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Wohnungsgenossenschaft VLW und HausHalten e.V. vereinbaren Erhalt bezahlbarer Räume für Künstler

Die Vereinigte Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG (VLW) verlängert die Gestattungsvereinbarung mit dem Verein HausHalten e. V. für das Chausseehaus um weitere fünf Jahre. Damit bleibt eines der bekanntesten Leipziger Gebäude mit über 1.000 m² Wohnfläche bis Ende 2020 als Wächterhaus für Leipziger Künstler und Kreative erhalten.

Michaela Kostov, Vorstand der VLW: „Bereits 2010 hatten wir die Idee, das unsanierte Gebäude in der Delitzscher Straße 3 für die Stadtgesellschaft zu beleben und fanden mit dem Verein HausHalten e. V. einen erfahrenen Partner. Der genossenschaftliche Grundgedanke ist traditionell eng verbunden mit Selbstbestimmung und Selbstorganisation und passt ideal zum Wächterhausprinzip. In den letzten fünf Jahren hatten einige innovative und generationenübergreifende Projekte im Chausseehaus ihren Ursprung, brachten Menschen zusammen und leisteten damit einen Beitrag für stabile Nachbarschaften. Daher setzen wir mit der Verlängerung des Vertrages bewusst ein Zeichen. Das Chausseehaus soll als Eingangstor zur Georg-Schumann-Straße weiter ein Ort der Begegnung bleiben.“

Wächterhäuser sind eine Form der Zwischennutzung. Das weiß keiner so gut wie der Verein HausHalten e. V. und er freut sich daher umso mehr über die Entscheidung der Genossenschaft, die unsanierten Wohnungen weiterhin dem Verein und seinen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Damit bleibt für die langjährigen Hauswächter weiterhin die eingeführte Adresse zu günstigen Konditionen erhalten.

„Die Zeiten ändern sich. Haben wir vor Jahren in Leipzig noch von Schrumpfung gesprochen, ist die Stadt nun im Wachstum. Gerade vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass für Vereine, Kreative und Start-Ups Freiräume gesichert werden. Wir freuen uns daher umso mehr, mit der VLW einen guten Partner gefunden zu haben. Bei der Genossenschaft steht nicht die kurzfristige Gewinnerzielungsabsicht im Vordergrund, sondern ein fairer Umgang mit den Bewohnern zum gegenseitigen Vorteil. Das schafft Vertrauen, Verlässlichkeit und einen sozialen Mehrwert“, so Hannes Lindemann, Vorstandsmitglied von HausHalten e.V.

Begrüßt wird die Fortführung des gemeinsamen Vertrages auch von den Künstlern, die seit gut fünf Jahren das Chausseehaus beleben. Einer der ersten war der Maler Paul Wendt, der im 3. Obergeschoss sein Atelier hat: „Das Wächterhaus bietet viele Vorteile für uns und gemeinsam können wir auch eine Öffentlichkeit erzeugen und den Leuten zeigen, was wir hier machen. Die Räume bezahlbar nutzen zu können ist etwas ganz Besonderes. Das kennt man aus anderen Städten nicht. Es nimmt uns Künstlern den Druck und lässt mehr Raum für Kreativität.“

Das Chausseehaus in der Delitzscher Straße 3 wurde im September 2010 im Rahmen der „Nacht der Kunst“ an die Künstler übergeben. Während sich in den oberen Etagen die Ateliers, Wohn- und Arbeitsräume befinden, war und ist das Ladenlokal im Erdgeschoss Treffpunkt und Quartier für verschiedene Initiativen, wie z. B. das Japanische Haus, die Stadtpflanzer oder seit Anfang des Jahres für das Kultur-Labor.

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In Extremo © Jens Koch

© Jens Koch

Vom Akustik-Trio zu einer der erfolgreichsten deutschen Rockbands. Von einer Idee, harter Arbeit, unbeirrtem Glauben zumehreren Top-10-und drei Nr.-1 Alben. Zu ausverkauften Tourneen, bebenden Burgen und treuesten Fans auf der ganzen Welt. Vom neuesten Album „Kompass zur Sonne“ zu einem aufregenden Meilenstein: 25 Jahre In Extremo!