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Überqueren der Hans-Driesch-Straße an der Verbindung zur Straße Am Sportforum soll 2021 sicherer werden

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    Das Überqueren der Hans-Driesch-Straße an der Verbindung zur Straße Am Sportforum soll dank einer neuen Ampelanlage sicherer werden. Dies geht aus der Sitzung der Verwaltungsspitze hervor. Dank der neuen Lichtsignalanlage sollen Fußgänger und Radfahrer die Straße auf sechs Metern Breite und dank einer Aufstellfläche zwischen den beiden Fahrbahnen in zwei Zügen sicher queren können. Akustische Einrichtungen für Blinde und Sehbehinderte sind ebenfalls vorgesehen.

    „Der Verkehr im Zuge der Hans-Driesch-Straße und der Straße Am Sportforum wird vor allem durch werktäglichen Wirtschafts- und Berufsverkehr bestimmt“, erläutert Leipzigs Baubürgermeister Thomas Dienberg. „Fußgänger und Radfahrer queren derzeit unmittelbar vor der Landauer Brücke ohne Ampel die Straße Am Sportforum. Durch die Realisierung der Maßnahme wird die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich verbessert, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer. Nicht zuletzt die Schüler, die im Olympiastützpunkt trainieren, sollen davon profitieren.“

    Mit Beginn der Sommerferien, ab Juli 2021, starten die Arbeiten. Während der elfwöchigen Bauzeit ist geplant, den Verkehr mit einer Richtungswechsel-Ampel in beide Richtungen am Baufeld vorbeizuleiten. Fußgänger- und Radfahrer können es an beiden Seiten überqueren. Basis und Grundlage der Baumaßnahme für insgesamt 399.000 Euro sind der Stadtentwicklungsplan (STEP) „Verkehr und öffentlicher Raum“ sowie das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Leipzig 2030 (INSEK).

    Die derzeit vorhandene ampelfreie Querungshilfe östlich der Landauer Brücke wird durch Radfahrer und Fußgänger stark frequentiert. Insbesondere wird die Fahrbahn von Schülern, die unter anderem im Olympiastützpunkt Leipzig trainieren, genutzt. Die Verkehrszählung im Jahr 2015 ergab für den anstehenden Baubereich eine Verkehrsbelegung von 29.029 Kfz/24 h.

    In der Frühspitzenstunde wurden aus Richtung Osten (Am Sportforum) 891 Kfz/h und aus Richtung Westen (Cottaweg) 1.319 Kfz/h ermittelt. In der Nachmittagsspitzenstunde ändert sich die Flutrichtung und es wurden aus Richtung Osten (Am Sportforum) 1.391 Kfz/h und aus Richtung Westen (Cottaweg) 892 Kfz/h gezählt.

    Der Stannebeinplatz wird erst ab 2027 umgebaut

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      11 KOMMENTARE

      1. Nach der Richtlinie ist bei mehr als 1.000 Kfz in der Spitzenstunde als Vorzug eine Lichtsignalanlage zu wählen. Beschwert hatten sich über längere Zeit die Eltern der Kinder vom Olympiastützpunkt. Es wird übrigens eine Fußgängerlichtsignalanlage, d.h. eigentlich sollte sie den Radverkehr nicht ausbremsen.

      2. Nochmal ganz ernst.
        Wenn da jemand „Gestandenes“ (Sportbürgermeister, Planungsamt?) dem „Neuen“ Baubürgermeister erklärt, dass das 2015 (oder schon vor 100 Jahren) beschlossen wurde, weil gaaanz wichtig und der Stadtrat hatte ja auch nichts dagegen,,
        Sollte man doch mal genauer schauen, welche „Verabredungen“ aus alten Zeiten (um das Stadion-Ufo in der Stadt zu halten, Sportschule, Olympia-Stützpunkt anzusiedeln, was weiß ich..) hier umgesetzt werden.
        Zumal das damals sicher auch unter höheren Fördermitteln lief.

        Dieser „Kommunikation“-Werbetext lässt mich eher vermuten, dass der Busparkplatz zu RB einen sicheren Übergang benötigt.
        (Wobei die Straße „Am Sportforum“ ja nach Südosten hin, weitergeht..)
        Wäre in der jetzigen Situation wirklich teuer, ohne Fördermittel(?), ohne RB-Beteiligung sowieso
        und relativ wertfrei für die Stadtgemeinschaft erkauft.

