bekleidungsgegenständen; blöd nur, dass sich an den Bekleidungsgegenständen noch die Diebstahlssicherungen und die Preisetiketten der geschädigten Ladengeschäfte in der Innenstadt befanden. Das Diebesgut hatte einen Wert von 300 Euro.

    Aufgrund der Kontrollen war ein deutlicher Verdrängungseffekt in den Parkanlagen Schwanenteich und Bürgermeister-Müller-Park sowie im Umfeld des Leipziger Hauptbahnhofes zu erkennen. Insgesamt wurden 26 Personenkontrollen durchgeführt, acht Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet, 26 Platzverweise ausgesprochen und eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt.

    In der Summe konnten 33,8 g Marihuana und 1,6 g Haschisch aus dem Verkehr gezogen werden. Mehrere Betäubungsmitteldepots wurden aufgefunden und die darin befindlichen Cliptütchen mit Betäubungsmitteln sichergestellt und entsorgt. Auch am gestrigen Abend führten Beamte der Bereitschaftspolizei weitere offensive Präsenzmaßnahmen im Bereich Schwanenteich/Oper durch, da es in diesem Bereich wiederholt zu Bedrohungen von Passanten kam. In diesem Zusammenhang gab es keinerlei Vorkommnisse zu verzeichnen.

    „Die Arbeitsergebnisse dieses Einsatzes zeigen erneut deutlich und ohne Zweifel, dass unweigerlich ein kriminalgeografischer Schwerpunkt um den Hauptbahnhof besteht und die Präsenz der Polizei weiterhin erforderlich ist. Und das werden wir auch beibehalten.“

    Parfüm- und Bücherdieb geschnappt

    Ort: Leipzig-Zentrum, Neumarkt, Zeit: 15.03.2018, 13:50 Uhr

    Ein Ladendetektiv (36) verständigte gestern Nachmittag die Polizei, da er einen Dieb erwischt hatte. Der Mann, ein 27-jähriger Tourist aus Neuseeland, hatte lange Finger gemacht; und das gleich zweimal, wie sich wenig später herausstellte. Der junge Mann befand sich in einem Kaufhaus und steckte heimlich ein Parfüm im Wert von 72 Euro sowie eine Tafel Schokolade im Wert von 3,50 Euro in seinen mitgebrachten Rucksack. Beim Durchsuchen dessen fanden die Beamten noch drei Bücher, ein Kartenspiel, zwei Magnete, eine Kerze, ein Gewürz sowie zwei Packungen Buntstifte mit den Verkaufsetiketten eines in der Nähe liegenden Buchgeschäftes.

    Die Polizisten informierten dessen Personal über den Diebstahl und gleich darauf erschien eine Mitarbeiterin (27) im Warenhaus. Bei der Überprüfung des Diebesgutes stellte sich heraus, dass dem Geschäft ein Schaden von knapp 100 Euro entstanden wäre. Zudem stellten die Gesetzeshüter beim Langfinger noch Betäubungsmittel und ein Cuttermesser fest. Die Beamten stellten alles sicher. Der Neuseeländer hat sich strafrechtlich zu verantworten.

    Scharfsinnige Mitarbeiterin überführte Ladendiebin

    Ort: Leipzig (Zentrum), Neumarkt, Zeit: 15.03.2018, ca. 15:25 Uhr

    Eine Mitarbeiterin (38) eines Leipziger Schuhgeschäftes konnte gestern eine Ladendiebin (36) schnappen. Die Verkäuferin sprach die Beschuldigte kurz vor Verlassen des Geschäftes an, daraufhin rückte die ertappte 36-Jährige ihre Beute heraus. Sie versuchte nicht nur das Auslösen des Alarms clever zu umgehen, indem sie die Diebstahlssicherung am Schuh mit Aluminiumfolie umwickelte, sondern stülpte auch über die neuwertigen Schuhe einen großen Schal, so dass sie unbemerkt hätte flüchten können.

    Alle Bemühungen halfen nichts, denn sie hatte die Aufmerksamkeit der Verkäuferin wohl völlig außer Acht gelassen. Nun muss sich die 36-Jährige wegen Ladendiebstahls verantworten.

