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Polizeibericht 12. März, Ergänzung: Schussabgabe in Glesien, Taschendieb, Betrüger am Telefon

Gestern Abend gelang es den Beamten der Kriminalpolizei einen vermeintlich reisenden Konzert- und Festivaldieb zu stellen+++Gestern Nachmittag erreichte die Leipziger Polizei ein Notruf aus Glesien bei Schkeuditz. Darin teilte eine junge Frau mit, dass soeben auf ihren Vater geschossen worden sei. +++Am Donnerstagmittag hatte die Fahrerin eines Opels Crossland beim Rechtsabbiegen nicht aufgepasst.

Schussabgabe in Glesien – eine Person verletzt

Ort: Schkeuditz (Glesien), Delitzscher Straße, Zeit: 11.03.2020 gegen 17:45 Uhr

Gestern Nachmittag erreichte die Leipziger Polizei ein Notruf aus Glesien bei Schkeuditz. Über den Notruf wurde bekannt, dass der Vater einer jungen Frau angeschossen worden sei. Der dem Vater und der jungen Frau bekannte Tatverdächtige (m, deutsch, 26) soll nach der Schussabgabe die Flucht ergriffen haben.

Gemeinsam mit den Rettungskräften trafen die Beamten am Tatort ein und konnten den Vater mit einer oberflächlichen Kopfverletzung feststellen. Diese blutete zwar stark, war jedoch nicht lebensbedrohlich. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht, konnte dieses aber noch am selben Tag wieder verlassen. Durch die Einsatzkräfte konnte der Tatverdächtige einige Stunden später gefasst und vorläufig festgenommen werden. Seine Wohnung wurde durchsucht.

Die Kriminalpolizei hat in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Leipzig die Ermittlungen gegen den 26-Jährigen aufgenommen. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Haftantrag gegen den Beschuldigten wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig muss nun entscheiden, ob der Haftbefehl erlassen und in Vollzug gesetzt wird.

Zu dem Tatmittel können momentan keine näheren Angaben gemacht werden. Die konkrete Beschaffenheit der Tatwaffe wird Gegenstand der weiteren Ermittlungen sein. Im Zuge der Ermittlungen wird auch die Frage nach dem Motiv und der persönliche Vorbeziehung eine Rolle spielen.

Taschendieb auf Konzert gefasst

Ort: Leipzig (Wahren), Gustav-Esche-Straße, Zeit: 11.03.2020, gegen 16:40 Uhr bis 23:50 Uhr

Gestern Abend gelang es den Beamten der Kriminalpolizei einen vermeintlich reisenden Konzert- und Festivaldieb zu stellen. Im Rahmen des Auftritts einer US-amerikanischen Metal- und Rockband wurde ein 31-Jähriger (rumänisch) kontrolliert. Bei der Durchsuchung stellten die Beamten mehrere Mobiltelefone fest, die ihm wahrscheinlich nicht gehörten. Zuvor hatte ein Mann den Diebstahl seines Mobiltelefons bei den Polizisten angezeigt. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen.

Die gestohlenen Telefone konnten an die Eigentümer zurückgegeben werden. Die Ermittlungen dauern an. Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft Leipzig Haftantrag gegen den Beschuldigten wegen des dringenden Tatverdachts des Diebstahls in vier Fällen gestellt. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig muss nun entscheiden, ob der Untersuchungshaftbefehl erlassen und in Vollzug gesetzt wird.

Die Band hatte in den vergangenen Tagen auch in Hannover und Berlin gespielt. Dort kam es ebenfalls zu diversen Diebstählen von Bargeld und Mobiltelefonen. Im Laufe der Ermittlungen wurde bekannt, dass es sich bei dem gefassten 31-Jährigen vermutlich um einen reisenden Täter handelt, der auch in anderen europäischen Ländern im Zusammenhang mit Eigentumsdelikten festgestellt worden ist. Bereits seit 2016 laufen deutschlandweit umfangreiche Ermittlungen zu sogenannten reisenden Konzert- und Festivaltätern. Es wird nun auch geprüft, ob ein Zusammenhang zu den Diebstählen in Berlin und Hannover hergestellt werden kann.

Vorsicht – Betrüger am Telefon!

Ort: Leipzig (Möckern), Zeit: 11.03.2020, zwischen 11:00 Uhr und 17:00 Uhr

Ein Ehepaar (w, 79; m, 80) erhielt am Mittwochvormittag einen Anruf einer weiblichen Person, die sich als ihre Enkelin „Rebecca“ ausgab. Die Anruferin bat um finanzielle Hilfe und gab an, sich nochmals melden zu wollen und dann mitzuteilen, aus welchem Grund. Wenig später klingelte das Telefon erneut; Diesmal meldete sich ein Mann, der sich als Mitarbeiter des LKA ausgab und fragte, ob gerade eine Frau angerufen habe, die Geld wollte, was bejaht wurde. Er bat das Ehepaar um Mithilfe beim Ergreifen einer Betrügerin.

Dazu vereinbarten sie, Geld in einem Umschlag an einem festgelegten Ort zu hinterlegen. Kurz darauf meldete sich nochmals die Frau und verlangte jetzt 50.000 Euro. Die Anrufe suggerierten ein glaubhaftes Szenario und vermittelten den Geschädigten den Eindruck, bei der Ergreifung einer Täterin mitzuwirken.

