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Polizeibericht, 4. September: Smartphone geraubt, Achtung vor Spendensammlern, Falsche Polizeibeamte

Telefonierend lief ein 34-Jähriger die Lutherstraße entlang, als ihm ein Unbekannter mit der Hand gegen den Hinterkopf schlug und versuchte, dessen Rucksack zu entwenden. Letztendlich riss er ihm das Smartphone aus der Hand und rannte davon – Zeugen gesucht +++ In der Richard-Lehmann-Straße stieß die Polizei auf einen 70-Jährigen, der vortäuschte, Spenden im Namen eines Fördervereins zur Tierheimhilfe zu sammeln +++ Am Schönauer Ring gaben sich zwei Männer als Polizeibeamte aus und bestahlen eine 92-Jährige in ihrer Wohnung.

Smartphone geraubt

Ort: Leipzig (Neustadt-Neuschönefeld), Lutherstraße/Konstantinstraße, Zeit: 27.08.2019, gegen 22:00 Uhr

Telefonierend lief ein 34-Jähriger am Dienstagabend kurz nach 22:00 Uhr die Lutherstraße entlang in Richtung in Richtung Kohlgartenstraße. Kurz nach der Kreuzung Kohlgartenstraße/Konstantinstraße kam ein Unbekannter von hinten, schlug ihm mit der Hand gegen den Hinterkopf, zog ihn dann an den Armen, um den Rucksack zu entwenden. Der Angegriffene versuchte sich zu wehren. Dann ging aber alles sehr schnell. Der Angreifer riss ihm das Smartphone aus der Hand und lief in Richtung Eisenbahnstraße davon. Das Telefon hatte nach Aussage des Geschädigten einen hohen dreistelligen Wert.

Den Täter beschrieb der Ausgeraubte wie folgt:

  • männlich
  • kräftige Gestalt
  • ca. 185cm
  • dunkle Kleidung
  • helle Hautfarbe

Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen. Besonderes einen Mann der in unmittelbarer Nähe auf dem Bordstein saß. Er hatte eine blaue Jeans an. Er hat mit hoher Wahrscheinlichkeit die Tat beobachtet. Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Achtung vor Spendensammlern

Ort: Leipzig (Connewitz), Richard-Lehmann-Straße, Zeit: 03.09.2019, gegen 10:30 Uhr

Im Rahmen ihrer Streifentätigkeit fiel Polizeibeamten des Polizeireviers Leipzig-Südost in Höhe der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße/Richard-Lehmann-Straße an einer Postbank-Filiale ein älterer Mann mit einem grünen Aufsteller auf. Den Polizeibeamten war dieser Mann aus vorhergehenden Straftaten in Verbindung mit Spendensammlungen schon bekannt. Es handelte sich um einen 70-Jährigen. Im Zuge der Ermittlungen wurde festgestellt, dass der 70-Jährige nicht im Namen des Vereins sammelt und der Verein auch nicht Geld von ihm erhalten hat. Er täuschte vor, Spenden im Namen eines Fördervereins zur Tierheimhilfe, zu sammeln.

Bei der Kontrolle konnte ein Betrag von ca. 5 Euro festgestellt werden, den ein bisher unbestimmter Personenkreis in die Spendenbox warf. Aus mitgeführten Unterlagen geht hervor, dass er täglich an wechselnden Orten Spenden sammelte, vermutlich um sich so seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Die Beamten nahmen Kontakt mit der Einrichtung auf, an das das Geld gehen sollte. Diese Einrichtung für die angeblich Spenden gesammelt wurden, gab an, dass sie keine Spenden erhalten haben und auch niemand damit beauftragten.

Der 70-Jährige wurde in das Polizeirevier gebracht und der Aufsteller, dem selbst gemachten Spendenausweis, den der 70-Jährige vor der Brust trug, sichergestellt. Auch die selbst verplombte Spendendose wurde untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass am Boden der Spendendose Magnete angebracht waren, die dafür sorgten, dass das Geld am Boden festhing und die Dose beim Schütteln leer klang. Ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugs wurde eingeleitet und der 70-Jährige anschließend wieder entlassen.

Hinweis der Polizei: Der Sammler muss eine Sondernutzungserlaubnis der Stadt Leipzig vorweisen, indem zu erkennen ist, dass er eine Straßensammlung für gemeinnützige Zwecke durchführen kann. Lassen Sie sich diese Genehmigung zeigen.

Falsche Polizeibeamte

Ort: Leipzig (Schönau), Schönauer Ring, Zeit: 03.09.2019, gegen 15:15 Uhr bis gegen 15:20 Uhr

Zwei männliche, unbekannte Täter klingelten bei einer 92-jährigen Frau und gaben sich als Polizisten aus. Sie gaben an, einen möglichen Diebstahl aus ihrer Wohnung überprüfen zu müssen und drängten die Frau in die Wohnung. Nachdem sie sich von der älteren Dame den Aufbewahrungsort ihrer Schmuck- und Wertgegenstände haben zeigen lassen, stahlen sie Bargeld in einem hohen dreistelligen Bereich und diversen Schmuck in bisher unbekannter Menge. Danach verließen beide fluchtartig die Wohnung.

