6.9 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Kerstin Köditz (Linke): Pegida-Redner mutmaßlicher Bombenleger

Anzeige

Mehr zum Thema

Mehr
    Anzeige
    Anzeige

    Zur Festnahme des mutmaßlich rechtsmotivierten Bombenlegers Nino K. erklärt Kerstin Köditz, Sprecherin für antifaschistische Politik der Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag: Ich bin erleichtert, dass es dem Operativen Abwehrzentrum (OAZ) gelungen ist, einen Verdächtigen für die Sprengstoffanschläge auf die Fatih-Camii-Moschee und das Kongresszentrum in Dresden zu fassen. Die Tat kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit hatte Aufsehen erregt – auch durch die anfänglich wenig professionelle Tatortsicherung.

    Nunmehr scheint sich der Verdacht eines fremdenfeindlichen Tathintergrunds zu bestätigen. Dafür spricht Nino K.s Auftritt als Redner bei Pegida im Juli 2015, in der er Ausländer und Flüchtlinge unter Jubel der Anwesenden als faul und kriminell darstellte. Zudem drohte er der Bundeskanzlerin an, sie vor Gericht zu stellen und ihr „keine Gnade“ zu gewähren. Der Pegida-Anführer und verurteilte Volksverhetzer Lutz Bachmann persönlich hatte K. mit der Bitte um einen „Riesenapplaus für unseren Nino“ auf die Bühne gebeten und sich hinterher für die „starken und deutlichen Worte“ bedankt.

    Das zeigt auch, wie wenig Substanz die vom sächsischen „Verfassungsschutz“ eigens zur Verhätschelung Pegidas eingeführte Unterscheidung von „asylkritischem“ und „asylfeindlichem“ Protest hat – die Übergänge zum Rassismus sind fließend, die Radikalisierung von rechts führte im vorliegenden Fall – nicht zum ersten Mal in Sachsen – offenbar zum Rechtsterrorismus. Vor dem Hintergrund muss ich mich wundern, dass die Dresdner Anschläge in der offiziellen Straftaten-Statistik, die ich monatlich beim Innenminister abfrage, bislang nicht als politisch motivierte gezählt werden. Solche anhaltende Betriebsblindheit erschwert die Bekämpfung der extremen Rechten seit vielen Jahren.

    In eigener Sache: Lokaler Journalismus sucht weitere Freikäufer

    https://www.l-iz.de/bildung/medien/2016/11/in-eigener-sache-wir-knacken-gemeinsam-die-250-kaufen-den-melder-frei-154108

    Anzeige
    Werbung

    Mehr zum Thema

    Mehr
      Anzeige
      Werbung

      Topthemen

      - Werbung -

      Aktuell auf LZ

      Anzeige
      Anzeige
      Anzeige