Aufgrund dessen hob das Ehepaar nun nicht die verlangten 50.000 Euro, jedoch eine niedrige fünfstellige Summe ab und hinterlegte das Geld in einem Umschlag am vereinbarten Ort. Am späten Nachmittag prüften beide den Ablageort – der Umschlag war weg. Das Ehepaar hegte nun den Verdacht, dass es betrogen wurde und verständigte die Polizei. Kripobeamte haben die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

Pkw prallt gegen Baum

Ort: Leipzig (Böhlitz-Ehrenberg), Leipziger Straße, Zeit: 11.03.2020, gegen 06:10 Uhr

Ein 52-jähriger Fahrer (deutsch) eines Peugeot Partner hatte auf der Leipziger Straße in stadtauswärtiger Richtung geparkt. Beim Ausparken fuhr er wahrscheinlich ohne Rücksichtnahme auf den fließenden Verkehr los, wobei es zum Zusammenstoß mit einem 52-jährigen Fahrer eines Citroën C2 kam, welcher ebenfalls in stadtauswärtige Richtung unterwegs war.

Der Fahrer des Citroën kam in der Folge nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Dabei wurde der Fahrer leicht verletzt. Der Citroën war nicht mehr fahrbereit. An den Fahrzeugen entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von etwa 8.500 Euro.

Pkw kollidiert mit Straßenbahn

Ort: Leipzig (Neulindenau), Lützner Straße, Zeit: 11.03.2020, gegen 07:55 Uhr

Ein 52-jähriger Fahrer eines VW Caddy fuhr die Lützner Straße in stadteinwärtiger Richtung. An der Kreuzung Lützner/Saalfelder Straße hatte der VW-Fahrer die Absicht, nach links in die Saalfelder Straße abbiegen. Dabei missachtete er wahrscheinlich den nachfolgenden Verkehr, so dass es zum Unfall mit einer Straßenbahn kam. Der 56-jährige Straßenbahnfahrer war ebenso auf der Lützner Straße, in stadteinwärtiger Richtung unterwegs. Bei dem Unfall entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von etwa 6.000 Euro.

Pkw und Lkw stoßen zusammen

Ort: Großpösna, Rudolf-Breitscheid-Straße/Grimmaische Straße, Zeit: 11.03.2020, gegen 11:20 Uhr

Am Donnerstagmittag hatte die Fahrerin (74, deutsch) eines Opels Crossland beim Rechtsabbiegen nicht aufgepasst. Die Autofahrerin  war auf der Rudolf-Breitscheid-Straße unterwegs und bog an der Kreuzung Grimmaische Straße nach rechts ab. Sie beachtete wahrscheinlich die Vorfahrt eines 52-jährigen Fahrers eines Lkw MAN nicht.

Beide Fahrzeuge stießen zusammen, wobei die Pkw-Fahrerin leicht verletzt wurde und in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste. An beiden Fahrzeugen entstand ein Schaden in Höhe von etwa 40.000 Euro. Die 74-Jährige hat sich wegen fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten.

Autofahrer erfasste Radfahrer

Ort: Leipzig (Schönefeld), Zeumerstraße/Ossietzkystraße, Zeit: 11.03.2020, gegen 22:45 Uhr

Der Fahrer (33, syrisch) eines Mitsubishi fuhr die Zeumerstraße stadtauswärts. An der Einmündung zur Ossietzkystraße bog er nach links ab. Dabei übersah er wahrscheinlich einen entgegenkommenden Fahrradfahrer (33). Er erfasste den Zweiradfahrer. Dieser stürzte, verletzte sich schwer und wurde in einem Krankenhaus stationär aufgenommen. An Auto und Fahrrad entstand ein Schaden in Höhe von ca. 1.500 Euro. Gegen den Mitsubishi-Fahrer wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

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In dieser Woche beginnen die Bauarbeiten zur Öffnung des Deichs am Ratsholz
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Für alle LeserNatürlich kann auch Leipzig die Corona-Panemie wirtschaftlich bewältigen. China schafft es ja auch. Nicht alle Branchen sind gleichermaßen betroffen. Und die Unternehmer in Leipzig sind nach dem Schreckmoment im Frühjahr mittlerweile deutlich zuversichtlicher, dass die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt. Denn auch mit Auflagen funktioniert Wirtschaft – nur nicht in allen Branchen.
Prozess gegen „Das Wunder von Mals“: Auch dem Geschäftsführer des Oekom Verlags droht wegen „übler Nachrede“ eine Anklage
Alexander Schiebel. Foto: Jörg Farys, Oekom Verlag

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Für alle LeserDer Oekom Verlag hatte 2017 schon den richtigen Riecher, als er Alexander Schiebels Buch „Das Wunder von Mals“ mit dem Untertitel versah: „Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet“. Auch wenn es jetzt ein Südtiroler Landesrat und 1.600 Südtiroler Obstbauern zu sein scheinen, die neben Alexander Schiebel auch Karl Bär, Agrarreferent im Umweltinstitut München, vor Gericht gezerrt haben. Nun wollen sie auch noch Oekom-Verleger Jacob Radloff anklagen lassen. Deutlicher kann die ach so stille Agarindustrie gar nicht zeigen, wie sehr ihr dieser Münchner Verlag ein Dorn im Auge ist.