        Würde mich gerne irren.
        Vielleicht kann mich ja jemand beruhigen?

        https://www.google.com/maps/place/Hans-Driesch-Stra%C3%9Fe,+Leipzig/@51.3504859,12.3455905,528m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x47a6f7b772af74dd:0xaa61400c5b19b92!8m2!3d51.3494934!4d12.326516

      3. Man kann sich natürlich über Begriffe, wie „Blechlawine“, streiten, aber der kommt in der Pressemitteilung des Referates „Kommunikation“ der Stadtverwaltung gar nicht vor.
        Viel interessanter wäre doch, wo die Ampelquerung konkret hinkommt. Soweit ich sehe, auf alle Fälle nicht über die Hans-Driesch-Straße.
        Ich habe da mal eine Karte meines Verständnisses angehangen, Sind immerhin mögliche 300 bis 600 m, die man als Schüler so extra laufen müsste, wenn’s um die Radfahrer östlich des Elsterbeckens geht.
        Also, ich persönlich fühle mich veralbert, wenn ich diesen Text lese.
        PS: Macht schon einen Unterschied in der benötigten Bremsenergie, ob über eine Tonne „Blech“ oder 100 kg Mensch plus Gehäuse zum Stillstand kommen sollen.
        Und Autos werden nun mal immer größer und schwerer, weil sie sich vor anderen Kfz schützen müssen ^^
        PPS: Apropos östlich des Elsterbeckens, ist der Weg am Ufer zur Jahnallee schon als kommunaler Weg gesichert?

      4. Es bleibt am Ende eine politische Frage, wie man entscheidet und was man dann am Ende „vernünftig“ nennt. Da wird jeder für sich wählen und überlegen, was ihr oder ihm am nähesten ist.

        Der erwähnte mit 10 % ausgelastete ICE, oder die wochentags spät durch die Karli donnernde Straßenbahn, besetzt mit drei bis fünf Leuten, verursacht auch eine enorme Lärmemission und verbraucht wahnsinnig viel Energie für Klimatisierung und Antrieb, von Wartung und Personal ganz zu schweigen. Würde man jetzt Ihre Rechnung mit Fußabdruck und Verbrauch / Passagier aufmachen, wird es düster mit Vorfahrtsrechten.
        Um das Argument zu verdeutlichen hier mal eine künstliche Überhöhung: nach dem Prinzip gemessen, und auch wenn man das stoische „alle Verkehrsteilnehmer sind gleich“ anwendet, müsste der letzte IC / ICE nach Dresden quasi am beschrankten Bahnübergang halten, weil ein verbrauchsgünstiger Kleinwagen, besetzt mit zwei Personen, über die Schienen will. Der pro-Kopf-Verbrauch ist wahnsinnig groß, auf die paar Hanseln gerechnet, aber man leistet es sich aus guten Gründen dennoch.
        Wie gesagt, das ist nicht, was ich will, aber das ist – völlig übertrieben dargestellt – das, was dabei herauskommt, wenn man das Ganze nur politisch betreibt, ohne Verkehrstechnik zu betrachten.
        Heute ist es allgemeiner Konsens, dass der große schwere Zug überall durchrollen kann. Auch deswegen gibt es ja die Entflechtungen der Verkehre durch Brücken und Tunnel, das führt zur Beschleunigung, Einsparung und weniger Gefährdung.

        Die Königsvariante, die auch langfristig die Beste ist, wäre eine Unterfahrung dieser Brücke.

      5. Gern gebe ich Ihnen wieder recht: Vernunftentscheidungen sollten getroffen werden!

        Allerdings, mal scharf und nüchtern gedacht, weil Sie gerade das Rollen als Argument ansprachen: warum sollen gerade die Autos nicht halten, statt den Fahrrädern?
        Müssten diese nicht Priorität genießen, weil umweltfreundlicher?
        Sicht als Radfahrer: „Ständig abbremsen wegen dem PKW-Verkehr. Unerhört.“
        Auch nachvollziehbar. Der Radfahrer kann ja nichts dafür, dass viele mit dem Auto und ökologisch nachteiliger unterwegs sind. Soll er deswegen abbremsen?

        Nach was wollen Sie wichten? Da gäbe es sicher verschiedene Modelle.
        Nach ökologischem Fußabdruck, transportierbarer Personenanzahl, Kraftstoffverbrauch oder -Verbrauchsart?

        Solch tolle Alibiampeln gibt es vermehrt: Prager Straße/ Gutenbergplatz (völlige Veralberung von Fußgängern und Radfahrern) oder Prager Straße / Stephanstraße. Da beißt man schon mal in den Lenker oder fährt dann tatsächlich woanders lang.
        Nur: das geht an der Hans-Driesch-Straße nicht…

      6. Hallo Christian,

        völlig klar, der Nabel der Welt ist der Autoverkehr nicht. Und es ist gut, wenn an vielen Stellen nachgedacht wird, wie die Nutzbarkeit von Rädern verbessert werden kann. Oder die der S-Bahn, die hierzulande ihren Namen nicht durchgängig verdient.

