Die Stadt Leipzig spricht sich nachdrücklich für den Ausbau der Anschlussstelle Leipzig-Nord aus und fordert den Erhalt der Autobahnanschlussstelle Schkeuditz. Aus Sicht der Städte Leipzig und Schkeuditz, des Landkreises Nordsachsen, der Wirtschaftskammern, des Flughafens und der Unternehmen ist dies die beste Lösung, den Anforderungen des Wirtschaftsraums Nord gerecht zu werden.
Diese Position hat die Stadt in einer ausführlichen Stellungnahme, an der viele Unternehmen, Fachämter und Nordraum-Akteure beteiligt waren, an die Autobahn GmbH formuliert. Die Stadt reagiert damit auf die Pläne der Autobahn GmbH, die den Wegfall der Anschlussstellen Schkeuditz und Leipzig-Nord zugunsten einer neu zu schaffenden Anschlussstelle an der Radefelder Allee vorsieht.
Der Leipziger Nordraum gehört zu den dynamischsten Wirtschaftsstandorten Deutschlands. Mit dem Flughafen Leipzig/Halle, dem Güterverkehrszentrum (GVZ) sowie zahlreichen Unternehmen aus Industrie und Logistik besitzt der Standort eine herausragende Bedeutung für die Region. Mehr als 100 Unternehmen sind auf leistungsfähige Autobahnanbindungen angewiesen. Gemeinsam beschäftigen sie mehr als 20.000 Menschen.
Eine schlechtere Anbindung bedeutet längere Fahrzeiten, höhere Transportkosten und damit einen Wettbewerbsnachteil für Unternehmen und für die ganze Stadt und Region. Für Investitionen und Unternehmensansiedlungen sind leistungsfähige und verlässliche Verkehrsverbindungen ein entscheidender Standortfaktor.
Besonders betroffen wäre das geplante Industriegebiet „Airport Industrial Park“ westlich der Radefelder Allee, für dessen Nutzung gerade ein Investor gesucht wird. Deshalb setzt sich die Stadt Leipzig mit Nachdruck für den Erhalt der bestehenden Anschlussstellen ein.
Clemens Schülke, Bürgermeister und Beigeordneter für Wirtschaft, Arbeit und Digitales: „Reduziert die Autobahn GmbH die Anbindung auf nur eine Anschlussstelle, schafft sie sehenden Auges ein Nadelöhr. Ein querstehender LKW reicht, um die Unternehmen rund um Porsche und DHL von der A14 abzuschneiden und die Verkehrsströme zum Erliegen zu bringen. Die Planungen der Autobahn GmbH gefährden den Wirtschaftsstandort.“

Thomas Dienberg, Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau: „Leider ist die Autobahn GmbH nicht bereit, sich mit den Themen vor Ort auseinanderzusetzen. Ein Gesprächsangebot unsererseits wurde auf die lange Bank geschoben. Der Vorschlag der Autobahn GmbH verkennt die Anforderungen vom Flughafen Leipzig/Halle, Porsche und weiteren Partnern. Zudem behindert die Planung die langfristige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Unser Ziel ist klar: Die Entwicklung des Nordraums Leipzig kann nur in Partnerschaft gelingen.“






Keine Kommentare bisher