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Proteste in Schweden gegen Verkauf der Vattenfall-Braunkohlesparte an EPH

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    Heute Vormittag haben KlimaschützerInnen in Stockholm anlässlich der Jahreshauptversammlung von Vattenfall mit einer Demonstration und einem „Die-In“ gegen den geplanten Verkauf der Lausitzer Braunkohlesparte an die tschechische Energetický a Průmyslový Holding (EPH) demonstriert. Sie fordern die Regierung auf, die geplante Übernahme durch EPH zu stoppen. Die AktivistInnen kritisieren, der Verkauf werde zu neuen Investitionen in die Braunkohleförderung führen und dadurch die Nutzung des klimaschädlichen Energieträgers auf Jahrzehnte hinaus zementieren.

    Die Klimaaktivistin Julia Norman aus Stockholm sagt: “Durch den Verkauf wird kein Gramm CO2 eingespart. Für uns ist damit klar: Die schwedische Regierung nimmt ihre Verantwortung für den Klimaschutz nicht ernst. Stattdessen sollte sie lieber dafür sorgen, dass Vattenfall die Kohleförderung in der Lausitz abwickelt. Dutzende von schwedischen Klimaaktivisten werden deswegen an Pfingsten gemeinsam mit tausenden von Menschen aus ganz Europa in die Lausitz fahren und einen Kohletagebau blockieren.“

    Nicht nur in Schweden, auch in anderen europäischen Ländern gibt es im Vorfeld der Aktion Ende Gelände Widerstand gegen weitere Investitionen in den Klimakiller Braunkohle. In Wales planen AktivistInnen kommendes Wochenende im Rahmen der weltweiten Aktionswelle „Break Free from Fossil Fuels“ in den größten verbleibenden Braunkohletagebau Großbritanniens einzudringen. Tschechische Klimagruppen planen am 7. Mai Aktionen vor der Zentrale von EPH.

    Auch das Bündnis Ende Gelände kritisiert die Verkaufspläne scharf. So betont Hannah Eichberger, Sprecherin von Ende Gelände: „Vattenfall hat jahrelang Profite aus der Kohle geschlagen und stiehlt sich jetzt angesichts der anstehenden Renaturierung und der Notwendigkeit eines raschen Strukturwandels für die Region aus der Verantwortung. Die Übernahme der Lausitzer Braunkohlesparte von Vattenfall kann für EPH nur auf Kosten des Klimas und der Angestellten lohnend sein. Am raschen Kohleausstieg geht kein Weg vorbei, aber das darf nicht auf dem Rücken der Menschen in der Braunkohleregion ausgetragen werden, die jahrzehntelang unter den gesundheitlichen und sozialen Folgen dieser zerstörerischen Technologie gelitten haben.“

    Das Bündnis fordert den Ausstieg aus der Kohle sowie die Renaturierung der Tagebaue und die sozialverträgliche Abwicklung der Kohleförderung in der Lausitz durch Vattenfall.

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