        Aber beim Abwägen des Aufwandes zum Halten, oder anders ausgedrückt, bei der Frage wieviel Priorität ein reibungsarmer Verkehrsfluß bekommt, geht es doch irgendwie auch im Vernunft (ein Wort mit dehnbarer Auslegung).
        Sie sagen, dieses Verkehrsmittel (das Auto war vermutlich gemeint) passe nicht mehr in die Zeit, das müsse sich bitte ändern. Dabei ist auch einem Bus, einer Straßenbahn, von mir aus einem zu 10 % besetzten ICE aus energetischer Sicht am meisten gelegen, wenn er nicht ständig bremsen und beschleunigen muss. Auch bei der Rückspeisung in die Fahrleitung gibt es Verluste, die letzten km/h Geschwindigkeit müssen eh nach wie vor mechanisch mit Verschleiß weggebremst werden. Bei jedem einzelnen Halt. Ein Verkehrsmittel auf Rädern erscheint mir sinnvoller durchgäng zu rollen als es bei Fußgänger den Bedarf dazu gibt. Und bei den rollenden Fahrzeugen untereinander steigt der Aufwand für Bremsen und Beschleunigen mit dem Gewicht, was das „Bedürfnis für Gleichmäßigkeit“ ansteigen lässt.
        Nein, es soll bitte nicht Jeder das Auto nutzen für jede kleine Bewegung in der Stadt. Aber es gibt dafür Bedarf bei den Leuten, und der ist ja nicht ausschließlich subjektiv-bequem geprägt.

        Mich stört da eben bißchen das Politische an der Diskussion. Dass es da überhaupt keine Wichtung geben soll, ob ein LKW, PKW oder Bus seine komplette kinetische Energie in Wärme (im Falle weniger neuester PKW auch ein paar mWh in den Akku zurück) verbremst, oder ob ein Fußgänger kurz (wir reden nicht von 5 Minuten!) wartet, das will mir nicht in den Sinn. Noch dazu, dass es eine Gruppe von 10-20 Fahrzeugen pro Fahrbahnseite wäre (angesprochen wurde ja die Zeit des Berufsverkehrs), die diesen Aufwand hätte, nur damit durchschnittlich 1-4 Personen sofort über die Straße können, wenn sie dort ankommen.

        Ach nein, können sie ja gar nicht bei der angedachten Lösung:

        Variante 1): Ankommen, bremsen, Knopf drücken, warten bis grün wird, weiter gehts. 10-20 Sekunden vergangen, in jedem Fall. Wenn es so wird wie auf der Tauchnitz-Straße, dann gern auch mal 50 Sekunden.

        Variante 2) Ankommen, bremsen, warten bis zyklusmäßig grün wird, weiter gehts. Das kann direktes Durchfahren bedeuten, oder einen kompletten Zyklus als Wartezeit von 1-2 Minuten. Wenn es so wird wie bei der Alibi-Bedarfsampel am Floßplatz, auch mal mehr als die eine Minute. Knopfdruck sinnfrei.

        Bliebe noch die strittige gravierende Gefährdungslage an dieser Stelle als Begründung, fast eine halbe Million Euro auszugeben, denn die Zeitersparnis ist es wahrscheinlich nicht…

      7. @Sebastian
        Zum Teil gebe ich Ihnen recht – ein wenig Mäßigung würde manche Beiträge etwas glaubhafter erscheinen lassen.

        Ihre Argumente sind nur bedingt wirksam, aus meiner Sicht:

        Der Autoverkehr ist nicht der Nabel der Welt, und nicht alles andere muss sich unterordnen oder darf existieren, sofern es nicht „extrem gefährlich“ ist.

        Deswegen muss es im Miteinander auch mal Haltepunkte für PKW geben, wenn erforderlich (ob nun Ampel, Freundlichkeit oder anderes).
        Wenn diese PKW deswegen so sehr umweltschädigend sind (was ich nachvollziehen kann), dann stimmt etwas mit diesem Verkehrsmittel nicht bzw. passt nicht mehr so richtig in die Zeiten des Klimawandels. Bitte ändern.

        Wenn Radfahrer oder Fußgänger aufgehalten werden, obwohl sie die beste Klimabilanz aufweisen, interessiert das niemanden – bei einem PKW schreit schon mal die ganze Lobby auf.

        Jede Ampel kostet sehr viel Geld, überhaupt Baumaßnahmen. Darüber zu sinnieren, wo das Geld auch eingesetzt werden könnte, ist müßig. Es muss auf allen Gebieten fair verteilt werden.