    Lagerhalle brannte lichterloh

    Ort: Leipzig (Zentrum-Süd), Kohlenstraße, Shakespearestraße, Zeit: 16.03.2018, 00:47 Uhr

    Aus bisher ungeklärter Ursache kam es in der Nacht zum Brand einer ca. 10 m x 30 m großen Baracke im Leipziger Süden. Durch die Kollegen der Feuerwehr wurde vergeblich versucht, die Flammen rechtzeitig einzudämmen und das vollständige Abbrennen zu verhindern. Dies gelang jedoch nicht, denn die leerstehende Lagerhalle brannte bis auf die Grundmauern nieder. Aufgrund der schnellen Brandentwicklung griffen Flammen auf angrenzende Bäume über. Glücklicherweise kamen bei dem Brand keine Personen zu Schaden.

    „Ich bin von der Polizei“

    Fall 1

    Ort: Leipzig-Zentrum, Käthe-Kollwitz-Straße Zeit: 15.03.2018, gegen 13:00 Uhr

    Um die Mittagszeit klingelte das Telefon bei einer 79-jährigen Frau. Der Anrufer meldete sich mit den Worten: „Hier ist die Polizei aus der Ritterstraße.“ Er gab an, dass zwei Rumänen in ihrem Mehrfamilienhaus eingebrochen hätten. Da die Seniorin ihre Skepsis nicht verbergen konnte, legte der Mann auf. Die 79-Jährige und ihr Mann verständigten dann die Polizei.
    Fall 2

    Ort: Leipzig-Eutritzsch, Wittenberger Straße, Zeit: 15.03.2018, gegen 11:30 Uhr

    Eine 76-Jährige hob den Telefonhörer und der Anrufer teilte mit: „Hier ist die Polizei“. Der „Polizist“ sagte seinem Opfer, dass bei ihm eingebrochen worden wäre, was die Frau jedoch verneinte. Nun gab er an, dass es doch in ihrer Nähe gewesen sei. Bei den Einbrechern handele es sich um Rumänen, die ein Notizbuch bei sich hätten, in welchem ihre persönlichen Daten drin stünden. Nun fragte er nach Schmuck in der Wohnung und bei welcher Bank die Frau sei.

    Sie beantwortete die Fragen, auch die nach ihrem Geld auf dem Konto und des Sparbuches. Der Mann meinte daraufhin, dass er sie jetzt weiterverbinden würde und es meldete sich eine sehr junge Stimme. Auch der jetzige Anrufer fragte nach Geld. Nun doch hellhörig geworden, gab ihm die 76-Jährige zu verstehen, dass er doch gar nicht von der Polizei ist. Der Anrufer legte sofort auf und die Frau erstattete Anzeige.

    Fall 3

    Ort: Brandis, OT Polenz, Siedlungsring, Zeit: 15.03.2018, gegen 12:15 Uhr

    Auch eine 73-jährige Frau erhielt einen Anruf, bei welchem sich der Unbekannte als „Kriminalpolizist“ ausgab. Die misstrauische Seniorin beendete sofort das Telefonat und informierte die Polizei. In allen drei Fällen haben Kripobeamte die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

    Fußgänger angefahren

    Ort: Leipzig, OT Gohlis, Lindenthaler Straße, Zeit: 15.03.2018, 14:20 Uhr

    Eine 53-jährige Fahrerin eines Pkw Suzuki fuhr die untergeordnete geregelte Elsbethstraße in stadteinwärtiger Richtung und hatte die Absicht, an der Kreuzung zur Lindenthaler Straße nach links abzubiegen. Beim Abbiegen erfasste sie einen 71-jährigen Fußgänger, der mit Gehhilfen gerade die Lindenthaler Straße überqueren wollte und sich bereits mitten auf der Fahrbahn befand.

    Der Fußgänger kam auf der Fahrbahn zu Fall, verletzte sich schwer, wurde durch die Rettungskräfte in ein Krankenhaus gebracht und stationär aufgenommen. Die 53-jährige Fahrerin wurde am Unfallort wegen einem leichten Schock durch Rettungskräfte behandelt.

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