Nach einem Telefonat mit ihrer Tochter, informierte diese die Polizei. Ein Ermittlungsverfahren wegen Amtsanmaßung und Diebstahl wurde eingeleitet. Derzeit häufen sich vermehrt Fälle, in denen vorwiegend ältere Menschen Opfer von Trickbetrügern werden, welche sich als Polizisten ausgeben. Nachdem sie sich das Vertrauen der Opfer erschlichen haben, bitten die falschen Polizisten ihre Opfer um Herausgabe von Bargeld, Schmuck und anderen Wertgegenständen.

Hinweis: Die Polizei wird Sie niemals dazu auffordern, Geld oder Wertsachen herauszugeben. Sie werden diesbezüglich auch nicht telefonisch kontaktiert. Sollte ein solcher Fall eintreten oder sollten Sie sich unsicher sein, so wenden Sie sich an das örtliche Polizeirevier und teilen sie den Beamten den Sachverhalt mit.

Diebstahl eines Motorrades

Ort: Leipzig (Plagwitz), Amalienstraße, Zeit: 31.08.2019, gegen 07:00 Uhr bis 03.09.2019, gegen 19:00 Uhr

Unbekannter Täter entwendete das unter einer Abdeckplane in der Amalienstraße auf dem Gehweg stehende metallic/schwarze Motorrad Yamaha, XJ 600 (amtliches Kennzeichen L QG 95) des 41-jährigen Halters. Das Motorrad war mit einem Bremsscheibenschloss und Lenkerschloss gesichert. Der Zeitwert des Fahrzeuges beträgt ca. 2.000 Euro.

Wegen fünf Euro

Ort: Leipzig (Grünau-Mitte), Alte Salzstraße, Zeit: 03.09.2019, gegen 20:00 Uhr

Wegen fünf Euro bekamen sich zwei Herren in Grünau am Dienstagabend in die Haare. Warum der eine von dem anderen das Geld forderte, blieb unklar. Fakt war nur: der 58-Jährige hatte sie in seinem Beutel. Anscheinend hatten beide zusammen gezecht und vor einem Discount-Markt gemeinsam einige Flaschen Bier der Hausmarke getrunken. Dann gab es Streit um das Geld in dem Beutel. Der Geldfordernde (augenscheinlich 50–60 Jahre alt) langte daraufhin zu und schlug dem Beutelbesitzer ins Gesicht. Der gab seinen Beutel dennoch nicht her, woraufhin sich der Angreifer trollte. Der Geschlagene hatte deutliche Hämatome und Blessuren im Gesicht. Er musste ambulant medizinisch behandelt werden. Gegen den Angreifer ermittelt die Polizei nun wegen räuberischer Erpressung.

Betrügerischer Gewinn

Ort: Leipzig (Gohlis-Nord), Heinrich-Mann-Straße, Zeit: 31.08.2019, gegen 13:40 Uhr

Mit dem Gewinn eines Autos im Wert von 38.000 Euro wollten Anrufer einen 76-Jährigen locken, insgesamt 900 Euro, angebliche Bearbeitungsgebühr zu transferieren. Hierzu sollte der Rentner Bezahl-Karten kaufen und die Codes telefonisch übermitteln. Das kam ihm jedoch verdächtig vor. Er erstattete Anzeige wegen versuchten Betrugs.

Vorsicht an der Haltestelle!

Ort: Leipzig (Zentrum-West), Jahnallee, Zeit: 03.09.2019, gegen 08:35 Uhr

Ein 12-jähriges Mädchen rannte an einer Haltestelle der Straßenbahnlinie 3, zwischen zwei Straßenbahnen, über die Bahngleise in Richtung Arena. Dabei kam sie ins Stolpern und stieß leicht gegen die gerade einfahrende Linie 15, die in stadtauswärtiger Richtung fuhr. Das Mädchen kam dadurch zu Fall und verletzte sich leicht. Im Anschluss wurde sie durch die herbeigerufenen Rettungssanitäter versorgt. Auch ihr Vater wurde informiert. Die Verkehrsaufsicht der Leipziger Verkehrsbetriebe kam ebenfalls zum Ort, um größere Verkehrsstörungen zu vermeiden. Die Polizei mahnt Verkehrsteilnehmer und Passanten an Bahn- und Bushaltestellen zur Vorsicht. Der Vorfall hätte für das Mädchen weitaus schlimmer enden können.

Zu viel Alkohol

Ort: Leipzig (Wiederitzsch), Delitzscher Landstraße/Südtangente, Zeit: 03.09.2019, gegen 21:30 Uhr

Als die Fahrerin eines Opel Meriva von der Südtangente in die Delitzscher Landstraße abbiegen wollte, missachtete sie einen vorfahrtsberechtigten Renault Megane, der aus der Delitzscher Landstraße in Richtung Leipzig fuhr. Es kam zur Kollision. Dabei entstand erheblicher Sachschaden. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Bei der Unfallverursacherin wurde starker Alkoholgeruch festgestellt. Ein Atemalkoholtest ergab mehr als 1,2 Promille. Die 41-Jährige musste zur Blutentnahme und ihren Führerschein sofort abgeben. Sie muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

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