        Eine Ampel, und da gebe ich Ihnen Recht, ist an dieser Stelle vielleicht etwas übertrieben!
        Den Gedanken mit den Zebrastreifen finde ich sehr gut!
        Bedarf und Recht für alle Verkehrsteilnehmer.
        Da hat man in Anger-Crottendorf auch einen sehr schönen eingerichtet, mit heller Beleuchtung.
        Gute Sache, hier wohl leider zu spät.

      8. Die Empfindungen sind ja unterschiedlich bei den Leuten. Aber wenn ich manchen Artikel z.B. von Herrn Julke lese, in dem mal wieder von „ewig langen Blechlawinen“ die Rede ist oder von andersartiger völlig einseitiger Polemik, oder wenn ich hier im Kommentarbereich „extrem gefährlich“ als Bewertung für diese Querung an der Brücke lese, dann fehlen mir oft die mäßigenden Gegenstimmen. Mag ja sein, dass in dieser (online-) Zeitung eher die grünen und/oder linken Leute Schreiben und/oder lesen, und ich will dieses Refugium auch nicht zu sehr stören, aber manchmal greife ich mir echt an den Kopf.
        Leute, fahrt doch eure Rhetorik mal runter und steigert euch nicht derart rein, wenn´s mal wieder um die BLECHSCHLANGEN, LAWINEN oder sonstwas geht.

        Seit vier Jahren ist dieser Weg mein Arbeitsweg per Rad. Ich überquere dann an dieser Stelle die Hans-Driesch-Straße. Wenn es regnet oder Frost ist nehme ich das Auto, um in 15 Minuten statt (Tür-zu-Tür) mit dem ÖPNV 50 Minuten auf Arbeit zu brauchen.

        Was ich in der Position als Autofahrer alles mitbekomme, angefangen von Vorfahrtsregeln-missachtenden, oft blendenden Radfahrern im Musikviertel, weiter über sich rechts am Kreisverkehr vorbeidrängelnden Leuten, dem obligatorischen Stop an der Querungshilfe Klarapark, weil IMMER jemand vor mir für die querenden Radfahrer bremst (auch ich tue das, wenn es verkehrsbedingt passt), bis zu eben dieser genannten Stelle an der Hans-Driesch-Straße, an der immer irgendwann jemand eine Lücke lässt, könnte man mal an anderer Stelle was schreiben.

        Es nicht „extrem gefährlich“ dort die Hans-Driesch-Straße zu queren. „Extrem gefährlich“ ist Ebola, Corona oder von mir aus eine Hirn-OP. Sicher auch das Erzwingen der Vorfahrt mancher Radfahrer, die sich rechts neben einem LKW befinden und sich nicht in den anderen, „größeren“ Verkehrsteilnehmer hineinversetzen können oder wollen. Sehr gefährlich, das. Nur mal so zur Einordnung der Formulierungen.

        Aber gut, soll ja Jede(r) so empfinden, wie es ihr oder ihm in den Sinn kommt. Man kann ja eh nichts dafür. Aber denkt doch mal nach:

        – Diese Stelle ist nicht gefährlich. Man wartet, bis es eine Lücke gibt oder ein Autofahrer Signal gibt und fährt dann bis zur Mitte. Nicht mal eine Beobachtung der anderen Fahrbahn ist dafür nötig. Völlig klare Regelung, versteht jedes Kind. Auf der Mitte stehend dann das gleiche Spiel für die andere Seite. Breite Aufstellfläche vorhanden, man kann sich auf geschätzen 15 Metern verteilen, um dann links oder geradeaus weiter zu radeln.

        – realistisch gesehen wartet man heute als Radfahrer (mir geht es jedenfalls so, früh wie auch am späten Nachmittag, wenn ich Feierabend habe) aktuell 0-30 Sekunden, bis man über die Straße kann. Auch eine Ampel würde eine Wartezeit erzeugen, bis sie auf grün schaltet! Selbst wenn es eine Bedarfsampel ist, oder wie man hierzulande schreibt, aus meiner Sicht wiederum etwas zu sehr im Opfermodus: „Bettelampel“. (Auch so ein sachlich unsinniger Quatsch, der mich ärgert. Beim Betteln entscheidet der potentielle Geber dem mittellosen Menschen gönnerhaft, ob er ihm etwas gibt oder nicht. Beim Druck auf einen Bedarfsknopf an der Ampel bekommt der Bedarf-Anmeldende definitiv seinen Wunsch erfüllt.)

