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Baumentnahmen wegen Rußrindenkrankheit

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    An der Erzbergerstraße und an weiteren Einzelstandorten in Delitzsch müssen am kommenden Montag, dem 24. Februar 2020, kurzfristig in größerem Umfang Bäume entnommen werden, die von der Rußrindenkrankheit befallen sind.

    Warum so kurzfristig?

    Da die Bäume in diesem Bereich verhältnismäßig dicht stehen, hat die Pilzerkrankung sehr schnell voranschreiten können.
    In ganz Deutschland sind vor allem Bergahorne von der Rußrindenkrankheit betroffen. Da die Entfernung der Gehölze aufgrund der Gefährlichkeit des Pilzes nur Spezialfirmen übernehmen können, ist es aufgrund deren Auslastung schwierig, diese Unternehmen per Auftrag zu binden. Der Servicegesellschaft der Stadt Delitzsch ist es nun kurzfristig gelungen, eine Firma mit der Entnahme zu beauftragen.

    Was ist die Rußrindenkrankheit?

    Die Rußrindenkrankheit ist eine Pilzerkrankung die zumeist an Ahornbäumen auftritt. Vereinzelt wurde der Pilz auch an anderen Baumarten beobachtet. Die Krankheit wird durch den invasiven Schlauchpilz Cryptostroma corticale hervorgerufen.

    Der Pilz kann jahrelang im Baum verharren. Als Schwächeparasit wartet er Stressphasen seines Wirts ab, erst wenn die Bedingungen optimal für ihn sind tritt er auf. Infektionen und Krankheitssymptome treten insbesondere in Jahren mit Trockenstress, Wassermangel und großer Hitze auf.
    Das Holz im Inneren verfärbt sich grün bis blau. Unter der Rindenoberfläche reifen die Pilzsporen heran. Erste Anzeichen der Erkrankung lassen sich an welken Kronenteilen erkennen, Rindenrisse und abblätternde Rindenpartien zeigen sich im späteren Verlauf der Krankheit.

    Namensgebend für den Pilz sind die zum Vorschein kommenden schwarzen Pilzsporen, die sich unter der Rinde ansammeln. Die Schicht ist bei starkem Befall bis zu einem Zentimeter dick. Sie gibt dem Stamm den Anschein, als wäre er mit Ruß überzogen. Für betroffene Bäume gibt es bis jetzt noch keine Heilung.

    Was müssen Privatpersonen für ihre Gesundheit und den privaten Baumbestand beachten?

    Die große Zahl von Pilzsporen an abgestorbenen Ahornbäumen kann bei intensivem Kontakt die Gesundheit des Menschen gefährden. Beim Einatmen der Sporen können diese eine allergische Reaktion hervorrufen, die eine langwierige Entzündung der Lungenbläschen nach sich ziehen kann.

    Wenn auf privaten Grundstücken der Verdacht besteht, ein Baum sei von der Rußrindenkrankheit betroffen, sollte sich der Bürger an ein Baumpflegeunternehmen wenden. Diese Firmen verfügen über das Fachwissen, eine Diagnose zu stellen oder wenn Unklarheit besteht Rindenproben zu entnehmen, um diese in der Phytopathologie der Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Land-wirtschaft Sachsen auf Erreger der Rußrindenkrankheit untersuchen zu lassen.

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