        – Der Autoverkehr, der dort aktuell gebündelt Richtung Westen fließt, wird dann natürlich aufgehalten. Das, was jetzt an Autos im absoluten Teillastbereich an dieser Stelle gleichmäßig und energiearm rollt, wird dann bei einer Ampellösung zum Bremsen (Feinstaub), Warten (uneffizienter Betrieb) sowie Wiederstarten des Motors (Mehrverbrauch/Verschleiß) und Anfahren (Feinstaub durch Kupplung, Mehrverbrauch) gezwungen. Und das etwa im 30-Sekunden-Takt.

        – Die Ampel soll rund 400.000 Euro kosten und wird auch Folgekosten haben (Betrieb, Wartung). Abgesehen vom Unverständnis als Laie, warum die Anlage den Gegenwert eines schlüsselfertigen Einfamilienhauses hat, erinnere ich daran, dass es in Leipzig Sporthallen gibt, die den Sanierungsstand der frühen 90er Jahre haben. Beispiel Hertz-Gymnasium Paunsdorf, dort fließt kaum warmes Wasser im Duschbereich, Fenster gehen nicht alle auf, ein Schalter vom Klo-Lüfter ist markiert mit „bloß nicht abschalten, geht nicht wieder an!!!“. Es herrscht ein Mangel an Schwimmhallen in der Stadt, den Zustand des Rollmaterials der LVB kennen wir alle, usw. usf.

        Mit 400.000 Euro kann man aus meiner Sicht wirklich etwas Sinnvolleres anstellen als eine Ampel zu bauen an einer Stelle, die völlig beherrschbar und ungefährlich ist. Leute, wenn es unbedingt sein muss, stellt doch mal für zwei Monate eine provisorische Baustellenampel auf und macht im Herbst 2021 einen Verkehrsversuch. Holt vielleicht noch die Leute aus der TU-Dresden ran, da können gleich noch Diplom- oder Bätschelorarbeiten geschrieben werden. Seht euch in dieser Zeit an, was die Maßnahme mit dem Autoverkehr macht, welche Zeitvorteile WIRKLICH für die Radfahrer und Fußgänger entstehen, und überlegt dann noch mal, ob es nicht ein Zebrastreifen tun würde, wenn denn unbedingt etwas politisches getan werden muss an dieser Stelle. Die Extra-Sahne-Lösung wäre natürlich wenn der Radverkehr drunter durch fahren könnte, so wie unter der Brücke am Sportforum. Da sparte man sich auch die Energie für die Steigung an der Brückenrampe…

        Und bitte, rüstet etwas ab beim Thema „eeeeeendlose Blechlawinen überall“.

      9. @Christof: naja, ganz einfach. Man stellt eine Ampel für die Fußgänger etc. hin. Und dann wird diese Fußgängerampel so eingestellt, dass der Autoverkehr möglichst nicht behindert wird. Also können sich die Fußgänger u.a. dann auf sehr lange Wartephasen an der Ampel einstellen. Das behindert zwar dann den Fußgänger- und Fahrradverkehr, aber in diesem Land hat doch niemand ernsthaft die Absicht, den Automobilverkehr einzuschränken. Autos sind doch die Heiligen Kühe in Deutschland, wissen sie ja.

      10. Das habe ich im Artikel doch ganz übersehen. Stellt sich die Frage, warum sollen Fußgänger und Radfahrende noch einmal in der Mitte warten müssen. Die Ampel kann doch auf beiden Seiten gleichzeitig auf Rot für die Fahrzeuge umschalten. Den Autofahrenden ist doch egal, wann sie zum halten kommen, da sie sowieso irgendwann halten müssen. Ist ja keine weitere Ampel in der Nähe. Wer hat sich hier was wenn überhaupt überlegt?

      11. Das hört sich doch vom neuen Baudezernenten ganz interessant an. Dieser Übergang über die Hans-Driesch-Str. vom Norden zum Stadion und Zetkin-Park ist schon lange überfällig. Es ist für Fußgänger und Radfahrende immer ein Graus und extrem gefährlich, über die H.-Driesch-Str. zu kommen. An mögliches Anhalten denken leider nur die wenigsten Fahrzeuglenker bzw. müssen sie damit rechnen, das ein unaufmerksamer Autofahrer auffährt. Nun ist noch die Ampelschaltung zu bedenken, so das man als Wartender nicht ewig dort stehen muss bis zur Umschaltung, sonst versuchen Ungeduldige trotzdem ohne Grünschaltung über die Straße zu kommen. Besser als eine Ampel wäre eine Unterfahrung der Landauer Brücke, aber vielleicht kommt das noch mit einer Instandhaltung des Radweges entlang des Elsterbecken.

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